Die Youngsters sind eben das Ende der Ausbildungskette im Magdeburger Handball-Nachwuchs und dass die Jungs in die große weite Welt ziehen, ist auch normal und war letztlich schon immer so.
Der einzige Unterschied zu früher, ist, dass es niemand mehr in die erste Mannschaft schafft. Wenn man allerdings sieht, dass die Truppe in der dritten Liga gegen den Abstieg kämpft, dann fehlt da eben im Gegensatz zu früher auch ein Stück weit Qualität. Selbst wenn man berücksichtigt, dass sich im Gegensatz zu vor 15 Jahren, als man mit Nachwuchsleuten eines der Topteams der 3. Liga war, die Leistungsfähigkeit der dritten Liga verschoben hat, ist der Kampf gegen den Abstieg eigentlich zu wenig.
Der SCM muss jetzt eben auch "Masse" ausbilden, die Top-Nachwuchsspieler verteilen sich jetzt viel mehr als damals, als es nur 2-3 wirkliche Zentren gab.
Die Spirale geht da nach unten und der Weg zur 1. Mannschaft wird dahingehend immer schwieriger. Da muss man strukturell drauf reagieren, eher in Form von Kooperationen mit Bernburg oder Dessau. Aber selbst mit einer Zwischenstation in der zweiten Liga wäre der Schritt noch immer zu groß. Da musst du schon einen richtig guten Nachwuchsmann haben und die Zeiten sind vorbei...
Im Sinne des SC Magdeburg e.V. sollten die Youngsters weiterbetrieben werden, wenn nötig im Verein selber. Wenn man die Youngsters schließt, müsste man sich grundsätzlich die Frage stellen, warum man überhaupt noch Handballer ausbildet, wenn die Anschlussmöglichkeiten im Magdeburger Umfeld fehlen.