Beiträge von khs

    Quelle: HP Münster

    Den Kopf verloren


    Münster unterliegt mit 25:36 dem TSV Neuhausen

    Die Mannschaft von Trainer Thomas Gölzenleuchter bleibt auch nach dem achten Spiel in der 3. Handball-Liga Süd ohne Punktgewinn.

    Münster. Co-Trainer Thorsten Wolf fehlten nach der 25:36 (12:14)-Niederlage der TSG Münster beim TSV Neuhausen/Filder die Worte: "Wir hatten in der Schlussphase keine Linie mehr im Spiel. Da war nichts mehr da. Ich kann es gar nicht beschreiben, was da alles passiert ist." Ratlosigkeit nach einer weiteren hohen Niederlage, die Wolf bis ins Mark traf. Seine Enttäuschung war groß, denn für die TSG Münster war in Neuhausen wesentlich mehr drin.

    Die Münsterer konnten in der ersten Hälfte die Partie offen gestalten, ohne dabei aber selbst in Führung zu gehen. Bis zur 24. Minute war beim 11:11 alles offen, danach gelang den Gästen nur noch ein Treffer.

    Und wie so oft verschliefen die Gäste den Beginn der zweiten Hälfte, als Neuhausen drei Tore in Folge erzielte und auf 17:12 davonzog. Noch wehrten sich die Gäste, kamen bis zur 40. Minute auf 19:21 heran. Selbst nach dem 24:27 in der 48. Minute aus Sicht der Gäste nach dem zweiten Treffer von Vilius Juozaitis war für die Münsterer noch alles drin. "Schon bis zu diesem Zeitpunkt haben wir fünf Tempogegenstöße nicht genutzt, wobei wir nur zwei verworfen haben", klagte Thorsten Wolf. Doch was in den letzten 20 Minuten der Partie passierte, dafür fand Wolf keine Worte mehr. Der Gastgeber hatte seine Deckung offensiver gestellt, womit die Gäste zunehmend Probleme bekamen. Nach dem Treffer zum 24:27 gelang den Münsterern nur noch ein Tor durch Jonas Ulshöfer zum zwischenzeitlichen 25:30- Rückstand. "Wir haben völlig den Kopf verloren", musste Wolf feststellen, auch Trainer Thomas Gölzenleuchter konnte in der Schlussphase nicht mehr eingreifen. Neuhausen kam in der Schlussphase zu einem deutlichen Erfolg, weil die Gastgeber jeden Ballverlust, schwachen oder überhasteten Abschluss der Münsterer konsequent mit Tempogegenstößen nutzte. Die gesamte Mannschaft versagte in dieser Phase und konnte nicht mehr an die gute erste Hälfte anknüpfen. "Es ist schon enttäuschend, wenn aus diesem Spiel solch ein Resultat herauskommt", klagte Wolf.

    Nun liegt die TSG Münster nach dem achten Spieltag bereits drei Punkte hinter den vor ihr platzierten Mannschaften der SG H2Ku Herrenberg und dem SV Zweibrücken zurück, die noch Nachholspiele zu bestreiten haben. Noch größer ist der Abstand zum Nichtabstiegsrang. Der Druck wächst nun mit jedem weiteren erfolglosen Spiel.

    Neuhausen/Filder: Herrmann, Schmidl 1; Frey 9/3, Durst, Fuchs, Wohlrabe je 5, Eisele 4, Zulauf 3, Flechsenhar 2, Hebisch, Smarsli je 1, Klingler, Schöbinger. Münster: Biermann (1. bis 15., ab 46.), Lieb (16. bis 45.); Djurdjevic 7, Frieman 5, Ulshöfer 4, Dautermann 3, von Rekowski, Juozaitis je 2, Bardenheier 2/1, Schreiber, Will, Dobhan, Kunz. Schiedsrichter: Kretschmann/Nemec (Ingolstadt). (vho)



    Artikel vom 22. Oktober 2012

    Quelle: HP Neuhausen

    Mit klarem Sieg zum ausgeglichenen Punktekonto-36:25 gegen Münster


    Einen deutlichen und auch verdienten 36:25-Heimsieg haben die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen gegen das Schlusslicht TSG Münster eingefahren. Allerdings taten sich die Mannen von Florian Beck lange Zeit schwer mit dem Team aus Hessen und bauten den Vorsprung erst in der Schlussphase kontinuierlich aus, als bei den Gästen die Kraft spürbar nachließ. Mit ausgeglichenem Punktekonto geht es nun am Samstag, 27. Oktober, 20 Uhr, zum Derby zum TSB Heilbronn-Horkheim.

    „Ich bin mit der ersten Halbzeit zufrieden, in der zweiten hatten wir Probleme mit der 5:1-Deckung. Da haben wir die Ordnung verloren. Leider haben wir personell nicht mehr Möglichkeiten. Was das Ergebnis betrifft bin ich von meiner Mannschaft enttäuscht. Bis zum 21:19 waren wir dran. Eine Niederlage mit fünf oder sechs Toren wäre ok gewesen, elf sind jedoch viel zu viele. Auf alle Fälle ist der Sieg für Neuhausen verdient", bekannte Münster-Coach Thomas Gölzenleuchter nach Spieleschluss.

    „Der Sieg ist verdient, auch wenn uns Münster das Leben in der ersten Halbzeit schwer gemacht hat. Wir haben zunächst den Kreis nicht in den Griff bekommen und sind im Angriff nicht in die entsprechenden Situationen gegangen. Da haben wir versucht, es uns zu einfach zu machen. Simon Wohlrabe hat in der Abwehr gute Arbeit geleistet und für viele Ballgewinne gesorgt. Ich bin froh über den deutlichen Sieg und muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, dass sie bis zum Schluss die Spannung hochgehalten hat", zeigte sich TSV-Übungsleiter Florian Beck sehr zufrieden mit der Vorstellung seines Teams.

    Der Start verlief zunächst ausgeglichen, erst nach fünf Minuten konnten sich die MadDogs erstmals auf zwei Tore absetzen. 180 Sekunden später war der Vorsprung auf drei Treffer angewachsen, doch die Gäste wollten sich nicht so einfach abschütteln lassen und ließen nicht abreißen. Beim 6:6 (16.) stellten sie den Gleichstand wieder her. Danach setzte sich der TSV wieder ab, aber immer wieder kam die TSG zu leichten Toren durch den Ex-Neuhäuser Mihailo Djurdjevic. Dies veranlasste Florian Beck beim 9:9 die Auszeitkarte zu zücken. Im rechten Rückraum brachte er nun auch Linkshänder Tim Zulauf und bis zur Pause konnte der Vorsprung auf zwei Treffer ausgebaut werden.

    Im zweiten Durchgang bauten die Hausherren den Vorsprung schnell auf 17:12 aus, die Gäste ließen aber noch nicht nach und hielten den Rückstand zunächst in Grenzen. Sie schafften es sogar beim 19:18 den direkten Anschluss wieder herzustellen (40.). In den folgenden 180 Sekunden setzte sich der Filder-Express aber wieder auf 25:20 ab. Nochmals schaffte es Münster auf drei zu verkürzen, in der letzten Viertelstunde war die Puste dann jedoch aufgebraucht. Nur noch zwei Tore gelangen, während die Filderhandballer kontinuierlich davon zogen. Neun der letzten zehn Einschläge landeten im Kasten der Hessen und am Ende stand ein klarer 36:25-Heimsieg. Mit diesem haben die MadDogs nicht nur erstmals in dieser Saison ein ausgeglichenes Punktekonto, sondern zusätzlich eine positive Tordifferenz. Nach fünf Punkten aus den vergangenen drei Partien können die Mannen von Florian Beck voller Selbstvertrauen zum TSB Horkheim fahren.

    TSV Neuhausen – TSG Münster 36:25

    TSV Neuhausen: Herrmann, Schmidl, Durst (2), Fuchs (3), Kroll (7), Klingler, Eisele (4), Wohlrabe (4/1), Zulauf (3), Hebisch (1), Schöbinger, Flechsenhar (2), Smarsli (1), Frey (9/3).

    TSG Münster: Lieb, Biermann, Schreiber, Will, Dobhan, von Rekowski (2), Bardenheier (2/1), Dautermann (3), Juozaitis (2), Ulshöfer (4), Frieman (5), Kunz, Djurdjevic (7).

    Schiedsrichter: Kretschmann/Nemec (Ingolstadt).

    Zuschauer: 400.

    Zeitstrafen: Zulauf (2), Flechsenhar; Kunz.

    Siebenmeter: 5/4 Wohlrabe scheitert an Biermann, 2/1 Djurdjevic scheitert an Schmidl.

    Spielfilm: 3:1 (5.), 5:2 (9.), 5:4 (12.), 6:6 (16.), 8:6 (17.), 9:9 (22.), 11:9 (23.), 17:12 (33.), 19:18 (40.), 23:19 (42.), 25:20 (44.), 26:23 (47.), 36:25 (60.)

    Quelle: Schwäbische Zeitung


    Faißt macht den Unterschied

    HSG Konstanz bleibt in der 3. Handball-Liga Süd zu Hause ohne Punkteverlust - Matthias Faißt mit 23 Toren in zwei Spielen.


    Von Jochen Dedeleit

    KONSTANZ Matthias Faißt ist ein Spieler, der nach den Partien des Handball-Drittligisten HSG Konstanz schnell den Weg zu den Fans findet. Es ehrt den 26-jährigen Rückraumschützen, dass es dabei vollkommen egal ist, wie die jeweilige Begegnung ausgegangen ist und wie seine Leistung selbst ausgefallen ist. Gegen Aufsteiger SV 64 Zweibrücken war der Kapitän aber besonders zügig im Foyer der Schänzle-Halle angekommen, schließlich gingen neun Tore beim 28:21 (13:13)-Sieg und den somit vierten Triumph der HSG im vierten Heimspiel dieser Saison auf das Konto des Torjägers.

    „Ich weiß es wirklich nicht“, konnte Faißt die drängendste Frage, diejenige nach seinem derzeitigen Höhenflug, aber nicht beantworten. 14 Treffer waren es schon beim 32:31-Auswärtssieg in Hochdorf, weitere neun ließ der beste Torschütze der Konstanzer der vergangenen Saison nun gegen den Tabellenvorletzten folgen. Er könne die Kritik verstehen, die er sich hin und wieder anhören müsse, wenn er es wieder einmal (vergeblich) mit der Brechstange versucht hatte. „Aber einer muss schließlich Verantwortung übernehmen. Und es ist besser, wenn es jemand macht, der mit dem Druck zurechtkommt“, lacht der Vorgänger von Simon Flockerzie, der seit dieser Saison das Kapitänsamt inne hat.

    Matthias Faißt konzentriert sich 2012/2013 mehr auf sein Staatsexamen, am Mittwoch wird im Fach Mathematik abgerechnet. Diese Tatsache macht seine Leistung derzeit nur noch erstaunlicher. HSG-Präsident Otto Eblen widmet dem 26-Jährigen im aktuellen Handball-Magazin eine komplette Seite und stellt dabei noch einmal die Verdienste des Spielers heraus, der in Konstanz heuer in seine fünfte Spielzeit gegangen ist. „Du fühlst dich dabei natürlich gut, aber du machst es ja auch für die Mannschaft, für deine Freunde. Yannick (Schatz; Anmerk.) hat auch schon super Spiele abgeliefert, als es bei mir nicht gelaufen ist“, erklärt Faißt, für den laut eigener Aussage derzeit keine Anfragen von anderen Klubs gibt.


    Eine plausible Erklärung für die (über weite Strecken chaotische) erste Halbzeit gegen Zweibrücken hatte der Rückraumkanonier ebenfalls nicht. Abspielfehler zuhauf, das Vergeben von erstklassigen Torchancen und die damit verbundenen Tempogegenstöße hielten den Aufsteiger gar bis zur 40. Minute im Spiel, erst nach 46 Minuten beim Stande von 20:15 konnten die zwei Pluspunkte eingeplant werden, die die HSG weiter unter den Top 3 der Liga hält. „Gott sei Dank konnte die Mannschaft den Schalter noch umlegen. Lange Zeit wollte sie zu viel“, so Geschäftsführer Frank Meisch, der eine relativ einfache Erklärung zum mit Leichtsinnsfehlern gespickten Bild der ersten Hälfte hatte: „Wenn der Angriff mit einem technischen Fehler endet, muss die Abwehr ja irgendetwas richtig gemacht haben.“

    Otto Eblen sah sich indes bestätigt, „es war wie befürchtet. Du kannst nach einem Sieg bei einer Spitzenmannschaft hundert Mal sagen, dass wir jetzt auch gegen den Vorletzten aufpassen müssen. Und es klappt dann doch nicht“. Matthias Faißt, aber freilich auch Trainer Daniel Eblen waren in einer Auszeit gegen Ende der ersten Hälfte außer sich, Torhüter Patrick Glatt, der etliche Schüsse der Gäste auch bei Tempogegenstößen entschärfte, stauchte seine Vorderleute so oft wie selten zuvor zusammen. Ein Leidtragender des Geschehens war auch Simon Geßler, der unter dem Aufschrei der 600 Zuschauer zwei „Hundertprozentige“ liegen gelassen hatte und durch Marc Hafner ersetzt wurde. Dieser trumpfte in Halbzeit zwei auf und war auf Rechtsaußen ein Garant für Tore (5).

    Für die Konstanzer, bei denen erstmals Finn Meiners von Zweitligist VfL Bad Schwartau auf der Bank Platz nahm, stehen nun zwei Auswärtsspiele an. Vor allem am kommenden Wochenende im Lokalderby gegen das bisher unter seinen Möglichkeiten spielende Köndringen-Teningen dürfte erneut eine starke kämpferische Vorstellung von Nöten sein, um Zählbares mit an den Bodensee nehmen zu können. Dann wird sich weisen, ob sich die HSG oben in der Tabelle wird festsetzen können.

    Für Simon Flockerzie, der sich seit dem Spiel gegen Groß-Bieberau mit Schulterproblemen herumplagt, hat die Mannschaft auch gegen Zweibrücken einen klaren Aufwärtstrend erkenne lassen. „Vor zwei Jahren hätten wir so ein Spiel nicht gewonnen.“ Und was sagt der Kapitän zu seinem Vorgänger? „Matthias spielt ganz gut. Er hat auch hinten einen guten Part gespielt“, so Flockerzie ganz nüchtern. „Die 21 Gegentore waren schließlich ausschlaggebend, dass wir uns vorne die Fehler erlauben konnten.“

    HSG: HSG Konstanz: Patrick Glatt; Matthias Faißt 9, Marc Hafner 5, Sebastian Groh 4, Gerrit Bartsch 3/2, Simon Flockerzie 3, Yannick Schatz 2, Stefan Bruderhofer 1, Simon Oesterle 1, Kai Mittendorf, Markus Schoch, Simon Geßler.

    SV: Nils Kawolus, Philipp Bartel; Benny Zellmer 5, Jonas Denk 4, Tim Burkholder 3/1, Aris Wöschler 3, Kubo Balaz 3, Daniel Sorg 2, Thomas Zellmer 1, Torben Rixecker, Alexander Eusterholz.

    (Erschienen: 22.10.2012 10:55)

    Quelle: Südkurier


    HSG Konstanz: Mit Kampfgeist zum verdienten Sieg


    Nach einer schwachen ersten Hälfte gegen SV 64 Zweibrücken kämpft sich die HSG Konstanz doch noch zum 28:21-Erfolg.

    Handball3. Liga

    HSG Konstanz

    SV 64 Zweibrücken

    28:21 (13:13)

    Sollte HSG-Coach Daniel Eblen bisher tatsächlich nicht gewusst haben, warum der SV 64 Zweibrücken bei all der Qualität, die er aufs Parkett zu stellen vermag, momentan noch relativ erfolglos durch den Drittliga-Alltag wandelt – seit der Begegnung vom vergangenen Samstag hat er eine Antwort. Auf Grund der ein Stück weit durch den vorhandenen Kader vorgegebenen Spielphilosophie reichen beim Aufsteiger die Kräfte nicht über die volle Distanz, lautet die simple wie ernüchternde Erkenntnis. Dadurch sicherte sich die HSG Konstanz im zweiten Durchgang dann doch einen letztlich souveränen Erfolg.

    „Mir ist es lieber, wir leben wirklich als Mannschaft und kämpfen, als dass wir sehr souverän alles an die Wand spielen. Das sind wir nicht, das können wir nicht und deswegen brauchen wir auch den Kampf“, hatte HSG-Coach Daniel Eblen nach dem hart erkämpften Heimerfolg gegen die TSG Groß-Bieberau zu Protokoll gegeben. Wie recht er mit dieser Aussage hat, bewies die HSG Konstanz am Samstagabend gegen Aufsteiger SV 64 Zweibrücken, als Simon Oesterle und Stefan Bruderhofer von der Bank aus die Mannschaftskameraden bei der Ehre packten und Emotionen einforderten. 14:15 (34.) lag die HSG Konstanz zu diesem Zeitpunkt zurück und hatte soeben in Überzahl aus wenig Erfolg versprechender Position heraus zum wiederholten Male mit einem Abschlussversuch das Tor verfehlt.


    „Solche Spiele haben wir ja schon mehrere gehabt diese Saison. Und ich bin froh, dass wir diese Begegnung gewonnen haben, obwohl natürlich mit dem Abschluss zu hadern war,“ gab sich Eblen angesichts des schlussendlich dann doch deutlichen Endresultats nach Spielende wieder versöhnt. Denn was seine nervös agierende Truppe vor allem in der ersten Hälfte an technischen Fehlern geboten hatte, ließ die Frage aufkommen, ob hier tatsächlich der Tabellendritte gegen den Tabellenvorletzten spielte. „Der Gegner war wirklich sehr unangenehm, hatte sich sehr gut auf uns eingestellt und sich darüber hinaus auch noch etwas Besonderes für uns überlegt“, so der Konstanzer Trainer, der sich in seiner im Vorfeld geäußerten Ansicht, es gebe in dieser Saison einfach keine Selbstläufer, bestätigt fühlte. Ausgehend von ihrem unkonventionellen, aber hochflexiblen Deckungsverhalten setzten die Gäste immer wieder über Tempogegenstöße Nadelstiche, welche der HSG Konstanz offensichtlich weh taten und vor allem Torhüter Patrick Glatt phasenweise zur Weißglut trieben.

    Erst das beherzte Auftreten von Matthias Faißt mit drei Treffern in Folge zur Konstanzer 17:15-Führung (40.) brachte mit den nachfolgenden Toren von Marc Hafner und Sebastian Groh zum 19:15 (44.) die endgültige Wende in einem Spiel, in welchem die Gäste letztlich ihrer Kräfte zehrenden Spielanlage Tribut zollen mussten. „Wir haben momentan einen viel zu kleinen Kader. Das war heute der wohl einzige Unterschied, weswegen wir in der zweiten Hälfte dann konditionell auch total eingebrochen sind. Der Sieg der HSG Konstanz heute geht völlig in Ordnung und ist völlig verdient, da gibt's gar keine Diskussion“, fasste Gästetrainer Stefan Bullacher das Geschehen treffend zusammen. Dann ließ er eine Aussage folgen, die nach dem viel Leidenschaft ausstrahlenden Auftritt seiner Truppe wohl niemand in der Schänzlehalle ernsthaft bezweifeln wollte: „Wir wissen, dass wir uns jeden Punkt hart erarbeiten werden müssen, aber die Runde ist noch lang und ich verspreche: Wir werden kein zweites Nieder-Olm!“

    HSG Konstanz: Glatt, Wolf (Tor); Mittendorf, Oesterle (1), Groh (4), Bartsch (3/2), Hafner (5), Flockerzie (3), Schoch, Faißt (9), Schatz (2), Geßler, Bruderhofer (1). - Z: 750

    Quelle: HP Groß Umstadt

    Vorbericht zum Spiel des TV Groß-Umstadt gegen die HBW Balingen-Weilstetten II

    Sonntag, 21.10.2012, 18.00 Uhr, Heinrich Klein Halle, Groß-Umstadt

    Die Überraschungsmannschaft der Stunde stellt sich am Sonntag in Groß-Umstadt vor, denn keiner hatte die HBW Balingen-Weilstetten II in den Prognosen als Spitzenmannschaft auf dem Schirm. Dabei verfügt die Mannschaft über eine hervorragende Mixtur junger, hungriger Spieler, die den Sprung in die erste Bundesligamannschaft schaffen wollen und erfahrene Kräfte, die die jungen wilden zu führen wissen. Das hat sich bisher ausgezahlt und so steht die Mannschaft zu Recht auf Platz 1 der 3. Liga. Ein guter Start in die Runde brachte das Team von Trainer Eckhard Nothdurft in die Erfolgsspur und seitdem verlor sie erst ein Spiel gegen Friedberg.


    Anders dagegen in Groß-Umstadt, einer sehr guten Vorstellung im DHB Pokal gegen den Zweitligisten Bietigheim folgte eine Reihe unzureichender Spiele in der 3. Liga und vermeidbare Niederlagen mit der Folge der Verunsicherung und Zweifeln an der eigenen Leistungsstärke, die aber sicher vorhanden ist. Da kommt ein Spiel gegen den Tabellenführer eigentlich gerade recht um sich mit einer guten Leistung aus dem Tief heraus zu ziehen. „Wir haben die bisherigen Niederlagen sehr intensiv analysiert und die Fehler angesprochen, die Mannschaft hat erkannt, dass es in der 3. Liga keine einfachen Spiele gibt und jede Woche 100 % Leistung abgerufen werden muss. Das hat sie diese Woche im Training getan und das wird sie auch im Spiel gegen Balingen, da bin ich mir absolut sicher“, so TVG Trainer Tim Beckmann. So bittet auch Teammanager Michael Blechschmitt um Vertrauen und Unterstützung bei den Fans. „Die Mannschaft hat ihre Defizite erkannt und will sie abstellen, dazu benötigt sie aber Zeit und Ruhe und vor allem ein Erfolgserlebnis.“


    Wie immer wurde die Mannschaft vom Trainer Team gut auf den Gegner vorbereitet, die Mannschaft weiß, dass ein hartes Stück Arbeit auf sie zu kommt und dass nur eine erstklassige Leistung von jedem einzelnen und auch im Team zum Erfolg führen kann.


    Gespielt wird am Sonntag, 21.10.2012 um 18.00 Uhr in der Heinrich Klein Halle, Groß-Umstadt.

    Vorbericht aus der Badischen Zeitung

    Als Außenseiter zu den Piraten

    SG-Drittliga-Handballer beim starken Neuling in Nieder-Olm.

    HANDBALL (bar). Sie nennen sich die Baggerseepiraten und sie haben als Aufsteiger in der dritten Liga schon für Furore gesorgt, die Akteure der HSG Nieder-Olm. "Da sind wir Außenseiter", sagt Ole Andersen, Cheftrainer in Diensten der SG Köndringen-Teningen. Obwohl hier der dienstälteste Drittligist der Republik gegen einen absoluten Neuling antritt. Und das liegt schlicht an der Personalsituation: Mit Christian Hefter (amtierender Torschützenkönig der Liga), Markus Wenning und Martin fehlen drei Spieler der ersten Sechs. So geht der vermeintliche Favorit ohne die Bürde desselben ins Spiel.
    Immerhin ließ sich gestern Abend zum ersten Mal seit drei Wochen mal wieder Steffen Zank in Trainingskluft in der Halle blicken. Andersen hofft, dass der Linkshänder für zwei Kurzeinsätze pro Halbzeit schon wieder brauchbar ist. Mittlerweile steht auch fest, dass Wenning und Hirling am 1. November wieder im Lande sind. Bis dahin aber müssen die Gelb-Schwarzen auch mit dem anwesenden Personal auf Beutezug gehen – und natürlich besonders gerne bei Teams, die sich Piraten nennen.

    Die "grauenhaften" letzten 20 Sekunden aus dem Haslach-Spiel sind zwar noch nicht abgehakt ("das stört mich und das stört auch die Spieler"), aber der Blick geht bei den Gästen, die drei Punkte weniger als die Hausherren haben, trotzdem nach vorne: "Wir müssen da sehr konzentriert werfen, denn die Piraten haben mit Marco Rhein den wahrscheinlich besten Keeper der Liga", so Andersen. Gestützt auf die leichtfüßige 6:0-Defensive bauen die Nieder-Rodener viel aufs Konterspiel und sind da auch nur schwer zu fassen. "Wir müssen sehr, sehr schnell zurücklaufen und hinten noch besser stehen als gegen Haslach, sonst wird das nichts mit einem Beutezug", schätzt der Coach die Lage ein. Immerhin habe seine Mannschaft eine ausgezeichnete Trainingswoche gehabt und wisse, dass sie in Nieder-Roden keineswegs chancenlos sei. Ein Spiel, bei dem die bessere Physis den Ausschlag geben könnte. Bei Baggerseepiraten Beute machen oder Baden gehen, das ist hier die Frage.

    Quelle: Südkurier


    Klare Sache für HSG Konstanz – auf dem Papier


    Gegen den Vorletzten SV 64 Zweibrücken will die HSG Konstanz natürlich einen Sieg bejubeln. Doch Trainer Daniel Eblen warnt: „In dieser Liga gibt es keinen Selbstläufer“.

    HSG Konstanz empfängt SV 64 Zweibrücken. Eblen-Team gegen den Vorletzten favorisiert

    HSG Konstanz – SV 64 Zweibrücken (Samstag, 20 Uhr). – Sieht man sich die Tabelle an, erwartet die HSG Konstanz am Samstagabend eine der vermeintlich einfacheren Aufgaben der Saison 2012/13. Der SV 64 Zweibrücken, momentan Tabellenvorletzter und Aufsteiger aus der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar, wird am Konstanzer Schänzle erwartet. Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, huldigte der Trainer der Gäste, Stefan Bullacher, schon vor Saisonbeginn in einem Interview der neuen Spielklasse. „Wir sind in einem Haifischbecken gelandet und wollen dort bestehen“, wählte der seit nunmehr 18 (!) Jahren an der Seitenlinie des SV 64 Zweibrücken stehende Bullacher drastische Worte, um zu verdeutlichen, dass nach dem Desaster des letzten Aufsteigers aus der Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar, dem TV Nieder-Olm, auch für den SV 64 Zweibrücken das Ziel nur Klassenerhalt heißen könne.

    Und drei Punkte haben seine Schützlinge auf dem Weg dorthin bereits eingefahren. So wurde Groß-Umstadt mit einem 29:27 auf den Heimweg geschickt und auch der TSV Neuhausen/Filder musste sich im rheinland-pfälzisch-saarländischen Grenzgebiet mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Auswärts dagegen kam der Aufsteiger mit Ausnahme des Derbys in Hochdorf regelmäßig unter die Räder und hatte bei einem unverschuldeten Horror-Crash des Mannschaftsbusses auf dem Weg zur Auswärtspartie in Herrenberg Glück im Unglück, dass sich lediglich der Busfahrer schlimmere, einen Krankenhaus-Aufenthalt notwendig machende Blessuren zuzog.


    „Schwierig zu sagen, warum sie es bisher nicht verstanden haben, sich besser aus der Affäre zu ziehen“, wundert sich HSG-Trainer Daniel Eblen nach Studium des ihm zur Verfügung stehenden Videomaterials allerdings über die bisher noch recht magere Ausbeute der Gäste. „Sie spielen recht variabel im Angriff, stellen eine aggressive und unkonventionelle Deckung aufs Parkett und haben im Angriff eigentlich keine Spieler, die einem direkt als Gefahrenherd ins Auge stechen“, umreißt der Konstanzer Trainer die Spielanlage der Gäste, welche SV-Trainer Bullacher mit einem „wir haben nun mal keine Rückraumkanonen mit zwei Metern Körperlänge“ rechtfertigt. Schnell, beweglich und immer für eine Überraschung gut, lauten die Attribute, mit denen der SV 64 Zweibrücken der körperlichen Überlegenheit anderer Mannschaften entgegentreten will und damit eine ähnliche Philosophie verfolgt, wie die HSG Konstanz.

    Und dort will man nach dem jüngst in Hochdorf gesetzten Ausrufezeichen zuhause natürlich in der Erfolgsspur bleiben. Daniel Eblen wird dabei nicht müde, die Ausgeglichenheit der Liga zu betonen. „Selbstläufer gibt es nicht mehr. Da muss man sich wirklich auf jede Partie gewissenhaft und akribisch vorbereiten, um nicht böse Überraschungen zu erleben“, verweist er auf den vergangenen Spieltag mit der überraschenden Heimniederlage des Klassenprimus aus Balingen gegen einen TSV Friedberg, der in der Schlussphase der Partie über sich hinauswuchs und den mit ihren Handballprofis aus dem Bundesligakader antretenden Hausherren letztlich den Schneid abkaufte.

    Quelle: HP Zweibrücken


    Zweibrücker Löwen gastieren am Bodensee!


    Freitag, den 19. Oktober 2012 um 12:44 Uhr


    Geschrieben von: Christian Gauf


    Beim Tabellendritten HSG Konstanz geht die Drittligasaison für die Zweibrücker Löwen am Samstagabend um 20 Uhr weiter. Dabei befindet sich die Mannschaft von SV-Trainer Stefan Bullacher in einer eindeutigen Außenseiterrolle. „Ohne unseren bisherigen Gegnern zu Nahe treten zu wollen“, bemerkte SV-Trainer Stefan Bullacher zur Ausgangslage, „so ist der ehemalige Zweitligist Konstanz bislang sicher unser stärkster Gegner, verfügt über eine unheimlich ausgeglichen besetzte Truppe, mit dem überragenden Matthias Faißt im linken Rückraum“.
    Der war am vergangenen Wochenende beim knappen 32:31-Auswärtssieg beim TV Hochdorf mit 14 Toren erfolgreichster Angreifer. Ganz stark spielten im bisherigen Saisonverlauf aber auch Yannick Schatz und Gerrit Bartsch. Letzterer kam vor der Saison vom Bundesligaaufsteiger GWD Minden an den Bodensee. Mit Simon Oesterle (vom TV Neuhausen), wechselte zudem noch ein weiterer Spieler, der in der letzten Saison in die Bundesliga aufgestiegen war, zur HSG Konstanz.
    Nach dem „Ausrutscher“ am ersten Spieltag bei der zweiten Mannschaft Kronau-Östringens, hat die HSG Konstanz zuletzt überzeugend gespielt, belegt inzwischen mit 10:4 Punkten den dritten Tabellenplatz in der 3. Liga Süd.
    Während es bei der HSG Konstanz in den letzten Spielen hervorragend lief, die Mannschaft zuletzt drei Siege in Serie erreichte und inzwischen auch in personeller Hinsicht wieder aus dem Vollen schöpfen kann, sind die 64er weiterhin nicht in Komplettbesetzung am Start. Marian Müller und Dominik Schweizer fallen definitiv weiterhin aus.
    „Wir sind aber sicher auch nicht so vermessen zu behaupten, dass wir nach Konstanz fahren und dort die beiden Punkte entführen“, erklärte Bullacher. „Wir wollen auch in diesem Spiel lernen und schauen, ob und wie lange wir gegen eine solche Spitzenmannschaft mithalten können“.
    Unter der Woche waren die 64er – oder besser gesagt alle diejenigen, die derzeit nicht angeschlagen sind, beim Saarlandligaaufsteiger HSG Ottweiler/Steinbach in der ersten Runde um die Bank1-Saar-Handball-Trophy zu Gast. In einem kurzweiligen und fairen Spiel, bei dem es glücklicherweise keine weiteren Verletzungen zu beklagen gab, setzten sich die SVler am Donnerstag deutlich mit 42:26 (17:11) durch. Nach relativ behäbigem Beginn vermochte sich der Drittligist deutlich zu steigern, ging nach dem 4:4-Zwischenstand in der achten Minute mit 8:4 in Führung.
    Als Ottweilers Trainer Kai Schumann in der 18. Spielminute sein Team-Time-out nahm, lag seine Mannschaft mit 6:11 zurück. Danach ließen es die Löwen wieder etwas schleifen, mit der Folge, dass die Gastgeber in eigener Überzahl auf 10:12 herankamen. Nicht nur in dieser Phase wurden die Gastgeber von ihrer etwa 25 Mann starken Fangruppe auf der Tribüne lautstark angefeuert. Insgesamt waren etwa 150 Handballfans in der Halle.
    „Die haben auf der Tribüne eine sensationelle Stimmung gemacht“, war auch Thomas Zellmer von der Atmosphäre in der Halle sichtlich angetan. „Die Ottweiler Fans waren jedenfalls absolut bundesligatauglich“. Nachdem die 64er schon in der Schlussphase des ersten Durchgangs einen Sechs-Tore-Vorsprung herausgeworfen hatten, zogen sie auch zu Beginn der zweiten Hälfte konsequent weg, führten nach 40 Spielminuten bereits mit 25:13 und steuerten so dem klaren Auswärtssieg entgegen.
    Die SV-Tore erzielten dabei: Tim Burkholder 8/1, Aris Wöschler 7, Daniel Sorg 6, Thomas Zellmer 4, Kubo Balaz 4, Alexander Eusterholz 4, Jonas Denk 3, Benny Zellmer 3, Philipp Hammann 2 und Torben Rixecker 1.
    Im Mannschaftsbus der 64er zum Auswärtsspiel nach Konstanz besteht für Fans noch Mitfahrgelegenheit. Spielbeginn ist am Samstag um 20 Uhr, Abfahrt ist an der Festhalle um 13 Uhr.