Beiträge von anonymer-scm-fan

    Mit Steinert, Lagergren, Bezjak, O'Sullivan, Damgaard und einen hoffentlich weiteren guten RL, dazu Preuß und Musa und zwei jeweils gut besetzte Außenpositionen, wird man nächste Saison schon sehen, welche Varianten es dann geben wird.

    Wiegert reagiert sehr wohl auf sein Spielermaterial und entwickelt daraus die bestmögliche Lösung über eine Saison gesehen. Letztes Jahr war es Damgaard und eben viel Kleinklein. Dieses Jahr wurde das vorhandene Material mit Lagergren erweitert und es kam der Tempohandball. Spielsysteme und Alternativen halten eben nur so lange, wie man die Spieler dafür zur Hand hat.

    Das Problem ist bis zum Ende der Saison, dass auf RL und RR hinter dem eigentlich ersten Mann keine gleich starke ALTERNATIVE vorhanden ist.

    Für de la Pena freut es mich besonders, dass er jetzt zeigen kann, dass er eine Alternative ist. Er kam gegen Berlin zu spät und hat in beiden Spielen gezeigt, dass uns aktuell seine Art zu spielen weiterhelfen kann. Im Zusammenspiel mit Damgaard hilft das weiter, da de la Pena die Räume frei blockt, dass Damgaard durch kommt. Das ist das, was Bezjak letzte Saison spielen sollte, ihm aber nicht lag.

    Damit haben wir mögliche SpielsystemE.

    Im nächsten Jahr sind zwar keine absoluten Weltklassespieler im Kader, aber der Kader dürfte über seine komplette Breite so ausgeglichen gut besetzt sein, wie schon seit langer Zeit nicht mehr.

    Chrapkowski ist ein wichtiger Faktor in der Abwehr und die Verlängerung ist aktuell gut. 5 Jahre sind, naja, mutig. Über O'Sullivan muss man nicht reden. Green bis 37 ist nur Erhaltung des Status Quos. Wenn man im Tor stabiler werden will, muss man also auf den neuen hoffen.

    Wie viele wurfgewaltige Spielmacher, die über eine Abwehr kommen, gibt es denn weltweit so? Wer diese Qualitäten hat, steht bei anderen Klubs (auch) auf dem Zettel.

    Sicherlich würde hier auch niemand aktuellen und potentiellen Neuzugängen als Heiland sehen. Wichtig ist, dass es ins sportliche Konzept passt und die Qualität dadurch verbessert wird. Wir brauchen einen zweiten torgefährlichen RL mit Abwehrqualitäten auf Halb und Mitte. Das würde so einer wie Kuzmanovski sicherlich hinbekommen. Bei Spielern vom Balkan ist ja dann immer die größere Frage, wie gut sie sich dann hier im neuen Land und mit der neuen Intensität zurecht finden.


    Hauptsache, auf RL passiert bald mal was in diese Richtung hinter Damgaard. Molina darf es nicht sein.

    So irrt man sich gerne! Es war aber nur eine Momentaufnahme und gegen Berlin und Leipzig geht's von vorne los.

    Michme sollte mal lernen, dass als Hallensprecher Understatement Würde hätte. Wenn er Fan sein will, soll er das Mikro abgeben. Das ist für den Posten zu viel Emotionalität und in der Form eben auch einfach respektlos. Dann kann er sich gleich richtig auf Montpellier machen...

    Göppingen sollte in der Lage sein, den "Überraschungssieg" aus der Liga durchaus zu wiederholen. Der SCM ist bisher auch noch zu oft den Nachweis schuldig geblieben, dass man Spiele gewinnen kann, wo man vorher zu viel Euphorie erzeugt und es im Spiel dann nicht läuft, wie man es bräuchte. Mal sehen, welchen Faktor die Halle heute ausmacht. 6000 Leute, die sich ihre Tickets alle selber kaufen sind nochmal was anderes als 6000 Leute, die teilweise über Sponsorenkarten reinkommen. Bei Gegurke wird die Ernüchterung aber auch schnell eintreten.

    Es wird vermutlich kein Hurra-Spiel. Hoffentlich reichts am Ende für den SCM.

    Da es bei der ganzen Sache auch so aussieht, dass er das auf eigene Faust gemacht hat, sich also selber unwohl mit Kniebeschwerden fühlte, ist zu hoffen, dass er aus der gleichen Vernunft sich die WM nicht antut.

    Mit dem Ausfall-Risiko über Monate wird der Zeitpunkt des Eingriffes auch kein Kalkül bezüglich WM-Teilnahme gewesen sein sondern tatsächlich schmerzbedingt. So hat er jetzt auch 2 Monate Zeit, alles in Ruhe auszuheilen und wieder ins Training einzusteigen.

    Haben die Polen noch den Mannschaftsarzt, der damals auch den halbjährig verletzten Rojewski fit gemacht hat? :irony:

    Dass Chrapkowski in der WM-Vorbereitung allgemein mit dem Kader unterwegs ist, ist ja auch ok. Da geht es vielleicht auch einfach darum, auch verletzten WM-Kandidaten bei den Abläufen und Besprechungen dabei zu haben. Chrapkowski ist ja auch eher ein Spieler, den die Polen mit zur WM nehmen.

    Im Handball gibt es ein längeres Transferfenster als im Fußball. Das geht ja sogar bis ins neue Jahr.

    Wenn man aber allein bedenkt, dass wir eigentlich nur noch für diese Saison jemanden bräuchten, wird es die meisten Spieler wohl schon ausschließen. Welche osteuropäischen Großclubs haben denn gerade wieder eine nachlassende Zahlungsmoral?

    Das Gerücht um Kuzmanovski kam doch eigentlich nur in einem mazedonischen Medium. Dazu kommt der Phantom-Eintrag bei Wikipedia durch eine mazedonische Quelle. Dann wurde es hier aufgegriffen und durch das Lokalblatt und Sky nochmal kurzfristig gehypt.

    Wäre es tatsächlich Kuzmanovski, müsste man sich auch fragen, warum der Club diesen Zugang nicht schon längst veröffentlicht hat. Spätestens mit seinem Wechsel zu Eurofarm Rabotnik hätte man es kundtun können, wenn es fix wäre.

    Das mehrt aber wiederum die Sorge, dass man auf RL noch nichts hat und dann ein nicht ausreichend qualifizierter Schnellschuss dabei rumkommt - egal ob als Verlängerung oder Ersatz-Neuverpflichtung.


    Was Nachverpflichtungen betrifft, wird der SCM dann jetzt wohl auf RM tätig werden müssen. Derzeit fehlt ja in erster Linie ein (höchst-)qualifizierter Spielmacher. Viele kurzfristig verfügbare, möglichst deutschsprachige, noch aktive und in der HBL-erfahrene Spielmacher für einen maximal 7-monatigen Übergang, wird es derzeit wohl nicht geben... da fällt mir nur einer ein, der eine so kurzfristige Chance nochmal für ein mögliches WM-Ticket nutzen könnte...

    Porto war kein Ausrutscher der einfach so passiert sondern Folge des Kaders, der eine hohe spielerische Verantwortung auf wenige Füße stellt. Die Füße wackelten da schon gewaltig. Ohne Chrapkowski war die Abwehr nicht mehr der Grundstein für die einzige Stärke des SCM. Der Positionsangriff ist auch nicht auf höchstem Level, wenn sie abbrechen mussten. Dazu kamen dann Wehwechen und Ausfälle.

    Flensburg erledigt in der Liga die Hausaufgaben eben souverän. In den Liga-Spielen gegen "stärkere" Gegner gelang ja auch das ein oder andere Ausrufezeichen (+7 gegen die RNL, +5 in Berlin und +6 in Melsungen).

    Könnte ein Dreikampf werden, wenn sich die RNL durch die Auswärtsspiele schadlos durchwurschteln können.

    Der SCM wird am Monatsende sehr wahrscheinlich im Dreikampf um Platz 4 angekommen sein.

    Es ist genau das eingetreten, was mit der verfügbaren Mannschaft in der aktuellen Verfassung eigentlich auch zu erwarten war.

    Im Vorfeld dieser Partie öffentlich von "Wir spielen auf Sieg!" zu sprechen und dies auch in der Auszeit als Argumentations-Hilfe zu benutzen, war maximal unrealistisch und unnötig.

    Man soll natürlich nicht da hin fahren, um sich abschlachten zu lassen, aber wenn 2,5 wichtige Spieler schon von Vornherein fehlen, muss man nicht vor und im Spiel rumposaunen, dass man in Mannheim eine Chance hätte. Da geht es doch dann nur darum, realistisch gelassen sich ordentlich zu verkaufen.

    Hier war der Innendruck im Vorfeld zu hoch und hier hat Wiegert überreagiert. Da verstehe ich auch die Spieler, dass die die Situation vielleicht auch realistischer einschätzen und dann der ein oder andere bei Traineransagen abschaltet. Ganz offensichtlich war das ja bei Damgaard in der einen Szene. Wenn mal ein Spieler bei einer Auszeit nicht den direkten Blickkontakt sucht, muss das ja auch noch nichts bedeuten.

    Bezjaks Ausfall war natürlich das, was für die weiteren Spiele nicht hätte passieren dürfen. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest Chrapkowski und Lagergren bis zum Pokalspiel wieder fit sind. Ohne Bezjak und O'Sullivan wird der restliche Monat schwer genug. Es wäre keine Überraschung, wenn es ein Dezember voller Niederlagen wird.

    Für Magdeburg spricht nicht wirklich etwas. Da müsste es schon Blitzheiligungen geben, sodass bis auf O'Sullivan alle komplett fit sind und ihre beste Leistungsfähigkeit abrufen könnten.

    Die Löwen brauchen eigentlich nur eine offensivere Abwehrformation aufbieten (4:2) und dann sollte es auch mit "Formschwäche" locker reichen. Im Notfall haben sie ja auch den Mut und die Erfahrung mit 2 Kreisläufern zu agieren.

    Die Frage, die man stellen müsste, wäre dann eigentlich, wie hoch die Qualität der medizinischen Abteilung wäre.

    Wenn man davon ausgeht, dass die Ärzte und Betreuer ihren Job richtig machen und die Wehwehchen und Verletzungen richtig bewerten, müsste man auch feststellen, dass die Spieler aus medizinischer Sicht spielfähig waren und die Einsätze, wie auch immer sie zustande gekommen sein mögen, medizinisch vertretbar waren.


    Die Spielweise "Tempohandball" kann man eigentlich auch kaum als eindeutige Begründung der Verletzungen / Handicaps herbeiziehen. Meldungen über Einschränkungen, die auf eine Überlastung aus der höheren Intensität schließen lassen würden, gibt es zumindest nicht.

    Die Spieler haben die Physis, die Spielweise durchzuziehen. Auch die Belastungssteuerung scheint soweit zu passen. Das sieht man ja auch daran, dass immer wieder die gleichen Spieler 60 Minuten lang ohne nennenswerte körperliche Einbrüche das hohe Tempo durchziehen konnten. Infekte, Knieverletzungen oder Bänderrisse durch falsches Auftreten gehören zum normalen Ausfallrisiko bei Handballmannschaften.

    Da es hier aber wichtige Säulen getroffen hat, fällt es schmerzlich ins Gewicht und es kommt jetzt wieder der Boomerang des nicht-ausgewogenen Kaders zurück.

    Ich behaupte ja auch nicht, dass speziell Christiansen oder de la Pena keine Entlastung bringen könnten oder eben auch sollten. Sie können aber sehr wahrscheinlich nicht dazu beitragen, Spiele zu drehen, wenn die Stamm-Besetzung versagt.

    Wenn man bei klaren Ergebnissen dann Nachwuchsspielern die Einsatzzeiten gibt, damit sie sich auch im Wettkampf entwickeln können, muss man ihnen und der Mannschaft eben auch eingestehen, dass die Differenz im Ergebnis am Spielende vielleicht auch nicht mehr ganz so deutlich ist. Wenn man mit +6 führt und dann mal de la Pena bringt, verbietet sich eben auch Kritik darüber, dass das Ergebnis am Ende vielleicht nur +3 statt +10 ist. Das kann dann eben passieren. Wenn man will, dass junge Spieler ihre Chance bekommen, muss man die Konsequenzen möglicher Fehler, die deshalb ins Spiel kommen, eben auch verkraften können.


    Weber "Leistungsabfall" steht auf einem anderen Blatt. Der kam ja nicht erst nach der Nicht-Verlängerung. Dass sein Vertrag als Folge seiner Leistungskurve nicht so zur Verlängerung angeboten wurde, wie er es gern gehabt hätte, hat ihn vermutlich mit dem Kapitel SCM abschließen lassen. Das ist derzeit maximal Dienst nach Vorschrift.


    Mich würde ja auch mal brennend interessieren, welche Trainerkandidaten es unter den aktuellen Gegebenheiten so viel besser machen würden? Ich bin mal gespannt, ob da fundierte Antworten gewisser Kritiker zu kommen. Stumpf poltern ohne Alternativ-Vorschläge kann ja jeder... Wer so viel Ahnung hat, wie man es richtig machen muss und warum es jemand anders mit einer gewissen Ausbildung ach so deutlich verkehrt macht, kann es ja auch gleich selber machen. Welche Meriten sind denn da also so als Handball-Trainer vorhanden? Sind da auch alle möglichen Trainer-Scheine dabei? Mehr als 30 Jahre Handball-Leben in direktem Kontakt zu höchstem Niveau? Nachweise sportlicher Erfolge unter Underdog-Bedingungen? Bist du Patrice Canayer?


    Neutral betrachtet:

    - Der Kader ist in seiner Qualität nicht ausgeglichen genug besetzt. Es fehlen auf RL und RR gefährlichere und stabilere Alternativen. Es fehlen Alternativen im Mittelblock und der zweite Torwart drängt sich auch nicht sonderlich auf. Wir haben Spieler im Kader, die es auf Bundesliga-Niveau nicht schaffen, den Stammspielern auch dann eine Alternative sein zu können, wenn die Stammspieler nicht 100% leisten.

    - Es wird nach und nach an den Lücken im Kader gearbeitet.

    - Die Spieler, die geholt werden, sind inzwischen besser als die Spieler, die sie ersetzen sollen. Neuzugänge sind inzwischen auch so jung, dass sie hier auf ihrem besten Niveau spielen könnten und wir einige Jahre was von ihnen haben.

    - Der Cheftrainer erfüllt die Anforderung an seine Stelle, dass er die Mannschaft auf das Feld schickt, die die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit in Aussicht stellt.


    Ich behaupte, dass es nur wenige Handball-Trainer gibt, die mit den Möglichkeiten, die es beim SCM gibt, eine bessere Entwicklung geschafft hätten.
    Die Zusammensetzung des Kaders lässt auch noch Luft nach oben. Steinert wird vermutlich mehr Druck machen als Christiansen, Thulin wird hoffentlich stabiler in guten Leistungen sein als Quenstedt, Preuß sollte auf KM auch eine Verbesserung darstellen. Knackpunkt wird sein, wen man auf RL bekommt.

    Welcher Nachwuchsspieler hat denn solch ein Talent aufblitzen lassen, dass man mit dem Ziel Top5 diesen Spieler mittelfristig in der Bundesliga-Mannschaft jetzt schon einbinden sollte? Welcher Nachwuchsspieler ist besser als einer der 16, die wir aktuell im Kader haben?

    Um bei einem der Top5-Vereine eine Chance auf einen Platz im Kader zu bekommen, muss man schon eine echte Nacheuchsgranate sein.

    Ansonsten muss man eben auch damit zurecht kommen, dass man auf dem Level (fast) fertige Spieler holen muss.

    In dem Punkt muss man Wiegert auch zugute halten, dass die Zugänge unter seine Verantwortung GF Sport fallen, fast alle Hand und Fuß hatten. Das kann man von seinen beiden direkten Vorgängern in der Position Sportdirektor / Kaderplaner wohl kaum behaupten.


    Klar ist auch, dass er nicht alles richtig macht, aber er macht sicherlich viel mehr besser als man es bei seiner Verpflichtung hätte erwarten dürfen.

    Das aktuelle Spielkonzept muss ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wenn auf RL noch ein verlässlicher Shooter mit Körper kommt, dann hat man in der nächsten Saison durchaus mehrere Systeme auf die man setzen könnte. Aktuell setzt er auch auf die erfolgversprechendste Formation, was eben auch sein Job ist. Dass da im Rückraum nur 3,5 Spieler sind, die Top5-Ansprüche erfüllen können, ist eben auch ein anderes Blatt, dass sich zur neuen Saison durchaus eben ändert.


    Man muss sich eben auch mal realistisch vor Augen halten, dass wir auf der Bank gerade keinen Spieler haben, der gegen Truppen wie Porto oder Göppingen qualitativ in der Lage gewesen wäre, die Kohlen besser aus dem Feuer hätte holen können als der Rückraum, der gespielt hat. Auch einem Damgaard in Normalform liegen solche Abwehrreihen nicht, die ihn immer wieder direkt angehen. Über Christiansen und de la Pena muss man da nun wirklich nicht reden als potentielle Heilsbringer...

    Was ist für dich denn ganz oberes Regal? Ich finde schon, dass Steinert den Kader deutlich aufwertet. Auf RR haben wir dann auch zwei unterschiedliche Spielertypen, die beide torgefährlich sind. Zudem kann Steinert auch gut aus der 2. Reihe werfen und ist bei 7m auch stark. Dazu mit 1,95m nicht gerade klein. Aus der Buli würde mir da eventuell noch Semper einfallen. Da bringt aber Steinert mehr Größe und Körper auf die Platte.

    Steinert ist gegenüber Christiansen wirklich ein Schritt nach vorn, da sind wir gleicher Meinung. Steinert ist auf nationaler Ebene auf gutem Weg, spielt aber auch in einer Mannschaft, in der er auf seiner Position Nummer 1 ist und die auch von seiner Spielweise profitiert. Das bedeutet ja nicht direkt, dass er in Magdeburg ebenso statistisch abliefert als einer von vielen.

    Wichtig sind da viel mehr, dass die Qualität der Entscheidungen in den Spielen und vor allen in engen Situationen.

    Höheres Regal wäre halt ein Spieler, der auf hohem Niveau bewiesen hat, dass der Spieler stabil bleibt und auch einen Unterschied ausmachen kann.

    Damgaard ist auch weiter einer der wichtigsten Spieler im Kader, da er eben der einzige ist, der mal wirklich aus der zweiten Reihe ballern kann. Es darf nur eben nicht kopflos sein und er sollte den Ball so im Spielfluss halten, dass er selbst nicht, wie Kretzsche es bezeichnet, zum schwarzen Loch des Aufbau-Spiels wird.

    Man kann ja auch Spielzüge einbauen, die direkt auf ihn zugeschnitten sind, ohne dass er gleich wieder Stammspieler sein muss. Momentan scheint er auch manches Mal nicht so recht zu wissen, wie er agieren soll. Eine kontrollierte Brechstange hätte gestern helfen können, wenn man sich darauf verlassen kann, dass es eben keine konzeptionellen kopflosen Ausreißer aus dem Spielzug gibt.

    Der lange Wechsel darf kein Grund sein, auf Qualität zu verzichten, wenn sie denn wirklich auch abrufbar ist. Dafür ist Damgaard auch schnell genug oder man muss in der Abwehr umbauen. Ich denke auch, dass der Körper weit genug ist, dass er sein Leistungspotential abrufen könnte.

    Damit hat sich die Spielidee wirklich verabschiedet und die einseitige Kaderzusammenstellung wird uns den Rest der Saison beschäftigen.

    Im Winter kann man nichts machen, weil sich neue Spieler nicht einspielen könnten. Dabei hat man auf der Bank genügend Schwachstellen, die gehobenerem Bundesliga-Niveau nicht entsprechen, um die drei Dauerbrenner wirklich mal sinnvoll entlasten zu können, wobei es dringend nötig wäre.


    Die Ersatzleute für die drei Rückraumpositionen sind eben auch keine Hilfe in solchen Spielen.

    Christiansen erzeugt weniger Druck auf den Gegner als Lagergren auf einem Bein. Auf Mitte gibt es keine Alternative, weil die Alternative auf RL ran muss. Damgaard verschwendet sein Talent weil er sich viel zu sehr hinter seinem Talent versteckt und noch immer nicht so richtig verstanden hat, es gezielt im Sinne der Mannschaft einzubringen und mannschaftsdienlicher zu spielen. Dazu kommt gerade bei ihm auch, dass er eben sehr viel weniger körperbetont spielen will, als es zB O'Sullivan verträgt.

    Haben die drei Rückraum-Dauerbrenner einen miesen Tag, gibt es keine Alternativen, auf die man sich auf dem Niveau verlassen kann. Das ist eben auch mal strukturelle Fehlplanung und auch teilweise ein unerfahrener Umgang mit Typen wie Damgaard. Der könnte durchaus helfen, wenn er sich für mehr Spielanteile aufdrängen würde und die Automatismen überhaupt mal da wären.


    Molina muss weg und dafür brauchen wir auf RL einen körperlicheren und erfahreneren Schützen. Steinert auf RR als Ersatz für Christiansen ist schon ein sinnvoller Weg, auch wenn das Regal nicht unbedingt ganz oben ist. Damgaard muss sich endlich auch mal vom Kopf her einfügen und es nicht erzwingen wollen.

    In der mentalen Verfassung, in der er wohl gerade ist, und in Verbindung damit, dass er gegen körperlich betonte Abwehrspieler sowieso schlechter agiert, braucht man gegen so einen Gegner nicht erwarten, dass er im Moment die Kohlen aus dem Feuer holen kann. Es wäre wahrscheinlich wieder öfter passiert, dass er Kontakt beim Wurf bekommt und den Ball recht unkontrolliert zum Tor wirft. Wenn man Glück hat, gibt's noch Freiwurf. Hat man entsprechende Schiedsrichter, wird's laufen gelassen und man hat noch mehr Ballverluste. Dazu kommt seine Art und Weise, sich sowieso gern unvorbereitete Würfe zu nehmen, die in letzter Zeit eben auch selten erfolgreich waren.

    Wahrscheinlich ist es eben gerade das erste Mal in seiner Karriere, dass er sich auf seine eigentliche Waffe nicht mehr ausreichend genug verlassen kann und man eben auch nicht mehr nur auf diese Waffe setzt, wenn's brenzlig wird. Damit muss man eben auch umgehen können, genauso wie man mit einem Spieler umgehen können muss, der in so einer Situation steckt.


    Chrapkowski fehlt hinten. Das Tempospiel nach vorn wird aber mit ihm nicht automatisch sofort zurückkehren, weil das Selbstverständnis dafür jetzt weg ist. Wenn man es jetzt mal rausholt, passen die Entscheidungen und Absprachen sogar noch, aber man nutzt es nicht mehr in so einer Konsequenz wie zu Saisonbeginn.


    Über die Schiedsrichter braucht man als SCM-Sympathisant keine Kritik verlieren. Da gab's auf beiden Seiten immer mal wieder komische Dinge. Holt man solche Typen wie Heymann aus der Luft, ist man mit Freiwurf gut bedient. Macht man das in einem Angriffslauf 3 Mal, gibt's eben 3 Mal Freiwurf.

    Petterssons Vertrag läuft ja auch 2020 aus und damit bräuchten die RNL dort einen Nachfolger. Lagergren wäre ein nachvollziehbarer Kandidat.

    Solch eine Regelung wie beim Fußball, dass nur 6 Monate vor Ende eines Vertrages Vertragsverhandlungen zu einem ablösefreien Transfer stattfinden dürfen, wäre wirklich auch im Handball wünschenswert.

    Lagergren war diese Saison ein wichtiges Puzzle im SCM-Spiel, egal ob Körper oder nicht. Es wäre wichtig, wenn der SCM ihn halten könnte, zumal er ja auch ein Mann für die Zukunft wäre.

    Eben mal so einen Ersatz in dem Alter mit solchen Anlagen zu finden, ist gerade auf RR auch nicht ohne. Der Spieler müsste dann auch hier her wollen und bezahlbar sein. Da ist einer wie Lagergren wohl schon am Optimum der Möglichkeiten und realistischen Umsetzbarkeit.


    Zum Torhüter-Wechsel muss man als SCM-Fan wohl kaum mehr viel sagen. Wenn Thulin hier gut ankommt, ist der SCM der Gewinner und Kiel der Verlierer dieser Torwarttransfers. Quenstedt kann nicht Nr. 2 und für eine Nr. 1 auf Top-Niveau fehlt ihm die nötige "Aura". Technische Anlagen sind sicherlich vorhanden, aber er ist kein Typ, der auch mal wirklich ausstrahlt, dass er seinen Kasten vernagelt und die Gegner gar nicht werfen brauchen.

    Berlin hat 9 Verletzte

    Man munkelt ja, dass wir gerade mal so viele Feldspieler haben, die den Kader tatsächlich voranbringen.

    Die Mannschaft muss jetzt zeigen, dass sie eben auch wenig berauschende Spiele gewinnen kann. Der Rausch hielt bis zur Länderspielpause und und verteilte sich letztlich auf zu wenige Schultern.

    Letztlich stand und fiel diese Rauschphase im Positionsangriff mit der körperlichen Fitness von Lagergren. Seitdem er nicht mehr 100% fit auf RR für Druck sorgen kann, ist es wieder Stückwerk. Er war bis dahin, und ist es eigentlich immer noch, der Schlüsselspieler. Bezjak spielt kaum besser oder schlechter als zum Ende der letzten Saison. Der Grund für den qualitativen Sprung im Positionsangriff war ein fitter Lagergren.