Konsequenzen und Umstrukturierungen wird es sicher geben, bzw. gibt es dort, wo Ganztagsschulen schon flächendeckend eingeführt worden sind, jetzt schon.
Ich verstehe auch die Ängste, Nöte und Sorgen der Vereine dabei, aber rückläufig waren die Zahlen für Kinder- und Jugendmannschaften schon vor einiger Zeit. Wichtig ist, das Ganze in Form von Kooperationen mit den Schulen als Chance zu nutzen und sich nicht abhängen zu lassen, sonst fährt der Zug Zukunft ohne die Sportvereine ab.
Wenn man sich mal nur in Europa umschaut, gibt es einige Nationen, unabhängig von Größe, Macht und BSP, die man zu den Sportnationen zählen kann, weil sie zum einen sehr breit im Spektrum der bekannten und international angesehenen Sportarten und zum anderen qualitativ sehr hoch (i. S. v. Leistung und Erfolg) aufgestellt sind, ob Frankreich, Schweden, GB, Kroatien, Polen etc. Das sind alles, m.W.n. Staaten mit Ganztagsunterricht, Sport spielt eine wichtige Rolle, ist sozial anerkannt, wird hoch gefördert und irgendwie scheint es dort ja zu klappen.
Nur mit AGs im herkömmlichen Sinne zu reagieren ist mir zu wenig, die sind doch eher der seichte Einstieg in eine Sportart - wer dann mehr möchte, muss in einen Verein. Also AGs als erstes Angebot ist das eine, eine Sportart (Handball oder so) als Wahlpflichtfach was anderes, Schulligen wie oben angesprochen wären eine nächste Möglichkeit.
Ich glaube auch nicht an kurzfristige Lösungen, wie man den Vereinen und den Kindern und Jugendlichen helfen kann, aber nur die Trainingszeiten nach hinten zu verschieben, um nach der Schule alle zu erreichen, wird es nicht sein. Aber welcher berufstätige Trainer kann schon ab 14.00 in der Schule was anbieten? Da müsste man wieder ältere SchülerInnen als Trainer gewinnen und ausbilden.
Also viel zu tun. 