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    Quelle: HP Neuhausen/Filder

    Die Entscheidung fällt in Herrenberg - 36:28-Erfolg gegen Nieder-Roden


    Schmidl-Nieder-Roden

    Mit starken Paraden trug Torwart Felix Schmidl zum Sieg gegen Nieder-Roden bei.

    Im letzten Heimspiel der Saison 2012/13 haben die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen auch Teil zwei der dreiteiligen Mission Klassenverbleib erfüllt. Wie schon sechs Tage zuvor gegen Konstanz so war auch die HSG Nieder-Roden beim 36:28 in der Egelseehalle auf verlorenem Posten. Überragende Akteure waren Torwart Felix Schmidl zwischen den Pfosten und Spielmacher Simon Wohlrabe mit zwölf Treffern. Da jedoch auch die Konkurrenten H2Ku Herrenberg und TV Groß-Umstadt ihre Spiele gewannen, fällt die Entscheidung am Samstag, 11. Mai, 19 Uhr, in der Herrenberger Markweghalle.

    „Unser Sieg geht heute vollkommen in Ordnung. Es ist gut, dass wir es geschafft haben auch dieses Heimspiel für uns zu entscheiden. Wir waren von der ersten Minute an höchst konzentriert, haben die nötige Spritzigkeit und Motivation gezeigt. Jedem war anzumerken, dass er unbedingt den Klassenverbleib
    realisieren möchte. In Herrenberg müssen wir nun noch den letzten Schritt vollziehen“, zeigte sich TSV-Coach Florian Beck nach seinem letzten Heimspiel als Verantwortlicher zufrieden.

    Die Partie begann mit einem von Felix Schmidl gehaltenen Siebenmeter, anschließend legten seien Vorderleute los wie die Feuerwehr. Nachdem Nieder-Roden zum einzigen Gleichstand während der gesamten 60 Minuten getroffen hatte, folgte ein 8:0-Lauf der Hausherren. Diesen konnte auch HSG-Coach Bernd Keller mit einem Time-Out nicht unterbrechen. Dennoch kamen die Gäste mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie und machten innerhalb von zehn Minuten aus einem 1:9 ein 8:13 aus ihrer Sicht. Nun zog TSV-Kommandogeber Florian Beck seinerseits die Grüne Karte und stellte seine Mannen neu ein. Nach einem 3:0-Zwischenspurt war der alte Acht-Tore-Vorsprung wieder hergestellt, bis zur Pause konnten die Baggerseepiraten wieder auf sechs verkürzen.

    Die zweiten 30 Minuten starteten mit zwei Treffern des bestens aufgelegten TSV-Spielmacher Simon Wohlrabe und schon lagen die Filder-Handballer zum wiederholten Male mit acht in Front. Innerhalb der ersten neun Minuten wuchs der Abstand sogar bis auf zehn Tore zum 23:13 an. Damit schien die Entscheidung bereits gefallen. Doch die Handball-Spielgemeinschaft kam nochmals zurück und schaffte es in 318 Sekunden den Rückstand auf sechs zusammenschmelzen zu lassen. Dies machte den MadDogs allerdings nicht viel aus, die Ruhe wurde bewahrt und neun Minuten vor dem Ende war beim 30:20 der alte Abstand wieder hergestellt. In dieser Phase konnte auch Youngster Fabian Wiederstein sein Debüt am Kreis geben und trug sich gleich in die Torschützenliste ein. In der verbleibenden Zeit ließ es die Beck-Sieben dann ruhig angehen und feierte einen auch in dieser Höhe verdienten 36:28-Heimerfolg.

    Da an den letzten beiden Spieltagen alle Partien parallel ausgetragen werden, waren die Ergebnisse der Konkurrenten bereits nach Spielschluss klar. Sowohl die SG H2Ku Herrenberg (28:27 in Großsachsen) als auch der TV Groß-Umstadt (31:27 gegen Meister Friedberg) feierten Siege. Dadurch ergibt sich eine neue Tabellenkonstellation. Eigentlich schien der TV Hochdorf bereits gerettet, aber nun sind die Pfälzer wieder mittendrin im Kampf um den Klassenverbleib. Die H2Ku Herrenberg und der TV Hochdorf haben jeweils 25:33 Punkte, der TV Groß-Umstadt und der TSV Neuhausen 24:34 Punkte auf dem Konto. Da der TSV den direkten Vergleich gegen Groß-Umstadt verloren hat, ist zumindest ein Punkt in Herrenberg nötig, um die Chance auf den Klassenverbleib zu erhalten. Um sich aller Sorgen zu entledigen, muss aber ein Sieg in der Markweghalle her.


    TSV Neuhausen – HSG Nieder-Roden 36:28


    TSV Neuhausen: Schmidl, Röpcke, Durst (5), Wiederstein (1), Fuchs (5), Kroll (4), Klingler, Wohlrabe (12/2), Grundler, Zulauf, Hebisch (2), Flechsenhar, Frey (6/2).

    HSG Nieder-Roden: Hoppenstaedt, Rhein, Seitel, Weber (1), Henkel (5), Schulz (4/4), Schmid (2), Schrod, Weber (4), Kohlstrung, Christoffel (1), Weidinger (4), Kaiser (6), Keller (1).


    Schiedsrichter: Kusch/Wöhrle (Ohlsbach/Gutach).


    Zuschauer: 600.


    Zeitstrafen: Wiederstein (2), Klingler, Flechsenhar (2), Schulz, Weber (2), Keller.


    Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Schmid wegen groben Foulspiels (55., HSG).


    Siebenmeter: 5/4, 5/4.

    Quelle: HP TV Kirchzell


    Dem TVK geht die Puste aus - Kirchzell verliert nach toller erster Hälfte in Konstanz
    1. Mannschaft
    Veröffentlicht von 1. Mannschaft am 05.05.2013


    "Ein Handballspiel dauert nun mal 60 Minuten". Den Wahrheitsgehalt dieser Weisheit bekamen die Kirchzeller Handballer am vergangenen Samstag bei ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison gnadenlos vor Augen geführt. Nach einer tollen ersten Hälfte brach der TVK im zweiten Durchgang massiv ein und musste den Gastgebern der HSG Konstanz am Ende mit 28:27 den Vorzug lassen.

    Die Anfangsphase der Partie begann recht ausgeglichen. Bis zum 5:5 in der zwölften Minute wechselten sich beide Mannschaften mit dem Torewerfen ab, ehe der TVK mit einem Lauf von fünf Trefffern in Folge zur 19. Spielminute auf 5:10 davon zog. Im Angriff gelang es entweder Kreisläufer Marius Fuchs gut in Szene zu setzen oder Steffen Kaufmann besorgte in seiner unnachahmlichen Art einfache Tore aus dem Rückraum. Zudem bewegte sich die wieder einmal recht offensiv agierende 6:0- Deckung der Odenwälder sehr aggressiv wodurch man Konstanz zu einigen Fehlern verleiten konnte. Bis zur Pause fand die HSG zwar wieder etwas besser in ihren Rhythmus, der TVK verteidigte seinen Vorsprung allerdings gekonnt. Mit einer etwas besseren Chancenauswertung hätte man zur Halbzeit sogar höher in Führung liegen können. 10:15 stand es beim Seitenwechsel.

    Nach der Pause war zu erwarten, dass sich die Gastgeber in ihren letzten 30 Minuten dieser Saison vor eigenem Publikum noch einmal mächtig ins Zeug legen würden. Allerdings war es nach der guten Leistung der ersten Hälfte doch ein wenig überraschend, dass der TVK seine Führung nicht länger halten konnte. Konstanz verteidigte aggressiver und war besser auf das Kirchzeller Angriffsspiel eingestellt als zuvor. Den Spielern von Trainer Gottfried Kunz fiel es zunehmend schwer, sich gute Chancen zu erspielen, schaffte man es, scheiterte man immer häufiger am HSG- Schlussmann Patrick Glatt. Zudem war Matthias Faißt von der TVK- Abwehr nicht mehr zu bändigen. Er erzielte alleine in der zweiten Hälfte neun Tore und war am Ende mit zwölf Treffern der beste Werfer auf dem Feld. Breits in der 38. Minute hatte Konstanz zum 16:16 ausgeglichen. Kirchzell ackerte und rackerte um das Spiel nicht direkt aus der Hand zu geben. Bis zum 20:20 in der 50. Minute konnte man die Begegnung durchaus offen halten. Es war mehr verbissener Kampf als spielerische Klasse. Einzig Steffen Kaufmann konnte durch gelungene individuelle Aktionen überzeugen. Zwischen der 50. und 54. Minute ging dann alles ganz schnell. Konstanz erzielte, teilweise in Überzahl, vier Tore in Folge und die Messe schien beim 24:20 gelesen. Es grenzte an ein Wunder, dass der völlig ausgepumpte kleine Kirchzeller Kader mit den letzten Reserven noch einmal in Schlagdistanz kam. Beim Stand von 27:26 hatte Kirchzell den Ball eine Minute vor Schluss fast schon in der Hand, der abgefangene Pass prallte jedoch unglücklich zu dem völlig frei stehenden Matthias Faißt, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ, das Spiel zu entscheiden. Steffen Kaufmann besorgte zwar per Siebenmeter 13 Sekunden vor Schluss noch den Anschlusstreffer, die verbleibende Zeit reichte allerdings nicht mehr aus um noch einmal in Ballbesitz zu kommen.

    Nach diesem Spiel belegt der TVK Platz sieben der Tabelle. Der angestrebte fünfte Rang wird zwar schwer zu erreichen sein, bei nur noch einem ausstehenden Spiel ist die weitere Marschroute aber klar. Ungeachtet der Niederlage in Konstanz wollen die Odenwälder die Saison unbedingt in der nächsten Woche mit einem Sieg in eigener Halle beenden. Im Kirchzeller Lager hofft man sehr darauf dass Phillip Baier seine Adduktorenverletzung in den Griff bekommt und gegen Groß-Umstadt spielen kann. Zudem wird auch Nico Polixenidis wieder dabei sein. Die mangelnden Wechselmöglichkeiten haben sich am Samstag durchaus bemerkbar gemacht.

    Für den TVK Spielten: J. Klimmer, S. Friedrich; S. Kaufmann 11/1, M. Fuchs 3, M. Stark 4, A. Kunz 4/2, F. Hain 3, T. Mechler 2, J. Langer.

    Quelle: Südkurier


    HSG Konstanz: Abschiedgeschenk an die treuen Fans
    Von ULRICH HAAFF

    HSG Konstanz siegt im letzten Heimspiel. Hart erkämpfter 28:27-Erfolg gegen Kirchzell


    HSG Konstanz

    TV Kirchzell

    28:27 (10:15)

    Mit dem erhofften Sieg im letzten Heimspiel verabschiedete sich die HSG Konstanz von ihrem Publikum am Konstanzer Schänzle und bot mit der Partie gegen den TV Kirchzell nochmals eine Saison-Rückschau im Schnelldurchlauf mit sämtlichen Facetten, welche die am kommenden Wochenende mit dem Auswärtsspiel beim Meister in Friedberg zu Ende gehende Runde zu bieten hatte. „Es gab – immer davon ausgehend, dass Kirchzell hier in Konstanz komplett antritt – einige taktische Überlegungen, um zum Erfolg zu kommen. Aber irgendwie hat das alleine nicht gereicht“, räumte HSG-Coach Daniel Eblen ein, von der Entwicklung der Dinge in der ersten Hälfte doch überrascht worden zu sein.

    Denn während auf der Konstanzer Bank der lange vermisste Simon Flockerzie Platz nahm, waren die Gäste aus Kirchzell mit gerade einmal sechs Feldspielern, zwei Torhütern und einem A-Jugendlichen des Jahrgangs 1995 an den See gekommen. „Mit der Leistung der Mannschaft kann ich unter gegebenen Umständen wohl nicht anders als zufrieden sein, mit dem Ergebnis bin ich's aber nicht! Man darf sich nicht wundern, dass man eine Begegnung verliert, wenn man so viele dumme Tore kassiert, wie wir zum Schluss“, echauffierte sich Kirchzells gewohnt emotional das Spielgeschehen begleitende Trainer Gottfried Kunz über die in Überzahl kassierten Gegentreffer seines Teams wohl genauso wie über das Matthias Faißt gutgeschriebene „Eigentor“ seines Goalies Johannes Klimmer.

    Gäste-Linksaußen Tim Mechler kam nach vier vergeblichen Anläufen in Hälfte eins erst zum Ende zweimal an Patrick Glatt vorbei. Dieser hielt mit zwei parierten Strafwürfen gegen Andreas Kunz und Marius Fuchs beim Stand von 17:17 (40.) und 19:19 (48.) seiner Mannschaft ebenso den Rücken frei, wie er gegen den mit elf Treffern enorm abschlussstarken Steffen Kaufmann eine hundertprozentige Trefferquote verhinderte. Das alles interessierte den nach der deutlichen 15:10-Pausenführung sich Chancen auf Auswärtspunkte ausrechnenden Kirchzeller Übungsleiter direkt nach Abpfiff erst einmal nicht. Zumal seine Rumpftruppe in Windeseile von 5:5 (12.) auf 10:5 (19.) davongezogen war und im Anschluss die Partie klar kontrollierte.

    „Wir mussten in der ersten Hälfte erkennen, dass alle taktische Konzeption nicht zum Erfolg führt, wenn die letzte Konsequenz in den Handlungen fehlt“, so Trainer Eblen, der in seiner Pausenansprache nochmals verstärkt den Kampfgeist bei seiner Mannschaft einforderte, um die Wende doch noch zu erzwingen. Mit dem 16:16 (38.) durch Sebastian Groh im Rahmen eines erweiterten Tempogegenstoßes gelang der HSG Konstanz bald nach der Pause dann auch der Ausgleich. Die Tribüne erwachte, und plötzlich entlastete Matthias Faißt kongenial den noch in Hälfte eins viel auf sich allein gestellten Gerrit Bartsch mit neun Treffern in der zweiten Spielhälfte. Aus der Einmann- wurde eine Zweimann-Show, wenngleich Daniel Eblen abschließend anmerkte: „Nicht vergessen dürfen wir Christoph Babik, der gerade zum Ende hin den Wirkungsraum von Steffen Kaufmann immer besser eingeengt hat“, sagte Eblen und lobte die im letzten Heimspiel an den Tag gelegte kämpferische Einstellung seines gesamten Kaders und die Willensstärke, sich vom eigenen Publikum unbedingt mit einem Sieg verabschieden zu wollen.

    HSG Konstanz: Glatt, Wolf (Tor); Mittendorf (1), Oesterle (1), Groh (2), Bartsch (8/5), Flockerzie, Schoch, Faißt (12), Schatz (3), Babik, Muturi, Bruderhofer (1). - Z: 900.