Beiträge von Funkruf

    Das muss das Bundessportgericht dann klären, wenn der Einspruch eingereicht wird.

    Ich fürchte aber, dass es ein Wiederholungsspiel geben wird, wenn der Einspruch form- und fristgerecht erfolgt. In der Durchführungsbestimmung des DHB-Pokals steht nämlich unter Punkt 6:

    Zitat

    Es gelten Satzung, Ordnungen und Richtlinien der HBL in Verbindung mit der Satzung, den Ordnungen und Richtlinien des DHB und den Regelungen der IHF und EHF in der z .Z. gültigen Fassung. Gespielt wird nach den Internationalen Hallenhandballregeln (Ausgabe 2010) in der für den Bereich des DHB ab 01.07.2010 gültigen Form sowie den Kommentaren, Erläuterungen und dem AuswechselraumReglement der IHF.

    Die Bundesligen proben in der bevorstehenden Saison auf Bitten der IHF folgende Regel:

    Keine Disqualifikation mit Bericht für Verhinderung von formellen Würfen etc. in der Schlussminute mehr. Dafür Siebenmeter-Wurf für die benachteiligte Mannschaft, wenn die fehlbare Aktion in den letzten 30 Sekunden erfolgt ist.

    Geltungsbereich: Bundesligen Frauen und Männer 2015/2016, aber nicht im Pokalwettbewerb.

    Gute Idee?

    Da haben wir möglicherweise die Antwort. Ansonsten wurde es hier erläutert. Aber das scheint leider nicht öffizielles zu sein.

    Also es ist ein Vergehen nach 8:10 c)

    Zitat

    Wenn der Ball in der letzten Spielminute nicht im Spiel ist und ein Spieler oder Offizieller die Wurfausführung des Gegners verzögert oder behindert und damit der gegnerischen Mannschaft die Chance genommen wird, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen, gilt dieses Vergehen als besonders grob unsportlich. Dies gilt für jegliche Art der Wurfverhinderung (z.B. Vergehen mit begrenztem körperlichen Einsatz, Pass abfangen, Stören der Ballannahme, Ball nicht freigeben).

    Die Strafe lautet normalerweise Disqualifikation mit Bericht und wenn der Abwurf nicht ausgeführt wurde, müsste es mit Abwurf weiter gehen. Wenn jetzt aber wirklich diese Bundesliga-Regelung hier nicht greift, haben die Schiedsrichter einen richtigen "Bock" geschossen. Diese Regelung mit Disqualifikation ohne Bericht plus 7-Meter-Wurf für die nichtfehlbare Mannschaft sollte aber eigentlich nur in den Bundesligen der Männer und Frauen getestet werden, nicht im DHB-Pokal. Soweit wurde das doch mal veröffentlicht. Der Spieler hat nur Disqualifikation bekommen, ist damit nicht gesperrt.

    Ja, diese WM, aber 2013 gab es die nicht. Da galt als Abschlussplatzierung:
    Plätze 1 bis 4: Ergebnisse im Finale sowie im Spiel um Platz 3
    Plätze 5 bis 8 (Verlierer der Viertelfinalpartien): nach Punkten, dann Tordifferenz, dann Anzahl der erzielten Tore in den Vorrundenspielen gegen Teams auf Rang 1 bis 4
    Plätze 9 bis 16 (Verlierer der Achtelfinalpartien): nach Punkten, dann Tordifferenz, dann Anzahl der erzielten Tore in den Vorrundenspielen gegen Teams auf Rang 1 bis 4
    Plätze 17 bis 20: Ergebnisse der Platzierungsspiele des President’s Cup unter den Fünftplatzierten der Vorrunde
    Plätze 21 bis 24: Ergebnisse der Platzierungsspiele des President’s Cup unter den Sechstplatzierten der Vorrunde

    Diese Platzierungsspiele sind halt wegen den Startplätzen der Olympia-Quali.

    Wenn auf der WM die Olympischen Spiele folgen, qualifiziert sich ja der 1. dafür. Damit auch weitere Mannschaften eine Chance haben, zu den Olympischen Spielen zu kommen, werden 6 Startplätze für die Qualiturniere zur Olympia zur Verfügung gestellt. Das heißt also 7 Mannschaften haben die Chance für die Teilnahme an Olympia (1 direkt durch den Gewinn der WM). Tja, das Viertelfinale besteht aus 8 Mannschaften. 7 Plätze sind frei. Die Verlierer belegen die Plätze 5-8. Und damit müssen die Plätze ausgespielt werden. Und das macht man über die Platzierungsspiele. Der Gewinner hat auf jeden Fall den Teilnahmeplatz an der Quali sicher, da er um die Plätze 5 bis 6 spielt. Der Verlierer muss nun halt gegen den anderen Verlierer dieser Platzierungsspiele um den 7. Platz kämpfen. Bei dieser Turnierstruktur wird halt nicht berücksichtigt, dass Norwegen, Südkorea und Angola durch den Gewinn der Kontinental-Meisterschaft, sowie Olympia-Ausrichter Brasilien das Olympia-Ticket schon hat. Kann ja keiner wissen, dass sie im Viertelfinale stehen könnten und sogar noch weiter kommen. Daher werden zusätzliche Plätze gegeben, den die 6 Teilnameplätze zur Quali müssen besetzt werden.

    Der liegt darin, dass die Plätze 2 bis 7 zur Teilnahme an die Olympia-Qualifikation berechtigen. Das nun die Kontinental-Sieger Norwegen (Europa), Südkorea (Asien) und Angola (Afrika) im Achtelfinale stehen, konnte man nicht wissen. Daher gibt es nun natürlich weitere Plätze. Ansonsten werden die Plätze 5-8 durch die Verlierer der Viertelfinal-Spiele belegt. Und zwar nach genau der selben Kriterien, wie die Plätze 9-16 belegt werden: Zuerst nach Punkten, dann Tordifferenz, dann Anzahl der erzielten Tore in den Vorrundenspielen gegen Teams auf Rang 1 bis 4 der jeweiligen Gruppe.

    Um das mal genauer zu erklären, nehmen wir mal dein Beispiel:


    7.11. Spiel der ersten Mannschaft in der Vorrunde, und Spieler dort eingesetzt --> nicht festgespielt

    22.11. Spiel der ersten Mannschaft in der Vorrunde, und Spieler dort eingesetzt --> festgespielt gemäß § 55 Abs. 3 SpO

    27.11. Spiel der ersten Mannschaft in der Vorrunde, Spieler dort nicht eingesetzt --> festgespielt

    03.12 Spiel der ersten Mannschaft in der Rückrunde, und Spieler dort eingesetzt --> festgespielt, er hat nicht 2 Spiele abgewartet, siehe § 55 Abs. 3 SpO. Damit zählt die Wartefrist nochmal von vorne.

    06.12. Spiel der zweiten Mannschaft in der Vorrunde (z.B. als viertes Spiel der laufenden Saison), und Spieler auch dort eingesetzt --> nicht spielberechtigt, da für 1. Mannschaft festgespielt.

    Es ist daher irrelevant, ob es die Hin- oder Rückrunde ist. Der Spieler hat innerhalb von 4 Wochen an 2 Spiele der 1. Mannschaft teilgenommen und ist festgespielt. Er muss nun 2 Meisterschaftsspiele in der 1. Mannschaft aussetzen, damit er wieder für die anderen Mannschaften spielberechtigt ist.

    Aber halt: Jetzt muss ich eine Frage stellen. Vollendet dein Sohn sein 21. Lebensjahr in diesem Spieljahr (Saison)? Dann kann er sich gemäß § 55 Abs. 12 a) für die Erwachsenenmannschaften in den 5 höchsten Spielklassen nicht festspielen. Aber da solltest du vorsichtshalber nachschauen, den die LV können da besondere Regelungen treffen.

    Kann auch nicht sagen, dass es an Coulibaly und Diabate lag. Das hat sich Deutschland selber zuzuschreiben. Brasilien hatte 24 von 43 Würfen verwandeln können (das sind 55,8 %). Wir haben nur 21 von 45 Würfen in Tore ummünzen können (46 2/3 %). Dazu kamen die starken brasilianischen Torhüterinnen Arenhart und Pessoa die 15 von 36 Würfen halten konnten (42 %). 10 von 34 (29 %) hatten unsere Torhüterinnen Kramarczyk und Woltering gehalten. Also brauchen wir nicht schon wieder mit Brasilien-Bonus anzufangen.

    Jupp, aktuell 8:9 zur Halbzeit (9:8 wenn man es nach der Spielpaarung sieht). Es geht einigermaßen, aber die Wurfausbeute ist nicht gut. Gerade mal 30 % von den 26 Würfen haben ihr Ziel gefunden. Bei Brasilien sind es gerade mal 1/3 von 27 Würfen. Dazu kommen noch einige Ballverluste auf beiden Seiten. Aber bis jetzt gefällt mir das Spiel einigermaßen. Nur wir müssen mehr Tore werfen. Schade das der letzte 7m nach der Schlusssirene verworfen wurde, dann wäre es ein 9:9.

    Ich denke mal, dass es auch einfach daran liegt, dass die meisten Sporthallen der jeweiligen Schule gehört, die über das jeweilige Sportamt verwaltet wird. Das Problem beim Harz ist, dass er eben richtig klebrig ist und man damit den Boden halt auch dreckig macht. Man kann sich damit auch die Sachen versauen (habe ich schon geschafft). Sicher ist das alles kein Problem, man muss nur halt mit dem jeweiligen Hallenwart oder mit der verantwortlichen Person eine Absprache halten, wo man eventuell eine Ausnahme machen kann. Nur sollte man halt hinterher dann auch wieder sauber machen. Und leider vergessen das einige, sehr "zur Freude" von den Schulpersonal.

    Zu diesem Fall: Gab es den hier ein generelles Harzverbot? Hier in Berlin gelten die öffentlichen und privaten Nutzungsordnungen der Sportanlagen. Bei dir wurde also Haftmittel (Harz) erlaubt. Und die Heimmannschaft hat sich geweigert, mit einem ungeharzten Ball spielen zu wollen? Wollte nur mit einem geharzten Ball spielen. Tja, sie müssen dafür sorgen, das sie einen den Regeln entsprechenden Ball zur Verfügung stellen. Das gilt auch für die angesprochene Nutzungsordnung.

    Die alles entscheidende Frage ist: gibt es ein generelles Harzverbot? Wenn nein, haben die Schiedsrichter einen unberechtigten Spielabbruch verursacht. Das Spiel muss dann wiederholt werden. Wenn ja, hat die Heimmannschaft den Spielabbruch verursacht, weil sie nicht mit einen anderen Ball spielen wollten und ihn auch nicht zur Verfügung stellten.

    Hier wurden mehrere Fehler gemacht. Sowohl vom Schiedsrichter, aber auch vom Zeitnehmer.

    Wir müssen hier in die 3. Erläuterung der Handballregeln schauen, den die befasst sich mit dem Team-Time-Out. Darin heißt es erstmal:

    Zitat von Erläuterung 3: Team-Time-out (2:10)

    Ein Team-Time-out kann nur beantragen, wer in Ballbesitz ist (Ball im Spiel oder bei Spielunterbrechung). Unter der Voraussetzung, dass der Antragsteller den Ballbesitz nicht verliert, bevor der Zeitnehmer pfeifen kann (in diesem Falle wäre die Grüne Karte der Mannschaft zurückzugeben), wird der Mannschaft das Team-Time-out umgehend gewährt.

    In Bensons Fall müsste die Grüne Karte zurückgegeben werden. Mannschaft B war nicht im Ballbesitz gewesen.

    Zu padi94's Fall:
    Auch da ist die 3. Erläuterung eindeutig:

    Zitat von Erläuterung 3: Team-Time-out (2:10)

    Der Zeitnehmer unterbricht dann das Spiel durch einen Pfiff und stoppt sofort die Uhr (2:9). Er gibt das Handzeichen für Time-out (Nr. 16) und deutet mit gestrecktem Arm zur beantragenden Mannschaft. Die Grüne Karte wird auf dem Tisch, und zwar auf der Seite der beantragenden Mannschaft, aufgestellt und bleibt dort für die Dauer des Team-Time-outs.

    Hier hat eindeutig der Zeitnehmer "gepennt". Den er muss, wenn er selber pfeift, sofort die Uhr anhalten.

    Zitat von 2:9

    Bei einem Time-out entscheiden grundsätzlich die Schiedsrichter, wann die Uhr anzuhalten und wieder in Gang zu setzen ist. Die Spielzeitunterbrechung ist dem Zeitnehmer durch drei kurze Pfiffe und Handzeichen 16 anzuzeigen. Erfolgt die Spielunterbrechung jedoch durch Signal des Zeitnehmers oder Delegierten (2:8b-c), muss der Zeitnehmer die Uhr sofort, ohne Bestätigung durch die Schiedsrichter, anhalten.

    Nun ist es offiziell, Duvnjak muss bei der kommenden Partie Kiel gegen MKB Veszprem aussetzen. Er wurde heute von der EHF für diese Partie gesperrt. Die EHF begründete ihr Urteil darin, dass Duvnjak aggressiv, vorsätzlich und allein mit der Absicht gehandelt habe, im entscheidenden Moment eine Torchance zu verhindern. Zwar kann Kiel innerhalb von 7 Tagen gegen das Urteil Einspruch einlegen, jedoch wird dieses Urteil dadurch nicht aufgeschoben. HandballWorld / EHF