Tschechien bei drei Spielen gegen vermeintlich bessere Gegner gut mitgehalten - Chapeau!
Deutschland setzt spät dann doch zum Sieg an, aber immerhin. Die Abwehr trotz Lemke immer noch nicht sattelfest (was für ein Affentheater), aber sie werfen mehr Tore als der Gegner. Fäth und Heinevetter für mich die Matchwinner.
Apropo Affentheater: ich schaue bei dieser EM nicht nur, warum auch immer, auf die Leistung, sondern auch auf Verhalten und Haltung (medial) auf und neben dem Feld und siehe da: Heinevetter nicht nur mit guter Leistung, sondern auch souverän, mannschaftsdienlich, fast der Grand Seigneur der Mannschaft, wenn er denn dieses Kompliment eines SG-Fans annehmen kann - auch hier Chapeau! Souverän und ruhig wirken auch andere, wieder andere scheinen sich mehr mit dem Innenleben des Mannschftaftsgefüges öffentlich zu beschäftigen, was ihrer Leistung nicht gut zu tun scheint. Ich bin sehr für selbstbewusstes und kritisches Auftreten der Profispieler, aber in einem Turnier rumzumucken, weil Spieler A und B nicht dabei sind und überhaupt alles anders als früher ist (und das mit 26 Jahren), geht gar nicht. Die eingeschworene Mannschaft existiert nicht per se, sondern muss immer wieder aufgebaut werden, vor allem bei einer Turniermannschaft.
Unfassbar, wie man eine solche Mannschaft in ein paar Monaten so kaputtmachen kann.
Die Mannschaft hat sich zumTeil selbst kaputt gemacht, indem sie das glaubte, was die Medien und Handballexperten ihnen weis zu machen gedachten und was sie, ganz und gar nicht profimäßig, sich selbst eingeredet haben - sie haben kein Vertrauen zum Trainer (hat er zum Teil selbst provoziert) und haben auch kein Vertrauen zu sich selbst. Wenn sie ersteres einfach mal annehmen würden, wäre Vieles leichter.
Die Meinung zum fehlenden Mittelspieler wie der unauffällige Strobel, teile ich. Nochmal schade, dass Pieczkowski fehlt.
Der Trainer gibt genug an Input (manchmal zu viel), jetzt sind die Spieler dran, sich zusammenzureissen und sich auf seine Ideen einzulassen. Vielleicht noch Wiede dazu holen.