Beiträge von khs

    Quelle: HP Nieder Roden


    Weite Fahrt zum einsamen Tabellenführer

    Baggerseepiraten reisen an den schönsten See Deutschlands / Anmeldung zur Mitfahrt möglich

    Nach dem hart erkämpften und am Ende durchaus als glücklich zu bezeichnenden Punktgewinn im Derby gegen den TV Groß-Umstadt, wartet nun ein echtes Schwergewicht der Liga. So wie der Nieder-Röder Baggersee im Vergleich zum Bodensee bei Konstanz wirken die Kräfteverhältnisse im Spiel des kommenden Wochenendes in der dritten Liga Süd. Auf der einen Seite die etablierten Konstanzer, die vor der Runde schon von einigen Experten als heißer Anwärter auf den Aufstieg gehandelt wurden – auf der anderen Seite der Aufsteiger aus Rodgau, der bisher aus fremden Hallen (außer in Zweibrücken) nicht viel mit nach Hause nehmen konnte. Schon ohnehin seit vielen Jahren als extrem heimstark bekannt, haben die Spieler von Trainer Daniel Eblen im absoluten Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TV Großsachsen die „einsame“ Tabellenspitze erobert. Nach einem völlig verunglückten Saisonstart mit einer 21:31 Niederlage bei der SG Kronau/Östringen II und einer ebenfalls deutlichen Niederlage im vierten Saisonspiel bei der HBW Balingen/Weilstetten II konnte sich die HSG Konstanz inzwischen finden und mit sechs Siegen in Folge bis auf den Platz an der Sonne durchmarschieren. Dabei wurden neben den südhessischen Nachbarn aus Groß-Umstadt und Groß-Bieberau auch die als Meisterschaftsanwärter gestartete TSB Heilbronn-Horkheim aus der „Schänzle-Hölle“ -wie die heimische Sporthalle genannt wird- gefegt.





    Als klarer Außenseiter fährt das Team von Trainer Alex Hauptmann somit am Samstag in den Süden der Republik. Doch das bedeutet auch, dass die Baggerseepiraten ohne übergroßen Druck an den Bodensee reisen können. Natürlich wollen die Spieler und Fans aber auch nicht die weite Strecke auf sich nehmen, um die Punkte herzuschenken. Trainer Hauptmann wird im Laufe der Woche durch taktische Maßnahmen und ausgiebiges Videostudium sein Team entsprechend vorbereiten um die richtigen Antworten geben zu können. Es wäre nicht das erste Mal, daß die Baggerseepiraten einen favorisierten Gegner etwas überraschen könnten und bekanntlich fühlt man sich in der Nähe von größeren Gewässern recht wohl.

    Erschwert wird die Arbeit unter der Woche allerdings durch berufliche Verpflichtungen von Kapitän Sebbi Schulz und den einen oder anderen angeschlagenen Spieler, doch bis zum Wochenende hofft man, die Blessuren wieder auskuriert zu haben.





    Abfahrt mit dem Giga Bus ist am Samstag um 14.00 h. damit ergibt sich endlich eine Gelegenheit für Björn Christoffel, das im Rahmen der „Club 100“-Auslosung gewonnene Navigationsgerät von TomTom auszuprobieren. Den mitreisenden Fans sei noch die Information gegeben, dass alle Besucher in einem Radler-Trikot am Samstag um 20.00 h freien Eintritt haben.

    Quelle: Südkurier


    HSG Konstanz will ganz oben bleiben


    Drittliga-Erster HSG Konstanz empfängt Aufsteiger HSG Nieder-Roden. Die Gäste haben auswärts erst einmal gewonnen.

    HSG Konstanz – HSG Nieder-Roden (Samstag, 20 Uhr, Schänzlehalle). – Etwas mehr als zwei Wochen ist es her, dass Otto Eblen, seines Zeichens Präsident der HSG Konstanz, nach der denkwürdigen Partie bei der SG Köndringen-Teningen zu Protokoll gab, es werde sicher keine „Tabellenführungs-Feier“ bei der HSG Konstanz geben. Trotzdem steigt jetzt eine Fete: Am Samstag lädt die HSG im Rahmenprogramm des Heimspiels gegen Nieder-Roden zur Studentenparty ins Foyer der Schänzlehalle. Aber der Sohn des Präsidenten und Übungsleiter der Konstanzer Handballer, Daniel Eblen, versteht die mit einem Augenzwinkern gestellte Frage natürlich sofort. „Innerhalb der Mannschaft herrscht Einverständnis, dass wir uns diese Situation, endlich einmal wieder als Tabellenführer vor eigenem Publikum antreten zu dürfen, mit den Leistungen der letzten Wochen erarbeitet haben. Jetzt wollen wir das auch genießen“, sagt er. „Um jedoch Missverständnissen gleich vorzubeugen: Jeder Spieler im Kader weiß, dass die Punkte aus dem Spiel gegen Großsachsen nichts mehr wert sind, sofern jetzt am Wochenende gegen die HSG Nieder-Roden nicht eine Bestätigung erfolgt!“


    Dazu gilt es einen Gegner im Zaum zu halten, von dem der Ex-Konstanzer Sebastian Seitner bei seinem Gastspiel mit dem TSB Heilbronn-Horkheim am Konstanzer Schänzle berichtete, die HSG Nieder-Roden habe mit dem, was man gemeinhin unter einem Aufsteiger verstehe, wenig zu tun. „Die spielen richtig klasse und haben uns alles abverlangt, obwohl sich das 35:27-Endergebnis dann doch sehr souverän anhört“, erzählte Seitner von einem Saisonauftakt in der Horkheimer Stauwehrhalle, der es in sich gehabt habe. Eine Einschätzung, der sich Daniel Eblen in seiner sportlichen Verantwortung für die Drittliga-Handballer nach eingehendem Video-Studium des Gegners nur anschließen kann. „Das ist schon sehr erwachsen, dieses Spiel mit ständig wechselnden Deckungsformationen, welches Nieder-Roden da im bisherigen Saisonverlauf aufzieht. Da merkt man einfach, dass doch einige Spieler höherklassige Erfahrung mitbringen und zum Teil auch schon in der 2. Bundesliga am Ball waren“, sagt Eblen. Im Spiel der Gäste gebe es gleich mehrere Faktoren, die beim HSG-Coach für Respekt sorgen. „Wahrscheinlich kennt inzwischen jeder meine Meinung, wonach in dieser Liga und diese Saison jede Mannschaft für eine Überraschung gut ist, wenn plötzlich der Knoten platzt. Und wenn man dann noch sieht, wie viel Geschwindigkeit und Wurfkraft der Gegner in der Lage ist, in die Waagschale zu werfen, weiß man als Trainer, dass man von seinem Team höchste Aufmerksamkeit fordern muss, um keine bösen Überraschungen zu erleben.“

    Ausgerechnet als Tabellenführer vor eigenem Publikum einer Mannschaft zu unterliegen, die bisher mit Ausnahme des Erfolgs beim Mitaufsteiger Zweibrücken immer mit leeren Händen aus der Halle ging – das könnte tatsächlich die schönste Party vermiesen…

    Quelle: Pressebericht WN

    Pressebericht von Redakteurin Anja Treiber aus Weinheimer Nachrichten

    Grosssachsen. Es war alles angerichtet für das Spitzenspiel der 3. Handball-Bundesliga. Zum Duell der beiden punktgleichen Tabellenführer hatten sich 600 Fans in der Sachsenhalle eingefunden, um ihrem TVG bei seiner unglaublichen Siegesserie die nötige Unterstützung zu verschaffen. Blöd nur, dass die Gastgeber des TVG Großsachsen in dieser Partie nur Statisten waren. Beim 23:30 (9:16) fand "Saase" gegen den jetzt alleinigen Spitzenreiter der HSG Konstanz zu keinem Zeitpunkt der Partie auch nur annährend zu seiner Form. "Die waren einfach besser. Aber wir sind auch einfach nicht ins Spiel gekommen", sagte TVG-Spielmacher Dominic Sauer am Ende frustriert.

    Er gehörte zu den Rückraumspielern, die am Samstag den Unterschied machten - leider zuungunsten der Gastgeber. Denn aus dem Aufbauspiel des TVG kam an diesem Abend gegen die kompakte Konstanzer Defensive so gut wie nichts.

    Peter Masica, im Normalfall einer der Sieggarenten, schoss im Speziellen den rechten Fuß von Patrick Glatt im HSG-Tor bei zehn Versuchen warm. Tobias Kohl ist noch immer durch seine Schulter gehandicapt und hatte fast die komplette Woche nicht trainiert. Tom Zahn fiel als Leistungsträger ebenfalls aus, nach einer guten Anfangsphase sah man von ihm ab der 20. Minute nicht mehr. Dominic Sauer warf nur einmal aufs Tor, Patrick Zweigner gar nicht und Marius Jörres steht schon längere Zeit neben sich.

    Schade, dass TVG-Trainer Uli Schuppler Simon Gans als Alternative erst in den Schlussminuten auf der Bank entdeckte. "Ich habe mit der Achse Dominic Sauer und Peter Masica heute wohl die falsche Option gezogen", gab "Schuppi" nach der Partie dann auch unumwunden zu. "Aber ich wollte eben die Abwehr stabilisieren."

    Konstanz reichen einfache Mittel - Doch auch das glückte nicht wie gewohnt. Egal, welche Defensivvariante der TVG wählte, Konstanz hatte immer wieder die bessere Antwort. Und die fiel sogar relativ einfach aus: Wenn nicht Spielmacher Gerrit Bartsch oder Rückraum-Kanonier Matthias Faißt von hinten warfen, fand die HSG immer wieder Simon Flockerzie und Sebastian Groh am Kreis.

    Dagegen fand Großsachsen auch deshalb kein Gegenmittel, weil die Schiedsrichter den Zeitspiel-Pfiff an diesem Abend nicht im Repertoire hatten. Aber das war nicht spielentscheidend. "Die Spannung hat gefehlt, schon die ganze Woche im Training. Und auch ich habe nicht geschafft, welche reinzubringen", blieb Uli Schuppler selbstkritisch. "Wir wareneinfach nicht präsent."

    Kleine Ausnahmen gab es. Den erwähnten Simon Gans und Sebastian Knierim, der aber etwas zu spät begann Verantwortung zu übernehmen. Da wurde aus dem 12:19 ein 16:19 (42.) und 17:20 (45.). Wären in dieser einzigen Spielphase, in der beim TVG ein Kribbeln zu spüren war, ein, zwei Entscheidungen der Schiris "Pro Saase" ausgefallen, hätte es noch spannend werden können. So blieb es bei der klaren Niederlage gegen einen starken, aber nicht übermächtigen Gegner. AT

    ■ TVG Großsachsen: Fischer, Jahnke (zu einem Siebenmeter); Zweigner, Masica (1), Jörres (1), Knierim (6), Kohl (2), Zahn (4), D. Sauer, Gans (4), F. Sauer (4/1), Wallenwein (1), Reisig, Braun (n.e.).

    ■ HSG Konstanz: Glatt, Wolf; Mitten­dorf, Oesterle, Groh (3), Bartsch (9/ 5), Hafner, Meiners, Flockerie (4), Schoch, Faißt (7), Schatz (4), Geßler (2), Bruderhofer (1).

    ■ Schiedsrichter: Fecher/Kaplan (Wiesbaden).

    ■ Zuschauer: 600.

    ■ Paraden: Fischer 11 - Glatt 19.

    ■ Beste Spieler: Gans, Knierim -Glatt, Faißt, Flockerzie, Schoch, Groh.

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