Beiträge von Funkruf

    Buster444 hat es kurz gemacht, ich mache es etwas länger. Ja, das ist einer der 3. Gründe, weshalb sofort passiv gepfiffen werden darf.

    Die Gründe lauten:

    • Bewusstes Auslassen einer klaren Torgelegenheit: Ein Spieler hat freie Bahn zum Tor und nutzt bewusst nicht den Torwurf aus. Sieht man besonders gegen Spielende bei engen Spielständen. Und wenn die Gegenspieler auch nicht mehr eingreifen können, sind alle Kriterien für das bewusste Auslassen erfüllt und der Spieler kriegt den Freiwurfpfiff gegen sich und seiner Mannschaft.
    • Abbrechen eines Gegenstoßes, obwohl eine aussichtsreiche Position allein vor dem Tor vorliegt: Eigentlich noch einfacher, als der obere Fall. Wenn die Voraussetzungen nach Regel 7:12, Absatz 2 vorliegen (Angreifer mit Ball ist alleine vorm Tor und hat einen freien Laufweg, den kein Gegenspieler mehr versperren kann), ist das Passives Spiel und hat sofort einen Freiwurf zur Folge.
    • Und das Zurückspielen zum Torwart, obwohl Mitspieler frei und anspielbar sind: Hier erstmal eine Sache, es kommt gelegentlich zu Torwart-Rückpassen durch eine aggressiv-offensive Abwehr, die dadurch erzwungen wird, indem diese z. B. Anspielmöglichkeiten eines einwerfenden Spielers kurzfristig blockiert. Hier bleibt dem Werfer dann nur ein Sicherheitspass zu seinem Torwart. Das ist natürlich kein passives Spiel. Wenn der Spieler aber unbedrängt und trotz alternativer Anspielmöglichkeiten den Ball über die Mittellinie zurückspielt, ist das ein klares Motiv des Zeitschindens. Und dann gibt es auch hier sofort Freiwurf wegen Passiven Spiels.

    Wird übrigens durch Handzeichen 11 (ein Arm wird waagerecht oder gehoben ausgestreckt, die andere Handfläche wird auf den ausgestreckten Arm gelegt) angezeigt.

    Ist auf jeden Fall nach § 50 Nr. 1 h) DHB-SpO i. V. mit § 19 Nr. 1 h) DHB-RO ein Grund, dass die säumige Mannschaft eine Spielverlustwertung von 0:2 Punkten und 0:0 Toren erhält.

    Wenn die Mannschaft bei Entscheidungs- oder Ausscheidungsspielen zur Ermittlung des Meisters, des Turniersiegers bzw. des Auf- oder Absteigers spielt und nun hier das Spiel nach § 50 als verloren gewertet bekommt, ist sie nach § 51 DHB-SpO automatisch aus dem Turnier ausgeschieden. Die vorherigen ausgetragenen Spiele werden nicht gewertet.

    Wenn keine anderen Strafen oder Bußen festgelegt worden sind, sieht § 19 Nr. 2 DHB-RO für die spielleitende Stelle die Möglichkeit vor, neben Spielverlust eine Geldstrafe von 25 bis 500 Euro zu verhängen.

    Na bitte, also wurde damit Regel 7:6 in Verbindung mit 15:1 erfüllt.

    Zitat

    Es ist erlaubt,[...]

    7:6 den Ball kniend, sitzend oder liegend weiterzuspielen; dazu gehört, aus dieser Position einen Wurf auszuführen (z. B. einen Freiwurf), vorausgesetzt, der Werfer hat bei der Ausführung einen Fuß am Boden, bis der Ball die Hand verlassen hat (15:1).

    es steht nicht da, dass es der selbe Fuß sein muss.

    Die Frage ist, war er den mit irgendeinem Fuß (oder deren Teil) dauerhaft auf den Boden oder überhaupt nicht (also in der Luft)? Ich habe da auch die ganze Zeit hin und her spulen müssen, um mir das anschauen zu können.

    Gehört auf jeden Fall zur Regelanpassung. Denn wie man sieht, gibt es da Klärungsbedarf ob immer der selbe Fuß am Boden sein muss oder nicht. Und wenn selbst IHF-Regelexperte Jürgen Scharoff ein anderes Ergebnis hat, als die EHF-Disziplinarkomission wäre das sehr ratsam. Ich wäre übrigens mal gespannt gewesen, wenn Schweden nicht wegen die Nichtanwendung des VRS Protest eingelegt hätte, sondern wegen der Wurfausführung.

    Das Tor war schon Klasse, allerdings sollte da unbedingt geklärt werden, ob es regelkonform geworfen wurde (Ausführung).

    Auf Handball-World:

    Regelexperte Jürgen Scharoff sagt: Ja. "Er wechselt beim Wurf zwar den Körperschwerpunkt, aber ein Fuß bleibt am Boden, bis der Ball die Hand verlassen hat."

    Weiß ich nicht. 😅

    Und weiter: „Und eine Überprüfung der Ausführung per Videobeweis? Nicht möglich. Die Regularien für das "Video Replay" geben das nicht her.“

    Warum nicht?!hat."

    Geht es um den Freiwurf nach dem Schlusssignal der regulären Spielzeit? Wenn ja, dann ist er regelkonform.

    Der Spieler hatte mit dem rechten Fuß (Fußspitze) Kontakt auf dem Boden. Daher ist der Freiwurf okay. Dazu Regel 15:1

    Zitat

    15:1 Vor der Ausführung eines Wurfs muss der Werfer die richtige Position eingenommen haben. Der Ball muss sich in der Hand des Werfers befinden (15:6).

    Außer bei der Ausführung eines Abwurfs (siehe 12:2) und dem Anwurf aus der Anwurfzone (10:3b) muss der Werfer bei der Wurfausführung mit einem Teil eines Fußes ununterbrochen den Boden berühren, bis der Ball die Hand verlassen hat (siehe jedoch 10:3b). Der andere Fuß darf wiederholt vom Boden abgehoben und wieder hingesetzt werden (siehe auch 7:6).

    Der Werfer muss diese Stellung einnehmen, bis der Wurf ausgeführt ist (15:7 Absatz 2 und 3).

    Hinweis:

    Vor der Ausführung eines Wurfs (außer bei einem Abwurf) muss sich der Werfer in einer aufrechten Position befinden, d. h. außer den Füßen darf kein anderer Körperteil Kontakt mit dem Boden haben.

    Die Schiedsrichter für die Finalspiele stehen fest.

    Das Spiel um Platz 5 zwischen Ungarn und Slowenien pfeifen die Deutschen Robert Schulze und Tobias Tönnies.

    Das Halbfinalspiel Frankreich gegen Schweden pfeifen die Nordmazedonier Slave Nikolov und Gjorgji Načevski, das andere Halbfinalspiel zwischen Dänemark und Deutschland wird von den Slowenen Bojan Lah und David Sok geleitet.

    Platz 3 wird von Ivan Pavićević und Miloš Ražnatović aus Montenegro geleitet, Das Finale steht unter der Leitung von den Spaniern Andreu Marín und Ignacio García.