Ob ein staatseigener Betrieb einen Sportverein sponsort oder ob das Geld direkt aus dem Kommunal-, Kreis- oder Landeshaushalt kommt, ist schon noch ein deutlicher Unterschied. Ersteres sind ja dann doch letztlich Firmengelder, die sonst wohl anderweitig in Werbung gesteckt worden wären. Letzteres sind Steuergelder.
Nö, bei Sparkassen, beispielsweise gerade nicht.
Sparkasse gehört einer Stadt oder einem Kreis. Ihre Gewinne werden an den Träger ausgeschüttet, fließen also in dessen Haushalt. Gibt es keine Gewinne (oder sind sie durch Sportförderung geringer) muss der Träger seine Kosten von Steuern, Abgaben oder Gebühren bestreiten - also bezahlt auch der Bürger indirekt die Sportförderung.
Wenn das Geld aus einem öffentlichen Haushalt kommt, dann bezahlt dieses auch der Bürger - nämlich durch Steuern, Abgaben und Gebühren.
OK, es handelt sich u. U. um verschiedene Steuern, Abgaben und Gebühren - aber letztendlich kommt das Geld dafür aus den gleichen Quellen.
Das ist in meinen Augen auch gar nicht schlimm, solange sich das ganze in normalen, legalen Grenzen bewegt, Missbrauch gibt es in beiden Systemen.
Die Frage, die man sich stellen muss, ist, ob es sinnvoll ist, dass die (direkten und indirekten) öffentlichen Gelder auf so viele Arten in Umlauf gebracht werden.
Warum werde ich als Spitzensportler bei der Polizei und Bundeswehr mit öffentlichen Mitteln gefördert, jedoch nicht wenn ich Mitarbeiter in der Buchhaltung einer "ganz normalen" Firma bin? Selbst die Art der öffentlichen Förderung ist verschieden, je nachdem, ob ich zu Bundeswehr, Zoll, Bundespolizei oder Landespolizei (um nur die Big 4 zu nennen) gehe.
Das ist das eigentliche Problem - nicht auf welche Art die Steuerzahler (Firmen und Bürger) letztendlich herangezogen werden