Beiträge von anonymer-scm-fan

    Das mit der Qualität dachte mancher über Porto auch. Nach dem Trend der letzten Spiele und der Klatsche gestern, muss der SCM erstmal zeigen, wie es um die eigene Qualität steht. Kiel hat sich ja nach deren Pleite bei uns richtig gefangen und liefert seit dem.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass wir Göppingen an die Wand spielen würden, sondern nur, dass es eben auch eine gewisse Qualität braucht, in gewissen Spielen in Magdeburg bestehen zu können. Zu so einem gewissen Spiel zähle ich auch das Pokal-Viertelfinale.

    Die Göppinger werden inzwischen auch wissen, wo man den SCM empfindlich stören kann, um das durchaus hohe Tempo im Positionsangriff des SCM rauszunehmen. Ob sie das über 60 Minuten leisten und selbst auch ausnutzen können, wird maman dann sehen.

    Der wichtigere Knackpunkt ist aber auch viel mehr, dass unsere erste und zweite Welle nicht mehr ins Rollen kommt, weil die Abwehr nicht mehr steht. Die Chancen, die sich noch dafür ergeben, lassen sie auch oft verstreichen. Da steckt also vielleicht noch mehr dahinter.

    Die Spiele gegen Göppingen können auch enge Spiele werden. Die RNL wären selber schuld, wenn sie uns nicht besiegen. Gegen die Füchse muss man sehen, wer dann bei denen fit ist. Die haben im Hinspiel auch ein gutes Rezept gefunden. Und auch Leipzig ist kein Selbstläufer. Wenn's, realistisch betrachtet, schlecht läuft, stehen im Dezember nur 2 Siege gegen Göppingen zu Buche. Berufspessimisten und Göppinger dürfen das natürlich gern schlechter sehen. :hi:

    Göppingen muss in Magdeburg erstmal die Qualität aufs Parkett bringen, um in so einem Spiel hier gewinnen zu können... am Donnerstag und erst recht im Pokal.

    Für eine Überraschung in Mannheim ist die Truppe unter normalen Umständen noch zu limitiert. Da können sich die Löwen eigentlich nur selbst ein Bein stellen. Die Über-Mannschaft sind sie dieses Jahr aber auch nicht.

    Auf die Reaktion gegen Göppingen darf man gespannt sein. Erkennt man eine Reaktion bzw. das weitere Vertrauen der Mannschaft in ihre Fähigkeiten oder zweifeln sie so sehr an sich selbst wie es hier im Überschwang einer Niederlage gern getan wird...

    Glückwunsch an Porto.

    Die haben ihre körperliche Überlegenheit in der Abwehr richtig genutzt und alles reingeworfen, was sie hatten. Hatten schließlich auch nichts zu verlieren.

    Der SCM ist in seiner aktuellen Ausrichtung gegen solche Gegner einfach begrenzt. Da kommt man nicht in die eigenen Stärken, weil der Gegner genau weiß, wie man diese unterbinden muss. Porto wusste das und man hat es genutzt.

    Die Stärkephase des SCM ist aber nicht erst seit gestern Abend zu Ende. Auch in der Liga merkte man schon seit einigen Spielen, dass die Formkurve deshalb nach untern geht, weil die Gegner sich auf die Spielphilosophie des SCM eingerichtet haben.

    Berlin war dahingehend schon ein Fingerzeig, was passiert, wenn der SCM von einer körperlich überlegenen Mannschaft an den richtigen Stellen gestört wird. Um die Passwege zu stören, muss man nicht die Qualität von Berlin oder Flensburg haben.

    Man war die körperliche Spielweise der Portugiesen nicht gewohnt. Das war die einzige Chance, die sie hatten, und die haben sie bis aufs Messer in die Wagschale geworfen.

    Und was will man da machen? Wie will man sich auf sowas denn vorbereiten? Wir sind eben auch noch beim Boxen, wo man sich zur Vorbereitung auf einen vielleicht unkonventionellen Gegner eben mal einen ähnlichen Sparringspartner zum Training einkaufen kann.

    Ich denke, man darf gespannt sein, wie sich Porto im weiteren Wettbewerb zeigt. Vielleicht werden sie ja gegen eine deutsche Mannschaft gelost. Für die HBL-Teams wird das kein angenehmer Gegner.

    Nun spart man sich im Frühjahr 6, 8 oder 10 weitere Spiele. So ein Knall im aktuellen Zeitpunkt der Saison kann auch nachhaltig was Gutes in der Mannschaft bewirken. Das Team hat auch immer wieder gezeigt, dass sie aus solchen Ereignissen etwas mehr zusammen gewachsen sind. Die 15-Tore-Heimniederlage gegen Hannover vor ein paar Jahren war auch so ein Ding, ohne die die Entwicklung des Teams nicht so weit gegangen wäre, wie sie inzwischen dann doch gekommen sind...


    Also wenn es ein Spiel gibt, wo man sagen muss, dass man den Mund abputzen, Lehren draus ziehen und weiter machen muss, dann ist es das Spiel gewesen. Das war ein kollektives Versagen, aus dem es letzten Endes in dem Spiel keinen Ausweg mehr gab. Da hilft auch kein Trainer, dem man ach so bessere Qualität zuschreibt. Ich sag nur Sedarusic 2006. Auch solche Spiele gibt es einfach mal in einem Mannschaftssport.

    Green ist doch immer noch der paradenstärkste Torwart zwischen Heilbronn und Schleswig! Das ist doch immerhin noch die Mehrheit der Fläche des Landes und zählt doch bestimmt auch irgendwas. Da kann man im Zweifelsfall auch noch die Grenzen selbst bis Erlangen enger fassen, wenns denn sein muss.


    Er steht wenigstens in den aussagekräftigeren Statistiken ordentlich da. Bei der Fangquote ziemlich genau zwischen Flensburg (Buric), Kronau (Appelgren und Palicka) und auf der anderen Seite Kiel. Und dass der erste Mann in der Statistik deutlich vor dem Ersatzkeeper liegt, haben wir ja auch mit Flensburg gemeinsam... das erspart ja gewissermaßen auch die Qual der Wahl, wenns mal eng wird. :hi:


    Wichtig ist, dass sie heute gewonnen haben. Mal sehen, was am Wochenende in Porto passiert. Andersson weiß ja, wie man im EHF-Cup was holt...

    Wenn die Linie der Schiedsrichter in Porto der Spielweise der Portugiesen genauso entgegen kommt, wird das sicherlich eine heiße Kiste.

    "Die müssen uns erstmal schlagen"... kann schneller gehen als man denkt, gerade wenn man sieht, wie körperlich die uns gestern doch stören konnten.

    Da haben unsere eben auch Probleme mit. Und Porto wird fighten bis zum Umfallen. Bei so einem engagierten und athletischen Kader darf man bei gewissen Schiedsrichtern eben auch kein schön ansehnliches, schnelles Spiel erwarten.

    Die beiden Informationen zu Weber kamen ja letztlich nicht mal durch Mallwitz sondern waren das Wiederaufwärmen zweier alter Gerüchte / Medieninformationen.

    Die KN hatte Weber doch fast direkt nach der Bekanntgabe der Nicht-Verlängerung schon als interessanten Kandidaten für Kiel hinterfragt und den Bogen zu Szylagi gespannt. Ob da wirklich je was dran war, weiß man also nicht. Die Montpellier-Info gab Kretzsche schon zum Besten, der aber im gleichen Atemzug zumindest auch kundtat, dass daraus wohl nichts geworden sei.

    Die einzig halbwegs handfeste Aussage zu Weber dürfte sein, dass er entweder in Deutschland oder in Frankreich unterschreibt.

    Wenn man sich mal die zeitlichen Prognosen, die ja scheinbar auf seinen eigenen Aussagen basieren, deuten aber auch irgendwie darauf hin, dass er scheinbar nicht so wirklich mit Angeboten überrannt wird. Vor ein paar Wochen hieß es noch "in 2 Wochen kann ich was bekanntgeben", aktuell ist es "im Dezember gibt's was Neues"...

    Er wird sicherlich was finden, aber da könnte er tatsächlich seinen eigenen Marktwert überschätzt haben, zumal er sich im Podcast auch für vieles offen gezeigt hat.

    Die Sponsoren werden sicherlich in irgendeiner Weise auch ein Vorkaufsrecht haben. In den meisten Fällen ist aber da dann der Entscheidungsprozess sicherlich ein anderer als bei Privatkäufern. Es müsste ja im jeweiligen Unternehmen bekannt sein, dass jemand die Karte nehmen würde und es müsste im Unternehmen auch geregelt werden, dass die Person die Karte bekommen darf und kann.

    Als privater DK-Besitzer regelt das ja jeder mit und für sich selbst auf eigene Kosten.


    Man hat ja selbst beim EHF-Final-Four gesehen, dass die Halle nicht einfach aufgrund der Veranstaltung wegen von Null auf ausverkauft werden kann. Beim letzten Pokalheimspiek gegen Kiel dauerte es ja auch sehr lange.

    Anonymer, ich würde auch gern weniger bezahlen, keine Frage. Aber das sind normale Preise für Topspiele des SCM in der HBL. Und die werden in den nächsten Jahren sicher nicht günstiger werden. Daran wird man sich leider gewöhnen müssen, wenn man den SCM in der Halle sehen möchte.


    Es ist ja von mir auch keine direkte Kritik daran, dass sie den Top-Zuschlag für das Spiel gewählt haben. Wenn sie die Halle vollbekommen, dann haben sie recht und finanziell das Maximum rausgeholt.

    Mich würde im Zuge dessen eigentlich nur mal interessieren, ob die Sponsoren-Pakete, die ja als "HBL-Pakete" ausgeschrieben sind, auch die Pokal-Heimspiele enthalten.

    Wenn der Verein diese Plätze auch noch, zusätzlich zu den privat finanzierten Dauerkarten, zu diesen Preisen neu verkaufen muss, wird es natürlich nicht leichter, die Halle auch vollzubekommen.

    Schaut man sich die Sponsoren-Seite so an und guckt mal, was die Sponsoren-Pakete beinhalten, sind das mindestens 300 Karten, die der Verein sonst in der HBL als "Dauerkarte" eh drin hat. Würde mich auch nicht wundern, wenn der Großteil des damaligen Sprungs von 3.300 auf 4.100 Dauerkarten daher rührt, dass man Sponsorenkarten seitdem auch halbwegs transparent als Dauerkarten zählt.

    Man wird ja dann sehen, wie sehr Göppingen mit Topspiel-Zuschlag im Pokal zieht.

    Die normalen Bundesliga-Preise wären sinnvoller gewesen, wenn man bedenkt, dass die Pokalspiele in den Sponsorenpaketen (vermutlich) nicht enthalten sind.

    Hier kann der Verein ja in dem Fall nicht einfach davon ausgehen, dass eine gewisse Anzahl Plätze sowieso belegt sind und sich alle im freien Verkauf um ein paar Restplätze kloppen. Die Halle muss "von 0" an gefüllt werden.

    Gut gefüllt wirds trotzdem werden.

    Habt ihr Magdeburger vielleicht noch mal darüber nachgedacht, dass der Spieler Damgaard von sich aus keinen Bock hat, in dieser Mannschaft und in diesem System zu spielen? Dass er vielleicht – warum auch immer – kein Standing in der Mannschaft hat und als Außenseiter agiert?
    Da ich gestern in der Halbzeitpause nichts besseres zu tun hatte, als die sich aufwärmenden Auswechselspieler zu beobachten, ist mir aufgefallen, dass Michael Damgaard ganz alleine über die Platte läuft. Er wirft sich zwar die Bälle mit seinen Mitspielern zu, sprechen tun die allerdings nicht miteinander. Er rennt nur mit gesenktem Kopf über die Platte.


    Er scheint generell, zumindest von Außen betrachtet, ein eher introvertierter Charakter zu sein. Das er weniger spricht als andere, war auch vor der Verletzung schon so.

    Ob er Lust hat, sich auf ein gegebenes System einzustellen bzw. sich dafür selbst zurückzunehmen, weiß ich nicht. Man sieht aber auch immer wieder, dass er das letztlich tut.

    Man muss warten, was die nächsten Wochen und Monate bringen. Mit seiner Spielweise ist er wichtig. Es ist aber nicht mehr so notwendig, dass er die erste Geige spielt, wie noch vor der Verletzung.

    Das Spiel hat genau das geboten, was man von 2 der besten Teams des Landes erwarten durfte. Das ist eben auch keine Werbeverantstaltung für den Handball sondern ein enges Spiel zweiter qualitativ gleichwertigen Mannschaft, die sich nichts zu schenken haben. Wer Werbung für eine Sport sehen will, in der die besten Spieler der Liga gegeneinander spielen und Werbung für ihren Sport machen weil es um Spaß und nichts geht, sollte sich das NBA-Allstar-Game anschauen.

    Flensburg jetzt in einer sehr bequemen Auagangsposition für den Titelkampf. Enge Spiele ohne überzeugende Leistung trotzdem zu gewinnen, ist auch eine Qualität.

    Der SCM wird seinen Weg gehen. Es gibt maximal 4 Teams in der Liga, die es schaffen könnten, das Tempospiel richtig auszubremsen und den Positionsangriff vor solche Probleme zu stellen. Die Qualität im Team ist inzwischen groß genug, gegen die anderen 13 Teams auswärts zu gewinnen, auch wenn diese Teams in den jeweiligen Spieltagen mithalten könnten. Zu Hause hat diese Truppe es mit der Halle gegen jedem Gegner selbst in der Hand.

    Wiegert macht es richtig, in solch engen Spielen der besten verfügbaren Mannschaft zu vertrauen. Über Molina und de la Pena muss man hier nicht sprechen. Die werden weiterhin nur Entlastung bringen dürfen, wenn man bequem führt. De la Pena kann vielleicht noch einer werden und Molina ist halt einfach nicht hier, weil er die Qualität hätte, die man auf dem Level bräuchte sondern wohl eher aus anderen Gründen.

    Damgaard muss sich seiner Situation einfach stellen. Bleibt er in seinem bisherigen Schema und würde er hier 'fliehen', würden sich einige Türen für ihn schließen. Seine normale Spielweise ist eine Waffe, wenn man sie braucht und sie sitzt. Topteams sind aber auch nicht auf solch einen Spielertypen angewiesen. Da ist es eben wichtig, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Da kann man nur hoffen, dass es da in gewisser Weise hier bei uns beim ihm Klick macht.

    Der Weg zurück in den neuen SCM ist eben länger als das, was er letztes Jahr noch gewohnt war. Das er derzeit wenig zum Zug kommt, heißt doch erstmal nicht, dass Wiegert ihn anders sieht als vor der Verletzung. Das Gesamtkonstrukt hat sich verändert. Im Sinne des SCM sollte man sich als SCM-fan freuen, dass man nicht mehr so abhängig von Damgaard ist.

    Auf der Seite des eV sieht man ja die Sponsorenstruktur. 4 Hauptsponsoren, ein paar Gold-,ein paar Silber- und ein paar Bronze-Partner - fast alles regional agierende Unternehmem. Wenn da mittlere fünfstellige Summen entfallen, werden das keine Kleinsponsoren sein.

    Dass der Löwen-Coach so sehr an die Konkurrenz denkt, ist doch nett. :hi:

    Damgaard kennt ja die Abläufe in der Nationalmannschaft größtenteils auch und vor der WM wäre eh nochmal Trainingslager. Dass er jetzt in Magdeburg bleiben kann, ist nicht schlecht und für seine Belastungssteuerung besser. Da aber der Rest weg ist, muss man sehen, was es im Zusammenspiel bringt.

    Lemkes Stern im Innenblock ging erst so richtig bei der EM 2016 auf. Beim SCM war er vorher unter Sveinsson nur Ergänzungsspieler. Neben der tollen EM hat ihm sicherlich auch geholfen, dass dann auch Sveinsson durch Wiegert ersetzt wurde.

    Für das Spielsystem des SCM ist Chrapkowski wertvoller als Lemke es vorher war. Die Aufgaben sind die gleichen. Da kann man aus SCM-Sicht sicherlich auch ein kleines Danke an die Fulda schicken. Vielleicht ist Lemke dann ja in Melsungen die Einsicht gekommen, dass er auf dem Level halt "nur" Abwehrspieler ist.

    Gegen Erlangen hat er ja auch gezeigt, dass er sich zurücknehmen kann. Er hatte am Anfang des Spiels 3 Aktionen aus denen nichts wurde. Danach hatte er in der ersten Halbzeit mannschaftsdienlich agiert ohne wild zu ballern. Dass er in der zweiten Halbzeit nicht mehr zum Zug kam, dürfte vor allem am langen Wechsel gelegen haben. Ist jetzt auch kein Spiel gewesen, weswegen man ihn kritisieren müsste.

    Ich denke, angesichts dieser Situation sollten sich beide Seiten ausreichend Zeit geben z.B. bis zum Season Ende. Entscheidungen zur Winterpause wäre für mich eher in die Kategorie Schnellschuss einzuordnen.

    Mit "bis zur Winterpause sollte man warten" meinte ich auch, dass man erst zur Winterpause hin sehen kann, ob er sich so langsam in das Spielsystem unterordnet. Das wäre für ihn ja auch kein Schritt, den man einfach so von heute auf morgen erwarten kann.

    Nur wenn er genauso weiter spielt, wie er es bisher gemacht hat und was man von ihm kennt, wird er es schwerer haben. Seine bisherigen Qualitäten sind unbestritten, die passen so aber nur so richtig in einem Spielsystem, was überwiegend auf ihn zugeschnitten ist.


    Das hat er mehr oder weniger schon immer so gemacht. Wenn's nicht mehr passt = neuer Verein. Das sollte in der Winterpause entschieden werden.

    Warum wird denn immer wieder auf der Schein-Tatsache herumgeritten, dass es an seiner durchgemachten Verletzung liegt? Behauptet er oder Wiegert jun., dass das Nicht-Zusammenpassen an seiner durchgemachten Verletzung liegt? Und hat der SCM mit nominell einer nennenswerten Verstärkung sein Spielsysten komplett umgekrempelt, so dass Damgaard eine solch lange "Einarbeitungszeit" braucht? Die Antworten sind nicht so schwer.


    Es ist doch wohl keine Schein-Tatsache, dass bewiesen ist, dass das Spielsystem auch insgesamt ohne Damgaard funktioniert und sich dann mit Lagergren noch weiter in eine Richtung entwickelt hat, in der man nicht mehr so sehr auf einen Allein-Unterhalter im Rückraum angewiesen ist, oder?

    Es bestreitet auch kaum jemand Damgaards besonderen Qualitäten, oder? Niemand hat behauptet, dass er vor der Verletzung anders gespielt hat als jetzt, oder?


    Die These ist lediglich, dass es insgesamt besser für die Mannschaft wäre, wenn Damgaard einen Weg findet, sich in dieses veränderte Spielsystem einfügen kann, ohne dass man dadurch insgesamt schwächer wird.

    Wiegert könnte auch den Weg gehen, extra für ihn sein entwickeltes Spielsystem wieder auf den Stand von Januar 2018 zurück zu werfen.

    Solange das Spielsystem ohne Damgaard effektiver ist als mit ihm, sollte er daran arbeiten, dass er die Entwicklungen auch schafft. Wenn er den Schritt schafft, gehört er aufs Feld. Solange er es nicht schafft, hat er erstmal in einer gewissen Rolle einen gewissen Wert für die Mannschaft.

    In diesem Sinne: Ja, das Spielsystem hat nun andere Anforderungen an Spieler als es noch vor seiner Verletzung war, zumindest dann, wenn man die aktuelle Qualität aufrecht erhalten will.


    Wer von einem Trainer ernsthaft erwartet, einen Spieler ohne Wenn und Aber nur aufgrund bisheriger Leistungen und Qualitäten aufzustellen ohne aktuelle Gegebenheiten zu beachten, dem ist der Erfolg der Mannschaft scheißegal. Die alten Garden aus der Hall-of-Fame und Thomas Knorr haben doch Zeit oder? Wäre doch auch auf dem Level mal was Neues, wenn ein Sohn seinen Vater trainiert...

    Die Hoffnung der Fans und des Vereins kann es nur sein, dass Damgaard den nächsten und letzten großen Entwicklungsschritt geht und seine Qualitäten in ein größeres Ganzes einordnen kann.

    Ansonsten bliebe nur damit leben, System wieder umstellen oder verkaufen...

    Da wird man aber noch abwarten müssen, ob die Hoffnung sich mit der Zeit erfüllt. Zur Winterpause wird man mehr sagen können.


    Woher kommt eigentlich die Denke, dass ein Spieler, der gut 6 Monate eher verletzt als fit war und die Vorbereitung verpasst hat, sofort wieder funktionieren muss und per sé das Recht hat, wieder seinen angestammten Status direkt wieder zu erhalten?

    Gut, es passt ins monotone Wiegert-Bashing, ohne mal darüber nachzudenken, ob es Sinn macht, einen Spieler, der gerade noch solche Probleme hat, wie Damgaard in den letzten Spielen, in Flensburg in einem engen Spiel spielen zu lassen, wenn es drauf ankommt.

    Damgaard muss sich mit der Mannschaft erstmal wieder einspielen und scheint ja jetzt erst wieder langsam fit zu sein. Das Einspielen findet aber nunmal nicht in der Crunchtime in Flensburg statt sondern im Training. Das, was man im Wettkampf sieht ist der Zwischenstand, den man auch im Training hat. Wenn dann ein Spieler einen anderen umrennt, stimmt manches eben noch nicht stimmt. Die Konsequenz muss sein, wenn es darauf ankommt, die Mannschaft spielen zu lassen, die den meisten Erfolg verspricht. Alles andere wäre dumm.

    Damgaard wird auch wieder kommen, dafür sind seine Qualitäten einfach unbestritten. Es darf aber eben auch nicht auf Kosten der Gesamtqualität der gesamten Mannschaft sein. Wenn Bezjak deshalb wieder in ein taktisches Korsett gezwängt würde, dass ihn schwach macht, wäre es auch kein guter Ansatz. Seit Damgaard da ist, spielt Bezjak eben immer dann auf seinem Top-Level, wenn Damgaard verletzt ist. Solche Überlegungen gehören dazu. Aber gut, wenn's passt, ist der Trainer halt ne Wurst, egal ob er es richtig macht...


    Wenn Damgaard klug ist, braucht er nicht wechseln. In jedem anderen Verein mit ähnlichen oder höheren Ambitionen, muss er sich noch mehr einordnen. Da ließ Wiegert ihn bisher sehr gut an der langen Leine, die einer wie Damgaard auch braucht. Das wird mit der Zug auch kommen. Man darf halt gespannt sein, wie Damgaard nun damit umgeht, dass er derzeit vermutlich das erste Mal nicht der wichtigste Spieler seiner Mannschaft ist und sich aus so einer Verletzungsphase erstmal zurück arbeiten muss.