Der Optimismus der Kieler Fans, dass die Mannschaft so ein Spiel letztendlich noch in den Griff bekommt, begründet sich in der Erfahrung aus solchen Spielen wie dem Hinspiel in Zagreb.
Wer könnte da optimistischer sein als die Kieler Fans?
Ich versuche es noch mal:
Ich finde es seit geraumer Zeit etwas wundersam und schönfärberisch ( wenn du arrogant oder überheblich nicht so nett findest), dass Zuschauer, Kommentatoren, Presse aus einem Spiel, dass auch für den THW einen Kraftakt darstellt wie gegen Zagreb, das Pokalhalb und -finale, jetzt gegen Wetzlar, ersehen oder erfühlen wollen, dass ein THW-Sieg nie in Gefahr ist. Das wird dem Spielverlauf nicht gerecht (das gegen Wetzlar kenne ich nur aus dem Liveticker) und respektlos gegen die gegnerische Mannschaft. Ein Sieg ist doch immer dann in Gefahr, wenn man mit einem Tor hinten liegt. Da muss sich jede Mannschaft anstrengen, dass zu ändern, um zu gewinnen, auch der THW.
Dass sie das immer schaffen, ist ihre Stärke, heißt ja aber nicht, dass es nicht auch mal anders kommen kann.
Sonst braucht man ja gar nicht mehr gegeneinander anzutreten, wie Nielsen es mit seiner AGK in der dänischen Liga möchte.
Was bringt denn einen THW-Fan aus dem Sessel, wenn nicht ein mehr oder weniger knappes Spiel, wo der THW auch mal zurückliegt? Laut THW-HP wachten die Zuschauer in der 43. Minute auf als der Ausgleich fiel - Respekt!
Wie satt und erfolgsverwöhnt (einige Fans) oder gelangweilt (einige Kommentatoren) oder einseitig (einige Presse) muss man sein, wenn man nicht mal mehr Spaß an spannenderen Spielen hat, sondern sagt, hab ich schon vorher gewusst oder war gleich zu Spielbeginn zu sehen, dass die gewinnen?
Und ja auch gemein den eigenen Spielern gegenüber, die sich da quälten.
Man muss es ja nicht immer so spannend machen wie die SG, aber ein bisschen leid tun mir die Fans schon, wenn sie noch nicht mal da mitfiebern, wo es angebracht wäre.
Und sich aber dann ärgern, wenn andere sagen "laaangweilig" und sich vereinsunabhängig wünschen, irgendeiner möge mal gegen sie gewinnen. 