In der Rechtsordnung müsste es § 19 h) sein. Da steht nämlich genau das gleiche, was in § 50 h) SpO steht. Ihr habt auf jeden Fall einen nicht teilnahmeberechtigten Spieler eingesetzt, was zur Spielwertung, Geldstrafe und Sperre führt.
Beiträge von Funkruf
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Es gibt 2 Dinge zu beachten. Der Spieler muss spielberechtigt sein und er muss vor allem teilnahmeberechtigt sein. Kurzer Exkurs (weißt du ja sicherlich, aber trotzdem nochmal). Gemäß Regel 4:3 ist ein Spieler teilnahmeberechtigt, wenn er:
- vor Spielbeginn anwesend ist und
- im Spielprotokoll eingetragen worden ist
Wenn der Spieler später kommt, muss er ins Spielprotokoll eingetragen werden und erhält so seine Spielberechtigung. Auch wenn er schon drin steht, muss er sich zumindest bei Z/S melden, damit die Teilnahmeberechtigung gegeben wird. Wenn der Spieler nicht teilnahmeberechtigt ist und trotzdem mitspielt, begehst du ja als MV ein unsportliches Vergehen, da du ja aufzupassen hast, dass nur teilnahmeberechtigte (spielberechtigt dürfte klar sein) Spieler auf dem Feld stehen. Wenn jedoch nach Spielende festgestellt wird, dass dieser Spieler nicht teilnahmeberechtigt war, bedeutet dass für dich Strafe, Spielverlust und Sperre des Spielers. Grundlage ist hier § 50 h) 9. Aufzählung der DHB-Spielordnung.Zitat§ 50
Sonderfälle des Spielverlustes – Spielverlustwertung
(1) Für eine Mannschaft ist ein Spiel in folgenden Fällen mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren als verloren zu werten:
[...]h) wenn Nichtspielberechtigte/Nichtteilnahmeberechtigte als Spieler mitwirken. Dies sind z. B.:
[...]– Spieler, deren Nichtteilnahmeberechtigung nach Spielende festgestellt wird (s. § 10 Abs. 3, Regel 4:3 IHR). -
Das mit den maximal 8 Schritten müsste man sich anschauen. Auch wie es bei Freistößen gehandhabt werden soll, wäre noch zu klären.
Die Blaue Karte hingegen finde ich überflüssig. Jetzt sollen wir Schiedsrichter noch mit einer 3. Karte rumrennen, die nur für die letzten 30 Sekunden eines Spiels anwendbar ist. Und auch nur, damit Vergehen in diesen Zeitraum härter bestraft und der schuldige Spieler eine Sperre erhält. Wozu haben wir bitte die Rote Karte mit Bericht? Fangen die Herren da oben nun auch wie die FIFA an? Die wollten auch eine zusätzliche Karte für Zeitstrafen einführen, haben es dann aber doch sein gelassen (außer die Jugendligen von Österreich, wo es statt Gelber Karte eine Blaue Karte gibt, die eine Zeitstrafe von 10 Minuten für den Spieler bedeutet).
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Er meinte die Festspielregel. Und ja, diese Regelung gibt es schon sehr lange. Ich habe die Spielordnung von 2000 mal gefunden, selbst dort steht es so drin, wie oben.
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Ja, es ist fast so wie beim Fußball. Sobald der Ball vollständig die Seiten- oder Torauslinie (nur wenn Feldspieler der abwehrenden Mannschaft zuletzt berührte) überquert hat, wird auf Einwurf entschieden. Egal ob der Ball die Linie am Boden oder in der Luft überquerte.
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Weil hier die Schiedsrichter das Vergehen nach 8:4 b) (Gegenspieler für Längere Zeit festhalten oder zu Boden ziehen) mit der direkten Hinausstellung bestraft haben. Damit Regel 8:10 d) zum Tragen kommt, muss das Vergehen nach 8:5 oder 8:6 bestraft werden. Bei der Partie Lemgo gegen Wetzlar hat es kurz vor dem Schlusssignal ein Vergehen gegeben, was die Schiedsrichter veranlasst hat, nach 8:5 eine direkte Disqualifikation auszusprechen. Und da gibt es dann auch 7-Meter. Die Füchse hatten einfach Glück gehabt.
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Wenn er am 1. Oktober festgespielt wäre, hätte er 2 Spiele aussetzen müssen. Das hat er am 8. und 15. gemacht, also ist er am 22. wieder frei.
01.10.15 Zweiter Einsatz in A --> Festgespielt gemäß § 55 Abs. 3 Satz 1 DHB-SpO
08.10.15 Spiel A (kein Einsatz) --> Festgespielt
15.10.15 Spiel A (kein Einsatz) --> Festgespielt
22.10.15 zweiter Einsatz in A --> Wieder frei gemäß § 55 Abs. 5 Satz 1 DHB-SpO.Damit er aber frei ist, muss er Festgespielt gewesen sein, sonst bringt das 2x Aussetzen nichts.
Eine Sache noch: In Pokalspielen gilt § 45 Abs. 5 Satz 2. Danach ist der Spieler nurnoch für die Pokalmeisterschaften seiner Mannschaft spielberechtigt, in der er als Spieler eingesetzt worden ist. auch wenn sie ausgeschieden ist. Das heißt, spielt er einmal im Pokal mit Mannschaft A, kann er nurnoch für diese Mannschaft eingesetzt werden, da er bei Mannschaft A festgespielt ist.
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So ist das auch hier im Berliner HV. Es ist so geplant, dass mindestens 30 Minuten Vorbereitungszeit zur Verfügung stehen. Sollte aber ein Oberligaspiel folgen, sollte mindestens 1 Stunde zur Verfügung stehen. Das liegt daran, das ja die Technische Besprechung in der Ostsee-Spree-Liga (so heißt unsere Oberliga) bei den Erwachsenen 45 (bei der Jugend 30) Minuten vor Spielbeginn erfolgen muss. Da muss zum Beispiel auch das (ab Oberliga Erwachsene wird neutral angesetzt) Kampfgericht bestätigen, dass die technische Ausrüstung (Uhr, Spielprotokoll) in Ordnung ist.
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Exakt, oder aber die 4-Wochen-Frist läuft ab.
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Reicht nicht. Spielpausen führen nicht zum "Freiwerden".
Ich zeige es dir mal an einem Beispiel, was auch in den Erläuterungen drin ist.
Mannschaft A 05.10. Einsatz
Mannschaft A 09.10. Einsatz --> Er ist in A festgespielt!
Mannschaft A 12.10. kein Einsatz
Mannschaft A 16.10. kein Einsatz --> Er ist wieder frei!
Mannschaft A 19.10. Einsatz --> Er ist aber nicht für A festgespielt
Mannschaft B 23.10. Einsatz --> Er ist nicht für A festgespielt, spielt er nun aber noch in Mannschaft C mit, ist er "oben" festgespielt, da er gemäß § 55 Abs. 4 innerhalb 1 Monats in 3 Mannschaften mitgewirkt hat. Hier gilt die höhere Spielklasse mit der unteren Spielklasse als eine Spielklasse.
Mannschaft A 15.11. Einsatz (wenn er nicht in C mitgespielt hat) --> bedeutet wieder Festspielen in Mannschaft A!
Wäre das Spiel am 16.11. hätte er ohne Festspielen eingesetzt werden können, da die 4-Wochen-Frist seit der Freigabe gemäß § 55 Abs. 3 abgelaufen ist. -
Hast du falsch verstanden. Wenn ein Spieler 2x in der selben Mannschaft gespielt hat, ist er festgespielt. Dann muss er 2x bei Spielen seiner Mannschaft aussetzen.
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Ich habe das Spiel live auf sky gesehen und mir nochmal auf ehfTV angeschaut. Toft Hansen hat 2 Kriterien erfüllt, die eine direkte Disqualifikation gerechtfertigen:
- Dadurch das er die Hand ins Gesicht des Angreifers geführt hat, nimmt er in Kauf, dass sich der Abwehrspieler schwer verletzen kann. Da die Aktion als besonders aggressiv bewertet wurde, gilt die Ausführung also als gesundheitsgefährdend und erfüllt damit den Tatbestand nach 8:5 b).
- Das 2. Problem ist, dass er unvorsichtig war, also rücksichtslos agiert hat, weshalb er den Tatbestand nach 8:5 c) erfüllt hat.
Diese beide Regelbezüge stehen auch so im Ordnerbuch "Der Handball-Schiedsrichter" im Kapitel 1.5 auf Seite 55 im Fallbeispiel unten, wo genau so eine Szene als Beispiel dargestellt wird.
Und jetzt noch etwas zur Absicht. Bitte unterscheidet rücksichtslos von vorsätzlich oder arglistig. Würde Toft Hansen mit Absicht seine Hand ins Gesicht des Gegenspielers führen, hätte er das Kriterium des Vorsatzes oder der Arglistigkeit erfüllt. Und wenn die Schiedsrichter zu diesem Urteil kommen, hat Toft Hansen den Tatbestand nach 8:6 b) erfüllt und wäre direkt disqualifiziert worden, wo zusätzlich ein Bericht erfolgen wird.
Übrigens, auch wenn er eine Hinausstellung bekommen hätte, wäre er disqualifiziert worden, da es seine dritte wäre.
Nun zu Momir Ilic: Arcosh hat es schon treffend formuliert. Da er seinen Gegenspieler unvorbereitet im Sprung trifft und dieser sich auch nicht schützen kann, sodass er tatsächlich die Körperkontrolle verliert, hat er den Tatbestand nach 8:5 a) erfüllt. Hier war also Tatsächlicher Verlust der Körperkontrolle das Kriterium der gesundheitsgefährdenden Ausführung. Und daher musste er direkt disqualifiziert werden.
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Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen, in der Handballecke. Viel Spaß in unserer Runde.
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Ich sehe da keinen Grund. Und wenn, wird erstmal das Vorwarnzeichen gegeben.
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Steht das nicht bei der Tabelle?
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Zum Abschluss dann eine Aktion -an Wolff??- rote Karte mB und Siebenmeter. Drin. Jackpot!!!!!!
Das ist eine normale rote Karte laut SIS. Bitte nicht vergessen, das ja die Bundesliga auf Bitten von der IHF die Regel erprobt, dass es in der letzten Spielminute keine Disqualifikation mit Bericht mehr geben soll, wenn ein formeller Wurf etc. verhindert wird. Passiert das 30 Sekunden vor Ende, gibt es 7m. siehe hier
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Gerade gab es bei der Qualifikation der VELUX-Champions-League der Frauen zwischen Györi Audi ETO KC (Ungarn) - WHC Radnicki Kragujevac (Serbien) ein 42:13 (20:3). Das es auch so wenig Tore bei Kragujevac wurden, dürfte an die 19 Technische Fehler (davon u. a. 7 durch Prijovic und 5 durch Janjusevic) liegen. Sie waren aber auch total überfordert.
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Er darf gemäß § 55 DHB-Spielordnung nicht festgespielt sein. Du bist festgespielt wenn du innerhalb von 4 Wochen an mehr als einem Spiel der höheren Mannschaft teilgenommen hast. Hierbei wird der Tag zurückberechnet, wo er zum letzten Mal für die höhere Mannschaft mitgewirkt hat. Dieser Tag wird auch mitberechnet. Du darfst erst wieder bei der unteren Mannschaft mitwirken, wenn du an den 2 folgenden Meisterschaftsspielen der höheren Mannschaft nicht teilnimmst. Solltest du dabei gesperrt worden sein, wird dies nicht angerechnet, sodass du dann länger warten musst. Die Vier-Wochen-Frist wird übrigens auch erst mit Aufheben des Festspielens zurückgesetzt.
Zusätzlich muss in der Rückrunde darauf geachtet werden, dass sowohl die höhere als auch die untere Mannschaft noch mindestens zwei Meisterschaftsspiele austragen müssen.
Es gibt jedoch Ausnahmen:
Und zwar können sich Spieler solange nicht in Erwachsenenmannschaften der fünf höchsten Spielklassen festspielen, bis sie ihr 21. Lebensjahr am Ende des Spieljahres vollendet haben.
Nicht Festspielen können sich Spieler, die bis zum Ende des Spieljahres ihr 23. Lebensjahr vollenden, bei Erwachsenenmannschaften, die entweder in der Bundesliga oder in der 3. Liga spielen. Hier ist ihr Einsatz aber auch nur ab der fünfhöchsten Spielklasse erlaubt.
Und auch Spielerinnen können sich in Mannschaften der Deutschen Jugendbundesliga der weiblichen A-Jugend nicht festspielen. -
Genial, fast mit der Schlusssirene hat Marvin Sommer den Sieg für Leipzig geholt. 26:25 steht es am Ende für Leipzig.
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Korrekt, in der 1. Bundesliga wechselt Heim. In der 3. Liga wechselt der Gast. Generell sagt ja § 56 DHB-Spielordnung, dass bei gleicher oder verwechselbarer Spielkleidung grundsätzlich der Heimverein verpflichtet ist, die Spielkleidung zu wechseln. Es sei denn, in der jeweilige Durchführungsbestimmung, der jeweiligen Liga, wird eine andere Regelung getroffen. In der 3. Liga steht zum Beispiel unter Punkt 10 der Durchführungsbestimmung, dass der Gastverein wechseln muss. Man sollte hier also in den Durchführungsbestimmungen der jeweiligen Liga schauen, wie die Regelung ist. Sollte da nichts drin stehen, gilt wohl obiger Paragraph der DHB-SPO.