Beiträge von anonymer-scm-fan

    Musche hat 16 Tore gemacht und am Ende gab's dann trotzdem Minuten für Kluge... ist jetzt auch nichts dabei, wenn Pettersson auch mal ran darf.

    Damgaard noch ziemlich neben sich, weil teilweise auch so überehrgeizig Erfolgserlebnisse erzwingen zu wollen. Mal sehen, wie Wiegert da als Psychologe fungiert.

    Das er sich noch mal verändern will kann ich absolut nachvollziehen. Wenn er aber zum direkten Ligakonkurrenten geht, würde ich nicht besonders finden. Nach Österreich zurück und so langsam die Laufbahn ausklingen lassen, nebenbei was für die Zukunft tun. :)

    Weber hat persönliche sportliche Interessen, die er beim SCM so nicht mehr gewahrt sieht. Das kommt beim Interview ganz deutlich raus, wo und wie lange noch er spielen will. Wenn hier etwas vorgefallen ist, was ihm quer liegt, dann wird es ihm wohl auch egal sein, zu einem Ligakonkurrenten zu gehen. Er hat ja keine Einschränkungen gemacht und die Aussagen im Interview lesen sich ja auch eher so, dass er erstmal mit dem Kapitel Magdeburg soweit abschließen kann, dass ihm ein ligainterner Wechsel nicht stören bräuchte.

    Mal sehen, wo es ihn hin verschlägt. Die RNL könnten genauso gut mit Radivojevic verlängern, weil es egal ist, welcher RA hinter Groetzki spielt. Das Ziel Mannheim wäre bezogen auf die Aussagen und Interessen dann deutlich unrealistisch bzw. hätte dann ein Geschmäckle. Die Frage dürfte ja auch sein, ob ihm Spielanteile oder die Aussicht auf Erfolge wichtiger sind. Will er auf höherem Level noch möglichst viele Spielanteile, würde es wohl Richtung Wetzlar oder Erlangen gehen... Will er möglichst noch was für die Vitrine tun, wäre er nicht mehr die klare Nummer 1 im neuen Verein, wenn nicht sogar Nummer 2.

    Wenn die Fähigkeiten bereits stimmen, wäre auch ein 19-Jähriger jemand, der in das aktuelle Beute-Schema passt. Lagergren kann ja mal anrufen. Bezüglich der Spielzeiten findet man eine Lösung,

    Es wird sicherlich so oder so eine Investition in die Zukunft geben und wenn Weber intern den Abgang bereits frühzeitig kommuniziert oder zumindest über die Möglichkeit selbigen gesprochen hat, dann wird der SCM auch schon den Markt sondieren.


    Molina war ein Schnellschuss. Der Verein dürfte sich da irgendwann entschieden haben, dass man für die Belastungen eher noch einen adäquaten RL holen sollte und musste dann nehmen, was übrig, also vertragsfrei, war. Auf dem Papier stand dann schon ein Titel in einer Nachwuchs-Nationalmannschaft und damit hat er wohl schon viele andere Kandidaten übertrumpft. So war ja zumindest da noch die Transferpolitik bzw. Spielersuche...Dass de la Pena somit einen Landsmann in der Truppe hatte, war wohl einfach ein netter Nebeneffekt.

    Für die Leistungen in den 10 Jahren: Danke!


    2 Formulierungen im Interview lassen schon sehr tief blicken, worum es ihm geht.

    Dass er das Gefühl haben könnte, nicht mehr gebraucht zu werden, ist zumindest auf der Platte nicht sichtbar. Bis auf einige wenige Ausnahmen in der letzten Saison fängt er an. Selbst an gebrauchten Tagen ist er einer der letzten Spieler, der ausgewechselt wird. Man kann Wiegert also, zumindest im für den Fan sichtbaren Bereich nicht unterstellen, dass er ihn nicht mehr benötigt. Bei anderen, ebenfalls langjährig verdienten Spielern, war die Abkanzelung doch deutlich sichtbar.


    Dass man mit 32 und bei sinkender Trefferqualität aber dann doch nach und nach 'ersetzt' wird, ist im Profi-Sport doch normal. Wenn es ihm nicht gefällt, dass Petterson immer mal wieder eingewechselt wird oder Musche nun nach und nach 7m-Schütze Nummer 1 wurde, dann sollte er an seiner Wurfgenauigkeit arbeiten.

    Die sinkende Trefferquote ist doch bei einem Außen, zumindest mit 32, nicht altersbedingt. Das zeigen andere Spieler in höherem Alter, Spieler auf einem Level, auf denen sich auch ein Weber sieht und auf deren Level er in seinen besseren Jahren auch war.

    Mag auch sein, dass die Gründe für seine Unzufriedenheit auch zu sehr in sein Spiel einfließen und das letzte Quäntchen Motivation fehlt. Es wäre menschlich.

    Wenn er dann für ambitionierte Vereine in europäischen Top-Ligen noch richtig wichtig sein möchte, muss er an seiner Wurfqualität arbeiten. Ansonsten wäre er bei Top-Clubs eher die Nummer 2. Da hätte er hier, zumindest bei den Spielanteilen, noch 2-3 Jahre einen besseren Status gehabt.


    Auf jeden Fall: Viel Erfolg in der restlichen Saison hier und dann beim neuen Verein!


    Für den SCM ist es die Gelegenheit, entweder auf Pettersson zu setzen. Man ist ja zu selten beim Training, um wirklich beurteilen zu können, was er tatsächlich drauf hat und ob der würdige Nachfolger schon in unseren Reihen spielt. Anhand seiner Spielanteile kann man es ja nicht beurteilen oder wenn dann eher vermuten, dass ihm nicht zugetraut wird, was man sich dann sportlich wünschen würde. Nach über 2 Jahren unter Wiegert ist da ja auf Dauer keine nennenswerte Änderung bei den Spielanteilen erfolgt bzw. kam beim Ansatz seines Durchbruchs dann doch wieder mehr Zeit für Weber.

    Wenn sich die Transferpolitik, die Wiegert verfolgt, aber auch hier wieder bestätigt, wird es wohl einen jungen, talentierten Ersatz geben.


    Das Kuzmanovski-Ding könnte doch allgemein durch die lokalen Medien mal hinterfragt werden. Oder haben die Fragen-zu-Gerüchte-Verbot?

    Zwei Anmerkungen noch:
    Es wird immer davon gesprochen, dass unsere Truppe ein sehr schnelles und damit aufwendiges Spiel praktiziert und einige bezweifeln, dass dies über die ganze Saison durchzuhalten ist...(

    Den konditionellen Anspruch dieser Spielweise kann man steuern, ohne Frage. Die Jungs können dieses Tempo ja auch bolzen. Was aber auf die Knochen geht, ist die Art und Weise, dass man immer wieder in individuellen Situation durch die Abwehr durchbricht. Das kann dann eben auch mal hier und da länger schmerzen...


    Bezüglich Kuzmanovski bringt die mazedonische Quelle den SCM ja erst, entsprechend der bisherigen Gerüchte, erst ab 2019 ins Spiel. Würde dieses Gerücht verfrüht wahr werden, müsste de la Pena ins zweite Glied zurück. Ob es etwas brächte, ihn in der bereits angelaufenen Saison zu verpflichten, müsste man abwarten. Das wäre direkt der Wurf ins kalte Wasser...

    Gegen Teams mit einem sehr guten Rückzugsverhalten und einer gut organisierten offensiven Deckungsvariante wird es die Mannschaft wieder schwer haben. Plan A wird aber trotzallem gegen den größten Teil der Liga auf diese Art und Weise funktionieren.

    Fraglich wird sein, in wie weit die Spielweise das Verletzungsrisiko steigert, dann man doch immer wieder durch die Abwehr gehen muss, um zum Abschluss zu kommen. Diese Spielweise wird über eine Saison betrachtet schon recht aufreibend werden.

    Es wird letzten Endes eine Systemfrage sein, in wie weit man hier noch einen richtigen Shooter einbauen kann, wenn man von Körpermaßen ca. 2m und mehr spricht. Es ist ja jetzt schon mit Damgaard manchmal schwierig, das Tempo im Rückraum hochzuhalten und der ist schon recht beweglich. Bei größeren, schwereren Spielern leidet ja oftmals die Beweglichkeit bzw. das Bewegungstempo.

    Ein solcher Shooter muss also auch in der Lage sein, Wiegerts Spielphilosophie spielen zu können, um die ihn damit geöffnete Lücken nutzen zu können.

    Letztlich haben wir mit Damgaard aber auch einen qualitativ hochwertigen Shooter, auch wenn er körperlich nicht dem glorifiziertem Idealbild entspricht.

    Somit dürfte es im Rückraum auf die Achse Damgaard-Christiansen-Lagergren hinauslaufen. Mal sehen, wer dann Damgaard auf RL entlasten kann.

    Wäre seine Leistung im Spiel nicht so bescheiden gewesen, hätte er wohl auch mehr Spielzeit gegen Leipzig bekommen.

    Die Abwehrwechsel dürften interessant werden und auch die zweite Welle wird morgen so vermutlich nicht sonderlich gut funktionieren. In der Abwehr dürfte es auf Musche-Plaza-Molina-Musa-RR-Weber hinauslaufen...

    Wetzlar hat in dieser Woche auch 2 Spiele innerhalb von 50 Stunden. Bei uns sind es 4 Stunden mehr... Wenn die Jungs so spielen wie am Sonntag, ist das auch egal. Wetzlars Angriff dürfte, bei allem Respekt, auch nicht besser sein als der Leipziger. Sie müssen das Spiel also über die Abwehr in den Griff bekommen. Das Gute ist, dass die Mannschaft mit Rückenwind auf die Reise geht und nicht allzu viel im Training aufgearbeitet werden müsste.

    Es ist ja auch nicht so, dass man seine Leistungen komplett kritisch sehen müsste. In der Abwehr kassieren wir selten etwas über den gegnerischen Rechtaußen und vorne macht er, mit einigen Ausnahmen, auch konseuqent seine Tore aus seinen Würfen. Die Wurfausbeute um die 70% ist für einen Außen ok und bei einem 26-Jährigen weiß man, was man letzten Endes erwarten kann.

    Der Verein hätte sicherlich sowieso das Interesse gehabt, so oder so mit ihm bis zur Handball-Rente weiter zusammen zu arbeiten. So ist es bis dahin eben nur eine Verlängerung statt deren 2. In 2 oder 3 Jahren dürfte sich der finanzielle Gegenwert, den so ein Spieler verlangen kann, sicherlich auch kaum ändern.

    Dass ein Kluge, und die nachfolgenden LA, sehr wahrscheinlich keine Bundesliga-Zukunft in Magdeburg hat, war doch allein mit der Verpflichtung von Mertens so gut wie sicher. Da hätte man dann schon auf einen Abgang von Musche spekulieren müssen.

    Einzig offen dürfte nun Weber sein, dessen Wurfausbeute immer mehr zu wünschen übrig lässt. Bei Vertragsende ist er fast 34, also auch in einem Alter, wo auch der Verein wenn dann nur Jahr für Jahr schauen sollte. Es wäre aber auch nicht überraschend, wenn der SCM ihm nochmal ein 2-Jahres-Vertrag unterbreitet...

    Dass ist eben eines der Probleme beim SCM, dass Damgaard und Bezjak bisher nicht so nebeneinander spielen können, dass man die Stärken beider Spieler nutzen kann.

    Selbst unter Beachtung der Verletzung von Damgaard hat man das heute gesehen.

    Auch Damgaard nimmt sich gern ein paar Sekunden Zeit. Wenn Bezjak aber mal anzieht, dann sieht es mit Nebenleuten, die im Rückraum höhere Geschwindigkeiten spielen, eben ansprechender (vor allem für Bezjak) aus. Hoffentlich findet auch dieses Rückraum-Duo bezogen auf das Spiekonzept noch besser zusammen. Das dürfte vor allem von Damgaard abhängig zu sein. Er ist ja mannnschaftsdienlich genug, die Nebenleute mit seinem guten Auge in Szene zu setzen. Er sollte eigentlich auch in der Lage sein, die nötige Ball- und Bewegungsgeschwindigkeit zu erreichen.

    Beim heutigen Spielverlauf hätte man mit den Einsatzzeiten auch bis Dienstag warten können. Die Leipziger Abwehr ist ja doch körperlich sehr robust und war auch gut an Damgaard dran. Das war, wenn man so will, ein schwieriger Aufbaugegner, zumal es ohne Not war. Gegen Mannschaften wie Wetzlar dürfte die Mischung aus Erfolgswahrscheinlichkeit, Schwierigkeit und Erfolgsquote dann besser sein für seinen psychischen Aufbau.

    Verdienter Sieg für den SCM. Auch mit 2 Linkshändern und Bezjak passen die Abstimmung und das im ersten Versuch auf richtigem Wettkampfniveau. Das passt so auch besser ins Spielkonzept als Molina oder Chrapkowski. Auch Molina dürfte seine Rolle somit nur in der Abwehr haben. Die Abwehr war auch sehr griffig und konsequent.

    Leipzig mit der ersten Garde im Rückraum doch enttäuschend für deren Ambitionen.

    Letztlich spricht erstmal nichts dagegen. Seine Leistungsfähigkeit sollte er bis 32 halten können und vom Charakter her scheint er ehrgeizig genug, sich nicht darauf auszuruhen. Für den SCM ist es Planungssicherheit mit dem letzten Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und die Qualität und das Feuer für den Verein passt auch.

    Die Kriterien für die Förderung Sachsen-Anhalt DIGITAL sind ja öffentlich.

    Hier


    Somit kann sich ja jeder selbst eine Meinung bilden, ob die Vergabe der Fördergeldes des Landes an die HMD GmbH korrekt möglich war.

    Was die digitalen Medien angeht, dürfte man mit dem technischem Hintergrund der Webseite sowie der weitreichenden Nutzung von Facebook und Youtube sowie jetzt der App "innovativ" genug sein, um diese Fördermittel beantragen zu können.

    Der Förderbereich definiert ja, dass die HMD GmbH als Unternehmen im Bereich "Sport" grundsätzlich die Förderung beantragen dürfte, auch wenn im überwiegenden Rest der Ausschreibung nur von kulturellen Aspekten gesprochen wird.


    Wer sich also jetzt über eine Förderung aufregt, die per Ausschreibung der Fördermittel möglich war und die durch den Antragsteller durch Nutzung mehrerer zeitaktueller digitaler Medien erfüllt wird, kann sich über diesen Fördertopf als solches aufregen...

    Wem die neue Homepage optisch nicht gefällt, der kann ja aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten froh sein, dass diese ach so schreckliche Homepage nicht komplett durch die finanziellen Mittel der HMD GmbH getragen wurde.

    Das "früher als geplant" ist womöglich erstmal eine Fehlinterpretation des Redakteurs aus der SCM-Meldung heraus.

    Es stand ja nirgends, dass Thulin und der SCM bereits für 2020 eine feste Vereinbarung getroffen hätten.

    Mal davon ab, ob Green vielleicht schon im Verein kommuniziert hat, dass er 2020 zurück nach Dänemark gehen will, wäre er dann auch 32 und ein Wechsel aus Vereinssicht durchaus auch aus diesem Grund eine Überlegung wert.


    Zu Kuzmanovski: Der erste Wiki-Eintrag, dass Kuzmanovski zum SCM kommen würde, scheint aus Mazedonien zu stammen. Kurz vor Weihnachten 2017 noch mit einem Fragezeichen versehen, wurde das Fragezeichen erst am 20.08.2018 entfernt - von einem User der scheinbar ziemlich viele englischsprachige Wikipedia-Artikeln von Spielern und Vereinen korrigiert. Das eigentliche Gerücht kam ja das erste Mal schon im April 2017 auf...

    Wäre doch mal eine Frage durch die Presse wert, was da dran ist. Wäre ja auch mal interessant zu wissen, ob der Verein selbst weiß, was auf seinem englischsprachigen Wikipedia-Artikel so steht...

    Wen interessieren denn jetzt noch die Spieler, die in Dessau oder Eisenach gelandet sind.

    Interessant wird es doch erst in der Kategorie 'Spieler ist in der Bundesliga gelandet und spielt bei einem Verein der oberen Hälfte eine wichtige Rolle oder ist bei einem Bundesliga-Verein der unteren Hälfte einer der Leistungsträger'.

    Das wäre der Anspruch, den der SCM bei Transfers innerhalb der Liga haben dürfte oder es für die sportlichen Ziele haben sollte.

    In diese Kategorie fallen derzeit wohl nur Phillip Weber, Christoph Steinert und Fabian Böhm. Ein Max Janke noch in Teilen in der Rolle als Abwehrpfeiler in Leipzig.

    Der einzige dieser genannten Jungs, dem man hier immer wieder im Laufe der Entwicklung von Magdeburg immer mal wieder hinterher trauert ist Weber.


    Es ist halt auch immer die Frage, ob sich ein hier ausgebildeter Nachwuchsspieler auch genauso in seinem gewohnten Magdeburger Umfeld weiter entwickelt hätte. Manchen Jungs tut es wahrscheinlich auch ganz gut, aus dem Nest geworfen zu werden und sich mit ihrem Talent, aber auch entsprechender Arbeit woanders beweisen zu müssen.


    Bei den Geballas weiß man ja auch nicht als Außenstehender, ob sie hier gut genug zurecht gekommen und glücklich geworden sind. Sie waren aber eben auch noch 2-3 Jahre zu früh dran.

    Wenn man so quer durch die Liga guckt, sieht man auch, welches Alter man mindestens auf dem Buckel haben sollte, um bei einem hochambitionierten Verein wirklich Fuß fassen zu können. Ich würd da mal die Altersspanne 22-23 in den Raum werfen. Wäre mal was für eine statistische Untersuchung durch ALF... oder man hat halt Trainer, die den absoluten Arsch in der Hose, aber auch den entsprechenden Kader dafür haben, einen sehr jungen Spieler mit Mega-Talent richtig unter ihre Fittiche zu nehmen. Aber selbst da gibt es bei den ganzen Topteams aktuell nur 2 oder 3 Ausnahmen... so richtig hat das auch nur Alfred mit Bilyk in Kiel gemacht.

    Die logische Schlußfolgerung aus diesem Erguß ist:
    Macht den Nachwuchs dicht und spart das Geld.


    Falsch.

    Wo steht, dass die Nachwuchsarbeit grundsätzlich sinnlos ist? Der Verein kann trotzdem gute Handballer ausbilden.

    Wenn man aber erwartet, dass die erste Mannschaft möglichst erfolgreich ist, muss man sich auch mal der Realität stellen, dass, aufgrund der Qualität der Liga, die Nachwuchsausbildung nicht mehr den Anforderungen entspricht, die erfüllt werden müssten, damit ein beim SCM-ausgebildeter Nachwuchsspieler eine Qualität hat, die es bräuchte, um der ersten Mannschaft wirklich helfen zu können.

    Wenn man sich die Wege der Nachwuchsspieler in den letzten Jahren so anschaut, dann muss man einfach auch mal festhalten, dass die Nachwuchsausbildung beim SCM Spieler auf Niveau der zweiten oder dritten Liga hervorbringt. Die Zahl der Spieler, die es letztlich in die Bundesliga schaffen, ist in den letzten Jahren doch übersichtlich.

    Das heißt aber noch lange nicht, dass der e.V. es lassen sollte...

    Letztenendes ist die Handballer-Ausbildung in Magdeburg noch immer eine der besten in Deutschland. Man hat aber eben aufgrund des HBL-Jugendzertikates keine Inselstellung mehr. Die wirklich guten Nachwuchsspieler können doch jetzt auch in ihren Regionen bleiben und müssen nicht unbedingt in einzelne Hochburgen wechseln, um gut ausgebildet zu werden. Will man sich die richtig guten Jungs jetzt zusammenholen, müsste man deutlich mehr Geld in die Hand nehmen...

    Der ins Spiel gebrachte Artikel zeigt ja auch, dass sich der Konkurrenzkampf der Profiteams inzwischen auch bis in den Nachwuchsbereich hinunter zieht. Das wär vor 15 Jahren auch nicht so, zumindest nicht in dem Maße bzw. war der SCM da noch ganz oben in der Nahrungskette.

    Seitdem Wiegert hauptverantwortlich für die Kaderpolitik ist, ist da auch ein gewisser, guter Zug erkennbar. Jüngere Spieler mit viel Talent, die in sein Spielkonzept passen und noch einen Entwicklungsschritt gehen könnten. Seitdem er Geschäftsführer Sport ist, gab es da eigentlich gefühlt nur 1-2 Transfers, die eher aus einer anderen Ecke lanciert wurden.

    Selbst Kalarash wird in Zaporoshje solch eine Leistung gebracht haben, dass der Zugang erstmal sportlich gerechtfertigt war und analog Lagergren oder Thulin auch in diese Transferpolitik passte. Nur bei Molina weiß man nicht so recht, was den Verein dazu so offensichtlich bewogen hat.

    Der Schritt aus dem Nachwuchs in die Kategorie, in der der SCM agieren will, ist für unseren Nachwuchs nunmal offensichtlich zu groß. Selbst Kluge wird es nicht schaffen und profitiert jetzt einfach nur von einer längerfristigen Verletzung eines eigentlichen Kaderspielers. Linksaußen wäre, wenn es keine unerwarteten Abgänge gibt, auf Jahre besetzt.


    Würde man wollen, dass aus der Jugend Spieler den Anschluss in den Profikader schaffen, braucht die Nachwuchsausbildung eine sehr hohe Qualität und man bräuchte eine Strategie, wie man die Nachwuchsspieler aus der Jugend über die Youngsters in die erste Liga im unteren Bereich so aufbaut, dass sie sich tatsächlich für die erste Mannschaft empfehlen könnten.

    Kurzum müsste dann die Nachwuchsabteilung Diamanten am Fließband produzieren, die bei hochambitionierten Zweit- oder anderen Erstligisten relativ schnell eine führende Rolle einnehmen können, um sich daraus für einen Top-Club der HBL zu empfehlen.

    Wenn der SCM in der HBL erfolgreich sein will, muss man sich vom Traum der Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs verabschieden. Dafür ist der Verdrängungswettbewerb in der Liga, die ihre Qualität eben überwiegend von Außen holt, viel zu groß. Schaut man sich allein die obere Hälfte der Liga an, gibt es doch pro Jahr auch keine 5 Spieler, die es aus den jeweiligen Nachwuchsabteilungen in eine gesicherte Rolle innerhalb dieser Mannschaften schaffen.

    Quenstedt wird sich in Kiel beweisen müssen, wie er damit zurecht kommt, sich außerhalb der heimatlichen Gefilde aus einem deutlicheren Nummer-2-Status heraus hochzuarbeiten. In den Phasen beim SCM, wo er mal tendentiell die Nummer 2 war, hatte er nicht immer die überzeugendste Körpersprache.

    Für beide Seiten, sowohl Kiel als auch Quenstedt, ist das ein mutiger Transfer. Der größte Gewinner in der Sache kann der SCM werden, wenn Thulin hier einschlägt.

    Schon allein für die sportlichen Ambitionen, die der SCM hat, hat Quenstedt über die letzten Jahre in seinen Leistungen gefühlt nicht die nötige Konstanz. Ihm fehlt letztlich auch diese Aura, die dem Schützen von vornherein Kopfschmerzen bereitet oder das Publikum aktiv mitreißen kann.

    Wenn Landin sein Leistungsvermögen abruft, wird er Nummer 1 sein und bleiben.