Beiträge von anonymer-scm-fan

    Quenstedt wird sich in Kiel beweisen müssen, wie er damit zurecht kommt, sich außerhalb der heimatlichen Gefilde aus einem deutlicheren Nummer-2-Status heraus hochzuarbeiten. In den Phasen beim SCM, wo er mal tendentiell die Nummer 2 war, hatte er nicht immer die überzeugendste Körpersprache.

    Für beide Seiten, sowohl Kiel als auch Quenstedt, ist das ein mutiger Transfer. Der größte Gewinner in der Sache kann der SCM werden, wenn Thulin hier einschlägt.

    Schon allein für die sportlichen Ambitionen, die der SCM hat, hat Quenstedt über die letzten Jahre in seinen Leistungen gefühlt nicht die nötige Konstanz. Ihm fehlt letztlich auch diese Aura, die dem Schützen von vornherein Kopfschmerzen bereitet oder das Publikum aktiv mitreißen kann.

    Wenn Landin sein Leistungsvermögen abruft, wird er Nummer 1 sein und bleiben.

    Damit sind die Kieler wohl die besten Aufbauhelfer. ;)


    Warum ist die Webseite eigentlich so ein künstlich aufgebauschter Nebenkriegsschauplatz?

    Die, die sich darüber hier aufregen, schauen die Spiele doch selbst und würden sich auch nicht von irgendwelchen Berichten vorschreiben lassen, was sie zu denken haben. Wenn Artikel von Drittseiten übernommen werden, ist es falsch. Würde der Verein selbst Spielberichte verfassen, wäre es garantiert auch nicht richtig, da dann Formulierungen auftauchen würden, die man ebenso durch den Kakao ziehen würde.

    Was soll die Webseite denn leisten und kosten? Soll es die beste, informativste, individuellste, dann aber auch wahrscheinlich kostenintensivste Seite der Liga sein oder reicht das einfach mal als Medium, wo vereinsbezogene Informationen veröffentlicht werden, als Sponsorenplattform und als Zugang zum Ticketsystem?

    Es hat auch gewisse Vorteile, dass die früheren Autoren nun nichts mehr schreiben können: Gute Leute konnten gute Berichte schreiben und stehen nun nicht vor dem Problem, dass ihre Berichte vereinsseitig "zensiert" würden. Denn würde man die Kritikpunkte, die hier gegen Schmedt immer wieder vorgebracht werden, in diese Richtung konsequent weiterverfolgen, müsste man sicher davon ausgehen, dass individuelle Berichte genau solch einer Kontrolle unterliegen würden. Würde man das den früheren Autoren etwa wünschen?


    Nun gab es also auch noch einen Betreiberwechsel. So what? Zieht man mal die zahlreichen Andeutungen vom Eröffner dieses Nebenkriegsschauplatzes dazu, dass dem vorigen Betreiber die Zusammenarbeit nicht unbedingt leicht gemacht wurde, ist das einerseits zwar erstmal ein Auftragsverlust, aber andererseits vielleicht auch die Chance, sich mit frischer Kraft Aufträgen zu widmen, bei denen man mit den Auftraggebern besser zusammen arbeiten kann. So wünsche ich es zumindest wmedia.

    So hat nun ein unbekannter Betreiber, aus welchen Gründen auch immer, diesen Auftraggeber, dem gewisse Kritikpunkte zugeschrieben werden. Gäbe es neben den Beweggründen, einen 'weicheren' Betreiber nutzen zu wollen und ggf. wirtschaftlichen Gesichtspunkten noch weitere schlimmere Beweggründe für den Wechsel, wären diese hier sicherlich auch schon bekannt geworden.


    Dass Schmedt leider nicht auf alte, durchaus erfolgreiche und der Vereinstradition gegenüber loyale Verbindungen achtet, ist nun schon lange bekannt. Ebenso und gerade wenn diese eben nicht unbedingt seine Meinung vertreten.

    Wem das unterm Strich in Bezug auf die Entwicklung der HMD GmbH so nicht gefällt, der muss sich eben beim Aufsichtsrat für seine Absetzung einsetzen.

    Die hier geäußerte und in Teilen auch berechtigte Kritik an seinen Maßnahmen wird halt auch nicht ausreichen, ihn abzusägen... und letztlich kommt dann auch wieder nur der nächste, dessen Maßnahmen irgendwem nicht gefallen und kritisiert werden.

    So kommt die größte Kritik am aktuellen Geschäftsführer wieder aus der gleichen Ecke, aus der schon die forumsseitig größte Kritik am letzten, über mehrere Jahre, agierenden Geschäftsführer kam (wohl gemerkt auch schon in der Zeit vor 2007). Scheinbar muss ein GF einfach nur lang genug im Amt sein, um da irgendwelche persönlichen Befindlichkeiten hervorzurufen, die jegliche sportliche Entwicklung eines Sport"unternehmens" außer Acht lassen.

    Der ersehnte Titel ist da, die Saison ist gerettet. Wiegert hat den "Kretzsche des Jahres" bekommen. Die Begründung der Leistung als Zimmerkamerad macht es absolut verdient, diesen wichtigsten Titel im deutschen Handball, so der Namensgeber, errungen zu haben und ist mehr wert als ein Triple. Ab jetzt ist also alles nur noch Kür. Auf in die Saison!

    Facebook, Homepage, YouTube, Hofberichtserstattung in der VS... ist crossmedial und es sind überwiegend die zukunftsorientierten Medien.

    Wem es nicht passt, der muss sich wohl beim Land beschweren, dass es solche Fördertöpfe gibt. Dass sich der SCM dieser Möglichkeit bedient, ist wirtschaftlich legitim.

    Bei der Homepage liegt es jetzt am Verein, die Inhalte nach dem technischen Umzieg nachzuziehen... ansonsten entspricht die Homepage doch jetzt einem technischen Stand, den man seitens Verein bereit ist, dafür auszugeben. Viel ist das aber nun auch nicht. Es ist ja letztlich auch nur noch Informationsverbreitung und dient hauptsächlich dem Absprung zum Ticketverkauf.

    Kann man also letztlich festhalten, dass ein Spieler, der die erhoffte Leistung nicht gebracht hat, wie geplant abgegeben wurde, um dann doch einen Spieler zu holen, dem aus bisherigen Erfahrungen auch fehlendes Niveau attestiert wird. Der SCM bleibt sich seinem Wechsel-Mantra also treu, Qualität möglichst 1:1 zu ersetzen.

    Nach dem Abgang von Gleb wohl dann Svenssons Quoten-Transfer für dieses Jahr...

    Dann hätte man auch Kalarash behalten können, mit dem sich Wiegert ja zumindest öffentlich schon abgefunden hatte.


    Ein Spieler, der immer motiviert ist und sich dann auch noch zwingend anbieten muss, landet halt auch schnell wieder auf der (Straf)Bank...

    Aber so hat jeder Spieler seine Rolle. Er ist der Spanier, der für den Spanier da ist, der wegen des Daseins-Willens oder im besten Fall für das spanische Talent da sein muss...

    Auf RL wird wohl eher nichts mehr passieren. Wir haben auf RL/RM insgesamt 6 Spieler und die Kombination O'Sullivan - Bezjak ist auch erprobt. Dort ein Kaliber zu holen, welches im Angriff Damgaard halbwegs ersetzen könnte, wäre zu teuer. Das hätte man bei Molina schon machen müssen.

    Ein neuer RL wäre ja dann ab 2019 möglich. Ob der Eintrag bei Wikipedia aufgrund älterer Zeitungsberichte tatsächlich auch so eintreten wird, bliebe halt zu hoffen...

    5 Tore gegen einen Zweitligisten und gegen einen Drittligisten bzw. Zweitliga-Absteiger hätte Kalarash wohl auch noch geschafft. Das lässt keine Rückschlüsse zu, ob Plaza Jimenez wirklich die erhoffte Hilfe bzw. Verbesserung sein kann.

    Hoffentlich kommt dann zur Mitte der Hinrunde nicht die Meldung, dass seine Rolle im Team der Deutsch-Nachhilfelehrer und -Übersetzer für Juan und Carlos ist... Somit ist Plan C oder D im Spielaufbau dann also die spanische Schule.

    Von einem Rausmobben hätte der Verein auch nichts gehabt, zumal er ja in der Vorbereitung auch Spielanteile bekommen hat.

    Ihm mitzuteilen, dass man sportlich nicht mit ihm plant und er sich einen neuen Verein suchen kann, ist ja was anderes. Da der Verein theoretisch hätte Geld mit dem Transfer machen können, ist ja eine Bitte nach Freigabe auch nachvollziehbar.

    Warum floppen neue Spieler bei uns?

    Das hat doch mehrere Gründe, die zum Teil am Club, zum Teil am Spieler liegen und auch bei anderen Clubs in vielen Teilen oftmals ähnlich sind.


    - Spieler, die aus dem Ausland zu uns kommen, sind zum Teil die Trainingsintensität in Deutschland nicht gewohnt.

    Hier ist eben auch der Trainer gefragt, den Spieler mit Aufbautraining heranzuführen. Darauf kann man aber andererseits auch nicht warten, denn die Spieler müssen in der Regel direkt weiterhelfen. Es wird ja auch zum Teil erwartet, dass Menschen hier sofort funktionieren. Leistungssportler hin oder her, sind es noch immer Menschen. Leistungsvoraussetzung ist meist doch auch ein passendes Umfeld.


    - Spieler Anfang bis Mitte 20, die ihre heimatlichen Gefilde verlassen.

    Hier ist es vor allem eine Charakterfrage, ob der Spieler "bereit" dafür ist, in eine teils völlig fremde Kultur zu gehen und ob er es schafft, dort seine Leistung abzurufen. Das scheint Skandinaviern in Deutschland leichter zu fallen als Osteuropäern, vor allem dann, wenn Bezugspersonen da sind oder eben fehlen.


    - Wichtigkeit im alten und neuen Verein.

    Der Spieler dürfte oftmals im alten Verein mehr Spielzeit und eine wichtigere Rolle gehabt haben als beim SCM. Wir verpflichten oftmals einen von vielen und keinen, der von vornherein DER wichtigste Spieler ist.


    - Das Scouting ist schlecht.

    Es wurde teilweise genommen, wer grad beim Bäcker stand, ohne genauer zu prüfen, ob der Spieler charakterlich soweit ist. Dann lieber einen Spieler, der ein Regal tiefer liegt, der aber auch charakterlich das Zeug hat, hier den nächsten Schritt zu machen.


    Mertens funktioniert, weil er sich hinter Musche auch in Ruhe einfinden könnten und sprachlich keine Probleme hatte. Bei Preuß wird man sehen müssen, ob er am Kreis direkt im Vordergrund steht oder sich entwickeln kann. Steinert kennt das Umfeld in weiten Teilen und die Stadt ebenfalls. Er wird ziemlich direkt eine größere Rolle einnehmen müssen. Mal sehen, ob das klappt.

    Der neue Spanier am Kreis wird ein Glücksspiel. Talent mag da sein, mal sehen wie er sich in Berlin an Deutschland gewöhnen konnte. Magdeburg ist halt auch nicht Berlin. Ob es tatsächlich besser wird als mit Kalarash muss man sehen. Wenn der Junge in Magdeburger Umfeld ebenso wenig zurecht kommt, wird das auch nichts.


    Da ist eben unter Wiegerts tatsächlicher Entscheidungsgewalt eine gewisse Handschrift erkennbar. Mit dem Spanier wird nun ein Missverständnis kurzfristig ausgebügelt, welches scheinbar hauptsächlich einem anderen zuzuschreiben ist. Zumindest scheint die Entscheidungshoheit in sportlich-personellen Fragen mehr und mehr in die richtige Richtung zu gehen und auch bei den Leuten, die man holt, ist ein gewisser Lerneffekt beim Verein erkennbar. Bereits in Deutschland aktiv mit ähnlichen Anlagen wie vermeintlich namhafte ausländische Spieler. Weniger Risiko weil man weiß, was man erwarten kann.

    Die Richtung muss ja nicht schlecht sein, sich in der HBL zu bedienen, wenn die reicheren Clubs sich überwiegend im Ausland bedienen. Man muss es sich halt leisten können.

    Solide Verpflichtung mit der Hoffnung auf eine Verbesserung zu Christiansen. Hätte man ihn vor 2 Jahren geholt, hätte es auch Kritik gegeben, dass er nicht der große Wurf ist. Von Mut wäre da vielleicht die Rede gewesen, aber nicht unbedingt im positiven Sinne.

    Wenn jetzt schon selbst ein Eigengewächs mit Stammplatz-Vorteil geht, weil man mit einem für Vereinsverhältnissen angemessenen Angebot gegen ein Angebot mithalten könnte, das höher war als das eigene mit Aussicht auf Position 2, dann weiß man doch, wo man schon im nationalen Vergleich der Zugkraft für Spieler steht.

    Da muss der Verein es eben schaffen, Spieler zu holen, die noch vor ihrem Durchbruch stehen und diesen charakterlich hier auch schaffen werden (Damgaard, O'Sullivan) oder eben Spieler, die auf gewisser Ebene eine gewisse Qualität bewiesen haben, aber nicht oberstes Regal sind (Christiansen, Steinert).

    Wiegerts Handschrift bei den Verpflichtungen ist auch schon keine schlechte. Mit Preuß und Mertens zwei junge Hoffnungsträger, bei Steinert auch jemanden, der helfen kann. Behauptung: Ohne Wiegert als GF Sport hätte es diese Verpflichtungen nicht gegeben. Svensson bringt ja eher die Kaliber Kalarash oder Molina hier an. Neben der Arbeit als Trainer hat Wiegert vor allem in diesem Bereich einen gewissen Wert.

    Wirklich gespannt wird man auf die Torhüter-Nachfolge sein können. Svensson traue ich da keine Geheimtipps zu... Wird wahrscheinlich eh jemand, den niemand so direkt kennt.

    Das Problem mit den "vielen" Spielen zu Saisonbeginn wird sich auch nicht so schnell ändern aufgrund der Größe des CL-Spielplans.

    Wer sich mal den Rahmenplan gönnt, wo die Bundesliga und internationalen Wettbewerbe nebeneinander gelegt sind, sieht doch, dass mit Beginn der CL kaum noch Platz für die Liga übrig bleibt bzw. dass die Liga dann einen Spieltag nur noch über Donnerstag/Sonntag strecken kann.


    Insgesamt gibt es aufgrund diverser Rahmenbedingungen 31 Wochnenenden, an denen Liga-Spieltage stattfinden können. Somit ist auch klar, dass 3 Spieltage in die Woche rutschen müssen. Das sind die Spieltage 3, 31 und 33. Die Spieltage 31 und 33 fallen in Wochen, wo im danach folgenden Wochenenden ein Pokalturnier stattfindet. Bei Spieltag 3 und 4 ist es einfach nur bescheiden gelöst, dass Spieltag 3 am Dienstag/Mittwoch ist und Spieltag 4 direkt am Donnerstag. Da hätte man die 9 Spiele auch auf den Sonntag legen können.


    Ein deutsches CL-Team, dass bis Köln und Hamburg kommen würde, hätte zwischen 01.09.2018 bis Mai 2019 mit einer einzigen Ausnahme (Woche vor dem REWE FinalFour) nur englische Wochen.

    Da hat es der SCM mit dem European Cup doch fast schon leicht... Da brauchst du zum Titelgewinn maximal genauso viele Spiele, wie es Spieltage in der CL-Vorrunde gibt...

    So ungwöhnlich lang sind die aber auch auf den Bildern nicht. Auf dem Mannschaftsfoto hat man ja einen guten Vergleich, dass es bei den meisten auch tatsächlich so ist... allein beim Mannschaftsfoto ist der Fokus nicht ganz sauber getroffen und daher ist das Bild ein bisschen unscharf.

    In Bezug auf die schauspielerischen Fähigkeiten kommt Mbappé an Neymar nicht ran. Die beiden haben bestimmt eine vereinsinterne Wette laufen...

    Verglichen mit den Möglichkeiten der Kroaten oder der Engländer sollten die Franzosen im Finale eigentlich leicht favorisiert sein. Ihren spielerisch gefährlichsten Gegner haben sie heute besiegt. Wenn die Franzosen im Finale so taktisch abgezockt spielen wie heute, wird das Finale für diejenigen, die es heute langweilig fanden, noch langweiliger.

    Beide Teams haben sich doch auf sehr hohem Niveau nichts geschenkt - das hohe Niveau gilt aber eben nicht nur für deren Offensivspieler...

    Die Aussage scheint ja direkt von Wiegert selbst zu stammen, dass eine Ablösesumme aufgerufen wurde, die der SCM bereit war zu zahlen.

    Wenn man dem Spieler klar signalisiert hat, ihm keine Steine in den Weg zu legen und es jetzt doch tut, müsste man sich nicht wundern, wenn die Motivation dann sinkt...

    Solche Zusagen macht man ja auch nicht ohne Weiteres.

    Wenn Gummersbach nicht aus finanziellen Gründen gezwungen ist, Preuss vorzeitig ziehen zu lassen, werden sie ihn auch nicht verkaufen.

    Sportlich werden sie so kurzfristig keinen gleichwertigen Ersatz finden, der maximal genauso teuer ist, wie Preuss.

    Sie werden im Oberbergischen auch wissen, was sie charakterlich an ihm haben und das wird wohl sein, dass er sich auch trotz des Wechsels das eine Jahr noch voll rein hängt.

    Nicht jeder Spieler, der wechselt, ist ja gleich auch das bockige Kind, dass solange sein Leistungsvermögen einstellt, bis er beim neuen Verein ist. Solche Spieler bzw. solche Charaktere bräuchten wir hier dann auch nicht.

    Profisportler werden im Normalfall schon den Ehrgeiz haben, den es braucht, auch mit einem bereits feststehendem Wechsel, seine volle Leistung bringen zu wollen. Sonst wären sie auch nicht auf dem Level, auf dem sie sind... Wenn hier und da mal einer bockig daher kommt, wird der Person wohl intern wohl irgendwas nicht passen und dann kommt auch rüber, dass der Wechsel besser jetzt auf gleich stattfinden sollte. Das scheint aber bei Preuss nun gar nicht der Fall.

    Ich zitiere mal nur den Satz, weil das ist ne Steilvorlage für: dann sollte man wirklich das Training beim SCM und unter Benno hinterfragen :hi: .

    Ansonsten kann man in die Aussagen zum Training, dem Leistungsvermögen (sportlich wie sprachlich) der relevanten Spieler aber auch alles und nichts hinein interpretieren. Es bleiben aber trotzdem die Fragen, warum sie dann verpflichtet wurden, wenn ihr Niveau für die Bundesliga nicht ausreichend sei und natürlich auch, warum der Trainer es im Zeitraum eines Jahres nicht geschafft hat, sie an die Anforderungen heranzuführen und ins Team zu integrieren. Wenn jetzt auch nur ansatzweise die Antwort in die Richtung gehen sollte, dass sie das Zeug dazu nicht haben, sind wir wieder bei Frage 1. Und dann schließt sich natürlich die Frage nach der Rolle des Trainers bei der Verpflichtung von Spielern an. Und dann drehen wir uns alle wieder im Kreis, wie in diesem Kinderspiel mit dem Brummkreisel.


    Nein, das Training muss man deshalb nicht grundsätzlich hinterfragen. Wenn das Training so strukturiert ist, dass man damit die angestrebten Ziele erreicht, ist es das richtige Training. Davon kann man hier im Großen und Ganzen ja auch ausgehen.


    Wenn gerade neue Spieler dieses Niveau nicht aus dem Stand heraus mithalten können, dann muss er sie als Trainer da hin führen. Man sollte auch davon ausgehen, dass er das versucht. Ob er es schafft, liegt ja auch an den körperlichen Möglichkeiten des Spielers. Macht der Körper es mit, geht's eben schneller, macht der Körper es nicht mit, gibt es Belastungsverletzungen.


    Letztlich bleibt, und das hast du ja auch gesagt, die Frage im Raum stehen, welchen Einfluss Wiegert bei diesen beiden Transfers genommen hat - bei ihm nicht mal "nur" als Trainer, dem irgendwer anderes vielleicht noch Spieler vorsetzt, sondern als Geschäftsführer Sport, der in Personalentscheidungen das letzte Wort haben sollte.


    Molina und Kalarash sind ja nun schon recht eindeutig Spieler, die man auf die Tätigkeiten von Svensson zurückführen kann.

    Bleiben also die Fragen: Welche Macht hat Svensson beim SCM? Wie agiert der SCM bei Transfers so allgemein? Waren Molina und Kalarash die Kandidaten, von denen man sich qualitativ am meisten versprach und man sie deshlab, vielleicht auch in dem Wissen körperlicher Defizite, geholt, weil man dachte, dass man das schafft? Das wäre der alleinige Grund, der diese Transfers weitgehend legitimieren würde.


    Anfang der nächsten Saison nach der Vorbereitung wird sich zeigen, ob sie den Anschluss geschafft haben. Wenn dann immer noch nicht, werden sie ihn auch nicht mehr schaffen.


    Das Risiko, dass die plötzlich steigende Intensität den Körper überfordert, hat man letztlich bei jedem Neuzugang, der aus einer anderen Liga kommt.

    Wenn Spieler im Training nicht die geforderte bzw. notwendige Qualität zeigen, wird die Qualität in Wettkampfspielen nicht plötzlich vom Himmel fallen.

    Im Großen und Ganzen hat Wiegert beim Einsatz der Spieler entsprechend ihrer Qualitäten viel richtig gemacht.

    Es bleibt eben offen, wie nahe dran oder wie weit weg diese Spieler jetzt wirklich sind von dem, was Wiegert von ihnen fordert und benötigt und ob sie in der Saisonvorbereitung den Anschluss schaffen. Man kann es nur hoffen.

    Es kam ja auch zur Sprache, dass sie aufgrund der Trainingsintensität mit Verletzungen zu kämpfen hatten. Hierzulande wird eben auch anders trainiert als in anderen Ligen. Diese Thematik kommt ja immer wieder mal durch.

    Das ist ein Umstand, mit dem den Verein irgendwie umgehen muss. Die Lösung kann aber nicht lauten, dass hier im Grundsatz 'weniger' trainiert wird, nur damit sich neue Spieler nicht gleich wegen Überbelastung verletzen. Da muss man neue Spieler eben ran führen oder nach Möglichkeit bestenfalls schon so aussuchen, dass der Trainingsstand des Körpers die hiesige Trainingsintensität gewohnt ist.

    Letztlich wird man bei Lagergren auch abwarten müssen, ob er nicht dem gleichen Problem Rechnung tragen muss...

    Er hat keine Antipathie gegen Rotation, er hat auf so mancher Position einfach nicht die Qualität dafür. Das spricht er auch ziemlich direkt an und das ist auch ein ehrliches Statement.

    Es will doch auch sicherlich niemand, dass Molina und Kalarash über Gebühr spielen, wenn die Qualität fehlt.

    Wiegert muss sich dahingehend letztlich die Frage gefallen lassen, wieso unter seiner Geschäftsführung Sport Spieler verpflichtet wurden, bei denen von Anfang hätte klar sein dürfen, dass es ein gewaltiger Sprung in die HBL ist. Die Verteilung der Einsatzzeiten auf RL, RR und am Kreis spiegeln die Leistungsfähigkeit wieder. Das darf man von einem Trainer auch erwarten.

    Die Summe aus spielerischer Dominanz und charakterlicher Abgezocktheit ist beim SCM ja nun auch nicht sonderlich hoch.

    Entweder du knallst den Gegner, der in solchen Spielen auch heißer ist als sonst, an die Wand oder du bist abgezockt genug, deine Sache zumindest so gut hinzukriegen, dass es reicht oder du wächst in solchen Spielen über dein Potential hinaus und es klappt einfach alles.

    Wenn die Summe dieser beiden Teilchen beim Gegner höher ist als bei uns, dann ist da niemand, der nochmal drauf packen kann.

    Die RNL haben den SCM an die Wand geklatscht, gegen den BHC waren die besser als sonst und unsere haben es grade so hinbekommen und bei den Franzosen war es wohl aus eine Mischung aus spielerischen Optimum mit der nötigen Abgezocktheit.