Beiträge von anonymer-scm-fan

    Wiegert ist als Trainer nicht mehr zu halten!
    Wenn er ganz viel Glück hat, darf er bis zur Winterpause weitermachen und bewirkt in den freien, kalten Monaten doch nochmal ein Trainerwunder. Ersteres wird wohl noch eintreten, aber eine Verbesserung wird nicht mehr kommen.

    Die Aussage muss man auch nicht daran festmachen, dass die Ergebnisse jetzt wackelig sind, sondern kann man viel mehr daran festmachen, dass er sich mit seiner Philosophie in eine Ecke hat drängen lassen, aus der er jetzt so schnell er nicht mehr raus kommt.


    Es gibt dafür ja diverse Ansatzpunkte:

    - Alles, was die Mannschaft in der Siegesserie am Anfang des Jahres ausgezeichnet hat, ist komplett weg. Es ist Stückwerk. Auf Stückwerk kann man keinen fortdauernden Erfolg auf diesem Niveau aufbauen.

    - Es wird ein Spielsystem aufdoktruiert, dass man nur mit einem Spielmacher durchzieht, der wiederum selbst für dieses Spielsystem missbraucht wird. Dieses Spielsystem in sich ist auch schon das vorprogrammierte Stückwerk.

    - Wir haben außer Damgaard niemanden, der aus Stückwerk mit individueller Klasse noch was Gescheites machen kann. Es lastet alles auf seinen Schultern und nicht mal so sehr auf denen von Bezjak.

    - Alternativen werden offensichtlich nicht auf Wettkampfniveau trainiert - weder in der Abwehr noch im Angriff. Ich wage die Behauptung, dass O'Sullivan so viele Freie verballert, weil er im Angriff selbst im Training nicht mehr auf Wettkampfniveau unterwegs ist. Das ist doch alles nur Kopfsache, wenn man da mutterseelenallein aufs gegnerische Tor zu läuft.

    - Chrapkowski hat im Angriff noch weniger das Vertrauen von Wiegert, denn wer kam nochmal als Damgaard das letzte Mal ausgewechselt wurde? Der zweite RM auf RL...

    - Die Personalpolitik gibt sowieso keine Änderung des Spielsystems her. Selbst wenn man jetzt O'Sullivan vorne überhaupt oder Bezjak mal anders einsetzen würde, haben wir immer noch die gleichen Leute im Rückraum.


    Die Personalpolitik wurde ja scheinbar auch nicht besser. Dazu kommt, dass man scheinbar immer noch nicht in der Lage ist, einen Entscheidungsträger für Zugänge zu haben oder den Prozess so zu gestalten, dass man sich gesunde Spieler holt.

    Die Chemie zwischen den meisten Spielern und ihm wird schon noch stimmen. Das ist aber, siehe HLPs Vergleiche, relativ egal. Die systemrelevanten Spieler folgen artig, dürfen ja auch entsprechend viel spielen. Wobei, wir haben nur einen systemrelevanten Spieler. Dem ist wohl auch egal, wer der Trainer ist, solang er werfen darf. Dem Rest der Mannschaft ist das Gegurke doch mittlerweile offensichtlich selbst egal.


    Aber was würde bleiben?
    Wenn Wiegert als Trainer freigestellt werden würde, bleibt da weiter die Inkompetenz der restlichen Führung. Sie würden es wieder nicht hinbekommen, einen Trainer zu verpflichten, der es hier solange überstehen würde, die vielleicht guten Ideen auch in der Kaderplanung umzusetzen.

    Auch hier wieder: Es gibt sicherlich potentielle Geschäftsführer, die vom Management eines Sportunternehmens mehr verstehen, als jemand, der auf die reinen Zahlen blickt - und der dann neben charakterlichen Kompetenzen auch die Zahlen korrekt im Blick hat.

    Schmedt ist schlicht und einfach nicht in der Lage, den SCM in die Sphären zu führen, die er selber immer gerne proklamiert.

    Wir haben halt die wirtschaftlichen Möglichkeiten, uns Spieler zu holen, die durchaus Handball spielen können und diese dann so zu trainieren, dass sie eine bestimmte Sache können und den Rest verlernen.

    Sully macht jetzt halt nur den Tempo-Dirigenten, Molina kann dann besser Deutsch als alle anderen, Kalarash kommt von der CL in die Niederungen der Kreisklasse...

    Man könnte auch sagen: Wir haben adäquate finanzielle Möglichkeiten und verbrennen sie wahnsinnig gut.

    Sollte Wiegert als GF Sport wirklich die dafür notwendigen Befugnisse haben, gehört Svensson entlassen. Als TW-Trainer taugt er ja auch nichts.

    Es kann nicht sein, dass jemand, der bei der Personalpolitik helfen soll, hier fast nur Graupen anschleppt.

    Es kann auch nicht sein, dass ein Verein Spieler in schlechtem körperlichen Zustand einfach so durch einen Transfer schleust. Thema Medizincheck und / oder Probetraining.

    Wenn man so tief im A**** von Svensson steckt, soll man ihn doch gleich zum GF Sport machen. Der Vertrag mit ihm gehört aufgelöst. Diese unnötigen Kosten will man sich wohl nicht sparen...

    Es sind letztlich zwei getrennt zu betrachtende Probleme in den Strukturen, die weiteren Erfolg verhindern werden:

    - Das System Wiegert im aktuellen Zustand ist am Ende. Entweder kapiert er als Trainer, dass er Alternativen schaffen und nutzen muss oder er zieht seine Philosophie stur durch und muss dann aber spätestens zum Saisonende was Neues suchen. Es bringt ihn und den Verein nicht weiter, wenn jeder nur seine Rolle zu erfüllen hat und diese eine Funktion dann trainiert. Darüber hinaus ist die Kaderplanung auch auf diese unsägliche Rollen-Philosophie ausgelegt.

    - Wenn der zweite genannte Fall eintritt, wäre die SCM-Führung wieder nicht in der Lage, einen Trainer zu holen, der aus den Rahmenbedingungen etwas rausholt, was der Erwartungshaltung entsprechen würde. Carstens war zu seiner Zeit der richtige Mann. Er scheiterte an seinem eigenen Erfolg, den Anschluss nach oben zu schaffen. Damit gingen die Erwartungshaltungen in eine Richtung, für die er dann eben nicht mehr der Richtige war. Bei Sveinsson kannte wieder irgendwer irgendwen. Wiegert als Nachfolgelösung war sogar noch ein Experiment, dass man erstmal versuchen konnte. Risikobehaftet aber letztlich einen Versuch wert.


    Der SCM hatte wirklich Glück, dass man mit Damgaard so einen Glückstreffer gelandet hat, der den Verein oft sportlich am Leben hält. Ansonsten bräuchte man jetzt nicht davon reden, ob man in Constanta weiterkommt oder nächstes Jahr das Big Event steigen lässt.


    Gegen Flesnburg wird man wieder voll motiviert sein aber an seiner eigenen Form scheitern. Wenn man zu ordentlich mitspielt, ist aber wieder allen der Arsch gepudert und vor Constanta entsteht wieder diese gefährliche Denke.

    Mittlerweile, wie hier schon angesprochen wurde, ist man wieder soweit, dass es mal wieder den sportlichen GAU geben sollte, damit eine entsprechende Reaktion kommt.

    Das ist nämlich der dritte Fehler im System: Es ist intern sportlich vollkommen egal, was passiert. solange es nur stark genug blendet. Mit dem besten Blender von der Bank wird es sportlich nicht weiter voran gehen, auch wenn wir den Etat von Paris stemmen könnten. Da der SCM eine Profisport-Mannschaft ist und kein Wirtschaftsunternehmen, ist die finanzielle Entwicklung nur Mittel zum Zweck. Es wird auch potentielle Geschäftsführer geben, die neben einer finanziellen konstanten Entwicklung auch eine sportlich konstant nach oben gehende Entwicklung bewirken können. Schmedt kann das nämlich nicht.


    Na ja, ein paar Groupies gibts schon, denke ich, aber die schmollen eher etwas rum, ob der harschen Kritik der 5-6 ewigen Miesmuscheln hier. Außerdem werden die mit Leibchen, die original signed and durchgesweated sind, auch schon eingedeckt sein.

    Yay, ich bin ein Groupie. :hi: :lol: Wobei Musa ist ja nicht so der, dem die Groupies die Spiel-Trikots aus den Händen reißen (bzw. es überhaupt könnten).

    Das Spiel muss ohne Frage gewonnen werden. Beim SCM muss man dazu eben die vollen 60 Minuten abwarten. Ist ja nicht erst seit Göppingen so. Letztlich sollten es die 2 Pflichtpunkte werden. Eine berauschende Vorstellung wird es wohl nicht werden, dafür fehlt der Flow...

    Ein weiterer Fehler im System Wiegert ist, dass Spieler nicht so ersetzt werden, dass eine taktische Verbesserung überhaupt nur in Betracht kommt.
    Es werden Spieler geholt, die genau ihre Aufgabe haben und diese erfüllen sollen. Spieler bedienen Rollen. Wehe sie könnten mehrere Rollen bedienen.


    Man holt auf RL einen reinen Abwehrspieler, der einen reinen Abwehrspieler ersetzen soll, den er statistisch überhaupt nicht ersetzen kann.
    Eine kreative Entscheidung im Sinne eines Verbesserungsprozesses wäre gewesen, einen RL zu holen, der vorne und hinten spielen kann. Dann hätte man sich auch Molina sparen können. Der wird hier 2 Jahre deutsch lernen. Hinten hat er einen guten Eindruck hinterlassen. Angriff wird er hier auch nicht spielen und wahrscheinlich nicht gut genug sein.


    Lagergren ist jetzt auch nicht die Kategorie, wo man auf dem ersten Blick sagen würde, dass er auf RR in Abwehr und Angriff eine Verbesserung sein kann. Eine Verbesserung zu Zelenovic insgesamt vielleicht schon. Vielleicht aber auch nicht. Im Gegensatz zu Christiansen sehe ich da keine Verbesserung. Nicht weil Christiansen jetzt die Granate wäre, aber er ist vorne solide und hinten ist er auch gut. Mit 1,86m wird man vermutlich eher überworfen - wenn er überhaupt viel hinten spielt. Da müssen vielleicht auch Körner für vorne gesammelt werden.


    Diese Mannschaft wird nicht sehr viel besser werden können, weil die Rollen zu eindeutig verteilt sind. Man hat sich bewusst dafür entschieden, auf qualitative Verbesserungen bzw. Änderungen zu verzichten.


    Die einzigen Positionen, wo man jeweils 2 gleichgute Leute hat, sind die beiden Außen. Da hat man dann aber das Rotationsprinzip. Wenn ich weiß, wann ich spiele und dass mir dann aber auch fast nichts passieren kann, fehlen einige Prozente. Bei negativen Sachen passiert kaum was, bei einem Hammerspiel sitzt man doch dann sowieso nur wieder auf der Bank. Das ist auch nicht unbedingt leistungsfördernd. Ich würde auch einem Außen unterstellen, dass diese Situation seiner Leistungsfähigkeit nicht gut tut.


    Wiegert will keinen Krach. Das sieht man daran und an den Soziawechseln auf RR. Bei den anderen Positionen kommt er, aus seiner Sicht, ja glücklicherweise nicht in die Bredouille.


    Wäre man wenigstens mal ein bisschen mutig, würde man Lagergren spätestens im Winter kaufen.

    Die fehlende Alternative zu Plan A ist mittlerweile auch tief in der Mannschaft angekommen.

    Wenn es gut läuft und der Gegner überrumpelt werden kann, ist in der Körpersprache Friede-Freude-Eierkuchen. Aber auch in diesen guten Phasen sind die Automatismen nicht mehr so sicher, wie noch zum Ende der letzten Saison.

    Man kann die Uhr nach stellen, dass dann selbst in guten Phasen zu viele Fehler passieren. Fehler passieren, das ist auch ok, aber bei zu vielen Fehlern sieht man in dieser Mannschaft sehr schnell, dass es da eben nicht mehr stimmt.

    Göppingen schafft aus -4 einen Hauch von Zwischenspurt und der SCM kracht in sich zusammen.

    Es fehlen die Alternativen. Nicht nur, weil der Kader vielleicht nicht mehr hergibt, nein, auch vor allem weil der Trainer keine Alternativen hat. Kein Plan B, kein Training, keine Umsetzung im Spiel.

    Die Spieler müssen dann mit Stückwerk agieren. Es wird auf Teufel komm raus am letzten Rest eintrainierter Spielzüge festgehalten. Der Spielmacher ist Spielverhinderer von Trainers Gnaden. Bezjak hat unter Wiegert seine Eier verloren. Er macht das, was von ihm in diesem fragilen Gebilde erwartet wird. Ein guter Spielmacher könnte sicher auch das Spiel in die Hand nehmen. Ob er das nicht will oder ob er das nicht kann, weil mit dem taktischen Stand der Mannschaft keine Alternativen mehr möglich sind, weiß ich nicht. Seine "Genialität" und Spritzigkeit ist vollkommen weg. Solange Wiegert in Magdeburg Trainer ist, wird O'Sullivan auch nicht im Angriff auf RM spielen - geschweige denn einer, der nicht Marko Bezjak ist.

    Christiansen wird auch zu wenig gefordert und genutzt. Wenn man den mal anders ins Spiel einbinden würde, könnte er sicherlich auch ein paar Tore mehr von RR machen. Zelenovic kann man in Magdeburg sowieso vergessen. Auch in Göppingen wird er einfach aufgrund der Liga mit seiner Spielweise nicht weit kommen.

    Warum Weber so viel spielen darf, ist auch nicht mehr nachvollziehbar. Der hat eine grottige Quote, aber auch, weil er oftmals keine guten Wurfentscheidungen mehr trifft. Was da teilweise für Versuche kommen - da darf man keinem erzählen, dass er in den letzten Jahren einer der verlässlichsten Top-Torschützen der Liga war. Auch da bitte einfach mal wieder Konzentration und Cleverness anschalten. Cleverness soll da aber bitte nicht mit Arroganz verwechselt werden.

    Dass man auf RL nur Damgaard oder nichts hat, hat man gesehen, als O'Sullivan auf RL ran musste. Damgaard musste wieder die Kohlen aus dem Feuer holen und dadurch gab's Fehlwürfe. Dann muss er zur Strafe runter und wie der Stand ist, was die Einbindung anderer Kombinationen RL/RM betrifft, hat man dann gesehen. Die Abstimmung passte überhaupt nicht. Da muss man sich zwangsläufig fragen, in wie weit da überhaupt Automatismen in andere Formationen und Personalbesetzungen hinein trainiert werden?

    Aber auch das ist wieder der fehlende Plan B.

    Zum fehlenden Plan B kommt dann noch die unnötig hohe Fehlerquote wegen einfachen Unkonzentriertheiten. Das ist wieder so eine Schwachstelle im System Wiegert. Tempo oder nichts. Da geht man in engen Phasen teilweise zu sehr ins Risiko, statt mit Geduld und Konzentration Situationen zu erzeugen. Gut, es kommt dann ja auch sowieso nichts, was der Gegner nicht auch schon erwarten würde.


    Das war heute ein Offenbarungseides. Das war das, was man vom SCM derzeit realistisch erwarten kann. Das Ergebnis mag aufgrund des Sieges passen. Die Art und Weise war phasenweise eine Katastrophe bezogen auf den Anspruch, den man eigentlich proklamiert hatte.

    Wenn man sich die Tabelle und die Ergebnisse anderer Mannschaften anschaut, hat man gerade einfach pures Glück. Kronau marschiert sowieso vorne weg. Berlin und Flensburg hätten bisweilen das Zeug, Platz 2 und 3 unter sich auszumachen. Von Platz 4 bis Platz 8 ist es ein offener Kampf, in dem man glücklicherweise noch dabei ist. Die Mannschaft ist bis zur Winterpause gefordert, 8:4 Punkte oder mehr zu holen und die EHF-Cup-Gruppenphase dingfest zu machen. Alles was über Niederlagen in Flensburg und Berlin hinaus gehen sollte, ist einfach zu viel.

    Die Art und Weise, wie die Spiele teilweise verliefen, lässt schon Unmut aufkommen. Die Teams, gegen die man verloren hat, waren allesamt kein Fallobst.

    In Göppingen muss man jetzt mit den eigenen Ansprüchen gewinnen. Wenn sie 60 Minuten ihre gute Seite zeigen, schaffen sie das wohl auch. Nur allein, dass der SCM diese Saison noch keine 60 Minuten auf einem durchgehend hohen Level agiert hätte.

    Oh Wunder, man ist lernfähig. Die Halle ist an dem Wochenende frei.

    Leipzig hat eine in der Leistungsfähigkeit homogene Mannschaft. Im Rückraum können sie doch fast ohne große Qualitätsunterschiede wechseln. Das ist der Unterschied zu uns. Wenn sie sich oben festbeißen und in dieser Personalpolitik weiter machen, dann werden sie uns überholen. Dafür sind die grundlegenden Voraussetzungen einfach auch zu unterschiedlich.

    Dass die Truppe nicht nur von Prokop abhängig war sondern unter einem neuem Trainer konstant weiter spielt, lässt auch vermuten, dass der Trainerwechsel in der Winterpause keine negativen Auswirkungen haben wird, wenn Biegler es nicht von sich aus verhaut.

    Jugendarbeit ist halt so ein Luxus, den man sich auch gönnen wollen müsste.

    Für die Handball Magdeburg GmbH kostet das doch aber überhaupt nichts. Die Grundausbildung läuft über den e.V., danach kommt für die zweite Mannschaft ein anderer wirtschaftlicher Träger auf.

    Man würde hier abgreifen, wenn was dabei wäre. War es auch, aber man hatte nicht den Mut, junge Spieler charakterlich auf Linie zu bringen und hier einzusetzen. Die Ergebnisse mussten stimmen und wer war nochmal Philipp Weber?

    Die Schmedtsche Doktrin guckt nur scheinbar nur auf Zahlen.

    Das wäre ja auch dann in Ordnung, wenn man aus dem finanziell Erwirtschaftetem tatsächlich auch sportliche Steigerung sehen würde.

    Unter Schmedt/Wiegert haben wir derzeit wohl das Maximum der in dieser Konstellation Denkbaren erreicht. Da müssten sie schon aus Versehen wieder so einen Glücksgriff landen wie seinerzeit mit Damgaard.

    Und genau das ist beim SCM halt der Fall. Der rein in Finanzen denkende Manager sieht nur die blanken Zahlen.

    Es gibt eine Umsatzsteigerung. Das ist positiv. Bei dieser Umsatzsteigerung gab es auch kaum kritische Punkte.

    Kritikfähig ist die Ausgabenseite. Die höheren Mittel führten zu einem in der Breite besseren Kader, aber kaum zu einer Verbesserung der Qualität. Stattdessen wird an Ecken gespart, an denen man nicht sparen müsste oder die die Identifikation zum Verein mehr und mehr kosten.

    Inzwischen hat man die Aufgaben klar nach Außen verteilt. Jetzt ist man letztlich davon abhängig, dass die Philosophie des aktuellen Trainers greift. Das ist per sé ja auch richtig, dass der Trainer Spieler kriegen sollte, die seinen Anforderungen entsprechen. Aber mit Wiegert als sportlichen Geschäftsführer ist man vielleicht auch einen Schritt zu weit gegangen. Wer ist die Kontrollinstanz bzw. Ratgeber? Wie hoch wird die Hemmschwelle dadurch, Wiegert bei Misserfolg auszutauschen?

    Ich würde nicht sagen, dass Wiegert Misserfolg hätte oder ein unfähiger Trainer wäre. Der Club ist jetzt aber überordentlich abhängig von seiner Lernfähigkeit und seiner Bereitschaft seine eigene Philosophie zu überarbeiten bzw. dazu eine Alternative als Plan B zu schaffen. Es gibt derzeit nur Tempo und Risiko. Die Transfers gehen nicht in die Richtung, dass man die Schwachstelle Positionsangriff verbessert. Lagergren ist vielleicht besser als Zelenovic, vielleicht aber auch nicht...

    Weber weiß halt nicht, wann er besser etwas nicht kommentieren sollte. Das war ja schon öfter so. Er kann die Meinung ja für sich haben, aber ohne den Druck aus der Halle hätten sie manch andere Spiele auch verloren. Man fordert zurecht die Unterstützung der Halle und Druck gegen vermeidlich schlechte Schiedsrichter gehört dazu.

    Ihm ist doch nur wichtig, dass er am Ende der Saison die Kanone bekommt.


    O'Sullivan darf doch seine Qualitäten im Positionsangriff doch gar nicht unter Beweis stellen. Aus 0/5 in einem Spiel kann man nicht ableiten, dass er diese Qualität nicht hätte. Bezjak ist gesetzt auf RM, also ist der Trainer überaus zufrieden mit ihm. Wiegert sieht also Qualitäten in seiner Spielweise, zu denen er selber gar keine Alternative will. Bezjak spielt doch nur nicht, wenn er vom Platz geflogen ist.

    Sully darf halb decken und die erste und zweite Welle nach vorne treiben. Das klappt in den meisten Fällen auch gut. Richtig gute Teams schaffen es aber, mindestens im gleichen Tempo wieder in der Abwehr zu stehen. Das haben Berlin, Melsungen und Kronau geschafft, deshalb haben sie auch verdient gewonnen.

    Wiegert hat eine recht eindeutige Linie. Das kann man ihm nicht mal vorwerfen. Nur wird diese Linie und die darin begründete Kaderpolitik nicht für einen Angriff auf die vorderen Plätze reichen.

    Es fehlt der Mut, Alternativen zu gesetzten Stammspielern zu holen und diese auch einzusetzen. Damgaard auf RM wäre sicher mal interessant, dahinter fehlt aber ein guter RL, mit dem man auch was vorne anfangen kann. Chrapkowski ist in der ersten Welle der Brecher, der mit Körperlichkeit Lücken noch nutzen kann. Aus gebundenem Spiel fehlt ihm vermutlich die körperliche Voraussetzung für ein geschmeidigeres Spiel.

    Mal sehen, was mit Molina passiert, wenn der Deutschkurs weiter voran geschritten ist.


    Dass de la Pena Chancen bekommt, glaubt doch hier eh keiner. Siehe die Aussage zu Bezjak und wenn dann überhaupt mal eine Notwendigkeit entsteht, einen anderen RM zu bringen, ist erstmal Sully da.


    Mit Damgaards Aussagen kann im Verein doch keiner was anfangen. Wer weiß, was sie ihm für sportliche Perspektiven versprochen haben. Passen die nicht, stehen die Interessenten weiterhin Schlange. Der Junge hat sich in seiner Zeit hier ja auch nochmal entwickelt. Die Familie würde sicherlich auch woanders glücklich werden. Man stelle sich bspw. vor, dass Flensburg ernsthaft anfragt....

    Das SCM-Spiel ist ja schon sehr drauf ausgelegt, dass Damgaard den Wirf bekommen kann. Die Verteilung passt nicht, weil Christiansen eben nicht der Shooter sein will oder kann. Er hat ja eine gewisse körperliche Präsenz und einen ordentlichen Wurf, aber wenn er mal aus dem Positionsangriff mal eine Chance bekommt, sieht das eher wie Zufall aus.

    Bezjaks Spielweise würde ein knackiger Schlagwurf gut tun. Dieser eine überraschende Wurf, mit dem er Situationen individuell lösen kann.

    Er verschwendet sich im 1:1, um vielleicht Wege freizumachen, wo aber dahinter keiner kommt, dem das hilft. Damgaard hat die Fähigkeiten, sich auch so Würfe zu erarbeiten. Der wackelt und zieht ab wie kein zweiter in der Liga. Christiansen und Zelenovic könnten davon durchaus profitieren, wenn man das auf RR umstellen würde.

    Welche Stärke Lagergren hier dann wirklich in der Liga einbringen kann, wird man sehen müssen. Zelenovics Spielweise passt überwiegend nicht. Ein RR, der aus 9m Torgefahr entwickeln kann, wäre dahingehend schonmal eine Verbesserung.

    Was da bislang auch niemand beachtet: Wie wird sich ein 1,86m auf halbrechts in der Abwehr machen? Da steckt wahrscheinlich mehr Risiko als ein 1:1-Tausch Zelenovic->Lagergren im Angriff...

    Einen Wechsel auf eine offensivere Abwehr wird es dann vermutlich auch nicht geben. Eh sowas sitzt, ist die Hälfte der Spieler dann auch wieder weg. Dazu müsste man auch bereit sein, Risiko zu gehen. Mit der Maßgabe, Spiele zu gewinnen, fehlt dazu der Mut.

    Das Streichen von Stehplätzen für die Schaffung von Sitzplätzen soll ja beschlossen sein. Jedes Spiel Klatschpappen ist dem Banker sicher zu teuer. Recyceln erwünscht, Gebrauchsüberlassung am Eingang, Abgabe beim Verlassen der Halle...

    Ab dem nächsten Heimspiel kann man ja auch Bullshit-Bingo spielen. Wirft man ein paar typische Sachen ein, kriegt man da sicherlich ein 16er oder 25-Feld zusammen...

    Wieder ein Schritt zum Kommerz-Event-Tempel der verordneten Fan-Kultur.

    Niemand würde das Eventprogramm vermissen bzw. sich daran stören, wenn Sören es begleitet hätte.

    Woran auch immer es gelegen haben mag gestern, aber wenn Michme weiter so lustlos die Informationen runter rattert, dann wird ihm auch bald niemand mehr zuhören.... öffentliches Verteidigen der Führungsspitze scheint als Bewerbung zu reichen.