Beiträge von Funkruf

    Gerade eben, hat der EHF die Gruppenphase ausgelost. Hier die folgenden Gruppen:

    [table='Gruppe A,Gruppe B,Gruppe C,Gruppe D'][*] Fraikin BM. Granollers (ESP)[*] OCI-LIONS (NED) [*]SKA Minsk (BLR)[*]Chambery Savoie Handball (FRA)[*]SC Magdeburg (GER)[*]Team Tvis Holstebro (DEN) [*]Bjerringbro-Silkeborg (DEN)[*]Helvetia Anaitasuna (ESP)[*]Dinamo Bucuresti (ROU) [*]HBC Nantes (FRA) [*]Pfadi Winterthur (SUI)[*]Ystads IF (SWE)[*]Aalborg Handball (DEN)[*]Frisch Auf Göppingen (GER)[*]Saint-Raphael Var Handball (FRA)[*]CSM Bucuresti (ROU)[/table]

    Sajat Esteki wird den TVB Stuttgart wieder verlassen. Nach dem Spiel hat der Geschäftsführer von TVB Stuttgart, Jürgen Schweikardt, den Abgang des Spielers bestätigt. Esteki kam zu 12 Spiele Einsatz und erzielte 11 Tore, davon alleine 3 gegen die RheinNeckar Löwen und ThSV Eisenach. Unklar ist, wohin der Spieler nun geht. HandballWoche

    Genau. Sollte es nach der Partie gewesen sein, geht nur der schriftliche Bericht gemäß Regel 16:11 c). Der Spieler kriegt dann seine Strafe (Sperre) und gut ist. Da jetzt noch ein Kommentar abzugeben und Richtung "Ich pfeife euch noch weitere Spiele" würde ich wirklich lieber lassen, das kann nämlich auch nach hinten gehen. Du kannst halt nie wissen, ob dir die jeweiligen Personen eins auswischen wollen und dann ein TamTam deswegen veranstalten. Alles schon mal erlebt.

    Blaue Karte, Pause für Verletzte, passives Spiel - diese neuen Regeln werden bei der Frauen-WM angewendet

    Bei den Nachwuchs-Weltmeisterschaften wurden im Sommer von der Internationnalen Handballföderation (IHF) die neuen REgeln bereits getestet und von der Regelkommission des Weltverbands für gut befunden. Jetzt werden fünf neue Regeln bereits bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Dänemark (5. bis 20. Dezember) umgesetzt, die erst ab Mitte 2017 gültig sein sollen. Die Teilnehmer des Turniers wurden durch die IHF bereits vorab über die Neuerungen informiert. Sie betreffen die neue blaue Karte, die letzte Spielminute, einen siebten Feldspieler, passives Spiel und Verletzungsunterbrechungen.[...]

    Gerade eben kam gerade die Mitteilung, dass nun doch nicht diese Regeländerungen zur WM angewendet werden, sondern erst später (wahrscheinlich 1. Juli 2017). Die IHF hat die Regelrevolution nach Intervention von 2 skandinavischen Nationen zurückgezogen und wird sie nicht für die WM anwenden. Nur der Videobeweis bleibt. DHB-Schiedsrichterwart Rauchfuss ist zufrieden. HandballWorld

    Wenn sich die Schiedsrichter beleidigt gefühlt haben, dann ist es irrelevant, was gezeigt wurde. Sie ahnden dies gemäß Regel 8:10 a) als Beleidigung und melden dies dann der spielleitenden Stelle, die dann das weitere Vorgehen trifft.

    Ich kenne den Daumen nach oben auch als höhnischen Applaus für die Entscheidung. Das liegt wie gesagt daran, ob sich die SR beleidigt gefühlt haben. Da gibt es keine genaue Richtlinie, was alles Beleidigung sind.

    Soll das nicht erst generell ab nächster Saiosn gelten?

    Sicher, eine spannende Partie, aber leider sehr sehr unschön und hektisch. Und da haben die beiden russischen Schiedsrichter auch eine große Aktie dran. Sie hatten in der 2. Halbzeit nicht mehr die Partie unter Kontrolle gehabt. Habe mich richtig unwohl gefühlt, da ich solche Partien selber kannte und mich davor gefürchtet habe. Als es Unentschieden stand und nur noch ein paar Sekunden zu spielen waren, war mir sofort klar gewesen, dass hier nur durch eine Torchanceverhinderung das Unentschieden haltbar ist. Duvnjak hat sich dafür geopfert und wurde zurecht disqualifiziert. Er fehlt damit Kiel bei der nächsten Partie auf jeden Fall. Celje hat auf jeden Fall nicht schlecht gespielt, man hat ihnen angesehen, dass sie höher in der Platzierung kommen wollten.

    Benson, du musst weiterlesen. Mannschaft 1 hat ja 6 Meisterschaftsspiele gemacht, da ist in der Tat ein Festspielen nicht möglich, wenn er nur 1 Spiel dort gemacht hat. Jetzt spielt er aber bei Mannschaft 2 mit und die machen ihr 1. Meisterschaftsspiel. Und da greift nun wieder Absatz 2. Der Einleitungsatz ist bei dir unvollständig, den es fehlt der 2. Teil von Satz 1, den ich genannt habe:

    Zitat

    [...]wird für eine andere Mannschaft erst teilnahmeberechtigt, wenn sowohl diese Mannschaft als auch die Mannschaft, in der er mitwirkte, zwei Meisterschaftsspiele ausgetragen haben.

    Daher ist der Spieler für diese Mannschaft festgespielt und muss warten, bis die 2. Mannschaft ihr 2.Meisterschaftsspiel bestreitet hat.

    Gute Frage. Ich hätte jetzt im Moment an § 55 Absatz 2 gedacht.

    Zitat

    (2) Ein Spieler, der in einem der beiden ersten Meisterschaftsspiele einer Mannschaft mitgewirkt hat, wird für eine andere Mannschaft erst teilnahmeberechtigt, wenn sowohl diese Mannschaft als auch die Mannschaft, in der er mitwirkte, zwei Meisterschaftsspiele ausgetragen haben. Dies gilt auch für Jugendspieler, die in verschiedenen Mannschaften derselben Jugend-Altersklasse spielen, nicht jedoch für die in Abs. 12 genannten Spieler.

    Ich würde es so verstehen, dass er nun trotz 6. MS der Mannschaft 1 erstmal das 2. MS von Mannschaft 2 abwarten muss, bis er wieder in Mannschaft 1 teilnahmeberechtigt ist. Aber irgendwie macht mich der Eingangssatz auch stutzig, aber er ist eigentlich klar.

    Hier dürfte eigentlich Erläuterung 7 am besten aufklären:

    Zitat

    Erläuterung 7: Eingreifen durch den Zeitnehmer (oder einen Delegierten) (18:1)

    Greift der Zeitnehmer oder ein Delegierter ein, wenn das Spiel bereits unterbrochen ist, wird es mit dem der Situation entsprechenden Wurf wieder aufgenommen. Unterbricht der Zeitnehmer oder ein Delegierter das laufende Spiel, gelten die folgenden Bestimmungen:

    A. Wechselfehler oder regelwidriges Eintreten eines Spielers (Regel 4:2-3, 5-6)
    Der Zeitnehmer (oder Delegierte) muss das Spiel ohne Rücksicht auf die Vorteilsregel 13:2 und 14:2 umgehend unterbrechen. Wenn wegen einer solchen Unterbrechung aufgrund einer Regelwidrigkeit der abwehrenden Mannschaft eine klare Torgelegenheit vereitelt wird, muss gemäß Regel 14:1a auf 7-m-Wurf entschieden werden. In allen andern Fällen wird das Spiel mit Freiwurf wieder aufgenommen.
    Der fehlbare Spieler wird gemäß Regel 16:3a bestraft. Betritt jedoch ein zusätzlicher Spieler entsprechend Regel 4:6 während einer klaren Torgelegenheit die Spielfläche, ist der Spieler entsprechend Regel 16:6b in Verbindung mit Regel 8:10b zu bestrafen.

    Indem Moment, wo vom Zeitnehmer oder Delegierten das Signal wegen dem Wechselfehler kommt, ist das laufende Spiel unterbrochen. Das Signal ist ohne Verzögerung zu geben. Es ist vollkommen egal, ob die Mannschaft eine Torchance hat oder nicht, es muss sofort unterbrochen werden. Das Spiel wird ja dann mit der jeweiligen Spielfortsetzung wieder aufgenommen.

    Pfeift der Zeitnehmer oder Delegierte, wenn der Ball nicht mehr im Spiel ist, wird das Spiel mit der jeweiligen Spielfortsetzung wieder aufgenommen, die zur Unterbrechung geführt hat. .

    Stimmt, nur noch für das nächste Meisterschaftspiel. Tut mir leid, für die nicht mehr aktuelle Info, hatte noch eine alte RuVO vom DHB und nicht die aktualisierte Version. Komisch, hatte die doch erst vor kurzem vom DHB runtergeladen.

    Aha, das erklärt alles. Ich war schon wirklich irritiert, warum es da keinen Freiwurf geben wird. Aber ich finde bei 13:1 auch in der 2013er Verison nicht 8:7ff in der Aufzählung. Da heißt es:

    Zitat

    13:1 Grundsätzlich unterbrechen die Schiedsrichter das Spiel und lassen es durch einen Freiwurf für die andere Mannschaft wiederaufnehmen, wenn:
    a) die ballbesitzende Mannschaft eine Regelwidrigkeit begeht, die zum Verlust des Ballbesitzes führen muss (4:2-3, 4:5-6, 5:6-10, 6:5 Abs.1, 6:7b, 7:2-4, 7:7-8, 7:10, 7:11-12, 8:2, 10:3, 11:4, 13:7, 14:4-7 und 15:7 Absatz 3 und 15:8).

    Hast du diese IHF-Ergänzung irgendwo? Das ist wirklich merkwürdig, warum das nicht in den Regeln eingepflegt wird.

    Die Rote Karte gegen Rene Toft Hansen ist vollkommen korrekt. Die Aktion gegen Kristian Bliznac war arglistig, die ohne jeglichen Bezug zum Spielgeschehen stattfand. Der Ball war ganz woanders gewesen. Zudem kam der Schlag von hinten gegen den Kopf. Daher war es ein Vergehen nach 8:6 b). Es gab daher auch Disqualifikation mit Bericht. Das bedeutet eine vorläufige Sperre von 2 Wochen gemäß § 17 Abs. 1 a) DHB-RuVO.

    Auch Joao Ferraz sah zurecht die Rote Karte. Bei ihm war es jedoch ein Vergehen nach 8:5 b). Sicher wollte er den Angriff abwehren, aber er beging dabei eine besonders aggressive Aktion gegen das Gesicht des Gegners. Daher ist es eine Disqualifikation ohne Bericht. Damit das ein Bericht ist, müsste die Aktion nach 8:6 a) besonders rücksichtslos oder gefährlich sein. Oder aber die Aktion fand ohne jeglichen Bezug zu einer Spielhandlung mit Arglist oder Vorsatz statt, was 8:6 b) erfüllt.

    Ich muss gestehen, ich habe in der Tat auch gedacht, dass es hier kein Tor geben kann, sondern ein Freiwurf, weil ja eine Regelwidrigkeit nach 8:9 d) beim Angreifer vorliegt. Er wird dafür nach 16:6 b) mit der Roten Karte disqualifiziert. Die Disqualifikation ist ja auch unstrittig. Der Torwart hat den Kopf nicht Richtung Ball bewegt, sodass der Angreifer eine Regelwidrigkeit beging.

    Nun bin ich jedoch etwas irritiert. Zwar steht im Kommentar von 8:9 drin, dass der Angreifer beim Werfen die Verantwortung hat, Abwehrspieler oder Torwart beim Frei- oder 7-Meter-Wurf nicht zu gefährden, aber das gilt ja in diesem Sinne für die persönliche Strafe. DonMaffa hat hier 2 wichtige Regelpassagen genannt, die meine Zweifel auf meine Antwort verstärkt haben. Der Angreifer hat ja einen 7-Meter-Wurf ausgeführt. Was er ja darf. Wann ein Treffer erzielt ist, regelt Regel 9:1. Und da gibt es zwei Zeitpunkte, wo sich der Werfer, seine Mitspieler oder die Offiziellen nicht regelwidrig verhalten dürfen, damit der Treffer zählt. Und das ist vor dem Wurf und während des Wurfes. Vor dem Wurf dürfte eigentlich klar sein, da gemäß Regel 15:1 der Spieler vor der Ausführung des Wurfes die richtige Position eingenommen haben muss. Dabei muss er mit einen von beiden Füßen ohne Unterbrechung den Boden berühren. Der andere Fuß darf wiederholt vom Boden abgehoben und wieder hingesetzt werden. Er darf nur halt nicht die Freiwurf- oder 7-Meter-Linie berühren oder übertreten. Der Wurf wird freigegeben (hier durch Pfiff, da 7-Meter-Wurf) und der Angreifer wirft den Ball. Und solange der Ball die Hand des Werfers nicht verlassen hat, ist der Wurf nicht ausgeführt, wir befinden uns also immer noch beim Wurf. Wenn der Ball die Hand verlässt, ist der Wurf nach 15:2 ausgeführt. Der Ball ist nach dem Wurf auf den Weg zum Tor und trifft den Torwart am Kopf (hier streift er ihn, aber er hat getroffen) und geht dann ins Tor.

    Tja, anscheinend scheint der Spieler den Wurf regelgerecht ausgeführt zu haben, da er ja keine Regelwidrigkeit vor oder beim Wurf begangen hat. Der Treffer passierte nach dem Wurf. Daher gibt es in der Tat Tor und Anwurf. Das der Werfer trotzdem disqualifiziert wird, liegt daran das er hier den Torwart gefährdet hat, dass passierte jedoch nach dem Wurf in Zusammenhang mit dem 7-Meter. Da kann es nur eine persönliche Strafe geben. Aber trotzdem bin ich irgendwie mit der Spielfortsetzung nicht einverstanden, den warum soll hier eine Unsportlichkeit mit einem Tor "belohnt" werden? Da ist wohl irgendetwas im Regelwerk schief gelaufen.

    Also laut dem Vorsitzenden der IHF-Regel- und Schiedsrichterkommission , Manfred Prause, ist die Blaue Karte ein zusätzlicher Service der Schiedsrichter, die eine Disqualifikation mit Bericht verhängt haben. Die Blaue Karte soll nach der Roten Karte gezeigt werden. Und zwar soll sie wohl dadurch auch die mündliche Information an die MV und Z/S ersetzen. Jedenfalls soll damit jeder in der Halle wissen, das es nicht nur eine direkte Disqualifikation ist, sondern eine, wo zusätzlich ein Bericht folgen wird. Die Blaue Karte soll auch nicht, wie die Medien so schön veröffentlicht haben, nur die letzten 30 Sekunden im Spiel angewendet werden, sondern das gesamte Spiel über. So hat er es vor einer Woche in Handball-World.com geäußert. So würde die Karte Sinn machen.

    Es steht in § 20 DHB-RuVO drin. Also unstrittig dürfte die Spielwertung und die Geldstrafe sein, den der Spieler wurde eingesetzt, obwohl er nicht teilnahmeberechtigt war. Das regelt § 19 h). Hier wird aber moniert, dass der Spieler nicht spielberechtigt sei. Daher wurde der Spieler gemäß § 20 DHB-RuVO gesperrt. Hier müsste man also fragen, ob es eine Sperre gab, die ein Spielen verbietet (z. B. Festspielen). Hier solltest du am besten mal bei der spielleitenden Stelle anfragen. Da kann man es dir sicher genauer erklären.