Beiträge von khs

    SHV-Pokal Herren (real Cup)
    103 Tore in Meißenheim
    Erstellt am Montag, 24. Dezember 2012 Geschrieben von Barbara Weigand

    In der dritten Runde des SHV-Pokal unterliegt der HTV Meißenheim mit 51:52 (21:20), (39:39), (47:47). Gegner HSG Konstanz trat mit einer Mannschaft an, welche sich aus A-Jugendlichen und Spielern der Reserve zusammen setzte. Dies hatte die HSG Konstanz jedoch schon seit längerer Zeit mitgeteilt.


    Würde man von einem "Drittligisten" schreiben, dann würde man also dem HTV Meißenheim schmeicheln. Zwei Verlängerungen und nur knapp an einem Siebenmeterschießen ist letztendlich doch noch eine bemerkenswerte Bilanz beider Mannschaften. Diese Begegnung wird sicherlich als Highlight der dritten Runde in der Historie des südbadischen Pokal vermerkt werden.

    Zunächst sah es für die Sieben von Daniel Hasemann nicht schlecht aus. Mitte der ersten Halbzeit führte der HTV Meißenheim mit 14:9, versäumte es in der Folgezeit aber nachzulegen. Die HSG Konstanz kam dadurch wieder besser ins Spiel und schloss bis zur Halbzeit auf 21:20 auf. Neu motiviert startete der HTV Meißenheim in den zweiten Durchgang und legte beim 26:22 nach einer starken Phase vor. Danach kam der Bruch im Spiel der Hausherren. Angeführt vom 23-fachen Torschützen Maurice Widoer kam Konstanz erneut auf und die Mannschaften gingen nach der regulären Spielzeit mit einem 39:39 in die Verlängerung.

    Wieder startete Meißenheim besser (39:36) um sich nach eine Serie von 6 HSG-Toren im Hintertreffen zu befinden. In der ersten Verlängerung hatte die Hasemann-Sieben dann das bessere Ende. In letzter Sekunde glich man zum 47:47 aus.

    Obwohl einige A-Jugendspieler am gleichen Tag bereits ein Spiel ausgetragen hatten, wirkten diese auch in der zweiten Verlängerung frisch. Mit kleinen Vorteilen versehen sah Konstanz in der 79. Minute wie der Sieger aus, da man mit 2 Toren führte. Patrick Karl verkürzte nochmals zum 51:52, bevor der HTV offensiv deckte und sich nochmals den Ballbesitz sicherte. Mit dem finalen Wurf wollte man sich noch ein Siebenmeterschießen ermöglichen, doch die Chance wurde vertan und es blieb beim 51:52.

    HTV Meißenheim: Velz, Bader, Krajnc; Geppert 11/1, Wilhelm 10, Engel 8/3, Hügli 7, Baumann 5, Karl 4, Fortin 3, Bertsch 1, Gambert 1.

    HSG Konstanz: Vogel, Kalt; Wildoer 23/5, Laubler 9, Muturi 7, Wörner 6, Kläßler 3, Wecker 3, Winterer 3, Both 1.

    Quelle: Badische Zeitung

    Eine Seltenheit: 103 Tore
    Nach der zweiten Verlängerung scheidet der HTV Meißenheim aus dem Pokal aus.

    Sz .
    HANDBALL SHV-Pokal, HTV Meißenheim – HSG Konstanz 51:52 (47:47, 39:39, 21:20) (wk). Handball kann grausam sein. Da werden zwei Mannschaften genötigt, zwei Tage vor Heiligabend ein Pokalspiel auszutragen, das keinem von beiden wichtig ist. Schon bevor es losging, herrscht Konfusion. Es war ein denkwürdiger Abend, der nach 103 Toren mit dem Pokalaus des HTV Meißenheim endete.

    Die Gäste – auf dem Papier Drittligist – standen mit vier Spielern der zweiten Mannschaft und zwei Torhütern auf der Matte. Die HTV-Verantwortlichen, ganz Sportsleute, willigten ein, die Partie um zehn Minuten zu verschieben, bis vier A-Jugendliche zum Kader hinzugestoßen waren. Der fehlende Wille der Ballwerfer zum Erfolg war auch für die 200 Zuschauer offensichtlich. Keiner der 14 Akteure auf dem Feld hatte offensichtlich das Verlangen danach, Weihnachten mit Schmerzmitteln zu verbringen. So agierten die Abwehrreihen ausgesprochen verhalten. Dies trieb HTV-Trainer Daniel Hasemann die Zornesröte ins Gesicht: "Wir sind hier gegen einen Landesligisten mit A-Jugendlichen aufgelaufen. Dass wir verloren haben, ist für mich keine Katastrophe, doch die Art und Weise gibt mir schon zu denken." Komfortable Vorsprünge wie 10:4, 26:22 oder 39:36 wurden jedes Mal innerhalb kürzester Zeit grob fahrlässig verspielt. "Wir wollten gegen den unterklassigen Gegner auch ein bisschen Selbstvertrauen für das schwere Spiel gegen Schutterwald tanken", sagte Hasemann. "Stattdessen haben wir nun das Spiel genauso leichtfertig abgegeben wie manches Rundenspiel."

    Wer auf die Erlösung von dem unwirklich anmutenden Treiben nach sechzig Minuten gehofft hatte, wurde jäh enttäuscht: 39:39 stand es, es ging in die Verlängerung. Der Meißenheimer Patrick Karl bekam seine Gelegenheit, zum tragischen Helden der Partie zu werden. Eigentlich schien das Ende der Begegnung nahe, als der HTV zum Ende der ersten Verlängerung mit 46:47 zurücklag und die HSG Konstanz wenige Sekunden vor der Schlusssirene in Ballbesitz geriet. Es war schon ein größerer Aussetzer des HSG-Schlussmanns, der außerhalb des Kreises den Ball verlor. Patrick Karl stand richtig, erwischte die Kugel und warf sie – was hätte er auch anderes tun sollen? – zur Belustigung und dem Entsetzen aller Beobachter der Veranstaltung nach 69:56 Minuten Spieldauer zum Ausgleich ins leere Konstanzer Tor.

    Weitere zehn Minuten sollten das Resultat in atemberaubende und den Spielberichtsbogen pulverisierende Höhen schrauben. Es war ausgerechnet Patrick Karl, der in dieser zweiten Verlängerung dreimal aus bester Position am Gästetorwart scheiterte und somit den Sieg endgültig verspielte. Nach dem allseits ersehnten Schlusspfiff hielt sich die Enttäuschung bei den Gastgebern in Grenzen.


    HTV Meißenheim: Krajnc, Bader, Engel 8/3, Fortin 3, Bertsch 1, Baumann 5, Geppert 11, Wilhelm 10, Hügli 8, Gambert 1, Karl 4. Spiel-Film: 7:3, 10:4, 10:8, 14:9, 19:19, 21:20 – 26:22, 26:29, 33:31, 36:36, 39:36, 39:39 – 39:42, 41:44 – 44:45, 47:47 – 47:49, 49:49, 49:51, 51:52. Zuschauer: 200.


    Autor: Wolfgang Künstle
    .

    Ach HSGjojo,

    wenn ich Verantwortlicher eines Vereins wäre würde ich auch sagen dass ich nicht aufsteigen will (kann, darf) !!

    ulrich.b du kannst sicher sein, dass diese Aussagen der HSG Führung 100 % den Tatsachen entsprechen, denn mit unserem Etat von 350.000 Euro und den Fahrten von bis zu über 1000 Kilometer ist es unmöglich wirtschaftlich zu haushalten, da kannst Du wohl nur einen Blumentopf gewinnen.
    Bei einer zweigeteilten Liga wie es in der Vergangenheit war würde die HSG das Wagniss sicher wahrnehmen. Aber wie es jetzt ist hat es wirklich keinen Sinn.

    Sollte der DHB tatsächlich die alte Struktur wieder einführen wäre ich sicher der Erste der dies begrüssen würde.

    Aber die greisen Sesselfurzer des DHB werden sich doch nicht untreu werden und Ihre Beschlüsse nachträglich zum Wohle aller 3. Liga Vereine wieder verändern.
    Die waren doch die letzten 50 Jahre nie mehr bei einem Spiel in der 2. Bundesliga, die wissen doch gar nicht wie es da abgeht und haben auch keine Ahnung wo und wie weit diese Vereine auseinander liegen, was da an Kosten anfällt und und und............ :wall:

    Quelle: HP Groß Bieberau

    Eigener Bericht:

    TSG zeigt eine starkte Charkterleistung
    Groß-Bieberau gelingt 22:21-Auswärtssieg in Großsachsen

    So spannend wie sich das Hinspiel in der Großsporthalle gegen den TV Germania Großsachsen zeigte (Sieg nach Spielende durch einen Siebenmeter, den Michael Malik eiskalt verwandelte), war die Partie gestern im Rückspiel fast nicht zu toppen. Mit einer unglaublichen Energieleistung und auf dem „letzten Zahnfleisch“ gehend, gewann die Truppe von Spielertrainer Florian Bauer in den Gegners Halle mit 22:21-Toren. Genau zehn einsetzbare Spieler standen auf dem Meldebogen, nur ein Torwart stand mit Markus Podsendek zur Verfügung, da Andre Karmatschek krank war. Dazu noch die „Schmach aus Münster“, heftige Diskussionen in dieser Woche, Offizielle Presseveröffentlichung – all das war gestern nach dieser Charakterdarstellung der TSG Groß-Bieberau in den Hintergrung geraten.
    Die Gastgeber begannen voller Tatendrang und schnell führte die Mannschaft von Trainer Ulli Schuppler mit 3:0 und 4:1. Es hatte fast zehn Minuten gedauert, ehe dem Bauer-Team der erste Treffer durch Till Buschmann gelang. Danach blieben die Großsachsener immer vorne, doch die letzten beiden Minuten gehörten unserem einzig, echt verbliebenen Außen, Yannick Göbel. Zwei blitzsaubere Konter nach starker Abwehrarbeit brachten eine 11:10-Führung für die TSG.


    Yannick Göbel sorgte mit zwei Kontertreffern vor der Halbzeit für die Führung. Ihm gelangen fünf Treffer beim Sieg in Großsachsen.

    Das wurmte und nagte sehr an den Spielern des TV Großsachsen, doch im gesamten zweiten Abschnitt sollten sie nicht einmal mehr in Führung liegen. Überragend die Abwehrarbeit der TSG Groß-Bieberau und insbesondere von Kapitän Mathias Konrad, der obwohl angeschlagen, sich in den Dienst der Mannschaft stellte, ein Tor erzielte und in der Abwehr mehr als nur seinen Mann stellte. Auch Keeper Markus Podsendek ließ sich davon anstecken und ein Garant für den Erfolg. Michael Malik und vor allem der wieselflinke Yannick Göbel sorgten mit den Treffern stets für die Führung. Doch so verdient dieser Sieg auch war, so glücklich fiel er am Ende auch aus. Ein Geschoss von Florian Sauer zappelte Sekundenbruchteile nach der Schlusssirene im Kasten der Groß-Bieberauer, doch völlig zurecht verweigerten die Unparteiischen Jan und Manuel Lier dem Treffer die Anerkennung.

    Zum Rückrundenbeginn ein Auswärtssieg, damit lässt es sich auf Platz fünf der Tabelle recht gut Weihnachten und Sylvester feiern. (pfl)

    Mannschaftsaufstellungen: TV Germ. Großsachsen: Jahnke, Fischer, Zweigner 2, Masica, Jörres, Knierim 3, Kohl 1, Zahn 5, D. Sauer 2, F. Sauer 5/4, Wallenwein, Reisig, Braun.

    Trainer: Ulrich Schuppler

    TSG Groß-Bieberau: Podsendek, Göbel 5, Malik 8/3, Buschmann 2, Lemke 1, A. Rybakov 3, Konrad 2, Bauer 1, D. Rybakov, Arnold.

    Spielertrainer: Florian Bauer

    Siebenmeter: 4/4 – 4/3

    Zeitstrafen: 2 – 4

    Zuschauer: 400

    ____________________________________________________________

    Auswärtssieg - Auswärtssieg - Auswärtssieg

    Servus Handballfans,

    ich sag nur eins: 22:21-Auswärtssieg in Großsachsen

    Die TSG war nicht wieder zuerkennen. Kampfstark, Abwehrstark und ein Team von Anfang bis Ende.

    Auf ins neue Jahr, auf zu neuen Aufgaben.

    TSG, es geht immer weiter und man steht besonders schön nach solchen Siegen wieder auf.

    Ich melde mich morgen nochmals und schildere Euch die unglaublich spannende Partie näher.

    Ich wünsch Euch was,

    Gruß Jürgen

    die HSG Konstanz in Meißenheim mit der 2. Mannschaft angetreten


    und hier die restlichen Ergebnisse:

    SHV-Pokal Herren 2012/13 (Stand 22.12.2012)
    Ergebnisse
    Rundenspiele 3. Runde - Achtelfinale
    1. Runde / 13.11.2012 bis 22.12.2012
    Dienstag, 13.11.2012 20:30
    1 TSV Alemania Freiburg-Zähringen -  SG Köndringen/Teningen 19:30
    Dienstag, 04.12.2012 20:30
    2 TS Ottersweier - TV Oberkirch 34:41
    Sonntag, 09.12.2012 14:30
    3 TuS Helmlingen - TV Sandweier 25:38
    Dienstag, 11.12.2012 20:30
    4 TV Sulz - TB Kenzingen 23:42
    Donnerstag, 13.12.2012 20:15
    5 HSG Freiburg - TV Willstätt 26:37
    Donnerstag, 20.12.2012 20:00
    6 TV Herbolzheim - TuS Altenheim 26:35
    Donnerstag, 20.12.2012 20:15
    7 HSG Mimmenhausen/Mühlhofen - TuS Steißlingen 32:34
    Samstag, 22.12.2012 18:00
    8 HTV Meißenheim -  HSG Konstanz 51:52 (21:20)

    Quelle: Schwäbische Zeitung


    „Die HSG Konstanz lässt sich vom DHB nicht in die Insolvenz treiben!“

    Präsident Otto Eblen, Geschäftsführer Frank Meisch und Kapitän Simon Flockerzie von Handball-Drittligist HSG Konstanz im SZ-Gespräch


    Im Bild (v.l.) Geschäftsführer Frank Meisch, Präsident Otto Eblen und Mannschaftskapitän Simon Flockerzie. (Foto: Jochen Dedeleit)

    Von Jochen Dedeleit

    Die Mannschaft des Handball-Drittligisten HSG Konstanz „überwintert“ nach dem 22:22 im Spitzenspiel gegen Tabellenführer TSV Friedberg auf dem dritten Platz. Auf der Homepage des Vereins, der zu Beginn des Jahrtausends schon einmal drei Jahre der zweithöchsten deutschen Spielklasse angehörte, dankt das Team um Topscorer Matthias Faißt „für ein phänomenales Jahr“. SZ-Mitarbeiter Jochen Dedeleit wollte von HSG-Präsident Otto Eblen, Geschäftsführer Frank Meisch und Kapitän Simon Flockerzie Genaueres über das Umfeld der HSG wissen und bat das Trio um einen Ausblick auf 2013.

    SZ: Ein 22:22 am vergangenen Wochenende gegen den Topfavoriten der 3. Liga, in einem begeisternden und hochklassigen Spiel. Ein würdiger Abschluss einer starken Vorrunde?

    Frank Meisch: Ich denke ja. Wir haben uns gegen Friedberg, das mein größter Favorit auf den Aufstieg in die 2. Liga sind, hervorragend geschlagen (wobei Friedberg-Trainer Hartmut Mayerhoffer gegenüber dieser Zeitung nach Spielschluss verriet, dass der Primus der Liga nicht das Umfeld für Liga zwei habe und dessen Vorstandschaft derzeit nein zu einem möglichen Aufstieg sagt, d. Red.).


    Simon Flockerzie: Wenn wir dieses Friedberg einmal genauer anschauen, dann lässt sich unsere Leistung umso höher bewerten. Wobei unser Rückraum an diesem Abend etwas überlastet war.

    SZ: Wie ist die Leistung der HSG in der Vorrunde insgesamt zu bewerten?

    Flockerzie: Ich bin schon überrascht, dass wir zu den Top Drei der Liga gehören. Das verdanken wir unserer Leidenschaft.

    Otto Eblen: Im zweiten HSG-Magazin habe ich geschrieben, dass wir im Mittelfeld landen werden (grinst).

    Meisch: Das ist der Arbeit, insbesondere der Jugendarbeit, der vergangenen Jahre geschuldet. Damit haben wir eine gewisse Kontinuität erreicht. Es macht Spaß, zuzuschauen.

    SZ: Zweimal deutlich über 1100 Zuschauer, ansonsten aber rund 700. Einfach ist es nicht, die Konstanzer zu mobilisieren?

    Meisch: Wir müssen jedes Mal kämpfen, um die 700er-Marke zu überspringen. Es könnten mehr sein, die permanent den Weg in die Halle zur HSG finden.

    Flockerzie: Unser Rahmenprogramm in den vergangenen Spielen hat gezeigt, was möglich ist. Aber es ist auch so, dass die Leute nur dann kommen, wenn wir oben stehen. Das ist schade.

    Eblen: Dank unseres Marketingkonzepts sehen wir, was für ein Potenzial vorhanden ist. Jetzt sagen die Konstanzer, heute gehen wir zur HSG, da ist was los. Aber um noch einmal ein anderes Niveau zu erreichen, sind viel mehr Leute nötig. Die, die jetzt kommen, besitzen eine Art Vorbildfunktion und müssen weitere mitreißen. Sie müssen ihnen sagen, dass wir sie jetzt brauchen.

    SZ: Um vielleicht doch noch die 2. Liga in Angriff nehmen zu können, wenn die HSG am Saisonende denn ganz oben stehen sollte (Otto Eblen erteilte im HSG-Magazin vor zwei Wochen einem Aufstieg in die 2. Bundesliga quasi bereits das „Nein.“)?

    Meisch: Wir haben mit sämtlichen Sponsoren gesprochen, mit Ausnahme von Rothaus hat keiner gesagt, dass er uns stärker unterstützt. Wir können nur einen großen Aufruf starten.

    Eblen: Für die Stadtwerke oder die Volksbank hat es keinen Effekt, wenn wir in Frankfurt Handball spielen. Sie sehen das auch nicht als sinnvoll an, wenn wir ins kalte Wasser springen. Es ist auch ein negatives Image für unsere Sponsoren, wenn es uns schlecht geht. Nach dem derzeitigen Stand muss ich sagen: Wie soll ich ein Haus bauen, wenn nicht genügend Geld vorhanden ist? Da ist die Insolvenz nicht weit.

    SZ: Sie führten zuletzt die Situation der Aufsteiger in den beiden oberen Ligen an.

    Eblen: Ja, wir müssen doch nur auf die Tabellen der 1. und 2. Liga schauen. Die eingleisige 2. Liga wurde eingeführt, um die Bundesliga und die Nationalmannschaft stärker zu machen. Wo aber sind die Aufsteiger der 3. und 2. Liga in der nächsthöheren Spielklasse? Minden ist 14., Neuhausen 16., Essen 18. und Letzter. Und in der 2. Liga ist Aue 13. Und Henstedt, Leutershausen und Ferndorf auf den letzten Plätzen, wenn wir das schon insolvente Schwerin außen vor lassen. Wir lassen uns nicht kaputt machen, nur um dem DHB zu zeigen, dass sein Konzept nicht gut ist. Oder anders: Wir sind schlauer als der DHB und lassen uns nicht in die Insolvenz treiben. Denn dem DHB ist das Schicksal der Vereine wurscht.

    SZ: Baden-Württemberg sind die Nationalteams weniger wurscht.

    Meisch: Die drei Handballverbände in Baden-Württemberg – Badischer HV, Südbadischer HV, HV Württemberg – haben 1998 eine Arbeitsgemeinschaft gegründet und seitdem in vielen Bereichen die Zusammenarbeit kontinuierlich verbessert. Insbesondere trifft dies für den Leistungssport zu. Die Förderung der Talente bis zum Länderpokalturnier des Deutschen Handball-Bundes erfolgt in den Landesverbänden, die mit je einer Mannschaft männlich und weiblich an dem Wettbewerb um die deutsche Meisterschaft teilnehmen. Danach werden die Talente in die Auswahlteams von Baden-Württemberg zusammengefasst und weiter gefördert, damit möglichst viele den Sprung in die Jugendnationalmannschaften schaffen und in die DHB-Kader aufgenommen werden. Dass dieses Konzept erfolgreich ist, belegt der Anteil von Kaderathleten in den Nationalmannschaften, der sich bei den Männern um 39 und den Frauen (jeweils A und B) um 14 Prozent bewegt.

    SZ: Kam schon ein Spieler zur Vereinsführung und meinte, er wolle den Verein verlassen, wenn die HSG Konstanz nicht aufsteigen will?

    Eblen: Konkret hat dies noch keiner gesagt, aber das muss jedem zugestanden werden. Hingegen haben schon einige gemeint, dass unser Konzept das richtige ist.

    Flockerzie: Was machen wir, wenn wir am Mittwoch in Wilhelmshaven ran müssen? Wir sollten uns nicht auf den Aufstieg fixieren, sondern die Top Drei als Ziel nennen.

    (Erschienen: 19.12.2012 19:50)

    Donnerstag, 13. Dezember 2012, 11:36
    Quelle: HP HSG Konstanz

    Die Sponsorenseite: Ein Interview mit Rothaus
    Von Tanja Adamski

    In loser Folge präsentieren wir hier die finanziellen Unterstützer der HSG. Die Staatsbrauerei Rothaus ist seit vielen Jahren Hauptsponsor der HSG. Mehr über das Verhältnis von HSG und Rothaus hat uns Lothar Bucher, der Gebietsverkaufsleiter von Rothaus, in einem Email-Interview erzählt.

    Frage: Sind Sie persönlich eigentlich ein Handballfan? Oder ein Fan der HSG? Was ist ihr Lieblingsverein (und welcher unter den von Rothaus geförderten)?

    Antwort: Natürlich bin ich Handballfan, hab in der Schulmannschaft gespielt, u.a. gegen die früheren Cracks von Hofweier (haushoch verloren) bei den Südbadischen Meisterschaften. Ich schaue auch die meisten Spiele der Nationalmannschaft. HSG-Fan bin ich später geworden, das gehört sich einfach …
    Lieblingsverein habe ich keinen. Ich mag Sport allgemein, besonders Mannschaftssportarten wie Handball, Fußball, Volleyball, Basketball, hier natürlich besonders die ifm Baskets Konstanz. Toll ist auch der Radsport, besonders Mountainbiken und Skisport. Wir haben auch hier tolle Partner! Ich mag es, dass man das sowohl in der Mannschaft wie auch alleine betreiben kann.

    Rothaus ist seit 1998 Hauptsponsor der HSG, unterstützt aber auch viele andere Vereine in Baden. Welchen Stellenwert hat die HSG in einem möglichen „internen Ranking"? Beobachtet jemand bei Rothaus die sportlichen Erfolge der geförderten Vereine? Kommt da so etwas wie Stolz auf, wenn ein Sponsoring-Partner aufsteigt? Wie kam es z.B., dass die HSG ein Blatt im 2013er Rothaus-Kalender bekommen hat?

    Die HSG war einer unseren ersten Sponsorpartner, seit wir in Rothaus Sportsponsoring betreiben und ist es noch immer… sonst noch Fragen! Natürlich sind wir auf Erfolge stolz, auch wenn es meistens oder immer dann auch mehr Geld kostet. Es zeigt aber die gute Arbeit des Vereins und des Sponsors.
    Deswegen gehört natürlich die HSG auch in den Kalender, es zeigt auch die Wertschätzung dieser Partnerschaft. Tolles Bild übrigens, aber leider kann ich nicht immer nur auf den September mit dem HSG-Bild schauen!

    Sind Sie öfter bei Spielen zu Besuch? Oder jemand anderes von Rothaus? Was gefällt Ihnen besonders gut?

    Dieses Jahr war ich erst bei einem Spiel, werde aber am 15.12. auch da sein. Ich habe natürlich noch andere Verpflichtungen und auch Familie. Unsere Verkaufsleitung hat in Konstanz auch schon Spiele besucht!
    Was mir besonders gut gefällt: Ich kenn den Weg nach Konstanz und in die Halle schon auswendig … Spaß beiseite, es hat hier einfach eine tolle Stimmung und tolle Fans. Inzwischen gibt es auch sehr viele Bekannte, und die Mannschaft und ihr Umfeld allein sind schon beeindruckend.

    Sie waren ja Mitte November bei dem denkwürdigen Spiel im Publikum, als die Halle rappelvoll war und die Stimmung bombig. Können Sie persönlich sich erinnern, wann das letzte Mal so eine Euphorie bei der Konstanzer HSG herrschte?

    Ja, im Jahr des letzten Aufstiegs in die zweite Bundesliga, aber auch schon vorher bei einigen Spielen!

    Sponsoring ist immer ein Geben und Nehmen von zwei Seiten. Was wünschen Sie sich von der HSG grundsätzlich und gibt es einen konkreten Wunsch von Rothaus an die HSG zum 15jährigen Sponsoring-Jubiläum? Eine Rothaus-Party mit der neuen Zapfanlage, die die HSG erst kürzlich von Rothaus bekommen hat?

    Schau mer mal ….. Wir lassen gerade unsere Zäpfle-Party wieder aufleben, vielleicht wird das was!
    Haben Sie eine Theorie, warum die Mannschaft momentan so einen bemerkenswerten Höhenflug zeigt?
    Es passt einfach alles, die langjährige, stetig gute Arbeit zahlt sich nun aus. Es gibt ein gutes, erfahrenes Trainergespann, dem man Zeit gab und die Spieler auch schon aus ihrer Jugend kennen.

    Die Mannschaft ist derzeit souveräner Tabellenführer. Wenn es um den Aufstieg in die zweite Liga ginge, würde das etwas am finanziellen Engagement der Badischen Staatsbrauerei ändern? (Konkret gefragt: Dürfte die HSG auf eine erweiterte Unterstützung hoffen?)

    Hier werden wir uns sehr früh mit den betreffenden Personen der HSG zusammensetzen und wie beim letzten Aufstieg auch sicherlich eine passende Lösung finden.

    Wie lautet die Frage, die ich leider vergessen habe, zu stellen? Und wie Ihre Antwort?
    Glauben sie denn, dass die HSG Konstanz aufsteigt?
    Sieht gut aus!

    Danke und bis zum nächsten Spiel!


    Die Fragen stellte Tanja Adamski. Zurück

    Freitag, 7. Dezember 2012, 15:01
    Quelle: Schwäbische Zeitung


    Eblen sagt „nein“ zur 2. Bundesliga

    Dem Präsidenten der HSG Konstanz käme der Aufstieg ein Jahr zu früh


    Otto Eblens HSG Konstanz führt die Drittligatabelle an, doch der Präsident will gar nicht aufsteigen. (Foto: Pisa)

    Von Jochen Dedeleit

    KONSTANZ (ded) 700 Zuschauer wurden am vergangenen Samstag Zeugen des 32:21 (14:10)-Erfolgs der HSG Konstanz über den TSV Neuhausen/Filder. Die Konstanzer dürfen also weiter die Tabellenführung in der 3. Handball-Liga Süd feiern. 17:1 Punkte in den letzten acht Spielen, vor heimischem Publikum verlustpunktfrei. Die Konstanzer Handballer ließen sich auch von dem Vorwort ihres Präsidenten im „HSG-Magazin“ die gute Laune nicht verderben. Otto Eblen erteilte darin einem Aufstieg in die 2. Bundesliga quasi bereits das „Nein“, als er meinte: „Es geht nicht um den Aufstieg, es geht darum, unsere Ziele zu erreichen. Diese lauten sportlich, organisatorisch und wirtschaftlich langfristig zu bestehen.“ Und: „Lasst uns ein Jahr, sportlich wie organisatorisch, auf Zweitliganiveau arbeiten. Dann sind wir bereit und in der Lage, den Aufstieg zu stemmen. Sonst ist die 2. Liga nur eine sinnlose Vervielfachung des Risikos.“

    150 000 Euro würden fehlen

    Auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung meinte Otto Eblen, dass „wir uns nicht kaputt machen, nur um dem DHB zu zeigen, dass sein Konzept eben nicht gut ist. Die eingleisige 2. Liga wurde eingeführt, um die Bundesliga und die Nationalmannschaft stärker zu machen. Wo aber sind die Aufsteiger der 3. und 2. Liga in der nächsthöheren Spielklasse? Und wo steht die Nationalmannschaft?“, fragt der Präsident der Konstanzer HSG, die in der 2. Liga rund 150 000 Euro mehr benötigen würde. „Aber woher soll ich die über Nacht nehmen? Die BG (Berufsgenossenschaft, d. Red.) will demnächst schon 20 Prozent mehr.“ West-Liga-Tabellenführer TuS Wermelskirchen gab bereits vor Wochen bekannt, aus wirtschaftlichen Gründen auf jeden Fall auf den Aufstieg in die 2. Liga verzichten zu wollen.


    Auch in Richtung der (nicht ausreichend vorhandenen) Zuschauer fragt Otto Eblen, ob diese einen Aufstieg denn wollen. „Wir liegen hinter unseren Zuschauerzahlen zurück. Kommen mehr, wenn wir in der 2. Liga fast nur verlieren, wie es die jetzigen Aufsteiger tun?“ Marc Hafner, am Samstag mit sechs Treffern einer der erfolgreichsten Schützen, meinte nur: „Wir spielen unser Spiel, und daran haben wir Spaß. Der Aufstieg spielt dabei keine Rolle, da spielen so viele Faktoren eine Rolle. Wir tun jedenfalls alles dafür, um dort oben zu stehen“, sagt der ehemalige Junioren- Europameister und -Vize-Weltmeister.

    (Erschienen: 04.12.2012 11:50)