Leider habe ich in der E-Jugend häufig gesehen, dass die Trainer nicht auf den Spielstand eingegangen sind und entsprechend reagiert haben. Mund abwischen und weiter geht´s ist dann für Erwachsene sicher kein Problem. Kinder, die in 40 Minuten Spielzeit den Ball 2 mal in der Hand hatten, verlieren aber die Lust und gehen dem Sport verloren. Das hat dann nichts mit „wer nicht verlieren mag … darf nicht spielen“ zu tun. Wenn man nach dem Spiel sagen muss, wir haben nicht gegen eine Mannschaft, sondern gegen die Nummer 7 verloren, ist das doch für alle Kinder die gespielt haben (ob Sieger oder Verlierer) nicht gerade toll. Bei unseren Mädels sind leider einige im 1. E-Jugendjahr auf der Strecke geblieben. Gerade in der Altersklasse probieren die Kinder verschiedene Sportarten aus, da wird dann der Sport bei dem man kein Erfolgserlebnis sieht schnell mal wieder beendet. Es gibt nun mal viele Eltern, die ihre Kinder nicht zum Durchhalten motivieren wollen, sondern ganz froh sind, wenn sie Sonntags nicht um 09:00 Uhr am Parkplatz stehen müssen. Den E-Spieltag in Bielefeld habe ich positiver empfunden als manche der Spiele unserer Mädels. Ich glaube auch im Bankprellen, Ballschlagen, Hindernislauf oder Reifenspringen hätten die Mädels im ersten Jahr bestimmt schon mehr Erfolgserlebnisse gehabt. Neben den Koordinationstests und dem einmaligen Prellen hat mir insbesondere auch diese Änderung gefallen:
Der Anwurf nach Torerfolg wird durch den Torwart von der 4-Meter-Linie ausgeführt. Der SR gibt den Wurf durch Pfiff frei. Zwischen der 6- und 9-Meter-Linie gibt es eine neutrale Zone in der die anwerfende Mannschaft nicht attackiert werden darf! Auch hier gilt: Pädagogische Auslegung durch die Mannschaftsverantwortlichen. Ist die abwehrende Mannschaft zu sehr überlegen, kann die neutrale Zone auch ein wenig erweitert werden.
Mal schauen, wie die Entwicklung in Bielefeld und Gütersloh weiter geht.