Es wird doch ganz klar direkt gegen Polen "demonstriert" und gegen deren Politik (in anderen Ländern würde der die Armbinde nicht tragen). Sowas ist auf dem Feld fehl am Platz.
Paul Jonas hat es schon erklärt, Karlsson hat das nicht nur mit der EM in Polen in Verbindung gebracht, sondern hat klar gesagt, dass er es auch hier in der Liga tragen würde, wenn es noch Kapitänsbinden geben würde, und auch hier bei uns ist ein Statement gegen Diskriminierung nach wie vor angebracht. Ob du nun Politik oder Botschaft dazu sagst - genau diese Themen Homosexualität ebenso wie Rassismus machen vor dem Sport nicht halt. Gerade bei ersterem hinkt der Sport der gesellschaftlichen Toleranz sogar noch hinterher(gerade männlicher Profi-Mannschaftssport) - insofern sagt er nicht mehr und nicht weniger: ich als Kapitän stehe für eine Mannschaft, die Toleranz zeigt und Diskriminierung nicht zulässt!
Und wenn die EHF jetzt auf Regeln der Einfarbigkeit oder Nationalfarben pocht, ist das bezeichnend für dieses Gremium, ist das höchst ärgerlich, aber gleichzeitig auch so entlarvend und lächerlich - und wer die Geschichte von Frau Ehrmann-Wolf nicht ganz glaubte, wird nun einsehen, dass sie sicher genauso wie geschildert wahr ist.
Wäre schön, wenn schwedische (oder auch andere) Fans sich regenbogenfarben solidarisieren.
Zitat
Genau.
Aber genau den Trubel wollte er ja um das Thema haben.
Wenn es ihm wirklich nur darum gegangen wäre, die Armbinde zu tragen, hätte er das getan.
Aber er wollte ne Diskussion haben
Natürlich geht es da hauptsächlich um Kritik gegen das Gastgeberland.
Auch wenn er das nicht so klar weiß - aber jeder (naja, fast jeder) weiß das.
Er trägt die Binde ja nicht als Schmuckstück für sich selbst, sondern weil er Kapitän ist.
Und ne klar, er lässt sich vor den Karren spannen und weiß gar nicht, worum es geht. 