Beiträge von khs

    Quelle: HP Balingen

    Perspektivkader sichert in Schlussphase einen Punkt bei den Junglöwen

    Die „Jungen Wilden“ des HBW Balingen-Weilstetten haben die Tabellenführung am Freitagabend beim Spiel gegen die Bundesligareserve der Rhein-Neckar-Löwen verteidigt. 32:32 Unentschieden hieß es nach sechzig gespielten Minuten. Kurz vor Spielende, als die Gastgeber mit zwei Toren in Führung gegangen waren, lief der HBW Gefahr zu verlieren. Die Mannschaft von Trainer Eckard Nothdurft zeigte aber Klasse, schoss die zwei letzten Tore der Partie und sicherte sich so einen Punkt bei den Junglöwen.

    Mit dem Unentschieden gegen die SG Kronau-Östringen bleibt der Perspektivkader des HBW auswärts weiter ungeschlagen. Lange Zeit mussten die „Jungen Wilden“ einem Rückstand hinterherlaufen. In der ersten Halbzeit führten die Gastgeber zwischenzeitlich gar mit fünf Toren. In dieser Anfangsviertelstunde fand der HBW kein Mittel gegen den großen Nils Kretschmer aus dem linken Rückraum der Junglöwen. Der anwachsende Vorsprung der SG spornte die Mannen von Nothdurft an. Aleksandar Stevic, der mit elf Toren erfolgreichste Schütze des Abends, und Milan Skvaril stellten beim 13:12 in der 25. Minute den Anschluss her.

    Punktgewinn in Schlussminute


    Mehr war in der ersten Halbzeit aber nicht drin. Der Abstand pendelte zwischen einem oder zwei Toren Rückstand, bis es dann beim Stand von 17:15 in die Halbzeitpause ging. Nach dem Wechsel war es eine ausgeglichene Partie. Der HBW blieb dran, glich immer wieder aus und ging Mitte der zweiten Hälfte nach einem Siebenmetertor von Stevic zum ersten Mal in der Partie in Führung. Diese sollte aber nicht lange anhalten. Sechs Minuten später war bereits die SG wieder mit einem Tor in Führung.

    Im Anschluss erzielten die Junglöwen erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung, der von den „Jungen Wilden“ beim 28:28 von Fabian Schlaich in der 52. Minute abermals egalisiert wurde. In der Folgezeit aber das gleiche Bild wie zuvor. Die Bundesligareserve der Rhein-Neckar Löwen legen erneut vor und führen bis 90 Sekunden vor Schluss mit zwei Treffern. Dann aber ließ der HBW kein Tor mehr zu, legte aber selbst zwei nach. So netzte Benedikt Brielmeier 30 Sekunden vor der Schlusssirene zum 32:32-Endstand ein.

    HBW Balingen-Weilstetten: Bar, Greiner; Stevic (11/ 6), Brielmeier (8), Skvaril (4), Thiemann (3), Remmlinger (2), Schlaich (2), G. Thomann (2), Hausmann, Hildebrand, Hiller, J. Thomann.

    Quelle: HP Kronau

    [30.11.12 > SG KÖ - HBW Balingen/Weilstetten II 32:32 (17:15)]
    Punktgewinn gegen den Tabellführer

    Im Duell der beiden einzigen Bundesliga-Reserven in der 3.Liga Süd gab es keinen Sieger. Die SG Kronau/Östringen II kam gegen den bisherigen Spitzenreiter HBW Balingen/Weilstetten II nur zu einem 32:32 (17:15)-Unentschieden. Dabei vergaben die Hausherren eine 2 Tore-Führung in den letzten 90 Sekunden.

    "Wir müssen diese Spiel nach Hause bringen. Das ist jetzt schon der vierte Punktverlust in den Schlusssekunden", ärgerte sich SG-Coach Klaus Gärtner über den Punktverlust. In der Tat sah sein Team nach dem 32:30 von Michel Abt per Siebenmeter 84 Sekunden vor Ende der Partie wie der sichere Sieger aus. Aber ein Ballverlust und eine vergebene Chance brachten die Gallier von der Alb zurück. HBW-Shooter Benedikt Brielmeier, der eine sehr starke zweite Halbzeit spielte, erzielt Sekunden vor dem Ende das 32:32. Die Gelbhemden, die auf die beiden Junioren-Nationalspieler Kai Dippe und Jonas Maier verzichten mussten, hatten sich zuvor von der ersten Gästeführung (25:26) nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Partie wieder gedreht. Vor allem Torwart-Youngster Marco Bitz in seinem ersten Drittliga-Spiel für die Jung-Löwen ebnete in dieser Phase mit seinen Paraden den Weg zur Führung.

    In der ersten Halbzeit zeigten beide Mannschaften schon eine starke Partie. Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die schnell mit 4:1 in Führung lagen. Leider verhinderten Unkonzentriertheiten eine höhere Führung. Der HBW nutzte dies und lies sich nicht abschütteln. "Gefühlt waren wir in der erste Hälfte viel besser, aber leider haben wir das nicht in Ergebnis-Mathematik umgesetzt.“, hätte SG-Coach Gärtner gerne ein höheres Polster mit in die Pause genommen. „Kompliment an Nils Kretschmer und Marco Bitz. Beide haben ein starkes Spiel abgeliefert.“

    Marco Bitz, Sebastian Ullrich – Michael Körner, Kai Rudolf, Andre Bechtold (3), Denni Djozic (5/3), Patrick Körner (1), Stefan
    Jochim (3), Nils Kretschmer (9), Nicolas Herrmann, Michel Abt (6/2), Alexander Kubitschek, Gianluca Pauli, David Schmidt (5)

    Quelle: Höchster Kreisblatt

    Die Ligatauglichkeit fehlt

    Nach 20 Minuten reißt völlig der Faden – und die 13. Niederlage im 14. Spiel folgt

    Die Ernüchterung beim Handball-Drittligisten TSG Münster hält an. Auch beim Vorletzten SV Zweibrücken war nichts zu holen.

    Münster. Inzwischen gehen den Verantwortlichen des Drittligisten auch die Erklärungsversuche aus. Beim 21:31 (9:14) sah der Sportliche Leiter Thorsten Wolf nach 18 Minuten "kaum noch etwas, was mit Handball zu tun hatte". Trainer Thomas Gölzenleuchter drückte es anders aus: "Wir müssen sehen, dass wir so nicht ligatauglich sind. Das muss man akzeptieren."

    Nach dem 1:0 durch Mihailo Djurdjevic führten die Münsterer nicht mehr. Dabei hatten sie gegen den Gastgeber in der Anfangsphase bis zum 6:6 sechs Mal die Möglichkeit, sich weiter abzusetzen. "Wir haben sechs Mal die Bälle abgefangen, ohne etwas daraus zu machen", klagte Wolf. Eine Szene beschrieb er als kennzeichnend für die Leistung der Münsterer: Ihnen gelang es, ein Kreisanspiel abzublocken. Vilius Juozaitis und Timon Bardenheier hatten beide die Abwehr schon überlaufen. Sie verließen sich allerdings auf den jeweils Anderen, so dass keiner zum Ball ging, Zweibrückens Torhüter ihn abfing und seinerseits den Gegenstoß einleitete. "Was dann kam, war richtig schlecht", fasste Wolf zusammen, "im Angriff ging gar nichts mehr. Wir haben alle spielerischen Versuche eingestellt". Herausnehmen aus dieser Kritik wollte er nur Marc Kunz, der für den verletzten Stefan Biermann einsprang, zwei Siebenmeter abwehrte und weitere gute Aktionen hatte. Fabian Lieb war nach einem Kopftreffer nach zwölf Minuten herausgegangen. "Ich will Zweibrückens Leistung nicht schmälern, aber wir können nicht viel richtig gemacht haben, wenn wir so hoch dort verlieren", erklärte Wolf, "wir waren teilweise gar nicht präsent".

    Dennoch steckt sein Team den Kopf nicht in den Sand. "Es geht weiter, auch wenn wir von 14 Spielen keins gewonnen haben und der Rückstand größer wird. Rechnerisch ist alles möglich", sagt er. Auch an eine Verstärkung für den Rückraum denkt er: "Wir haben immer sondiert und werden weiter schauen." Aber auch er hat so eine Niederlagenserie noch nicht erlebt.

    Zweibrücken: Kawolus, Bartel; Rixecker 8/4, Thomas Zellmer 6/2, Benjamin Zellmer, Balaz je 4, Sorg 3, Pohland, Marian Müller je 2, Jerome Müller, Denk je 1, Burkholder, Eusterholz, Wöschler. Münster: Lieb (1. bis 12., ab 51.), Marc Kunz (13. bis 50.); Djurdjevic 6, Bardenheier, Ulshöfer je 4, Juozaitis 3, Will 3/2, Frieman 1, Schreiber, Dobhan, von Rekowski, Dautermann, Hein, Tim Kunz. Schiedsrichter: Freiherr von Wolff/Zimmerschied (Dexheim). (vho)


    Artikel vom 03. Dezember 2012

    03.12.2012

    Quelle: HP Zweibrücken

    Zweibrücker Löwen senden deutliches Lebenszeichen in Form eines tollen 31:21-Sieges!

    Sonntag, den 02. Dezember 2012 um 09:45 Uhr
    Geschrieben von: Christian Gauf


    Einen auch in dieser Höhe verdienten 31:21 (14:9)-Heimsieg erspielten sich am Samstagabend die Zweibrücker Löwen im Kellerduell der dritten Liga gegen den Ex-Zweitligisten TSG Münster.

    Während die 64er nach dem Spiel jubelten und gemeinsam mit ihren Fans den zweiten Saisonsieg feierten, verließen die TSG-Akteure mit hängenden Köpfen das Parkett. Dass sie in diesem für den weiteren Saisonverlauf so bedeutungsvollen Duell derart unterlegen wären und so deutlich verlieren würden, hatten sie nach zuletzt guten Leistungen nicht erwartet. Deshalb tat das Ergebnis richtig weh! "Wir haben völlig kopflos gespielt", war aber auch der Mannschaftsverantwortliche der TSG Münster, Thorsten Wolf nach dem Spiel sichtlich konsterniert. Dafür war der Zweibrücker Coach Stefan Bullacher umso zufriedener: „Bei uns hat heute vieles gepasst, wir haben deshalb auch in der Höhe verdient gewonnen“, war „Bulli“ nach dem Spiel sichtlich erleichtert. „Den Grundstein haben wir heute in der Abwehr gelegt, natürlich in Kombination mit einer überragenden Torhüterleistung“. In der Tat war SV-Keeper Nils Kawolus am Samstagabend Garant für den hohen Heimsieg. Nachdem er in der Anfangsphase eher glücklos agierte, hielt er ab der 20. Minute fantastisch, kam im Endeffekt auf 20 gehaltene Würfe, eine Quote, wie sie die 64er in der dritten Liga noch nie hatten.
    In dieser Phase gelang es den Zweibrücker Löwen auch, ihre anfängliche Nervosität, die sich insbesondere in einigen unkonzentrierten Abschlüssen gezeigt hatte, abzulegen. Nachdem die SVler in der 12. Minute nämlich bereits einmal mit drei Toren führten (5:2), war dieser Vorsprung drei Minuten später durch die Gäste wieder egalisiert. Nach dem 7:7-Zwischenstand durch Münsters Spielmacher Jonas Ulshöfer, gelang den 64ern ein wichtiger Zwischenspurt. Durch zwei Tore von Kubo Balaz, einem Gegenstoß Benny Zellmers sowie einem Treffer Daniel Sorgs, der aus ganz spitzem Winkel den Ball in den Winkel des zu diesem Zeitpunkt von Fabian Lieb gehüteten TSG-Tores zimmerte, vermochten sich die Gastgeber nämlich auf 11:7 abzusetzen.
    Jetzt hatten die 64er, die mit einigen Sorgen in die Begegnung gegangen waren, das Spiel im Griff. Grund der Sorgen waren die Verletzungen der beiden zuletzt im Blickpunkt stehenden Leistungsträger Aris Wöschler und Tim Burkholder. Die beiden Jungs konnten nämlich gar nicht (Wöschler wegen Achillessehnenbeschwerden) bzw. nur ganz wenig (Burkholder, der sich am Freitag im Abschlusstraining eine Muskelverletzung im Rücken zugezogen hatte) mitmachen. „Das haben wir allerdings im Kollektiv hervorragend aufgefangen“, war SV-Coach Stefan Bullacher stolz auf seine Mannschaft.
    Die hatte nämlich auch die taktischen Vorgaben ihres Trainers hervorragend umgesetzt, sehr diszipliniert gespielt. So war es den 64ern auch gelungen, die beiden Haupttorschützen der Gäste, Vilius Jouzaitis fast gänzlich und Mihail Djurdjevic überwiegend zu kontrollieren. Der 2m-Mann Jouzaitis, der mit seinem früheren Verein Kaunas auch schon in der Champions-League mitspielte, fand gegen die aggressive 3:2:1-Abwehr der 64er überhaupt nicht zu seinem Spiel. Djurdjevic war gerade in der Anfangsphase mit seinen tollen Schlagwürfen ein ständiger Gefahrenherd, spätestens als SV-Mannschaftskapitän Marian Müller aber in der Abwehr kam, hatten die SVler auch diese Situationen weitestgehend im Griff.
    Dennoch war Djurdjevic gemeinsam mit Spielmacher Jonas Ulshöfer, auffälligster Spieler der Gäste.
    Eine wirkungsvolle Maßnahme Bullachers war es, immer wieder den Aufbau der Gäste zu stören, indem Benny Zellmer extrem offensiv gegen Ulshöfer agierte.
    Diese Maßnahme zeigte insbesondere auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs Wirkung, als die SVler innerhalb dreier Minuten aus der 14:9-Halbzeitführung ein 17:9 machten. Denn damit war die Moral der Gäste schnell gebrochen. In der 39. Minute betrug der Vorsprung nach einem Gegenstoßtor Daniel Sorgs erstmals zehn Tore. Die zwischenzeitlich höchste Führung erzielte der im zweiten Durchgang ganz starke Thomas Zellmer per Siebenmeter in der 48. Minute zum 27:14-Zwischenstand.
    Für ein echtes „Gänsehautgefühl“ sorgte schließlich noch das Tor zum 28:16. Denn diesen Treffer erzielte Jugendnationalspieler Jerome Müller, der in den letzten zehn Minuten sein Drittligadebut feierte. Nachdem der 16jährige seinen zweiten Torwurf in den Winkel des Münsterer Tores gehämmert hatte, standen auch die etwa 350 Zuschauer auf den Tribünen und applaudierten. Und auf der Auswechselbank der 64er wurde dieses Tor ebenfalls ganz intensiv gefeiert.
    Am Ende stand ein klarer 31:21-Sieg und aus Zweibrücker Sicht weiterhin die Erkenntnis, dass der Kader, wenn alle Spieler fit sind, auch für die dritte Liga durchaus breit genug ist. Denn der lange verletzte Marian Müller findet sich zusehends besser zurecht, Dominik Schweizer macht im Training ebenfalls deutliche Fortschritte und wird in der Rückrunde wieder zur Truppe stoßen. Von eben solcher Bedeutung ist allerdings auch die Tatsache, dass die Youngster, die SV-Coach Stefan Bullacher regelmäßig einbaut, ihrer Rolle im Mannschaftsgefüge immer besser gerecht werden. Aris Wöschler und Tim Burkholder, die als A-Jugendliche bereits in der letzten Runde den Schritt zu „gestandenen Erstmannschaftsspielern“ machten, folgt in dieser Saison Erik Pohland nach. Der 17jährige stand am Samstagabend erstmals auch in der Startformation der 64er, trug mit zwei Toren ebenfalls zum wichtigen Heimsieg bei. Und Jugendnationalspieler Jerome Müller, hat am Samstag auch sein Debut bei den Männern gegeben.
    Mit dem Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft der Rhein-Neckar-Löwen geht die Saison am kommenden Freitag weiter. Es folgt dann noch das wichtige Heimspiel gegen Köndringen/Teningen und das Nachholspiel in Herrenberg. Die 64er hoffen, dass sie auch aus diesen drei Dezember-Spielen noch einige Punkte holen können, um dann in der Rückserie nochmals anzugreifen.
    Auf einen Blick:
    SV 64 Zweibrücken: Nils Kawolus und Philipp Bartel n.e. (im Tor) – Torben Rixecker 8/4, Thomas Zellmer 6/1, Kubo Balaz 4, Benny Zellmer 4, Daniel Sorg 3, Erik Pohland 2, Marian Müller 2, Jonas Denk 1, Jerome Müller 1, Tim Burkholder und Alex Eusterholz.
    TSG Münster: Fabian Lieb und Marc Kunz (2. Hz.) im Tor – Mihailo Djurdjevic 6, Jonas Ulshöfer 4, Timon Bardenheimer 4, Vilius Juozaitis 3, Daniel Will 3, Sebastian Frieman 1, Tim Schreiber, Bastian Dobhan, Daniel von Rekowski, Benjamin Dautermann, Alexander Hein und Tim Kunz.
    Zeitstrafen: 12:10 min., Siebenmeter: 8/6 – 4/2, Zuschauer: 350, Schiedsrichter: Matthias Freiherr von Wolff / Dirk Zimmerschied (Hessischer HV).

    Quelle: HP Herrenberg


    27:25-Erfolg könnte ein Befreiungsschlag sein

    Handball: Drittligist SG H2Ku Herrenberg gewinnt das Auswärtsspiel beim heimstarken TV Kirchzell


    ZoomAusgelassene Freude nach dem dritten Saisonsieg bei den Spielern der SG H2Ku Herrenberg GB-Foto: Gebhardt

    Steht die Abwehr, können die Drittliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg jedem Gegner Paroli bieten. Das hat das Team am Samstagabend im Auswärtsspiel beim TV Kirchzell bewiesen. Dem heimstarken Gegner konnte die SG durch einen 27:25 (9:14)-Auswärtssieg beide Punkte abknöpfen.

    Sven Gruber

    Die Stimmung im Mannschaftsbus auf der Rückfahrt nach Herrenberg war prächtig. Kein Wunder: Die SG H2Ku Herrenberg hatte vor 450 Zuschauern in der Parzival-Halle mit 27:25 gewonnen. Und dabei dem heimstarken TV Kirchzell im achten Auftritt seine zweite Niederlage in eigener Halle zugefügt. Dieses Kunststück war bisher nur dem HBW Balingen-Weilstetten II geglückt. Weshalb SG-Coach Stephan Christ durchaus stolz, aber nicht ganz ernst gemeint, anmerkte: "Mit Balingen auf einer Stufe zu stehen, ist auch mal klasse."

    Lange Zeit hatte es allerdings nicht nach dem zweiten Auswärtstriumph der Gäste ausgesehen. Nach neun Minuten lag die SG H2Ku gegen konzentriert agierende Hausherren mit 1:5 zurück. Die Gründe waren altbekannte. "Wir haben uns oftmals zu statisch und ideenlos im Angriff präsentiert und zu viele freie Würfe liegen lassen. Deshalb hat uns die Durchschlagskraft gefehlt", bemängelte der Coach. Die Abwehr fand aber mit zunehmendem Spielverlauf immer besser in die Partie und bekam vor allem den torgefährlichen Rückraum der Kirchzeller in den Griff. Beleg dafür: Der beim Erstligisten Rhein-Neckar Löwen als Ersatz für den verletzten Uwe Gensheimer gehandelte TVK-Routinier Andreas Kunz traf zwar insgesamt zehnmal, konnte aber nur drei Feldtore erzielen. Das lag an einem glänzend verteidigenden Ingo Krämer auf der halblinken Abwehrposition der 3:2:1-Defensive. "Er hat hinten über 60 Minuten wieder einen phänomenalen Job gemacht und war auch vorne unser Dreh- und Angelpunkt", lobte Christ und ergänzte: "Aber das komplette Abwehrkollektiv hat heute an die Leistung des Konstanz-Spiels angeknüpft und richtig stark gedeckt." Die ebenfalls wurfgewaltigen Marius Fuchs (zwei Tore) und Steffen Kaufmann (drei Treffer) waren aufgrund einer lauf- und einsatzfreudigen Verteidigung nahezu abgemeldet.

    Neben der starken Defensivleistung schaltete die Spielgemeinschaft aus dem Gäu immer besser um. Vor allem der schnelle Linksaußen Eike Schmiederer (insgesamt fünf Tore) profitierte davon und konnte die Ballgewinne in leichte Kontertore umsetzen. Dementsprechend kamen die Gäste wieder auf 6:7 (18.) heran. In der Folge aber tauchten wieder Nachlässigkeiten im Abschluss auf. Zudem profitierten die Gastgeber bis zur Pause von der einen oder anderen aus Herrenberger Sicht fragwürdigen Siebenmeterentscheidung des Schiedsrichtergespannes Martin Dürscherl/Matthias Kreuser (HSG Ettlingen/Bruchhausen). Die sich so bietenden Chancen ließ sich der erstligaerfahrene Andreas Kunz nicht entgehen: Der TV Kirchzell zog bis zur Halbzeitpause auf 14:9 davon. "Der Rückstand war unglücklich und zu hoch", befand Christ zur Pause.

    Sein Team ließ sich davon nicht beeindrucken. Im Gegenteil. Die SG H2Ku legte nach Wiederbeginn einen starken Start hin. "Unser Unterzahlspiel hat heute einen großen Beitrag geleistet, dass wir dem Gegner nach und nach den Schneid abkaufen konnten", stellte Christ hochzufrieden fest. Bissig, energisch und konzentriert - Kirchzell zeigte sich verunsichert. Das wachsende Selbstvertrauen schlug sich auch in den Offensivaktionen der SG nieder: Während der zweiten Zeitstrafe für Simon Geist (33.) verkürzten Ingo Krämer und Valentin Hörer auf 13:16 - der Fünf-Tore-Rückstand zur Pause schmolz allmählich zusammen.

    Das lag nicht nur am bärenstarken Kapitän Christian Dürner im Abwehrzentrum, der den gegnerischen Kreisläufer Marius Fuchs kaum zur Entfaltung kommen ließ. Sondern auch erneut an den beiden SG-Keepern Tobias Barthold und Daniel Rebmann. Letzterer war zur richtigen Zeit zur Stelle und fischte sich nach seiner Einwechslung beim Stande von 17:20 (46.) einen Siebenmeter von Andreas Kunz. Das richtige Signal zur richtigen Zeit. Auch von der Roten Karte für Simon Geist nach seiner dritten Zeitstrafe ließ sich die SG H2Ku nicht aus dem Tritt bringen. Trotzdem drohte Kirchzell in Überzahl beim Zwischenstand von 22:18 (51.) davonzuziehen. Doch die SG hielt aus einer hervorragenden Abwehr heraus dem Druck stand und bewies vorne Nervenstärke. "Nico Kuppinger hat in dieser Phase seine Qualitäten angedeutet", so Christ. Zwei starke Kreisanspiele auf Felipe Soteras-Merz - plötzlich stand das Spiel beim 22:24 (53.) wieder auf Messers Schneide. In dieser heißen Phase übernahmen neben Ingo Krämer auch Valentin Hörer und Christian Rau Verantwortung. Dank der Treffer des Trios hatte der Gast aus dem Gäu nach einem fulminanten 7:1-Lauf das Spiel knapp 120 Sekunden vor Schluss tatsächlich gedreht und führte mit 26:25. In Überzahl wischte Christian Dürner vom Siebenmeterstrich mit dem 27:25 letztlich alle Zweifel am erhofften Auswärtssieg beiseite.

    "Damit sollten wir die schwere Phase hinter uns gelassen haben", merkte ein überglücklicher Coach Stephan Christ an. In überschwängliche Freude verfällt er aber nicht: Erstens steht sein Team trotz des Erfolges in Kirchzell weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Zweitens empfängt die Spielgemeinschaft am kommenden Samstag (20 Uhr) den bisher überzeugenden Aufsteiger TV Germania Großsachsen in der Markweghalle. Zurücklehnen darf man sich bei der SG also nicht.

    TV Kirchzell: Wolf, Klimmer (beide im Tor), Kunz (10/7), Kaufmann (3), Stark (3), Baier (3), Fuchs (2), Klühspies (2), Hain (1), Mechler (1), Friedrich, Winter

    SG H2Ku Herrenberg: Barthold, Rebmann (beide im Tor), Krämer (10/5), Schmiederer (5), Hörer (4), Rau (3), Soteras-Merz (3), Dürner (2/1), Geist, Kuppinger, Granberg, Klisch, Tremmel, Sattler

    Quelle: HP Kirchzell

    Eine unnötige Niederlage – TVK gibt Vorsprung aus der Hand
    Veröffentlicht von 1. Mannschaft am 02.12.2012


    Man schaute nach dem Spiel in ungläubige, lange Gesichter. Kein Kirchzeller, egal ob Spieler, Trainer oder Fan, wollte glauben was sich in den Minuten zuvor auf dem Parkett abgespielt hatte. Der TVK gab im extrem wichtigen Heimspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg einen Vorsprung von vier Toren in den letzten sieben Minuten aus der Hand und stand nach der 25:27 (14:9)- Niederlage am Ende mit leeren Händen da.

    Dabei hatte alles recht vielversprechend begonnen. Nach den ersten Angriffen beider Mannschaften ohne Torerfolg, waren es die Hausherren aus dem Odenwald, die den besseren Start ins Spiel erwischten. Die Defensive agierte recht kompakt, der Angriff spielte druckvoll und zeigte auch die notwendige Effektivität, um den Gegner in den Anfangsminuten zu distanzieren. 5:1 stand es in der neunten Spielminute. Nun fanden auch die Gäste aus Schwaben immer besser in die Partie und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Herrenberg verkürzte in der 18. Minute auf 7:6, doch der TVK zeigte sich davon recht unbeeindruckt. Das Team von Coach Gottfried Kunz drückte weiter auf das Gaspedal und konnte sich wieder ein wenig von den Schwaben lösen. Über die Stationen 10:7 (24. Minute) und 13:8 (29. Minute) kam Kirchzell zu einer verdienten 14:9 Halbzeitführung. Bei einer etwas besseren Verwertung freier Torchancen hätte dieser Vorsprung auch deutlicher ausfallen können.

    Nach der Pause lieferten sich die beiden Mannschaften weiterhin einen harten Kampf. Herrenberg gab alles, um den Rückstand zu verkürzen und die Jungs vom TVK wollten dies mit aller Macht verhindern. Mit zunehmender Spieldauer verloren die Kirchzeller Abwehrspieler immer häufiger die Bindung zueinander und im Angriff mühte man sich mehr und mehr gegen die aggressive jugoslawische 3:2:1- Formation Herrenbergs. Folglich gewannen die Gäste ein wenig die Oberhand über das Spiel, doch die Mannschaft vom TVK verstand es weitestgehend die eigene Führung mit viel Einsatz zu verteidigen. Herrenberg kam nie auf weniger als zwei Zähler an Kirchzell heran und beim 24:20 in der 53. Minute schien der TVK wieder deutlicher in die Siegerstraße eingebogen zu sein. Jedoch verkürzten die Schwaben bis zur 55. Minute durch zwei Tore ihres agilen Kreisläufers Felipe Soteraz Merz auf 24:22. Zudem setzten sie den TVK mit einer doppelten Manndeckung gegen Mario Stark und Andi Kunz unter Druck. Ein technischer Fehler im Angriff hatte den 24:23-Anschlusstreffer zur Folge. Mit einer Auszeit wollte Gottfried Kunz die nun recht nervösen Gemüter seiner Jungs ein wenig beruhigen. Die vier sich nicht in Manndeckung befindenden Spieler sollten durch ihre schnellen Beine die großen Räume im vier gegen vier nutzen um die entscheidenden Tore erzielen zu können. Doch dieser Plan ging nicht auf. Es folgte ein weiterer technischer Fehler den Herrenberg bestrafte. Nach dem 24:24-Ausgleich konnte Philipp Baier in der 58. Minute noch einmal die Führung für den TVK herstellen und die Partie war nun an Dramatik nicht zu überbieten. Herrenberg erzielte erneut den Ausgleich (25:25), doch im Angriff zeigte sich leider das Bild der letzten Minuten. Die Aktionen waren recht zögerlich und unsicher, zwei weitere technische Fehler waren die logische Konsequenz. Herrenberg ging erneut in Führung und kam mit einem verwandelten 7-Meter 30 Sekunden vor dem Ende der Partie zum 25:27-Siegtreffer.

    Die Enttäuschung und Verärgerung über diese Niederlage ist groß im Kirchzeller Lager. Es war mit Sicherheit nicht die beste Leistung des TVK, aber die Mannschaft hat trotz der eigenen Fehler in der zweiten Halbzeit viel gegeben um dieses Spiel zu gewinnen. Was dann in der Schlussphase passierte ist unerklärlich aber selbst verschuldet.
    Das Team sollte den Kopf nun nicht zu sehr hängen lassen. Diese verlorenen Punkte müssen an anderer Stelle wieder zurückerobert werden. Vielleicht gelingt dies bereits mit einer Trotzreaktion in der kommenden Woche beim Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Konstanz.


    Für den TVK spielten
    Andy Wolff, Johannes Klimmer, Sandro Friedrich; Andi Kunz 10/7, Steffen Kaufmann 3, Tim Klühspies 2, Tim Mechler 1, Mario Stark 3, Marius Fuchs 2, Felix Hain 1, Philipp Baier 3,

    03. Dezember 2012 | kaf
    Quelle: Darmstädter Echo
    TSG Groß-Bieberau nimmt Hürde beim TV Hochdorf
    HANDBALL, DRITTE LIGA.
    Lange Jahre lieferten sich die beiden Clubs heiße Partien in der Regionalliga. Nun erinnerte das Endergebnis ebenfalls an diese Zeiten. Der torarme Vergleich am Samstagabend war den starken Abwehrreihen geschuldet, die um jeden Zentimeter kämpften.
    Bei der Abfahrt in die Pfalz war die Ernüchterung groß. Mit Torhüter Andre Karmatschek (Netzhauteinriss nach Kopftreffer), Mathias Konrad (Wade) und Jan Döll (Knochenabsplitterung im Sprunggelenk) fielen drei wichtige Spieler aus. Alexej Rybakow und Spielertrainer Florian Bauer waren angeschlagen. So musste der zweite Mannschaftsarzt Sebastian Schellhaas als Spieler aushelfen.
    Die Personalnot beflügelte die Odenwälder, sie führten 4:1. Die Abwehr stand. Hochdorfs Torjäger Tim Beutler (1) und Andreas Mauer (kein Tor) wurden geschickt abgeschirmt, ebenso Steffen Dietz. Der sonst so torgefährliche Rechtsaußen warf auch kein Tor. Nach dem 12:6 wechselte Hochdorf den Torwart. Andreas Röll stellte die Südhessen nun vor einige Probleme, der Vorsprung wurde kleiner. Zwischen der 35. und 45.Minute legten die Gäste dann auch im Angriff eine schöpferische Pause ein. Hochdorf drehte die Partie, führte in der 44. Minute mit 18:16. Dann stellte Florian Bauer im Angriff um: Der letzte verbliebene Linkshänder, Till Buschmann wechselte auf die halbrechte Position. Michael Malik rückte auf die linke Seite. Diese Rochade fruchtete. In der torarmen Schlussphase trafen Malik und Bauer nach dem 19:20 (52.) zum glücklichen Erfolg.
    Spielertrainer Bauer lobte die Gemeinschaftsleistung. „Jeder hat seine Leistung gebracht. Die Kräfte von den verbliebenen acht Feldspielern haben gerade so gereicht.“ Die Torstatistik belegt die Homogenität.

    Quelle: Die Rheinpfalz

    Knappe Niederlage für den TV Hochdorf


    Der Befreiungsschlag blieb aus. Auch im siebten Spiel in Folge gab es keinen doppelten Punktgewinn für den TV Hochdorf. Am Samstagabend musste sich der Handball-Drittligisten gegen die TSG Groß-Bieberau mit 21:22 (10:13) geschlagen geben. Nach einem klaren Rückstand in der ersten Spielhälfte schaffte Hochdorf in der 40. Minute erstmals den Ausgleich (15:15) und zog sogar auf 17:15 davon. Am Ende mussten die Grün-Weißen jedoch dem hohen Kraftverschleiß Tribut zollen und standen mit leeren Händen dar. (ausführlicher Bericht folgt). (wij)


    Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener Rundschau Ausgabe: Nr.272 Datum: Montag, den 03. Dezember 2012

    Quelle: Stimme de


    Montag, den 03. Dezember 2012 um 09:25 Uhr Michael Roll


    .
    Umjubelter Punktgewinn des TSB
    Drittligist Horkheim spielt dank toller Moral 26:26 bei der SG Köndringen-Teningen

    Der TSB Horkheim hat am vergangenen Samstagabend im Auswärtsspiel bei der SG Köndringen-Teningen einen Punkt gewonnen. In einer sehr intensiven Partie trennten sich die beiden Mannschaften am Ende 26:26 (13:13). "Ich bin glücklich über diesen einen Punkt, der war wichtig fürs Selbstvertrauen", resümierte TSB-Trainer Volker Blumenschein. Die 20 mitgereisten Fans feierten die Horkheimer entsprechend.
    Wie ein Magnet Die Partie begann ausgeglichen. Beide Horkheimer Führungen durch Jan König wurden von den Gastgebern ausgeglichen. Viele Vereine hatten die SG Köndringen-Teningen ganz oben auf der Liste im Titelkampf, doch erst seit Markus Wenning und Martin Hirling von ihrem SüdamerikaTrip zurück sind, läuft es bei der SG auch tatsächlich wieder rund. Bis zum 11:11 verlief die Begegnung ausgeglichen. Dann folgte aber die stärkste Phase der Hunters: Felix Knoll, der stärkste Horkheimer, traf per Strafwurf und aus dem Feld zum 13:11 (25.). Die Horkheimer Abwehr stand nun besser, Markus Eipperle im Kasten hielt, was zu halten war. Doch auf der Gegenseite wuchs nun Philipp Grangé im Tor der Südbadener über sich hinaus. Wie ein Magnet zog er die Würfe der Horkheimer an, die selbst klarste Einwurfmöglichkeiten ausließen. Die Gastgeber verkürzten vor der Pause noch auf 12:13.

    Nach der Pause ging der Krimi weiter − nun aber mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, die jeden Horkheimer Fehler nun gnadenlos ausnutzten. Tor um Tor zog die SG davon, führte nach 50 Spielminuten verdient mit 23:19. Doch die Auszeit von TSB-Trainer Blumenschein verfehlte die gewünschte Wirkung nicht. Angetrieben von Knoll kämpften sich die Horkheimer zurück in die Partie. Gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber noch immer mit 26:23 vorne.

    Felix Knoll und Evgeni Prasolov verkürzten auf 25:26, die Abwehr stand sicher. Kurz vor Schluss war es dann erneut Evgeni Prasolov, der per verwandeltem Strafwurf zum umjubelten 26:26-Ausgleich traf. Als der letzte Teninger Wurf von Wojciech Honisch sicher pariert werden konnte, stand der nächste Auswärtspunkt für den TSB fest.

    Feier im Bus "Es war heute ein Spiel Spitz auf Knopf, das mit einem gerechten Unentschieden endete. Ich bin stolz auf die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft, die sich den Punkt verdient hat", war Blumenschein erfreut. Auf der langen Heimfahrt im Bus wurde endlich auch wieder richtig gefeiert.

    TSB Horkheim: Honisch, Eipperle (Tor) - Weckerle, A. Prasolov, Günthner, Maurer (3), Knoll (7/3), Fähnle (2), Schumacher (4), E. Prasolov (4/1), Seitner (2), R. Kroll, König (4).

    Zeitstrafen: SG 6, TSB 5.

    Siebenmeter: SG 3/2, TSB 6/4.

    Schiedsrichter: Lier/Lier (Stuttgart/St.Gallen).

    Quelle: HP Nieder Roden

    Nach 40 Minuten Volldampf geht den Baggerseepiraten die Puste aus.

    Herren I : TSV Friedberg - HSG 32:25 (13:16)

    Peter Wade und Co-Trainer Bernd Keller mussten die Niederlage zur Kenntnis nehmen


    Es hat wieder einmal nicht ganz gereicht, so die nüchterne Erkenntnis nach einem Spiel, dessen Ergebnis bei Weitem nicht dem Spielverlauf entspricht. Zu deutlich sieht die 25:32 Niederlage in Zahlen betrachtet letztlich aus, zu lange hatte man das Spitzenteam aber wirklich vor ernsthafte Probleme gestellt und damit bis zur 40. Spielminute auch eine Führung gehalten.



    Dabei waren bereits die Vorzeichen nicht besonders ermutigend: Kapitän Sebbi Schulz konnte unter der Woche kaum trainieren, war Grippe geschwächt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und konnte von Anfang an nur in der Abwehr eingesetzt werden. Philipp Keller verbrachte ebenfalls ab dem Zeitpunkt des Eintreffens im verschneiten Friedberg mehr Zeit in der Keramikabteilung der modernen Sporthalle, als auf dem Spielfeld. Trotzdem konnten beide zu Beginn des Spieles der Abwehr die nötige Stabilität geben und zusammen mit dem überragenden Torhüter Marco Rhein ein Bollwerk errichten.

    So sah sich der unzufriedene TSV-Trainer Hartmut Mayerhoffer bereits in der 7. Spielminute beim Stande von 1:4 genötigt, eine Auszeit zu nehmen. Das brachte die Gastgeber zwar kurzfristig ins Spiel und mit 5:4 in Führung, doch die aufopferungsvoll kämpfenden Schützlinge von HSG-Trainer Alex Hauptmann schlugen zurück und konnten sich ihrerseits wieder mit 6:10 in Front bringen. Nach und nach stellten sich die Gastgeber gestützt auf ihre starken Rückraumspieler Jonas Link und Jan-Marco Behr sowie den spanischen Spielmacher Manuel Vilches-Moreno besser auf die 6:0-Abwehrarbeit der HSG ein und konnten immer wieder einmal auf zwei Tore verkürzen, bevor Stefan Seitel Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 13:16 einnetzte.

    Auch nach dem Wechsel hielten die Baggerseepiraten vor der geringen Kulisse gut mit. Kapitän Sebbi Schulz gelang es mit seinem einzigen Einsatz im Angriff, den Vorsprung wieder ausbauen, bevor die Gastgeber begannen ihre physische Überlegenheit mehr und mehr in die Waagschale zu werfen. Neben den bereits erwähnten Rückraumschützen kam jetzt von der Bank noch Miroslav Ilic, der auf der rechten Rückraumposition den Druck erhöhte. Die entscheidende Phase im Spiel begann dann um die 40. Spielminute, als die HSG in Person von Christian Schmid in Unterzahl nach schönem Anspiel des treffsicheren Christopher Prinz (8 Tore) zunächst zum 16:19 traf, dann aber drei Treffer in Folge zum 19:19 Ausgleich hinnehmen musste. Dadurch angestachelt legten die Gastgeber noch einen Zahn zu und konnten gegen die ausgepowerten Baggerseepiraten über 21:21 in der 45. Spielminute mit 23:21 erstmals zwei Tore vorlegen. Besonders ärgerlich in dieser Phase war, dass bei eigenem Überzahlspiel zwei Bälle leichtfertig weggeben wurden, die postwendend im eigenen Tor landeten. Beim 26:23 für Friedberg versuchte Trainer Alex Hauptmann nach einer Auszeit noch einmal „alles oder nichts“ zu spielen, doch die ausgebufften Gastgeber brauchten nur kurze Zeit, um sich darauf einzustellen und bauten den Vorsprung weiter aus und siegten letztlich verdient.



    Am Ende stand eine Niederlage, die mit 32:25 sicherlich um mindestens 3-4 Tore zu hoch ausfiel, und abermals die Erkenntnis, daß die Trauben in den Hallen der Dritten Liga sehr hoch hängen und man 60 Minuten konstant auf oberstem Niveau spielen muss um Zählbares mitzunehmen.

    Die Tabellensituation ist nach wie vor extrem eng im Mittelfeld und mit einem Sieg am kommenden Wochenende gegen den TSV Neuhausen in heimischer Halle könnte man wieder ein positives Punktekonto erreichen.



    Mannschaft : Rhein, Hoppenstaedt; Seitel (2), A. Weber, Henkel (2), Schulz (1), Schmid (5), Stenger,

    Prinz (8), Kohlstrung, Christoffel, Weidinger (2), Kaiser (5/2), Keller

    Quelle: HP Friedberg


    Fünfter Sieg in Folge für die Erste - Erfolg gegen Nieder - Roden nach Anlaufschwierigkeiten

    Sonntag, den 02. Dezember 2012 um 09:41 Uhr | Geschrieben von: Domenico Giannino


    Der TSV Friedberg ist mit seinem fünften Sieg nacheinander auf den zweiten Tabellenplatz der Dritten Liga gesprungen. Das 32:25 (13:16) gegen die HSG Nieder – Roden in der TSV – Halle war allerdings ein hartes Stück Arbeit, erst in der Schlussphase wurde es deutlicher.

    Den Auftritt der Friedberger Handballer in der ersten Halbzeit hat Friedbergs früherer Abteilungsleiter Jens Ganzenmüller treffend mit dem Begriff „lätschert“ zusammengefasst. In der Tat wirkten die Handballer vor der Pause ein wenig unkonzentriert, in den ersten Minuten vergaben sie beispielsweise gleich vier freie Würfe.

    Auch in der Abwehr fehlte oft der letzte Schritt, um die starken Gästespieler am Torabschluss zu hindern. So konnte auch der zuletzt so starke Keeper Willi Seiler wenig ausrichten gegen die Gewaltwürfe, die ihm aus acht Metern um die Ohren flogen. Friedberg war nach den vergebenen Großchancen zu Beginn gleich 1:4 hinten. Schon nach sieben Minuten nahm Trainer Hartmut Mayerhoffer seine Auszeit, um die Mannschaft wachzurütteln. Die harten Worte des Trainers hatten aber nur einen kurzfristigen Effekt: Zwar konnte der TSV innerhalb von drei Minuten zum 4:4 ausgleichen, doch Nieder – Roden konterte umgehend und holte sich die Führung zurück.

    Zwei Baustellen gab es im Spiel der Gastgeber: Zunächst war die Abwehr nicht aggressiv genug gegen den starken Rückraum der Hessen. Viel zu oft reichte eine simple Kreuzbewegung aus, um einem der Shooter von Nieder – Roden aus acht oder neun Metern einen freien Wurf zu ermöglichen. Auch den sicheren Außen erlaubte der TSV zu viel Raum, Seiler konnte kaum einen Ball halten und musste in der Pause seinen Platz zwischen den Pfosten für Benjamin von Petersdorff räumen.

    Aber auch im Angriff traten die Herzogstädter nicht souverän auf. Der Rückraum war gegen die stabile Deckung der Gäste zu oft abgemeldet, einige ungenaue Anspiele im Spielaufbau oder bei Gegenstößen führten zu Ballverlusten. Auch die mäßige Chancenverwertung trug ihren Teil dazu bei, dass die Mannschaft nach dem 6:9 Mitte der ersten Hälfte weiter einem Rückstand hinterher laufen musste. Mehrmals verpasste es Friedberg, den Schaden zu begrenzen. Beim 12:14 vier Minuten vor der Pause war es ein verworfener Ball vom Kreis, der Nieder – Roden das nächste Tor ermöglichte. Und beim 13:15 verlor der TSV zehn Sekunden vor der Sirene den Ball, so dass die Hessen mit einem 13:16 – Vorsprung in die Kabinen gehen konnte.

    Fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Friedberg langsam wieder Zugriff auf die Partie bekam. Die Abwehr ging nun mit viel mehr Entschlossenheit zu Werke, auch die Pässe beim Gegenzug waren viel genauer. Jonas Link, dem im ersten Durchgang nicht viel gelungen war, zeigte jetzt seine ganze Klasse. Sein Treffer zum 19:19, einer von neun Stück, war ein Paradebeispiel dafür: Link bekam den Ball in der zweiten Welle auf Höhe der Mittellinie, nahm Anlauf und stieg hoch, um den Ball in den rechten oberen Torwinkel zu hämmern. Der Gästekeeper reagierte erst gar nicht.

    In den folgenden Minuten war die Partie ausgeglichen. Für Kreisläufer Florian Antony, der seine zweite Zeitstrafe kassiert hatte, verteidigte ab der 41. Minute Manuel Vilches – Moreno im Mittelblock. Der Spanier machte seine Sache sehr gut und war mit dafür verantwortlich, dass Nieder – Roden kaum noch zu erfolgreichen Torabschlüssen kam. Es sollte bis Mitte der zweiten Hälfte dauern, ehe sich Friedberg erstmals ein wenig absetzen konnte. Nach dem 23:22 ging es dann aber schnell, nur fünf Minuten später lag Friedberg schon mit 28:24 vorne.

    Miro Ilic übernahm in dieser Phase die Verantwortung und erzielte sehr wichtige Tore. Von Nieder – Roden kam kein letztes Aufbäumen mehr, der Aufsteiger, der auf einige verletzte Spieler verzichten musste, verzweifelte jetzt am Friedberger Abwehrbollwerk. In den letzten zehn Minuten gelang den Gästen nur noch ein Treffer, natürlich nicht die besten Voraussetzungen, um einen Rückstand aufzuholen.

    Friedberg spielte die Partie, in der man sich lange sehr schwer getan hatte, sicher zu Ende.Spätestens beim 30:24 vier Minuten vor Schluss war das Spiel entschieden. Umso unverständlicher war das extrem harte Einsteigen von Christian Schmid kurz darauf, der Jonas Link übel fällte und direkt Rot sah. Nur 20 Sekunden später folgte ihm Sebastian Schulz, der nach seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls früher Schluss machen konnte. Nach 60 intensiven Minuten schaffte der TSV mit dem 32:25 (13:16) seinen fünften Sieg in Folge. Da Balingen – Weilstetten 2 nur unentschieden gespielt hat, sind die Herzogstädter auf den zweiten Platz vorgerückt und liegen weiterhin nur einen Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Konstanz.

    Trotzdem war Mayerhoffer mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht zufrieden: „In der ersten Halbzeit hat vieles nicht gepasst, gerade in der Abwehr waren wir da zu nachlässig. Mit einem Kraftakt haben wir das Spiel drehen können, aber Nieder – Roden war keinesfalls sieben Tore schlechter. Der Aufsteiger hat heute seine bisherigen guten Saisonleistungen bestätigen können, wir mussten alles geben, um zu gewinnen. Aber unsere Fehlerquote war besonders im ersten Durchgang zu hoch, das muss besser werden, sonst werden wir uns in dieser starken Liga gegen jede Mannschaft schwer tun.“

    Seiler (1. – 30.); v. Petersdorff (31. – 60.); Vilches – Moreno (3/3); Ilic (3); Antony (3); Knorr; Maier – Hasselmann (3); Segmüller (3); Link (9); Feuchtmann (2); Scholz (2); Prause; Behr (4).

    Domenico Giannino (gia)

    Quelle: Schwäbische de

    HSG Konstanz holt nächsten Heimsieg


    HSG / sz Konstanz - Neuhausen/Filder 32:21 - Mit wie viel Spaß die HSG Konstanz, die auf ihren Topscorer Matthias Faißt wegen eines Rippenbruchs verzichten mussten, derzeit zu Werke geht, wurde schon nach fünf Minuten deutlich. Mit 4:0 führten die Hausherren gegen den Tabellenzehnten, der auf Grund von groben Nachlässigkeiten der Konstanzer allerdings nach 23 Minuten mit 9:7 in Führung lag. „Da hat man vielleicht schon den Verschleiß gespürt“, mutmaßt der angeschlagene Marc Hafner (Knie und Achillessehne), der gar nicht aufzählen wollte, wie viele Spieler derzeit an Verletzungen laborieren. Und mit Simon Geßler dürfte ein weiterer (Schwer-)Verletzter hinzu gekommen sein, der Rechtsaußen wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz geführt. Hafner selbst, aber auch Yannick Schatz mit zwei seiner sieben Tore, sorgten für einen halbwegs beruhigenden 14:10-Halbzeitstand.

    In der zweiten Hälfte kam auch Kapitän Simon Flockerzie auf Touren, die Kräfte der Gäste schwanden nun zusehends. Kamen diese auf etwa fünf Tore wieder heran, schaltete die HSG eben einen Gang höher und kam über 19:12 (41.) und 25:17 (48.) zum sechsten Heimsieg im sechsten Auftritt in der Schänzle-Halle. Selbst Abwehrspezialist Markus Schoch und Neuzugang Finn Meiners trugen sich in die Torschützenliste ein, lediglich Christoph Babik, Kai Mittendorf und der erneut starke Rückhalt im Konstanzer Gehäuse, Patrick Glatt, fanden in dieser keine Aufnahme. „Unser Mittelblock, der ja auf Matthias (Faißt) verzichten musste, war es aber, der ganze Arbeit geleistet hat. Wir haben uns auch von dem Ausfall nicht aus der Ruhe bringen lassen“, so Yannick Schatz, der der Abwehr großes Lob zollte und seine Treffer erneut aus fast allen Positionen erzielte.

    „Das ist das flexible Konzept unseres Trainers. Auch Gerrit (Bartsch) oder Stefan (Bruderhofer) tauchen auf den Außen auf und sind gefährlich“, so der Ex-Mimmenhausener, der sich laut eigener Aussage derzeit „ganz wohl“ fühle. Gespräche über eine Vertragsverlängerung des Spielmachers sollen um Weihnachten herum stattfinden, Vertrag wie Studium des 23-Jährigen enden im Juni 2013. „Ich weiß noch nicht, wohin es mich verschlägt“, so Schatz, der einen Verbleib freilich auch mit seiner Zukunft abseits des Handballfelds abhängig macht. Die 3. Liga würde der Rückraumspezialist, der noch seinen Master in Angriff nehmen will, dabei bevorzugen, „mit der 2. Liga ist das nur schwer zu verbinden“.

    HSG: Glatt, Wolf - Hafner (6), Groh (2), Bartsch (2/2), Flockerzie (6), Schoch (1), Schatz (7/3), Babik, Bruderhofer (5), Oesterle (1), Mittendorf, Meiners (1), Geßler (1). (ded)

    (Erschienen: 02.12.2012 17:15)