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    Quelle: Südkurier


    HSG Konstanz ganz abgezockt zum Favoritensturz
    16.09.2012

    Von MARTIN DECK

    Groß aufgetrumpft hat die HSG Konstanz gegen den Titelfavoriten TSB Heilbronn-Horkheim HSG Konstanz schlägt Heilbronn-Horkheim mit 27:21 und zeigt eine tadellose Leistung in allen Mannschaftsteilen

    Handball3. Liga Süd

    HSG Konstanz

    TSG Heilbronn-Horkheim

    27:21 (15:9)

    Understatement war angesagt vor dem ersten Heimauftritt der HSG Konstanz in der Saison 2012/2013. „Wir können die in der Vorbereitung gehörte Einschätzung, dass sich die HSG im Spitzenfeld befinden wird, nicht teilen“, stellte HSG-Präsident Otto Eblen vor dem Spiel gegen den TSB Heilbronn-Horkheim nochmals klar. Im Duell gegen den letztjährigen Vizemeister sah er die HSG Konstanz, ebenso wie sein Sohn und HSG-Trainer Daniel Eblen, eindeutig in der Außenseiterrolle.

    Und beide sahen sich zunächst bestätigt. Die Gäste aus dem Nordosten Baden-Württembergs erwischten den besseren Start und überrumpelten die Konstanzer ein ums andere Mal mit schnellen Angriffen. Einzig Neuzugang Gerrit Bartsch sorgte mit zwei Toren dafür, dass die HSG nicht schon in der Anfangsphase den Anschluss verlor. Doch auch die Konstanzer Defensive, mit einem überragenden Patrick Glatt im Tor, stabilisierte sich mit der Zeit und stellte sich immer besser auf das Angriffsspiel der Gäste ein.

    Durch einen 6:0-Lauf Mitte der ersten Hälfte, als die HSG fast zehn Minuten lang kein Gegentor zuließ, glich das Eblen-Team zunächst aus, um dann sogar in Führung zu gehen und den Vorsprung beständig auszubauen. Horkheims Trainer Volker Blumenschein sah sich bald gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und den Ex-Konstanzer Sebastian Seitner, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und nur ein Tor erzielte, auf die Bank zu setzen. Es nutzte aber alles nichts: Bis zur Pause spielte sich die HSG, angetrieben von Yannick Schatz, der mit neun Toren der treffsicherste Konstanzer war, einen souveränen Sechs-Tore-Vorsprung bis zum 15:9 heraus.

    Für seinen Aufbauspieler fand Coach Daniel Eblen daher ein Extralob: „Yannick hat in der Vorbereitung noch mal einen großen Schritt gemacht und konnte diese Leistung mit in die Saison nehmen. Was er heute gespielt hat, war überragend!“

    Auch nach der Pause trieb Schatz sein Team immer weiter an. Dass die Heilbronner jedoch nie näher als auf vier Zähler heran kamen, war einem anderen Konstanzer zu verdanken: Patrick Glatt im HSG-Tor ließ mit seinen unzähligen Paraden die Gästeangreifer ein ums andere Mal verzweifeln. „Er hat unfassbar gut gehalten. Durch seine Paraden hat er die ganze Mannschaft stark gemacht“, lobte Eblen den Mann des Spiels. Doch auch mit dem Rest des Teams zeigte sich der Trainer höchst zufrieden. „Wir wussten, dass wir nur mit Mannschaftsgeist und Herz eine Chance haben und die Mannschaft hat beides gezeigt“, so Eblen, der neben der starken Abwehrleistung aber auch die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor hervorhob: „So abgezockt habe ich uns noch nie gesehen.“

    So ließ die HSG bis zum Ende nichts mehr anbrennen und siegte nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Vorsprung deutlich mit 27:21 gegen den Ligafavoriten Heilbronn-Horkheim. „Wir wussten, dass wir eine kleine Chance haben. Aber dass wir das Spiel so deutlich gewinnen, war nicht zu erwarten“, freute sich Matchwinner Patrick Glatt und fügte hinzu: „In so einem Spiel holt man sich das Selbstvertrauen für die restliche Saison.“

    Auch wenn die Freude nach dem Überraschungserfolg überschäumend war, stellte Daniel Eblen eins klar: „Man kann jetzt nicht davon ausgehen, dass das unsere Standardleistung wird.“ Da war es wieder, das Konstanzer Understatement. Klar ist aber, dass die Ansprüche nach dieser Vorstellung gewachsen sind.

    HSG Konstanz: Glatt (Tor); Mittendorf, Oesterle (1), Groh (4), Bartsch (3/2), Hafner (3), Flockerzie (2), Schoch, Faißt (5), Schatz (9/2), Bruderhofer. – Z: 750.

    Quelle: HP TV Hochdorf

    Es läuft rund


    Handball: Hochdorf und Kai Zimmermann gut drauf


    HOCHDORF-ASSENHEIM. Der Start in die neue Saison verlief vielversprechend: 4:0 Punkte, dazu steht man im DHB-Pokal in der nächsten Runde und erwartet übernächste Woche den Zweitligisten THSV Eisenach. Diesen Erfolgstrend möchte Handball-Drittligist TV Hochdorf auch beim zweiten Auswärtsspiel gegen den sieglosen TSV Neuhausen/Filder fortsetzen (morgen, 17 Uhr. Egelsee-Halle).


    „Wenn die Einstellung, wie in den letzten beiden Spielen, stimmt, dann ist auch in Neuhausen etwas möglich”, sagt Kai Zimmermann.


    Dass das Erfolgsbarometer weiter steigt, daran hat der 22 Jahre alte Student für Maschinenbau an der Universität Karlsruhe wesentlichen Anteil. Denn Zimmermann hat sich weiterentwickelt. Der in Römerberg lebende Linkshänder ist inzwischen eine Führungspersönlichkeit bei den Grün-Weißen. Sein Wort hat in der Mannschaft Gewicht. Nach der schwachen Vorbereitung wurde in der Mannschaft offen und konstruktiv darüber geredet. „Es war allen klar, dass wir mit einer anderen Einstellung ins Spiel gehen müssen”, betont Zimmermann. Das war bislang der Fall. Auch deshalb, weil die jungen Neuzugänge Gas geben, freut sich Zimmermann: „Wenn sie so weiter machen, können sie sich in der dritten Liga etablieren.” Diesen Schritt hat Zimmermann vollzogen.


    „Ich fühle mich in Hochdorf sehr wohl. Es hätte nicht besser laufen können”, meint er. Er schlug Angebote der VTV Mundenheim und der SG Leutershausen aus. „Es war zum jeweiligen Zeitpunkt die richtige Entscheidung.” Doch bei einem Angebot aus der Zweiten Liga würde Zimmermann über einen Wechsel nachdenken. „Wer will denn keine Zweite Liga spielen?”, fragt er. Das ist Zukunftsmusik. Die Gegenwart heißt TSV Neuhausen/Filder morgen. (wij)


    Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener Rundschau Ausgabe: Nr.216 Datum: Samstag, den 15. September 2012

    Quelle: HP Neuhausen/Filder

    Heimspiel gegen Hochdorf

    Timo Flechsenhar und seine Teamkollegen müssen sich gegen Hochdorf weiter steigern, um die ersten Punkte einzufahren.

    Nach der zweiten Niederlage in Folge sollten die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen
    im zweiten Heimspiel der Saison erstmals Punkten. Allerdings wird dies keine
    allzu leichte Aufgabe, denn gegen den TV Hochdorf gab es in zwei Kräftemessen
    ebenso viele Niederlagen. Das erste Aufeinandertreffen gab’s im letzten
    Dezember, als die Filderhandballer eine gute Partie zeigten, die Punkte aber
    durch eine Schwächephase direkt vor und direkt nach der Halbzeit leichtfertig
    verschenkten. Auch im Rückspiel Mitte Mai war die Partie lange ausgeglichen. Da
    es aber letztlich um nichts mehr ging, investierten die MadDogs zu wenig und
    unterlagen mit 30:36. Dem Auftakt gegen Balingen-Weilstetten II folgte am
    vergangenen Samstag in Groß-Bieberau eine 24:31-Niederlage. Trotz der Pleite
    war aber schon eine Leistungssteigerung zu erkennen. Vieles spricht derzeit für
    die Hochdorfer, denn sie haben beide Spiele, wenn auch knapp, für sich
    entschieden. Dennoch sollte mit einer konzentrierten Leistung, einer weiteren
    Formverbesserung und der Unterstützung der Fans der erste Punktgewinn drin
    sein. Anwurf ist am Sonntag, 16. September, 17 Uhr.

    Auf geht’s TSV

    Quelle: HP Horkheim


    Echter Prüfstein für den TSB früh in der Saison

    Für einen im Team der Horkheimer ist es eine Reise in die Heimat. Sebastian Seitner stammt aus einem Dorf in der Nähe von Konstanz, hat bis 2008 bei der HSG gespielt. Dort war er Torschütze vom Dienst und Publikumsliebling. Logisch, dass der 33-Jährige mit seinem neuen Team am Samstagabend (20 Uhr) bei den alten Kumpels punkten will. "Ich freue mich riesig auf das Spiel", sagte er schon nach dem Auftaktsieg gegen Nieder-Roden am vergangenen Samstag.

    Gute Bilanz

    Konstanz ist für den TSB früh in der Saison ein echter Prüfstein. Seit Jahren treffen beide Teams in der Liga aufeinander, fast alle Partien waren eng. Von den letzten vier Auswärtsspielen hat Horkheim aber nur eines verloren. Trotzdem äußert sich TSB-Trainer Volker Blumenschein vorsichtig: "Für Konstanz ist es die Saisoneröffnung in eigener Halle. Die werden hoch motiviert sein. Wir müssen ein sehr, sehr gutes Auswärtsspiel machen, um dort nicht zu verlieren."

    Mit Gerrit Bartsch vom Zweitligisten Minden auf der Mittelposition und Simon Oesterle vom Bundesliga-Aufsteiger Neuhausen auf Linksaußen hat die HSG vor der Saison zwei Hochkaräter verpflichtet. Mit Matthias Faißt und Oliver Junker warten zudem wurfgewaltige alte Bekannte auf den Rückraumpositionen.

    "Nach diesem Spiel wissen wir genau, wo es bei uns noch knirscht. Insofern ist es gut, schon früh in der Saison auf die HSG zu treffen", sagt Blumenschein. Der 44-Jährige kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Der angeschlagene Evgeni Prasolov (Innenbandanriss im Knie) ist laut Blumenschein wieder "voll belastbar".

    Fanbus

    Damit der TSB in der Schänzlehalle nicht völlig auf sich gestellt ist, hat der Verein einen Fanbus organisiert. Gemeinsam mit ihren Anhängern werden die Spieler sich auf den Weg an den Bodensee machen − und zurück. "Auf der Rückfahrt wollen wir gemeinsam mit unseren Fans feiern", lautet Blumenscheins Plan. Dann muss es nur noch etwas zum Feiern geben.

    Quelle: Südkurier


    Sebastian Seitner: Ein alter Bekannter zu Gast in Konstanz


    15.09.2012

    Von ULRICH HAAFF


    HSG Konstanz empfängt den Titelfavoriten TSB Horkheim und feiert ein Wiedersehen mit Ex-Spieler Sebastian Seitner

    HSG Konstanz – TSB Horkheim (Samstag, 20 Uhr). – Ein Auftritt in Kronau, der zum Nachdenken zwang und die Woche darauf der Kantersieg bei der TSG Münster – es fällt schwer, die HSG Konstanz im Vorfeld ihres Heimdebüts gegen den TSB Heilbronn-Horkheim einzuschätzen. „Ich habe lange genug in Konstanz gespielt, um beurteilen zu können, zu welchen Leistungen die Jungs vor eigenem Publikum in der Lage sind. Und jetzt haben sie noch Verstärkung bekommen von zwei Spielern, die diese Saison eigentlich hätten 1. Bundesliga spielen können“, versucht der in dieser Saison im Trikot des TSB Heilbronn-Horkheim auflaufende Ex-Konstanzer Sebastian Seitner, seinem neuen Verein die Favoritenbürde abzunehmen. Er gibt letztlich aber doch zu, dass man bei seinem neuen Club einen Kader zusammengestellt hat, der in der Lage ist, ganz vorne mit zu spielen. „Klar versuchen wir, jedes Spiel zu gewinnen, aber momentan ist es einfach noch ein bisschen früh in der Saison, sich über Meisterschaft oder Aufstieg Gedanken zu machen“, so der Linkshänder, der während der Sommerpause mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über seinen bisherigen Verein, die Stuttgarter Kickers, die Erfahrung machen musste, dass Planungen manchmal nur bedingt umsetzbar sind. „Eigentlich hatte ich bei den Kickers einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und wäre daher diese Saison noch gebunden gewesen“, so Seitner. Dann aber entpuppte sich das Schicksal seines ehemaligen Clubs als Glücksfall für den TSB Heilbronn-Horkheim, der auf seiner Suche nach Verstärkung plötzlich einen Hochkaräter präsentieren konnte.


    „Mit den Stuttgarter Kickers habe ich mich auf einen Auflösungsvertrag verständigt und danach verlief eigentlich alles problemlos“, sagt Sebastian Seitner, den die nach seinen Angaben „nicht ganz unerwartet“ kommende Situation nicht wirklich hart traf, bekommt er auf diese Weise doch in neuer Arbeitsumgebung die Möglichkeit, sich für die vergangene Saison mit den Kickers am Schänzle erlittene 24:36-Abreibung zu revanchieren.

    „Horkheim war schon die letzten beiden Jahre die einzige Mannschaft, die über die gesamte Runde gesehen einigermaßen mit der SG Leutershausen Schritt halten konnte. Und jetzt haben sie sich noch mit Sebastian Seitner verstärkt“, lässt HSG-Coach Daniel Eblen keinen Zweifel daran, dass zum Heimauftakt aus seiner Sicht der Top-Favorit der Süd-Staffel der 3. Liga am Schänzle erwartet wird. „Man hat gesehen, dass wir noch unsere Startschwierigkeiten haben und in Sachen handballerische Erfahrung oder spielerische Mittel dem TSB Horkheim sicher nicht das Wasser reichen können. Aber wir wollen uns am Samstag unserer Aufgabe mit Herz und hundertprozentigem Einsatz stellen und so unserem Publikum zeigen, dass wir alles geben und immer versuchen, auch übermächtig erscheinende Gegner zu ärgern“, verspricht Eblen, der innerhalb der Bandbreite Top oder Flop alle Ergebnisse für denkbar hält. Erinnerungen werden wach an das mitreißende 33:32 über Horkheim am zweiten Spieltag der Saison 2010/11, als sich die HSG Konstanz nach einem 12:16-Rückstand kurz vor der Pause immer wieder heran kämpfte und mit bärenstarker Abwehrarbeit und enthusiastischer Stimmung auf der Tribüne in der Schlussviertelstunde die Partie noch drehte. „Dieser Wille und die in der vergangenen Saison so oft gezeigte Bereitschaft, für den Erfolg alles zu geben, werden Grundvoraussetzung sein, um Horkheim zu ärgern“, geht Eblen von einer heiß umkämpften Partie aus.