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    Samstag, 1. Dezember 2012, 15:45
    Quelle: Südkurier


    „Habe mich richtig entschieden“


    Aus dem hohen Norden an den Bodensee: Finn Meiners ist vom VfL Bad Schwartau (2. Bundesliga) zur HSG Konstanz gewechselt. Der SÜDKURIER sprach mit dem Nordlicht

    Herr Meiners, was ist hier im Süden der Republik anders als im Norden?


    Der auffälligste Unterschied ist natürlich die Landschaft. Die Deiche mit den Bergen direkt vor der Tür zu tauschen, das war schon eine Umstellung! Was das Menschliche angeht: Ich hatte gehört, dass die Lebenseinstellung hier im Süden entspannter und offener ist, fast schon mediterran. Das hat sich bestätigt. Die Leute gehen viel freundlicher auf mich zu und vermitteln echt gute Laune. Ansonsten finde ich den Unterschied gar nicht so eklatant, wie man häufig hört.


    Ihr Ex-Verein, der VfL Bad Schwartau, ist Zuschauerkrösus der 2. Bundesliga, die dortige Hansehalle ist für gute Stimmung bei den Heimspielen bekannt. Bekommt man die Anfeuerung der Fans während eines Spieles auf dem Spielfeld überhaupt mit? Und wie wirkt sich das auf die eigene Leistung aus?


    Selbstverständlich schnappt man die Stimmung auf. Es hilft einem sehr, vor allem in wichtigen Spielen, an seine Grenzen zu gehen – oder darüberhinaus. Die zusätzliche Motivation peitscht einen immer weiter nach vorne. Es kann ja kein Zufall sein, dass Mannschaften wie der VfL oder auch die HSG so heimstark sind. Einen Großteil steuern die Fans immer dazu, es heißt nicht umsonst, dass die Halle wie ein achter Mann ist!


    Wie sind Sie eigentlich aus dem anderen Ende Deutschlands nach Konstanz gekommen?


    Ich war von Anfang an offen für alles und habe mich in ganz Deutschland umgeschaut. Die Universität Konstanz hat mir dann sofort zugesagt. Außerdem war es mir sehr wichtig, am Wasser zu bleiben. Die schöne Stadt und die Lage haben dann letztlich den Ausschlag gegeben. Die HSG ist dabei das absolute i-Tüpfelchen, mit den perfekten Bedingungen hier! Ich wollte unbedingt am Ball bleiben, und dass ich hier nun die Chance bekomme, rundet die ganze Sache ab und bestätigt mich, dass ich mich mit Konstanz richtig entschieden habe.
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    Sonntag, 11. November 2012, 12:46
    11. Spieltag: HSG Konstanz - HSG Nieder-RodenHier bereits ein Ausblick auf das nächste HSG-Heimspiel. Es wird in der Schänzlehalle, auch neben dem Handball, einiges geboten. Ich hoffe, die Aktivitäten werden von vielen Zuschauern honoriert. Auch nach diesem Klassespiel in Großsachsen haben die Spieler eine volle Schänzlehalle verdient. Hier der Bericht von der HSG-Homepage:

    Gelungene Werbeaktion der HSG Konstanz an der Universität –
    Semester-Opening Party am 17.11.12 mit vielen Specials für Studenten

    von Andreas Joas

    Am Mittwoch, 17.10. präsentierte sich die HSG Konstanz im Foyer der Universität Konstanz. In der Einführungswoche, in der vor allem die Erstsemester die Universität nach der vorlesungsfreien Zeit stürmen, lud die HSG an ihrem Stand bei leckeren Smoothies zum Verweilen und Kennenlernen ein. Während die Studenten sich leckere „Ganzfruchtgetränke" - so die deutsche Bezeichnung für „Smoothie" - zubereiten ließen, brachten ihnen ihre „Barkeeper" Patrick Glatt, Simon Flockerzie, Patrick Muturi und Sebastian Groh den Handballsport und die HSG Konstanz näher. Auf einer großen Leinwand konnten sich die Studenten zudem anhand einer Präsentation in Bild, Video und Ton informieren. Zusätzlich verteilten die Spieler der ersten Mannschaft 1.500 Flyer mit den neuen Heimspielplakaten. „Wir haben so viele Flyer verteilt und anschließend so gut wie keine wieder vom Boden auflesen müssen – das Interesse war größer als gedacht", zeigte sich Sebastian Groh zufrieden und bemerkte, „das war gute Werbung. Danke auch an den Waffel-Stand neben unserer großen Leinwand: alle die Waffeln wollten, haben sich unsere Präsentation mit Interesse angeschaut." Patrick Glatt konnte sogar noch eine weitere Zielgruppe für die HSG gewinnen: „Wir haben die Chance genutzt und haben sofort die Professoren angeworben."

    Nun freut sich die HSG Konstanz auf viele neue Gesichter in der Schänzle-Sporthalle, wenn am Sa. 17.11.12 um 20.00 Uhr die in der 3. Liga auf Platz eins stehende HSG Konstanz im Heimspiel gegen Nieder-Roden antritt und versucht die Tabellenführung zu verteidigen. Nach der Handballpartie steht der Torhüter der HSG, Patrick Glatt, den Moderatoren und Fans im Club Aktiv Spieler-Talk Rede und Antwort. Ab 21.30 Uhr startet nach dem Spiel zur Begrüßung der hoffentlich zahlreich erscheinenden Studenten die Semester-Opening-Party. Der Eintritt beträgt für Studenten nur fünf Euro. Im Eintrittspreis enthalten sind zudem eine Freikarte für die Diskothek „Berry's" sowie eine 3er Karte für den Fitnessclub „Club Aktiv". Den ganzen Abend gibt es Sekt und Bier für 1,50 Euro sowie Cocktails für nur 3,00 Euro.

    Die HSG Konstanz freut sich auf Euer Kommen! Samstag, 17.11.12 um 20.00 Uhr, Schänzle-Sporthalle Konstanz!

    Freitag, 9. November 2012, 18:56
    Hier ein aktuelles Interview aus der Schwäbischen Zeitung:
    Das ist nur eine Momentaufnahme!“
    HSG Konstanz-Coach Daniel Eblen misst derzeitiger Tabellenführung keine allzu große Bedeutung bei

    Plötzlich spitze: Nach Spieltagen führt die HSG Konstanz überraschend die Tabelle der 3. Handball-Liga an. Am Samstag (20 Uhr) reist die Mannschaft von Trainer Daniel Eblen (Foto) zum Spitzenspiel beim punktgleichen Verfolger TV Germania Großsachsen. (Foto: ded)KONSTANZ / sz 2001 war es, als der HSG Konstanz der Sprung in die zweithöchste Spielklasse gelang. Drei Jahre gehörte die seit 1980 bestehende Handball-Spielgemeinschaft der 2. Bundesliga an, ehe sie wieder in die Regionalliga zurück musste. Neun Spieltage sind nun in der aktuellen Saison gespielt, und die HSG Konstanz führt die 3. Liga Süd mit 14:4 Punkten und 248:211 Toren an. In der Schänzle-Halle gelangen vier Siege in vier Heimspielen, zuletzt triumphierten die Konstanzer im Südbaden-Derby gegen Köndringen/Teningen klar. im Gespräch mit SZ-Mitarbeiter Jochen Dedeleit analysierte Trainer Daniel Eblen den derzeitigen Höhenflug.

    SZ: Platz eins in der Tabelle der 3. Liga Süd: Haben Sie sich die Tabelle ausgeschnitten?

    Daniel Eblen (lacht):Nein. Nach einem Drittel der Saison ist das ja nur eine Momentaufnahme und bei dieser starken Liga kann das in ein, zwei Wochen ganz anders aussehen. Außerdem schaue ich lieber die Videos über unsere kommenden Gegner anstatt auf die Tabelle.

    SZ: Müssen Sie Ihre Spieler derzeit bremsen oder nehmen die den Erfolg so gelassen auf wie ihr Trainer?

    Eblen: Bremsen muss ich die Jungs definitiv nicht. Die sind alle mit so einer extremen Ernsthaftigkeit bei der Sache, dass man hat das Gefühl hat, dass jeder sich ständig weiterentwickeln will. Diese Ernsthaftigkeit überrascht mich immer aufs Neue und zeigt, wie bodenständig diese Spieler sind.

    SZ: Was sind für Sie die Hauptgründe dieser Erfolgserlebnisse?

    Eblen: Es war wirklich nicht davon auszugehen, dass wir in Hochdorf (32:31-Sieg, d. Red.) ein solches Spiel in den letzten vier Minuten noch einmal drehen und dass wir in Köndringen (28:18) auf eine personell dermaßen geschwächte Mannschaft treffen. Was Köndringen passiert ist, hätte auch uns passieren können und ist uns auch schon in dem einen oder anderen Jahr passiert.

    SZ: Kann die HSG bis zum Schluss um die Plätze ganz vorne mitspielen?

    Eblen: Im Moment gehören wir tatsächlich zu den Vereinen, die oben mitspielen. Wohlgemerkt, im Moment. Spiele wie das jetzt anstehende gegen den Tabellenzweiten Großsachsen, Kirchzell (5.), Friedberg (4.), Neuhausen (11.) und so weiter liegen alle noch vor uns, bis Weihnachten gibt es keine einzige leichte Partie. Außerdem kann man sagen, dass wir derzeit einen richtigen Lauf haben. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass so ein Lauf abrupt zu Ende ist.

    SZ: Sie betonen immer, dass ihre Mannschaft über den Kampf kommt. Vor allem aber gegen Heilbronn hat Ihr Team enormes spielerisches Potenzial gezeigt.

    Eblen: Handball ist ein Kontaktsport. Ohne Kampf und Einsatzbereitschaft gewinnt man keinen einzigen Punkt, wenn man nicht drei Klassen besser ist als der Gegner. Wenn Kampf für die Defensive und spielerische Fähigkeiten für den Angriff stehen, kann man sagen, dass wir die Sicherheit der Defensive brauchen, um ohne Druck und mit spielerischen Mitteln in den Angriff gehen zu können. Kampf ist also die Voraussetzung und Basis unseres Spiels.

    SZ: Wo sehen Sie die HSG im spielerischen Bereich?

    Eblen: Die spielerischen Mittel bei uns sind zweifelsohne vorhanden. Wir haben da in den letzten zwei bis Jahren immer weiter Fortschritte erzielt und sind sehr viel weiter. Das ist auch der zentrale Trainingsinhalt der letzten Monate: Mannschafts,- Gruppen- und individualtaktisch genauer, flexibler und kreativer handeln zu können.

    SZ: Gibt es schon Gespräche mit Sponsoren, falls die HSG auch am Saisonende ganz oben steht? Viele Spieler haben ja schon mehrfach den Wunsch nach der 2. Liga bekundet.

    Eblen: Ich weiß, dass unser Team im Hintergrund ständig am obersten Limit ehrenamtlicher Tätigkeit arbeitet und jederzeit dabei ist, neue Ideen zu entwickeln und Kontakte zu knüpfen. Da spielt es keine Rolle, auf welchem Tabellenplatz das Team derzeit steht. Aber ein großes Problem ist eben die bundesweite Profi-Liga. Denn wir sind nun einmal die südlichste Mannschaft, was sich in den Reisekosten empfindlich niederschlägt. Und auf Grund von EM- bzw. WM- sowie sonstigen Länderspielpausen dürfte es vermehrt Spiele unter der Woche in Leipzig und am Wochenende vielleicht in Bad Schwartau geben. Dass der Trainingsumfang gesteigert werden muss, ist ebenfalls verständlich. Und ein viel größerer Zeitaufwand bedeutet höhere Personalkosten.

    (Erschienen: 09.11.2012 11:50)

    nach dem 9.Spieltag und dem 18:28 Sieg bei der SG Köndringen - Teningen

    Quelle: Südkurier

    HSG Konstanz will den Moment genießen

    02.11.2012

    Handballer der HSG Konstanz erobern Tabellenführung der 3. Liga Süd, wollen aber auf keinen Fall vom Titel reden.

    Den Moment genießen und aufmerksam der Dinge harren, die sich in den kommenden Monaten entwickeln: So lautet das Motto von HSG-Präsident Otto Eblen, nachdem seine Handballer mit dem Sieg beim südbadischen Kontrahenten in Teningen und der gleichzeitigen Heimniederlage des HBW Balingen-Weilstetten II gegen Aufsteiger Germania Großsachsen die Tabellenführung in der Südstaffel der 3. Liga erobert haben.

    „Es kann sich noch jeder an die Situation vor dem Start in die Saison erinnern, als nach dem Rückzug von Oliver Junker und der Verletzung von David Twardon das große Lamentieren ausbrach, wir hätten keinen Rückraum mehr! Da freut es einen umso mehr, wenn Stefan Bruderhofer, obwohl nur in der ersten Hälfte eingesetzt, fünf Tore erzielt und danach seine Mannschaftskameraden von der Bank anfeuert, weil sich der Gegner begonnen hat, auf ihn einzustellen und der Trainer deswegen die taktische Konzeption ändern muss“, so Otto Eblen. „Das zeugt vom Mannschaftsgeist, der diese Truppe trägt, ohne aber die Leistung des Trainers vergessen zu wollen, der in seiner spielerischen Ausrichtung mit dem vorhandenen Kader auskommen muss“, zeigt sich der Präsident nicht nur stolz auf das Team, sondern findet auch lobende Worte für seinen Sohn und dessen akribische Spielvorbereitungen.


    „Ein ganz wichtiger Faktor unserer Entwicklung ist sicherlich, dass sich Gerrit Bartsch so schnell eingewöhnt und eingefügt hat“, gibt Trainer Daniel Eblen das Lob gleich an den vom Bundesliga-Aufsteiger GWD Minden an den Bodensee gekommenen Offenburger weiter, weiß aber auch genau, wo die weiteren Stärken seines Teams liegen: „Sieht man sich unser Torverhältnis an, wird deutlich, dass wir auch diese Saison wieder eine gute Defensive spielen.“ Der Konstanzer A-Schein-Inhaber rückt mit Torhüter Patrick Glatt, seinen beiden kämpferischen Vorbildern Matthias Faißt und Simon Flockerzie, sowie dem nach seiner Verletzung zu Beginn der Saison momentan zu alter Effizienz zurückfindenden Marc Hafner weitere Akteure in den Blickpunkt, welche die Entwicklung der HSG Konstanz zu einem Spitzenteam der 3. Liga mitgetragen haben. „Aber es gibt diese Saison in der Staffel sicher fünf oder sechs Mannschaften, die das Potenzial haben, am Ende ganz oben zu stehen. Von daher wäre es für mich nicht nachvollziehbar, würden jetzt, nach nicht einmal einem Drittel der Saison, auf Grund unserer Tabellenführung plötzlich Meisterschaftsträume entstehen“, bremst der Konstanzer Coach etwas die Euphorie. Vor allem auch die schwere Handverletzung des Köndringers Daniel Warmuth vom vergangenen Wochenende stimmt ihn nachdenklich. „Ihm kann man wirklich nur wünschen, dass alles gut ausgeht. Wenn man so etwas miterlebt, bleibt die Freude über einen Sieg einfach gedämpft!“, sagt Eblen über die Erlebnisse beim letzten Auswärtsspiel, als dem HSG-Tross schonungslos vor Augen geführt wurde, wie schnell Träume und Erwartungen auch zerstört werden können.

    Und auch Präsident Otto Eblen möchte den Entwicklungen der Saison nicht vorgreifen und erklärt aus diesem Grund bestimmt: „Eine Tabellenführungs-Feier wird es bei uns sicherlich nicht geben. Es kommt jetzt vielmehr darauf an, ein Spiel nach dem anderen ordentlich hinter sich zu bringen!“

    Schließlich warten angesichts der Ausgeglichenheit der Liga mit Spielen gegen Großsachsen, Kirchzell oder Friedberg die kommenden Wochen genug Stolpersteine auf seine Mannschaft. Ein bisschen den Moment genießen, müsste aber dennoch drin sein.

    Quelle: HP Herrenberg


    Christ vermisst die Leidenschaft bei seinem Team

    Handball: Drittligist SG H2Ku Herrenberg unterliegt dem TSV Neuhausen verdient mit 27:32


    ZoomDa könnte man direkt Angst bekommen: Herrenbergs Ingo Krämer (am Ball) im Anflug auf das gegnerische Tor GB-Foto: Eibner

    Die Kletterpartie in der Tabelle ist vorerst gestoppt: Der Handball-Drittligist SG H2Ku Herrenberg hat sich nach einer leidenschaftsarmen Vorstellung im Derby dem TSV Neuhausen/Filder am Ende verdient mit 27:32 (11:15) geschlagen geben müssen. Durch die Niederlage hat das Team um Coach Stephan Christ die Chance verpasst, mit dem TSV nach Pluspunkten gleichzuziehen.

    Sven Gruber

    Stephan Christ saß nach Spielende nachdenklich auf der Auswechselbank. Dem Trainer des Drittligisten SG H2Ku Herrenberg war die Enttäuschung über die 27:32-Niederlage beim heimstarken TSV Neuhausen auf den Fildern ins Gesicht geschrieben. Was Christ beschäftigte? "Dass wir uns heute in so einem wichtigen Spiel so leidenschaftsarm präsentiert haben. Noch dazu in einem Derby", erklärte er deprimiert.

    Dabei war für ihn die sportliche Welt nach einer Viertelstunde noch in Ordnung gewesen. Die SG H2Ku hatte zu diesem Zeitpunkt die Partie beim Stande von 6:6 offen gestaltet und selbst einen zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand (5.) weggesteckt. Das war zum einen der Abschlussschwäche der Hausherren in den Anfangsminuten geschuldet. Linksaußen Philipp Frey etwa hatte zwei unbedrängte Heber an die Latte gezirkelt (6./10.). 120 Sekunden später hatte sich der TSV-Spielmacher Simon Wohlrabe einen seiner wenigen Fehlwürfe geleistet - und den Ball an den linken Pfosten gezimmert.

    Zum anderen hatte sich die SG H2Ku in der Offensive clever angestellt: Beim 5:5 durch den an diesem Abend eher unauffälligen SG-Linksaußen Eike Schmiederer (15.) hatte Felipe Soteras-Merz gleich zwei Gegenspieler gebunden und so die entscheidende Lücke in die gegnerische Deckung gerissen. In Überzahl allerdings bekamen die Gäste aus dem Gäu zwei Gegentreffer durch Rechtsaußen Daniel Hebisch eingeschenkt - 6:8 (18.).

    In der Folge konnten sich die Gastgeber vor 550 Zuschauern in der Egelsee-Halle auf 10:7 absetzen und diesen Vorsprung bis zur Pause sogar auf 15:11 ausbauen. Das lag zu einem Großteil an der aufkommenden Hektik im Angriffsspiel der SG und einer stabiler werdenden Abwehr der Platzherren. "Wir haben uns zu viele Unkonzentriertheiten geleistet", haderte Christ. Besonders Ingo Krämer war kurz von der Rolle: Er scheiterte mit einem Strafwurf an TSV-Keeper Hans Hermann (23.). Dann schenkte er einen erkämpften Ball nach einem risikoreichen Pass auf Valentin Hörer gleich wieder an den Gegner ab. Letzterer hatte kurz zuvor die Körpergröße von Christian Dürner überschätzt und den Ball ins Aus gepasst.

    Nach Wiederanpfiff kam die Sieben von Stephan Christ nach kurzen Anlaufschwierigkeiten immer besser in Schwung. Zwei Treffer durch Dürner, einer durch Krämer, dazu zwei Paraden des inzwischen eingewechselten H2Ku-Torhüters Tobias Barthold - plötzlich waren die Gäste beim 15:17 wieder im Spiel. Wenig später hatte die SG H2Ku in Unterzahl sogar auf 17:18 verkürzt. Und blieb bis zum 19:20 dran.

    Doch der Ausgleich sollte in diesem Derby nicht fallen. "Weil wir unheimlich gefightet haben und besonders den wurfgewaltigen Valentin Hörer überhaupt nicht in die gefürchteten Eins-gegen-eins-Situationen haben kommen lassen", stellte TSV-Trainer Florian Beck zufrieden fest. Seine Defensive präsentierte sich in der zweiten Hälfte wesentlich agiler und aggressiver. Zudem verlieh Schlussmann Hans Herrmann seiner Abwehr mit seinen insgesamt neun Paraden seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit.

    Die Folge: Zu oft rieben sich die SG-Akteure notgedrungen in Einzelaktionen über die Halbpositionen auf. Zu selten lief der Ball flüssig und zielstrebig durch die Reihen der Gäste und landete auf den Flügeln. Zu oft probierte es die SG mit Wucht anstatt mit Köpfchen. Ein funktionierendes Konterspiel wie gegen Großsachsen am vergangenen Spieltag war aufgrund der mäßigen Defensivleistung kaum möglich. "Dadurch haben wir kaum für Entlastung gesorgt. Gegen Ende wollten wir zu allem Überfluss einfach nicht an unsere Reserven gehen, waren zu brav und unentschlossen - und sind daher viel zu oft einen Schritt zu spät gekommen", ärgerte sich SG-Coach Christ. Er machte das besonders an den gut und gerne einer Handvoll verlorener Zweikämpfe in den letzten 15 Spielminuten fest. "Wir haben heute auch keinerlei Aufbäumen gezeigt, obwohl das ganze Spiel keine klare Kiste für Neuhausen war", monierte der SG-Trainer.

    Durch die 27:32-Niederlage gegen den TSV (jetzt 14:16 Zähler) haben es seine Schützlinge (10:18) verpasst, nach Pluspunkten mit den Gastgebern gleichzuziehen - und sind vorläufig wieder auf einen Abstiegsplatz gerutscht. "Jetzt stehen wir gegen Zweibrücken erneut unter Druck", sagt Christ. Am kommenden Samstag (20.30 Uhr/Markweghalle) empfängt die SG H2Ku den SV 64 Zweibrücken zum Nachholspiel.

    TSV Neuhausen/Filder: Herrmann (im Tor), Wohlrabe (10/5), Eisele (4), Durst (3), Fuchs (3), Wolfgang Kroll (3), Hebisch (3), Schöbinger (3), Flechsenhar (2), Frey (1), Zulauf, Klingler, Grundler

    SG H2Ku Herrenberg: Rebmann, Barthold (beide im Tor), Dürner (6), Krämer (5/3), Rau (4), Rentschler (3), Hörer (2), Sattler (2), Schmiederer (2), Soteras-Merz (1), Geist (1), Hold (1)

    Quelle: HP Neuhausen/Filder

    Zurück in der Erfolgsspur - 32:27-Sieg gegen Herrenberg


    Spielmacher Simon Wohlrabe hatte einen Sahnetag erwischt und führte die MadDogs zum 32:27-Heimsieg gegen Herrenberg.

    Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2012 haben die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen einen verdienten 32:27-Erfolg im Derby gegen die H2Ku Herrenberg gefeiert. Gegen Ende der ersten Halbzeit setzte sich die Truppe von Trainer Florian Beck mehr und mehr ab und ließ sich auch durch eine kurze Auszeit zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht aus der Ruhe bringen. Nach zwei Auswärtsniederlagen ist das Team damit wieder in der Spur und kann mit 14:16-Punkten zur Saisonhalbzeit durchaus zufrieden sein. Die letzte Partie des Jahres steigt am Freitag, 21. Dezember, 20 Uhr, im HVW-Pokal beim letzten der Baden-Württemberg-Oberliga TSV Schmiden.

    „Glückwunsch an Neuhausen. Der Sieg ist verdient, weil sie sehr entschlossen waren und den Erfolg mehr wollten als wir. Außerdem haben sie mehr investiert. Zuletzt hatten wir drei überlebenswichtige Wochen, daran konnten wir heute aber nicht anknüpfen. Neuhausen hatte heute das, was uns fehlte“, analysierte H2Ku-Coach Stephan Christ die Niederlage treffend.

    „Ich kann bestätigen was Stephan gesagt hat. Wir haben viel investiert und uns nicht beirren lassen, als Herrenberg wieder herangekommen ist. Ich bin mit der zweiten Halbzeit nicht ganz zufrieden, weil unsere Abwehr da nicht immer so gut stand. In den letzten acht Minuten war es wieder besser, außerdem hat Hans Herrmann sehenswerte Bälle gehalten und uns Sicherheit gegeben. Der Sieg ist wichtig und tut gut nach zwei Auswärtsniederlagen“, zeigte sich TSV-Übungsleiter Florian Beck erleichtert über den doppelten Punktgewinn.

    Zu Beginn konnten die Gäste das erste und einzige Mal während der gesamten Spielzeit in Führung gehen. Mit einem Dreierpack drehten die MadDogs den Spieß rum, aber nach neun Minuten hatte die Spielgemeinschaft den 3:3-Gleichstand hergestellt. Fortan legten die Hausherren vor, die Truppe aus dem Gäu zog nach. Erst beim 8:6 zogen die Filder-Handballer wieder etwas davon. Über 10:7 (20.) und 13:10 (29.) wurde der Vorsprung bis zum Wechsel auf 15:11 ausgebaut.

    In den ersten Minuten des zweiten Durchgangs änderte sich zunächst nichts. Dann jedoch kam Herrenberg angetrieben vom Ex-Neuhäuser Christian Dürner immer besser ins Rollen und schloss zum 18:17 auf (39.). Bis zum 22:21 (46.) ließ sich das Team von Stephan Christ nicht abschütteln, doch zwei TSV-Tore in Folge zwangen ihn zur Auszeit. Diese störte den Rhythmus der Beck-Sieben allerdings keineswegs, denn der Abstand wurde auf vier Treffer vergrößert. Näher als auf drei Tore ließen die Gastgeber den Kontrahenten nicht mehr herankommen und sicherten sich mit konzentriertem Angriffsspiel und einem bravourös haltenden Hans Herrmann zwischen den Pfosten den sechsten Heimsieg der Saison.

    Am Freitag, 21. Dezember, 20 Uhr, wartet nun noch der Baden-Württemberg-Oberligist TSV Schmiden, bei dem es im HVW-Pokal um den Einzug ins Viertelfinale geht.



    TSV Neuhausen – H2Ku Herrenberg 32:27

    TSV Neuhausen: Herrmann, Durst (3), Fuchs (3), Kroll (3), Eisele (4), Wohlrabe (10/5), Hebisch (3), Schöbinger (3), Flechsenhar (2), Frey (1).

    H2Ku Herrenberg: Rebmann, Barthold, Hörer (2), Rau (4), Klisch, Merz (1), Hold (1), Schmiederer (2), Sattler (2), Dürner (6), Krämer (5/3), Renschler (3), Geist (1).

    Schiedsrichter: Finger/Friedel.

    Zuschauer: 500.

    Zeitstrafen: Durst, Fuchs, Frey; Hörer, Rau, Sattler, Dürner (2), Krämer.

    Quelle: HP Hochdorf
    Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ


    Hochdorf bricht nach Pause ein


    Handball: Drittligist verliert 34:36 gegen die SG Kronau-Östringen II und rutscht immer mehr in die Abstiegszone – Zehntes Spiel ohne Erfolg


    Von Jochen Willner


    HOCHDORF-ASSENHEIM. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Auch im zehnten Spiel in Folge gab es keinen Sieg für den Handball-Drittligisten TV Hochdorf. Mit 34:36 (19:13) verlor die Mannschaft von Trainer Michael Pfeil gestern Abend gegen den Nachwuchs des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen, die SG Kronau-Östringen II.Nach der gestrigen Niederlage rutscht der Drittligist immer tiefer in die Abstiegszone und muss so langsam um den Klassenverbleib bangen.Der Frust über die abermalige Niederlage saß gestern tief. Dabei konnte Trainer Pfeil erstmals in dieser Saison auf den kompletten Kader zurückgreifen. Dennoch stand sich die Mannschaft wieder einmal selbst im Weg. Nach einer deutlichen Pausenführung mit sechs Toren Vorsprung gerieten die Hausherren in der zweiten Hälfte immer mehr unter Druck und mussten in der 47. Minute das 26:26 durch Michael Abt hinnehmen. Hochdorf wirkte zunächst geschockt, bemühte sich dennoch um den Anschluss. Die Junglöwen ließen sich auf der Jagd nach ihrer Beute aber nicht aufhalten. Sie agierten in der Abwehr deutlich aggressiver als der Gastgeber und hatten auch im Angriff die besseren Möglichkeiten. „Das ist besonders ärgerlich. Wir haben nicht da weitergemacht, wo wir in der ersten Hälfte aufgehört haben“, kritisierte er die eklatante Abwehrschwäche.


    Hochdorf wirkte in der zweiten Halbzeit in der Defensive zu brav und bekam auch die Rückraumspieler der Gäste nicht in den Griff. Hochdorfs Torhüter Tim Doppler fühlte sich von seinen Vorderleuten oft im Stich gelassen.


    Das war in der ersten Hälfte noch ganz anders. Da brillierte Hochdorf mit in der Abwehr. Das konsequente Defensivverhalten war der entscheidende Grund für die erfolgreiche Aufholjagd des TVH. Nach dem 2:5-Rückstand (5.), drehte Hochdorf die Partie und führte 10:9 (15.). Die Gastgeber spielten sich in einen Rausch. Davon war nach dem Wiederanpfiff nichts mehr zu sehen. Hochdorf geriet immer mehr ins Hintertreffen und büßte in der 46. Minute wieder die Führung ein. Die Gäste waren nun nicht mehr zu bremsen. Einzig Kai Zimmermann im rechten Rückraum fand in der Schlussphase die Lücke durch die Junglöwen-Abwehr und hielt Hochdorf mit 34:35 bis zur Schlussminute im Spiel. Die offensive Deckung des TVH brachte aber nicht mehr den erhofften Ausgleich. Stefan Jochim ließ Benny Hundt im Duell Eins gegen eins stehen und sorgte für den vielumjubelten Treffer zum 36:34-Sieg des Aufsteigers.


    So spielten Sie


    TV Hochdorf: Doppler (ab 9.-45., 56.-60.), Roell (1-8., 46.-55.) – Kupijaj (3), Beutler (5), Zimmermann (8) – Morio (1), Dietz (3) – Sliwa (4) - Hundt (6/3), Job, Ritter, Jörn Christmann (1), Mauer (2), Lanninger (1)


    SG Kronau-Östringen II: Ullrich (1.-23., 31.-51., Bitz (ab 24.-30, 52.-60.) – Schmidt (7), Jochim (5), Abt (7) – Rudolf (8), Djozic (5) – Dippe (3) – Bechtold


    Spielfilm: 1:4 (4.), 6:8 (10.), 8:8 (12.), 12:9 (17.), 17:11 (25.) (23.) 19:13 (29.), 21:19 (37.), 26:26 (47.), 28:30 (51.), 32: 34 (57.), 34:36 (60.) - Zeitstrafen: 8/10 - Siebenmeter: 6/4 – 1/0 - Beste Spieler: Zimmermann, Sliwa, Hundt - Abt, Rudolf, Schmidt - Zuschauer: 270 - Schiedsrichter: Fecher/Kaplan (Wiesbaden).


    Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener Rundschau Ausgabe: Nr.292 Datum: Samstag, den 15. Dezember 2012

    Quelle: HP TV Kirchzell

    Ein rabenschwarzer Abend für den TVK

    Veröffentlicht von 1. Mannschaft am 15.12.2012

    Es bleibt dabei. Der TV Kirchzell verliert in der Saison 2012/13 auch das dritte und letzte Derby. Durch die deutliche 29:22 (11:11) - Niederlage beim TV Groß-Umstadt spitzt sich die Tabellensituation für die Odenwälder darüber hinaus mehr und mehr zu.
    Es war ein nervöser Beginn beider Mannschaften in der Groß-Umstadter Heinrich-Klein-Halle. Erst gegen Ende der zweiten Spielminute konnten die Gastgeber das erste Tor der Partie erzielen. Danach dauerte es weitere zwei Minuten, bis dem TV Kirchzell durch Tim Klühspies der Ausgleich zum 1:1 gelang. Eine durchaus zähe Anfangsphase, in der sich Groß-Umstadt durch eine kompakte 6:0- Abwehr aber zunehmend Vorteile verschaffte. Kirchzell tat sich schwer damit, gute Gelegenheiten zu erspielen und brachte dem Gegner viele einfache Ballgewinne und somit eine 5:1- Führung in der 11. Minute. In der Folge schien der TVK ein wenig aufzuwachen, biss sich ins Spiel und konnte sich Stück für Stück an Groß-Umstadt herankämpfen. Mit der Halbzeitsirene besorgte Mario Stark den vielumjubelten Ausgleich zum 11:11. Die Gäste waren zurück im Spiel und alles deutete auf eine spannende zweite Halbzeit hin.

    Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs waren auch durchaus recht ausgeglichen doch danach folgte eine entscheidende Phase im Spiel. Groß-Umstadts Michiel Lochtenbergh erhielt in der 34. Minute seine dritte Zeitstrafe und wurde zum vorzeitigen Duschen geschickt. Zudem gab es eine Team-Strafe gegen die Gastgeber wegen zu starken Reklamierens. Der TVK war nun vier Minuten in Überzahl, konnte diese Phase aber lediglich mit 1:0 gewinnen. Das war definitiv zu wenig. 13:13 stand es als der TVG wieder ergänzen durfte und ein 3:0- Lauf der Hausherren sorgte im Anschluss für deren 16:13 – Führung zur 41. Minute. In den folgenden zwölf Spielminuten war nun der TVK insgesamt über sieben Minuten in eigener Unterzahl. Die ersten vier davon, konnte man zwar noch ausgeglichen gestalten, die anderen wurden aber insgesamt mit 3:0 verloren, sodass es schon in der 53. Minute beim 24:17 am deutlichen Heimsieg des TVG nichts mehr zu rütteln gab. Kirchzells Marius Fuchs handelte sich zu allem Übel noch seine dritte Zeitstrafe ein und musste ebenfalls auf die Tribüne. Groß-Umstadt ließ im Gefühl des sicheren
    Sieges nichts mehr anbrennen. Dem TVK gelang es nur noch, eine höhere Niederlage zu verhindern.

    Im Nachhinein kann natürlich über die vier Zeitstrafen gegen den TVK ab der 42. Minute diskutiert werden. Das wäre aber der falsche Ansatz. Kirchzell war lediglich während seiner Aufholjagd in der ersten Hälfte annähernd so präsent, wie der abstiegsbedrohte Gegner über die komplette Zeit. Zudem hätte nach der Überzahlsituation zu Beginn der zweiten Halbzeit eine eigene Führung herausspringen müssen. Zu harmlose Angriffe mit sieben Minuten ohne Torerfolg ermöglichten Groß-Umstadt die wichtige Führung zum 16:13. Danach lief man nur noch hinterher. Es fehlten in allen Bereichen die letzten Prozentpunkte, um in diesem Spiel etwas erreichen zu können.

    Diese Niederlage trifft den TVK nun sehr hart. Man kann nicht sagen dass man in Groß-Umstadt gewinnen muss, doch die Masse verlorener Spiele gegen direkte Konkurrenten darf nicht unterschätzt werden. Die Abstiegsränge sind nicht mehr weit entfernt und diese Situation muss ernst genommen werden. In der Winterpause sind alle gefragt, die Hinserie genau zu analysieren und sich gut einzustimmen auf den Start der Rückrunde. Ab dem 12. Januar gibt es vorerst nur noch Endspiele, die gewonnen werden müssen, um nicht weiter nach hinten zu fallen.

    Der TVK spielte in folgender Besetzung:
    Andy Wolff, Johannes Klimmer, Sandro Friedrich; Philipp Baier 4, Andi Kunz 2/2, Steffen Kaufmann, Tim Klühspies 3, Tim Mechler 1, Mario Stark 4, Marius Fuchs 3/1, Felix Hain 5, Nico Polixenidis, Foti Erifopoulus.

    Quelle: HP Groß Umstadt

    17.12.12 09:47
    Von: Main-Echo

    Handball: Beckmann-Crew schickt im Derby den TV Kirchzell mit 29:22 nach Hause - Abwehr und Torhüter überragend


    Groß-Umstadts starker Endspurt

    Handball: Beckmann-Crew schickt im Derby den TV Kirchzell mit 29:22 nach Hause - Abwehr und Torhüter überragend


    Handball 3. Handball-Liga, Staffel Süd, Männer: TV Groß-Umstadt - TV Kirchzell 29:22 (11:11). - Mit einem starken Endspurt holte sich der TV Groß-Umstadt im Derby gegen den TV Kirchzell den Sieg. Während die einen von einem »teuflisch guten Spiel« sprachen, waren die anderen enttäuscht und etwas sprachlos. Für die Hausherren war dieser Erfolg aufgrund der prekären Tabellensituation mehr als wichtig.


    Handballregional (1 / 1)


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    <span id="pictext">Kai Kramer war mit sechs Toren einer der besten Torschützen des TV Groß Umstadt beim Derbysieg gegen den TV Kirchzell. Foto: <span class="honorar">Alexander Dilsky</span></span>

    Aber auch den Kirchzellern hätten zwei Punkte mehr gut zu Gesicht gestanden.
    Die Mannschaften begannen sehr abwartend, die Anspannung war beiden Teams anzumerken. Erst in der zweiten Minute gelang Geburtstagskind Philipp Becker das erste Tor für die Gastgeber. Kirchzell ließ sich sogar bis zur fünften Minute Zeit, um den Ausgleich herzustellen. Bedingt durch die kompakte 6-0-Abwehr des TVG kamen die Gäste schwer in Schwung und konnten sich zunächst nicht viele gute Gelegenheiten erspielen. Die Beckmann-Crew nutzte dies und zog auf 5:1 (11.) davon.
    Zuvor hatte Gästetrainer Gottfried Kunz bereits den grünen Karton gelegt. In der Folge schien diese Maßnahme zu greifen, der Anschluss fiel in der 21. Minute durch einen Siebenmeter. Der TVK agierte sehr konzentriert, verlagerte seine Wurfversuche auf die Außenpositionen. Die 1,99 Meter großen Hünen See, Schulz und Becker standen sehr gut und machten dem Gegner das Torewerfen schwer. Trotzdem schafften es die Kirchzeller mit viel Kampfgeist und einer ebenfalls stark agierenden Defensive bis zur Pause den 11:11-Ausgleich herzustellen.
    <span class="zwischenzeile">TVK nutzt Überzahl nicht</span>
    Völlig offen ging es in den zweiten Abschnitt. Die Hausherren legten 13:12 vor, als es zu einer entscheidenden Phase kam. Abwehrspezialist Michiel Lochtenbergh bekam eine doppelte Zeitstrafe und wurde mit »Rot« auf die Tribüne verbannt. Die Quintessenz war, dass der TVG vier Minuten in Unterzahl überstehen musste. Die Kirchzeller konnten daraus zu wenig Kapital schlagen, gewannen diese Überzahl lediglich mit 1:0 - das war zu wenig. Beim 13:13 (36.) durften die Einheimischen wieder ergänzen und sorgten mit einem kleinen Lauf prompt für die 16:13-Führung. Das Spiel gewann immer mehr an Intensität und beide Mannschaften kämpften bis zum Umfallen. In den folgenden zwölf Spielminuten drehte sich der Spieß und nun war der TVK insgesamt sieben Minuten lang in Unterzahl. Die Gäste probierten alles, nahmen Florian See kurz, wechselten den Torhüter. Gebracht hat es letztlich nichts mehr. Denn der TVG ließ sich nicht mehr aufhalten, führte in der 54. Minute mit 25:17 - das war’s dann für die Gäste.
    Für die Einheimischen war dies ein immens wichtiger Sieg und Trainer Tim Beckmann war überglücklich: »Endlich haben wir unsere Leistungsfähigkeit und unsere Stärken über die volle Distanz zeigen können. Wir haben heute ein Signal gesetzt und uns Selbstvertrauen geholt. Immerhin haben wir gegen eine Topmannschaft der Liga gespielt. Überragend heute unsere Abwehr- und Torhüterleistung. Im Angriff haben wir konzentriert unsere Chancen gesucht und genutzt.«
    Ob im Nachhinein in Kirchzell groß über die vier Zeitstrafen ab der 42. Minute diskutiert wird, bleibt dahingestellt. Die Gäste zeigten sich sehr selbstkritisch. In der Überzahlsituation zu Beginn der zweiten Hälfte hätte mehr herausspringen müssen. Hinzu kam der harmlose Angriff, der über sieben Minuten ohne Torerfolg blieb und dem TVG eine 16:13-Führung ermöglichte. »Diese Niederlage trifft uns hart, wobei man nicht sagen kann, dass in Groß-Umstadt gewonnen werden muss. Die Masse der verlorenen Spiele gegen direkte Konkurrenten darf nicht unterschätzt werden«, sagte Pressesprecher Andi Kunz.
    Während der TVK nun Zeit hat, die Hinrunde genau zu analysieren und sich für die Rückrunde gut einzustimmen, muss Groß-Umstadt am kommenden Wochenende noch einmal nachsitzen. Dann kommt der Elfte Köndringen/Teningen zum Abschluss des Jahres in die Klein-Halle.

    Quelle: Badische Zeitung Online


    Verteidigung Fehlanzeige
    SG-Handballer verlieren beim Aufsteiger Zweibrücken.

    Enttäuschend: Beim Vorletzten SV 64 Zweibrücken verlor der Drittligist SG Köndringen-Teningen mit 32:36 (14:17) und offenbarte dabei vor nur 320 Zuschauern gravierende Defensivprobleme.
    Dabei hatte es danach zu Beginn gar nicht ausgesehen: Steffen Zank mit einem Doppelschlag und Michael Rascher brachten die Gäste nach gut sieben Minuten 3:2 nach vorne. Sieben Minuten später aber hieß es schon 9:6 fürs Kellerkind. Und nach dem Wechsel (17:14) gelang es den Teninger kein einziges Mal, den Anschlusstreffer zu markieren. Vielmehr lagen sie nach 50 Minuten schon sechs Treffer hinten (29:23), ehe Markus Wenning, Martin Hirling mit je einem Doppelschlag, Daniel Warmuth und Lukas Bing ihrer Mannschaft mit 29:31 noch einmal an etwas Zählbares glauben ließen. Die Gäste nahmen hernach bei Ballbesitz den Keeper raus und brachten mit Michael Rascher einen siebten Feldspieler. Vorne aber verwarfen sie aus schlechter Position. und Zweibrücken hatte keine Mühe, das Leder im leeren Gehäuse unterzubringen. "Mit dem Angriff bin ich zufrieden, wir werfen selten 32 Tore. Aber wir haben Riesenprobleme bei den Schnittstellen zwischen Halb und Außen gehabt und in zwei Phasen mit je sechs Minuten fast zehn Kontertore bekommen, obwohl wir das genau wussten", resümierte SG-Coach Ole Andersen nach einer "ganz schlechten Nacht". Zweibrücken habe den Sieg mehr gewollt und das sei "wahnsinnig enttäuschend".
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    Quelle: HP Köndringen


    Mini-Serie reißt auswärts in Zweibrücken
    SG Köndringen/Teningen verliert mit 36:32 (17:14)


    Beim Tabellenvorletzten verlor die Mannschaft um Ole Andersen knapp und konnte somit ihr Punktekonto, nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage, nicht ausgleichen.

    Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen und die Führung wechselte bis zum 5:5 in der 12. Minute ständig. Durch drei technische Fehler in Folge konnten sich die Hausherren vorübergehend absetzen. Durch konzentrierteres Spiel und eine besser stehende Abwehr zwang man Zweibrücken in der 22. Minute nach dem Führungstreffer durch Gerald Sandu zum 11:12 zur Auszeit. Diese zeigte Wirkung und die Gastgeber konnten in der Folge einen drei Tore Vorsprung heraus spielen. Mit einem Spielstand von 17:14 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

    Nach Wiederanpfiff verlief das Spiel zunächst auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für Zweibrücken. Bedingt durch die einzige 2-Minuten Zeitstrafe der SG konnte die Heimmannschaft in der 50. Minute erstmals mit 6 Toren in Front gehen. Dies zwang Ole Andersen zur Auszeit. Als taktische Maßnahme versuchte man mit einer zweifachen Manndeckung in der Abwehr sowie dem siebten Feldspieler in der Offensive das Spiel nochmals zu kippen. Dies zeigte Wirkung und die SG konnte durch eine starke kämpferische Leistung in der 55. Minute auf 31:29 verkürzen. Zwei einfache Fehler ermöglichten es den Gastgebern ins leere Tor einzuwerfen und wieder mit drei Toren in Front zu gehen. In den letzten Minuten versuchte man das Spiel mit einer weiteren Manndeckung noch zu drehen aber die überlegt spielenden Gastgeber ließen sich auch davon nicht aus dem Konzept bringen und erzielten in der 59. Minute den letzten Treffer der Partie zum 36:32 Endstand.

    Nun gilt es im letzten Spiel des Jahres, am 22.12. beim TV Groß-Umstadt zwei Punkte zu holen und die Hinrunde nach einem mäßigen Saisonstart positiv zu beenden.

    Tore SG: Ehrler 4, Wenning 5, Trodler 6/3, Hirling 4, Warmuth 5, Rascher 1, Zank 3, Bing 2, Sandu 2.

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    Quelle: HP TSB Heilbronn Horkheim


    Eine fast perfekte Vorstellung

    Wojciech Honisch war auch eine Stunde nach dem letzten Drittliga-Spiel seines TSB Horkheim in diesem Jahr noch bestens gelaunt. Ob er denn vor dem Spitzenspiel gegen den bis dato Tabellenzweiten HBW Balingen-Weilstetten II etwas Spezielles zur Leistungssteigerung getan habe, wurde der TSB-Torhüter bei der späteren Weihnachtsfeier an der Stauwehrhalle von Pressewart Michael Roll mit einem Augenzwinkern gefragt. "Natürlich", erwiderte Honisch grinsend: "Ich habe einen Kaffee getrunken, Magnesium zu mir genommen und eine Runde mit meinem Sohn gespielt."

    Sieggarant Ob diese Dinge tatsächlich dafür verantwortlich waren, dass der Keeper mit einer überragenden Leistung zu einem der Garanten des eindrucksvollen 36:24 (18:8)-Erfolgs der Horkheimer gegen die Balinger Bundesliga-Reserve avancierte, ist nicht vollends aufzuklären. Fakt ist jedoch: Honisch entnervte vor allem in der ersten Hälfte die jungen Gästeangreifer reihenweise und verzeichnete vor seiner umjubelten Auswechslung in der 50. Spielminute starke 18 Paraden. "Unter diesen Umständen verlässt man natürlich gern das Feld. Ich habe einen Sahnetag erwischt. Aber heute hat jeder seine Aufgabe super erfüllt", sagte der Torhüter nach dem achten TSB-Sieg im achten Heimspiel der Saison zufrieden.

    Damit traf Honisch den Nagel auf den Kopf. Vor den gut 600 Zuschauen in der stimmungsvollen Stauwehrhalle war der TSB gegen die bis dato auswärts noch ungeschlagenen Gäste vom Anpfiff an hellwach. Lediglich zwei Minuten (1:1) konnten die Balinger dem Angriffswirbel der Hausherren etwas entgegensetzen. Dann nahmen die Schützlinge von TSB-Trainer Volker Blumenschein den überforderten Kontrahenten über 3:1 (4.), 8:2 (13.) und 14:4 (20.) auseinander. Dabei schlugen die Gastgeber den Kontrahenten vor allem mit den eigenen Waffen: Mit einer starken Defensive und konsequentem Umschaltspiel. "Balingen musste für die wenigen Treffer sehr hart arbeiten. Wir hatten dagegen im Angriff immer die richtige Antwort parat", sagte TSB-Trainer Volker Blumenschein.

    Was als Spitzenspiel angepfiffen wurde, entwickelte sich so schnell zu einer Demonstration der Horkheimer (Heim-)Stärke. Bereits beim 18:8-Pausenstand war die Begegnung entschieden. Da halfen auch die ständig wechselnden Defensivformationen der Balinger nichts. Zu treffsicher und variabel präsentierte sich der TSB im Angriff, zu aggressiv und stabil in der Defensive. " Das hat zum Abschluss noch mal richtig Spaß gemacht. Als die Schiedsrichter zur Pause gepfiffen haben, wollten wir eigentlich gar nicht aufhören", sagte Abwehrchef Stefan Fähnle. Und sein Pendant in der Offensive, Spielmacher Felix Knoll, grinste: "Da hat sich das Videostudium im Vorfeld gelohnt."

    Fairer Verlierer Ebenso zufrieden wie seine beiden Schützlinge war dann − kaum überraschend − abschließend auch der Trainer. "Viel besser geht es nicht. Bei uns hat alles gepasst. Das war fast eine perfekte Vorstellung. Wir waren von Anfang an klar im Kopf", sagte Volker Blumenschein. Dessen Gegenüber, Balingens Trainer Eckard Nothdurft, zeigte sich angesichts der Horkheimer Überlegenheit als fairer Verlierer. "Die Niederlage geht in Ordnung und die Höhe spiegelt auch die Kräfteverhältnisse in diesem Spiel entsprechend wider."

    TSB: Honisch, Eipperle (Tor) - Weckerle (3), A. Prasolov, Günthner (9), Maurer (2), Knoll (4), P. Kroll (n.e.), Fähnle, Schumacher (7), E. Prasolov (4), Seitner (4/1), R. Kroll (1), König (2).

    Meiste Balinger Tore: Aleksandar Stevic (7/3), Christian Wahl (6/2)

    Zeitstrafen: TSB 5, Balingen 2

    Siebenmeter: TSB 1/1, 6/5

    Zuschauer: 600

    Schiedsrichter: Andreas Reiser/Heiko Weber

    TSB-HBWII Video Stimme.tv
    Written by nif - Nachrichten fr die Region Heilbronn - Hohenlohe - Kraichgau - STIMME.de | 17.12.12 - 10:09 | 70x gelesen |

    Quelle: HP Balingen


    Die „Jungen Wilden“ verlieren nach desolater Leistung in Horkheim


    HBW-Trainer Nothdurft (stehend) konnte mit der Abwehrarbeit seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. Foto: Ingeborg Kreher

    Nichts zu holen gab es für den HBW Balingen-Weilstetten 2 im Topspiel der dritten Liga Süd. Gegen den TSB Heilbronn-Horkheim setze es für die Mannen um Trainer Eckard Nothdurft eine herbe 36:24-Klatsche. Das Spiel war dabei bereits zur Halbzeitpause entschieden, in welche das Perspektivteam mit einer Zehn-Tore-Hypothek (18:8) ging. Trotz der deutlichen Niederlage verteidigten die Eyachstädter den zweiten Tabellenplatz und sind deutschlandweit somit das erfolgreichste Bundesliganachwuchsteam. In der Partie gegen die heimstarke TSB war Kapitän Aleksandar Stevic mit 7/3 Toren erfolgreichster Werfer.

    Desolate erste Hälfte

    „Wir haben heute sowohl in der Abwehr als auch im Angriff desolat agiert. Es ist schade, dass wir im Topspiel nicht ansatzweise an unsere Leistungsgrenze gehen konnten, um die Partie so offener zu gestalten. Vielleicht hat man einfach gemerkt, dass heute nach der langen Hinrunde ein wenig die Kraft gefehlt hat, auch wenn man das sicherlich nicht als Ausrede benutzen darf. Nichtsdestotrotz können wir insgesamt stolz auf die gezeigten Leistungen der Hinrunde sein und werden versuchen, die Rückrunde ähnlich erfolgreich zu gestalten“, so das ernüchternde aber realistische Fazit von Rückraumakteur Micha Thiemann nach der Begegnung.

    Der HBW Balingen-Weilstetten 2 konnte die Begegnung bei dem zu Hause noch ungeschlagenen TSB Horkheim derweil lediglich bis zur zweiten Minute offen gestalten. Christian Wahl erzielte per Siebenmeter das 1:1, nach dem Markus Schumacher das 1:0 für den Gastgeber markiert hatte. In der Folgezeit entwickelte sich eine einseitige Partie und der Treffer von Felix Günthner zum 7:2 in der 13. Minute veranlasste Trainer Eckard Nothdurft bereits zu einer Auszeit. Doch auch diese erbrachte nicht die gewünschte Wirkung und Horkheim schaffte es Tor um Tor vorzulegen, während die „Jungen Wilden“ im Angriff nichts zu Stande brachten. In der 22. Spielminute markierte Felix Knoll für den Aufstiegsaspiranten so das 15:4, welches deutlich machte, dass für das Balinger Perspektivteam an diesem Abend überhaupt nichts zu holen sein würde. Der Einwechslung von Julian Thomann war es zu verdanken, dass sich zu mindestens das Angriffsspiel der Gäste ein wenig durchschlagskräftiger und torgefährlicher gestaltete. Das Abwehrverhalten erwies sich allerdings weiterhin desolat und so wurden völlig leistungsgerecht beim Stande von 18:8 die Seiten gewechselt.

    HBW überwintert auf Platz Zwei

    Wer in der zweiten Halbzeit dann mit einem Aufbäumen des HBW 2 gerechnet hat, wurde enttäuscht. Auch im zweiten Spielabschnitt war Horkheim die spielbestimmende Mannschaft und ließ zu keinem Zeitpunkt die Atmosphäre eines Spitzenspiels aufkommen. Zu dominant war das Auftreten des Ligavierten, der nach der Halbzeit zunächst die ersten vier Treffer erzielte. Einer deutlich verbesserten Angriffsleistung in den zweiten 30 Minuten war es dann aber zu verdanken, dass eine völlige Demontage ausblieb. Zwar baute die TSB die Führung zwischenzeitlich auf 14 Tore Unterschied aus, aber vor allem Julian Thomann war es zu verdanken, dass die „Jungen Wilden“ in der zweiten Hälfte häufiger zum Torerfolg kamen. Der 20-jährige Mittelmann kam am Ende auf fünf Treffer und war einer der wenigen Lichtblicke auf Seiten des HBW. Über die gesamten 60 Minuten war das Abwehrverhalten allerdings viel zu schwach, was 18 Gegentore pro Halbzeit eindrucksvoll untermauern. Mit dem Schlusspfiff erzielte der neunfache Torschütze Felix Günthner für den TSB den letzten Treffer der Partie und besiegelte die deutliche 36:24-Niederlage für den HBW.

    Durch das Unentschieden im anderen Spitzenspiel der dritten Liga Süd zwischen der HSG Konstanz und dem TSV Friedberg verteidigen die Eyachstädter dennoch den zweiten Tabellenplatz. Mit diesem hervorragenden Abschneiden nach der Hinrunde hätte vor der Saison wohl kaum jemand gerechnet. Die herbe Niederlage in der letzten Begegnung im Jahr 2012 hat trotzdem einen herben Beigeschmack und man darf hoffen, dass ausgeruhte „Junge Wilde“ zum Rückrundenstart wieder zielstrebiger und erfolgreicher agieren werden.

    Spielverlauf:

    1:0, 5:2, 9:3, 12:4, 16:5, 18:8 (Halbzeit), 22:8, 24:10, 26:16, 30:19, 33:21, 35:22, 36:24 (Endergebnis)

    HBW: Bar (1-12min und 30-60min, Greiner (13-30min), Beutel (n.e.), Thomann J. (5), Hildebrand, Remmlinger, Wahl (6/2), Stevic (7/3), Thiemann, Thomann G. (1), Hausmann, Hiller (3), Schlaich (1), Brielmeier (1)

    Siebenmeter: TSB 1/1, HBW 6/5

    Zeitstrafen: TSB 5, HBW 2

    Quelle: HP Groß Bieberau

    17. Dezember 2012 | kaf
    Quelle: Darmstädter Echo
    Groß-Bieberau blamiert sich in Münster
    Handball, Dritte Liga TV Groß-Umstadt überrascht mit starker Leistung gegen Kirchzell


    TSG Münster – TSG Groß-Bieberau 28:15 (14:7): „An solch eine schlechte Leistung kann ich mich nicht erinnern“, ärgerte sich der enttäuschte Spielertrainer Florian Bauer nach dem peinlichen Auftritt in Kelkheim. Die TSG Münster feierte ausgelassen den ersten Erfolg. Eine katastrophale Angriffsleistung der Gäste bescherte ihr die Punkte. Diese fanden sich in 80 Prozent der Spielzeit in der Defensive wieder. Vorn wurde nach wenigen Sekunden geworfen oft erfolglos. Eine Vielzahl von technischen Fehlern kam hinzu.
    Münster nutzte oft Konter zu Treffern und setzte sich nach einer Viertelstunde auf 9:4 ab. „Wir haben im Angriff komplett den Überblick verloren“, kritisierte Florian Bauer, der verletzt zuschauen musste. Nach dem Wechsel änderte sich nichts am traurigen Spielverlauf.
    Selbst doppelte Manndeckung gegen Münsters treffsichere Rückraumspieler Mihailo Djurdjevic (6) und Vilius Juozaitis (6) verpuffte wegen des weiterhin nicht drittliga-reifen Angriffsspiels. Trainer Bauer wusste diese Blamage nach zuletzt ordentlichen Leistungen nicht zu erklären: „Es herrscht dringender Redebedarf. Schließlich haben wir nächste Woche noch ein schweres Auswärtsspiel.“ Dann erwartet der starke Aufsteiger Germania Großsachsen die Odenwälder.
    TSG Groß-Bieberau: Podsendek und Karmatschek (im Tor), Alexej Rybakow 5, Göbel 2, Malik 3/1, Dennis Rybakow 2, Buschmann 2, Arnold 1, Konrad, Lemke und Jankovic. Haupttorschützen für Münster: Djurdjevic 6, Juozaitis 6, Will 5/2, Bardenheier 3, Dautermann 3, Zeitstrafen: 5/2, Rote Karte: Jankovic/Münster (48.grobes Foulspiel), Siebenmeter: 3/2 und 1/1, Zuschauer: 400.

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    Quelle: HP Friedberg


    Sieg in Konstanz nur um Sekundenbruchteile verpasst - Remis bedeutet Tabellenführung zur Winterpause

    Sonntag, den 16. Dezember 2012 um 10:07 Uhr | Geschrieben von: Domenico Giannino


    Der TSV Friedberg beendet die Hinrunde der Dritten Liga Süd als Tabellenführer. Beim 22:22 (11:10) in Konstanz hatten die Handballer gute Siegchancen, mussten sich aber in einem von beiden Teams intensiv geführten Spiel mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Mit der Schlusssirene erzielte Fabian Maier – Hasselmann das vermeintliche Siegtor, dieses kam aber für die Schiedsrichter um Bruchteile zu spät, so dass es beim Remis blieb.

    Über 1200 Zuschauer sahen die Partie in Konstanz zwischen dem Ersten und dem Dritten. Friedberg hatte sich die Spitzenposition in der Dritten Liga nach dem sechsten Sieg in Folge erobert, weil die Mannschaft vom Bodensee in Kirchzell verlor. Da der Abstand zwischen beiden Teams nur einen Zähler betrug, entschied sich an diesem Samstag zwischen dem TSV Friedberg und der HSG Konstanz, wer die Hinrunde als Erster beenden würde. Willi Seiler begann im Tor und wurde nur bei zwei Strafwürfen von Benjamin von Petersdorff ersetzt.

    Der TSV ging gleich mit 1:0 in Führung, Konstanz sollte während der gesamten 60 Minuten nicht einmal in Front sein. Es entwickelte sich das erwartet umkämpfte Spiel, das von den beiden Abwehrreihen dominiert und mit extrem hoher Intensität geführt wurde. Matthias Faißt, der gefährlichste Rückraumspieler bei der HSG, konnte nach zwei Spielen Pause wegen eines Rippenbruchs wieder auflaufen und zeigte mit drei frühen Toren gleich seine Klasse. Das 4:4 in der siebten und das 5:5 in der neunten Minute waren jedoch die besten Resultate für die Gastgeber bis in die Schlussphase der ersten Hälfte.

    Trotz der stark verteidigenden 6 – 0 – Deckung von Konstanz, das die beste Abwehr der Liga stellt mit jetzt 357 Gegentoren, konnte der TSV nach dem 5:5 in Führung gehen. Beim 7:5 durch Jonas Link waren es zum ersten Mal zwei Tore Abstand. Aber es blieb eine ganz enge Kiste. Fünf Minuten vor der Pause nahm die HSG beim Stand von 10:8 die Auszeit. Nun kam Konstanz zum 10:10 Ausgleich. Zwei vergebene Siebenmeter in den ersten 30 Minuten verhinderten eine höhere Führung für die Gäste, das 11:10 versprach einen extrem spannenden zweiten Durchgang.

    Bis zum 13:13 konnte sich kein Team absetzen. Nach 34 Minuten erfuhren die Herzogstädter eine herbe Schwächung, als Florian Antony
    direkt Rot sah. Er kam bei einem Zweikampf in der Abwehr einem Mannschaftskameraden von der Seite zu Hilfe und traf dabei den Gegenspieler, die Referees werteten diese Aktion vielleicht zu hart, unter Umständen hätte es auch eine Zeitstrafe getan. Jetzt musste der zwei Monate verletzte Panagiotis Erifopoulos, der erst seit zehn Tagen wieder voll im Mannschaftstraining dabei ist, an den Kreis.

    Nach dem 13:13 kam Friedberg jedoch in Vorteil. Wieder setzten sich die Gäste auf zwei Tore ab. Jetzt hatte man zum ersten Mal in dieser engen Partie das Gefühl, dass eine Mannschaft tatsächlich zählbare Vorteile besaß. Das 15:13 baute der TSV bis zur 40. Minute nämlich durch Tore von Jonathan Scholz und Jonas Link bis auf 17:13 aus. In der Folge vergaben die Herzogstädter mehrmals Möglichkeiten, sich noch weiter abzusetzen. Unter anderem konnte ein Strafwurf nicht verwandelt werden. So kam Konstanz, das sich als ebenbürtiger Gegner präsentierte, wieder auf 18:17 heran. Friedberg hatte noch einmal die Chance auf die Vorentscheidung, doch beim 22:20 fünf Minuten vor dem Ende trafen die Handballer nicht ins Tor.

    So sollte dieses Spitzenspiel, das alles hielt, was man sich zuvor davon versprochen hatte, in eine dramatische Schlussminute gehen. Konstanz hatte zweieinhalb Minuten vor dem Ende durch einen verwandelten Siebenmeter das 22:22 geschafft und war in Ballbesitz. Die Abwehr des TSV gab noch einmal alles und konnte den letzten Angriff der HSG abwehren. Die zweite Welle lief, als Jonas Link knapp 20 Meter vor dem Tor der HSG übel gefoult wurde. Es gab zwölf Sekunden vor dem Ende die rote Karte mit Bericht für Simon Flockerzie, Mayerhoffer nahm sofort die Auszeit. Friedberg war also in Überzahl und im Ballbesitz, spielte seinen Rechtsaußen Fabian Maier – Hasselmann frei, die letzten Sekunden, ein Sprung, ein Wurf, ein Tor? Der Ball lag im Kasten, wer war jetzt schneller: Die Schlusssirene oder der Ball? Die Schiedsrichter entschieden gegen den TSV, um Sekundenbruchteile hatte Friedberg also den Erfolg verpasst und musste sich mit dem 22:22 (11:10) zufrieden geben.

    Mayerhoffer trauerte dem Sieg jedoch nicht nach: „Ein Unentschieden gegen diese Spitzenmannschaft aus Konstanz ist ein tolles Resultat. Ich denke, dass die vielen Zuschauer eine packende Partie gesehen haben von zwei Mannschaften, die 60 Minuten lang alles gegeben haben. Ob der letzte Wurf rechtzeitig drin war oder nicht, konnte man mit bloßem Auge nicht sehen. Die Schiedsrichter hatten ihre Zweifel und deswegen so entschieden, das ist verständlich und wird natürlich von uns vorbehaltlos akzeptiert. Leider haben wir einige Chancen liegen lassen, darunter waren drei vergebene Siebenmeter. Aber wir freuen uns alle sehr über die Tabellenführung, das ist eine großartige Momentaufnahme, die uns stolz macht, aber nicht allzu viel zu bedeuten hat, denn die Saison ist noch lang.“

    Seiler (1. – 60.); v. Petersdorff (bei zwei Sm.); Vilches – Moreno; Ilic (4/4); Erifopoulos (1); Knorr; Antony (1); Maier – Hasselmann (2); Segmüller (1); Link (5); Feuchtmann (1); Scholz (2); Dittiger; Behr (5).

    Domenico Giannino (gia)

    Quelle: Südkurier

    Respekt, HSG Konstanz!


    Er kann sehr zufrieden sein mit der Hinrunde seiner Mannschaft: Trainer Daniel Eblen. Seine HSG Konstanz belegt nach dem Remis im Topspiel Rang zwei in der 3. Liga.


    Handballer der HSG Konstanz spielen 22:22 gegen Tabellenführer TSV Friedberg. Die Gastgeber überzeugen mit einer tollen Einstellung im Spitzenspiel der 3. Liga.

    Handball3. Liga

    HSG Konstanz

    TSV Friedberg

    22:22 (10:11)

    Einen Handballabend mit allem, was diese Sportart so attraktiv macht, teilweise überbordende Emotionen der Akteure auf dem Parkett – auf jeden Fall aber Spannung pur bis in die letzte Sekunde der Begegnung erlebten knapp 1200 begeistert mitfiebernde Zuschauer in der Sporthalle am Konstanzer Schänzle. „Letztendlich ist wohl ein gerechtes Unentschieden herausgekommen in dieser vor einer Wahnsinns-Kulisse hochintensiv geführten Partie“, sagte Daniel Eblen. Der Trainer der HSG Konstanz brauchte einige Zeit, um seinen direkt nach Abpfiff dem Unparteiischengespann noch gestenreich mitgeteilten Unmut über die fragwürdige Stürmerfoul-Entscheidung zu vergessen, welche die HSG um die Chance brachte, erstmalig aber wohl spielentscheidend gegen den TSV Friedberg in Führung zu gehen.

    „Aus dem Rückraum sind wir vorne einfach zu wenig zu einfachen Toren gekommen. Aber letztendlich sind wir doch froh, heute unseren Fans gezeigt zu haben, dass wir auch Mannschaften wie Friedberg Paroli bieten können!“, zog Eblen trotz oder eben wegen der Punkteteilung ein durchweg positives Fazit der Begegnung. Auch sein Trainerkollege Hartmut Mayerhoffer fand ebenso versöhnliche Worte: „Dieses Spiel ist von der Dramatik, von der Bereitschaft beider Mannschaften wirklich alles zu geben, getragen worden und damit seinem Charakter als Spitzenspiel absolut gerecht geworden. Natürlich sind in beiden Spielhälften sehr wenige Tore gefallen und wir waren immer in Führung, aber in Konstanz vor dieser Kulisse einen Punkt zu holen, ist durchaus ein Erfolg!“

    Vergessen all die Aufregung um die körperliche Härte im Spiel, welche die Schiedsrichter mit zwei Roten Karten gegen den Friedberger Florian Antony (35.) und HSG-Kapitän Simon Flockerzie (60.) dokumentierten. Vergessen auch der Frust, dass das Kampfgericht das Ende der Spielzeit in die letzte Aktion der Gäste aus dem rund zehn Kilometer östlich von Augsburg gelegenen 30 000-Einwohner-Städtchen Friedberg hinein verkündete. Übrig blieb allein das Erlebnis dieses von ungemeiner Willensstärke getragenen Schlusssports der HSG Konstanz, die tatsächlich aus einem 14:18-Rückstand (42.) gegen einen personell aus dem Vollen schöpfenden Gegner nochmals in die Partie zum 22:22 (58.) zurückfand.

    „Selbst zu Zeiten, als wir noch in der 2. Bundesliga spielten, kann ich mich nicht daran erinnern, dass bereits fast fünf Minuten vor Schluss die gesamte Halle stand und die Mannschaft gefeiert und angefeuert hat“, sagte Otto Eblen. Auch den HSG-Präsidenten erwischte dieses einmalige Gänsehaut-Feeling bei der Beantwortung der Frage, warum es der HSG Konstanz überhaupt gelang, einem nach zuletzt sechs Siegen in Folge viel Selbstvertrauen ausstrahlenden Gast so lange auf den Fersen zu bleiben. „Bei der HSG Konstanz werden Erfolge immer über die mannschaftliche Geschlossenheit und den Kampf vor allem in der Abwehr erzielt!“, stellte dazu Matthias Faißt fest. Der Konstanzer Kapitän der vergangenen Saison hatte für das Spitzenspiel sogar eigene gesundheitliche Belange in den Hintergrund gestellt und trotz gebrochener Rippe fast durchgespielt (siehe Interview links). Nach dem Abpfiff sagte der 26-Jährige mit breitem Grinsen: „Es hat sich gelohnt!“

    HSG Konstanz: Glatt, Wolf (Tor); Oesterle, Groh (3), Bartsch (1), Hafner, Meiners, Flockerzie (3), Schoch, Faißt (6), Schatz (7/6), Babik, Geßler (1), Bruderhofer (1). – Z: 1170.