Die Füchse Berlin sind Deutscher Meister. Und zack – das Forum explodiert.
Statt einfach mal anzuerkennen, dass da eine Mannschaft völlig zurecht ganz oben steht, wird sofort das große Weinen angestimmt: Schiedsrichter, Vorteilsnarrative, die Füchse hätten angeblich irgendwie mehr Glück als andere – klar doch.
Denn dass ein Team über Jahre hinweg ein durchdachtes Konzept verfolgt, Nachwuchs ausbildet, junge Talente holt, internationale Topspieler wie Gidsel oder jetzt Gröndahl clever einbindet und damit erfolgreich ist, das passt halt nicht in die Schablone von Zufall und Verschwörung. Man müsste dann ja zugeben, dass nachhaltige Arbeit funktioniert – und das ist bekanntlich schwerer zu ertragen als eine unglückliche Zeitstrafe. Die Füchse haben nicht einfach gewonnen, sie haben sich den Titel systematisch aufgebaut.
Sie kombinieren eigene Jugendspieler mit hungrigen Neuzugängen und setzen punktuell internationale Weltklasse ein – nicht aus Panik, sondern mit Plan.
Und das Ganze unter einem Cheftrainer, der den Weg vom eigenen Nachwuchs bis zum Meistertitel selbst gegangen ist.
Aber statt Respekt zu zollen, wird hier im Stile eines beleidigten Altherrenstammtischs das große Kleinreden betrieben.
Und genau deshalb schmeckt dieser Titel doppelt gut: Nicht nur sportlich verdient, sondern auch moralisch ein Schlag ins Gesicht all derer, die nichts schaffen außer Misstrauen und Missgunst. Glückwunsch nach Berlin – ihr habt alles richtig gemacht. Und den Rest lasst ruhig weiterjammern.