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    Quelle: Südkurier

    Gelungene Abschieds-Party für HSG Konstanz


    Eblen-Team gewinnt letztes Heimspiel mit 38:30 gegen HBW Balingen-Weilstetten II

    38:30 (15:18)

    Im wahrsten Sinne eine Abschieds-Sause veranstaltete die HSG Konstanz in der zweiten Hälfte des letzten Heimspiels der Saison am Konstanzer Schänzle. Nachdem sie zur Pause gegen den sehr selbstbewusst und effizient auftretenden Perspektivkader des HBW Balingen-Weilstetten noch mit 15:18 hinten lagen, erzielten die Konstanzer Handballer binnen fünf Minuten nach Wiederanpfiff den 19:19-Ausgleich und überrollten in der Folge die Gäste regelrecht. „Wir wussten, dass Konstanz für uns kaum zu stoppen sein würde, wenn sie erst einmal ins Laufen kommen“, so Gäste-Coach Nothdurft, der in der zweiten Hälfte mit ansehen musste, wie seine jungen Wilden trotz frühzeitig genommener zweiter Auszeit (38.) ihre gute Ausgangslage zur Pause aus der Hand gaben.

    Nach drei Vierteln der Spielzeit beim 29:21 (45.) durch den Konstanzer Mannschaftskapitän Matthias Faißt mussten sie dann einem schon fast hoffnungslosen Acht-Tore-Rückstand hinterher laufen. „Wir haben direkt nach der Pause in 14 Angriffen elf Fehlwürfe produziert und sind am nach der Pause sehr gut haltenden Patrick Glatt nicht mehr vorbei gekommen“, benannte HBW-Trainer Nothdurft die Gründe für die Niederlage recht nüchtern.

    „In dieser Phase hätte es auf dem Parkett jemanden gebraucht, der das Tempo variiert“, sagte Nothdurft, der in dieser Hinsicht für die kommende Saison auf den 29-jährigen Aleksandar Stevic baut, der quasi im Tausch für Linksaußen Klaus Schuldt vom Zweitligisten TV Neuhausen/Erms auf die Alb zurückkehrt. So aber ließen sich die Balinger Gäste auf einen offenen Schlagabtausch mit der HSG ein, suchten schnell den Abschluss und wurden in der entscheidenden Phase dann vornehmlich durch die zweite Welle der HSG Konstanz kalt erwischt.

    „Wir haben in der ersten Hälfte des Spiels in der Abwehr sicherlich nicht so konzentriert gearbeitet, wie das gegen einen solchen Gegner nötig ist“, analysierte HSG-Coach Daniel Eblen, der in der Pause offenbar passende Worte an seine Mannschaft richtete. Die blieb aber zunächst lediglich auf Grund eines in Topform spielenden Stefan Bruderhofer in Schlagweite der äußerst beweglich und offensiv deckenden Gäste. Ausgehend vom nächstes Jahr in den Kader der ersten Mannschaft wechselnden Ein-Mann-Abwehrbollwerk Christoph Foth, der sich souverän um die Konstanzer Kreisläufer und um bei seinen Vorderleuten entstehende Deckungslücken kümmerte, ergab sich für die Gäste immer wieder die Möglichkeit für schnelle Vorstöße, was ihnen eine frühe 4:7-Führung (9.) einbrachte. Den Rest besorgte vornehmlich Benedikt Brielmeier aus dem Rückraum, der zusammen mit Rechtsaußen Gregor Thomann beim Kempa zum 5:8 (10. ) verdeutlichte, was wohl HBW-Trainer Nothdurft im Vorfeld mit seinem „Ich hoffe, dass wir auch unseren Spaß haben“ gemeint haben dürfte. Patrick Glatt verstand diese Art von Spaß jedoch keineswegs und räumte nach dem 7:10 (14.) schimpfend seinen Platz für den kommende Saison in Balingen spielenden Marco Marques, was ein klein wenig Beruhigung, aber keine grundsätzliche Veränderung der Geschehnisse brachte.

    Nach der Pause war dann aber „Schluss mit lustig“ - auch für die mitgereisten Fans des HBW II unter den gut 800 Zuschauern. Sie mussten miterleben, wie nicht nur die HSG Konstanz, angeführt von den Herren Faißt, Groh und Bruderhofer, auf dem Parkett klar das Kommando übernahm, sondern auch der Konstanzer Fan-Club das Regiment auf der Tribüne, wofür sich die Mannschaft nach Spielende dann auch ordentlich bedankte.

    HSG Konstanz: Glatt, Marques (Tor); Babik, Bruderhofer (9), Faißt (8), Flockerzie (1), Gessler (1), Groh (7), Hafner (2), Junker (4), Mittendorf (1), Schatz (5/3), Schoch. – Z: 800.

    KHS, du kannst doch nicht einfach während der Saison in den Urlaub fahren!
    Ist denn Kathrin dabei und gibt es einen Live-Ticker?

    Nein tut uns allen sehr leid, vom letzten Spiel gibt es kein Live-Ticker, denn Kathrin fährt mit mir und Tina gemeinsam nach Kroatien, nicht zuletzt um uns von der vergangenen Saison der HSG in der Sonne bei viel Schluck, Schluck und Mampfi, Mampfi zu erholen.

    Aber natürlich würden wir uns freuen, wenn Du uns diesmal auf dem laufenden halten könntest b.z.w. Du uns das Endergebniss per SMS zusenden würdest.

    ein interessanter Aspekt könnte es am letzten Spieltag noch ergeben.
    Sollte die HSG in Herrenberg 1 oder 2 Punkte holen und die SG Köndringen Teningen in Balingen auf die Nase fallen :P dann wären wir vor der SG auf dem 3.Tabellenplatz ;);)

    Das könnte mir gut gefallen, allerdings bin ich bei diesem Spioel nicht dabei, da ich mich zu dieser Zeit in Kroatien im Urlaub befinde. :hi:

    Über (hoffentlich) positive Nachrichen dazu wäre ich nicht ärgerlich. :D

    Quelle: Südkurier
    Letztes Heimspiel der Saison für HSG Konstanz
    Nach zuletzt zwei Unentschieden vor eigenem Publikum möchte die HSG Konstanz am Samstag, wie beim 26:25 über den TV Hochdorf, auch im letzten Saisonspiel am Schänzle einen Heimsieg feiern, es wäre der achte.

    Drittliga-Handballer empfangen am Samstag bereits um 18.30 Uhr HBW Balingen-Weilstetten II.
    HSG Konstanz – HBW Balingen-Weilstetten II (Samstag, 18.30 Uhr, Schänzlehalle). – Der letzte Auftritt der HSG Konstanz in der Drittliga-Saison 2011/12 ist es noch nicht, gleichwohl genießt das letzte Heimspiel einer laufenden Runde mit Blick auf das Rahmenprogramm traditionsgemäß eine herausgehobene Stellung. „Abschied nehmen“ heißt das Schlagwort – und gleichzeitig soll am Samstag der Appetit geweckt werden auf das, was im Rahmen der dann dritten Saison der Konstanzer Handballer in Liga drei zu erwarten sein wird.

    „Im Voraus zu sagen, was passiert, ist immer schwer“, sagt HSG-Coach Daniel Eblen. Er möchte die Fangemeinde in ihrer Erwartungshaltung hinsichtlich des bereits um 18.30 Uhr angepfiffenen vorletzten Spieltags zwar nicht weiter bestärken, ist andererseits aber – Lokalkolorit und entsprechende Emotionen eingeschlossen – auch nicht unglücklich darüber, zu diesem Anlass den HBW Balingen-Weilstetten II zu empfangen. „Man kennt sich natürlich sehr gut und geht entsprechend motiviert in diese Begegnungen“, erklärt Eblen. Er bestätigt nochmals zwei Gewinnpunkte auf der Rechnung zu haben, wenngleich er das mit 29:24 gewonnene Hinspiel als Maßstab nicht gelten lässt. „Der HBW II ist eine richtig junge und mit Blick auf die Perspektive 1. Bundesliga natürlich auch sehr engagiert zu Werke gehende Mannschaft, welche auf Grund von Verletzungen sowohl im eigenen wie auch im Bundesligakader diese Saison über weite Strecken sicherlich nicht die Qualität zeigen konnte, die in ihr steckt“, so Eblen.

    Der Konstanzer Trainer gibt sich überzeugt, dass seine Schützlinge dem Publikum nochmals eine prickelnde und von den Sitzen reißende Begegnung anbieten werden. „Man muss abwarten, ob der inzwischen sichergestellte Klassenerhalt des HBW II befreiend wirkt und nochmals Energie freisetzt, oder ob die vergangenen Wochen doch so viel Kraft gekostet haben, dass die Spieler froh sind, endlich durchatmen zu können“, sagt der Konstanzer Coach. Er hielt sich die Woche über zum Hospitieren (nicht Spionieren!), in Balingen auf und verweist auf die unklare Ausgangslage bei den Gästen, was dem im Foyer übertragenen DFB-Pokal-Endspiel verstärkte Aufmerksamkeit zukommen lassen könnte.

    Dass mit dem Perspektivkader der „Gallier von der Alb“, dem sich in der Sommerpause auch der Konstanzer Torhüter Marco Marques anschließen wird, spätestens in der Saison 2012/13 auch in anderen Tabellenregionen zu rechnen sein dürfte, unterstrichen die im Saisonendspurt eingefahrenen Siege in Leutershausen gegen den Meister und zuhause gegen den TSB Horkheim sowie zuletzt die TSG Groß-Bieberau. „Wurzeln erhalten und Spitzensport fördern“, formulierte Ralf Schnittcher, Vorsitzender des HBW Balingen-Weilstetten die Zielsetzungen für den Perspektivkader im Rahmen der Kaderplanung für die kommende Saison.

    Damit spricht Schnittcher den Verantwortlichen der HSG Konstanz aus der Seele. Denn auch bei der HSG wurden bereits erfolgreich die Weichen für kommende Saison gestellt – sowohl in finanzieller als auch personeller Hinsicht. Nicht zuletzt dank der begeisternden Saison, welche die erste Mannschaft aufs Parkett legte, durch die Gewinnung dreier neuer Sponsoren sowie die Verpflichtung zweier Zweitligaerfahrung mitbringender Spieler.

    Quelle: Südkurier

    HSG Konstanz mit Kampfgeist zum Derby-Sieg
    07.05.2012 Von ULRICH HAAFF

    Sechs Treffer steuerte Stefan Bruderhofer (am Ball) zum 23:22-Sieg seiner HSG Konstanz in Teningen bei.

    Eblen-Team setzt sich in der 3. Liga auswärts beim südbadischen Konkurrenten SG Köndringen-Teningen mit 22:23 durch
    Handball3. Liga

    SG Köndringen-T.

    HSG Konstanz

    22:23 (13:10)

    Mit einem 23:22-Auswärtserfolg beim südbadischen Rivalen Köndringen-Teningen gelang der HSG Konstanz die angestrebte Revanche für die Hinspiel-Niederlage. Während aufgrund der Niederlage und des zeitgleichen Erfolgs des TSB Horkheim in Kirchzell für die Gastgeber der Traum von einer Aufstiegsrelegation ausgeträumt sein dürfte, schielt die HSG Konstanz nun sogar auf Platz drei.

    Gedulden müssen sich wohl die Fans des Gastgebers, die angeblich bereits nach dem Heimsieg der SG Köndringen-Teningen über Absteiger TuSpO Obernburg „Nie mehr dritte Liga“ skandiert hatten. Die HSG Konstanz wandelte mit einer äußerst konzentrierten Leistung in der zweiten Hälfte einen 10:13-Rückstand zur Pause noch in einen knappen 23:22-Endstand um und entführte damit entscheidende Punkte aus der für die Schützlinge von Ole Andersen eigentlich eine Bastion darstellenden Ludwig-Jahn-Halle.

    „Wir haben es nach der Pause geschafft, nicht mehr so viele technische Fehler im Angriff zu produzieren, wie noch im ersten Durchgang“, zeigte sich HSG-Coach Daniel Eblen einmal mehr stolz auf die kämpferische Leistung seiner Truppe, der als dritter Mannschaft nach Leutershausen und Horkheim ein Sieg in Teningen gelang. In diesem Vergleich der stärksten Abwehrformationen der Liga behauptete die HSG Konstanz ihren hauchdünnen Vorsprung mit einem Gegentreffer weniger, obgleich sich in der Anfangsphase die Gastgeber wie schon im Hinspiel dominant in Szene setzen konnten. „Da waren wir gleich 1:6 in der neunten Minute und 2:7 in der zwölften Minute hinten, haben uns dann aber einigermaßen gefangen und den Rückstand bis zur Pause noch auf 10:13 verkürzen können“, sagte Eblen.

    Er vermittelte ein Bild der ersten Hälfte, in welcher der erwartet auffälligste Akteur der SG Köndringen-Teningen, der 31-jährige Christian Hefter mit acht von insgesamt 13 Treffern eine Art Privatparty feierte.

    Die Pause kam der HSG Konstanz also durchaus gelegen, um sich neu zu sortieren und auf die eigenen Stärken zu besinnen, was anfangs der zweiten Hälfte zunächst den 15:15-Ausgleich (39.) und in der Folge den Zuschauern ein torarmes Kopf-an-Kopf-Rennen in einem trotzdem prickelnden Derby brachte. „Unsere zweite Welle ist einfach besser zum Zug gekommen“, sagte Daniel Eblen, der zum Teil seine gesamte Rückraumachse Deckung und Angriff spielen ließ. Das brachte Entlastung für den Positionsangriff, aus dem nach Angaben von Eblen angesichts der starken Deckungsarbeit hüben wie drüben für einen Torerfolg hart gearbeitet werden musste.

    Hatte Ole Andersen, der dänische Coach der Breisgauer, die größte Herausforderung darin gesehen, sowohl am Kreis die Räume eng, als auch die Rückraumschützen auf Distanz zu halten, waren seine Warnungen wohl nur bezüglich Matthias Faißt und Oliver Junker bei seinen Akteuren angekommen. Denn es war der Dritte im Bunde, Stefan Bruderhofer, der durch seine sechs Treffer zusammen mit einem stark haltenden Patrick Glatt schließlich den Ausschlag gab, dass sich die HSG Konstanz trotz nochmaligem 20:21- und 21:22-Rückstand (56.) in der Endphase schließlich doch noch mit 23:22 durchsetzte.

    HSG Konstanz: Glatt, Marques (Tor); Babik, Bruderhofer (6), T. Eblen (1), Faißt (4), Flockerzie, Gessler (1), Groh (2), Hafner (1), Junker (2), Mittendorf, Schatz (6/5), Schoch.

    Quelle: Badische Zeitung

    Unschöne Szenen nach Schlusspfiff
    SG verliert gegen Konstanz und damit auch die Vizemeisterschaft.


    HANDBALL. Ein fast volles Haus, eine 6:1-Führung in Turbomanier, eine Gala von Christian Hefter – es hätte alles so schön werden können für die SG Köndringen-Teningen beim Topspiel in der dritten Bundesliga gegen den südbadischen Dauerrivalen HSG Konstanz. Am Ende aber siegten die Seehasen mit 23:22 und es gab reichlich unschöne Szenen zu sehen.

    Natürlich stimmte der einheimische Fanclub mit dem Anpfiff das Badnerlied an, und auch bei der Sieben von Ole Andersen war zu Beginn mächtig Musik drin. Die Konstanzer hatten zwar den ersten Angriff, gegen die bärenstarke Defensive musste HSG-Rückraum-As Matthias Faißt aber bei drohendem Zeitspiel aus 15 Metern werfen – kein Problem für den guten Philipp Grangé. Nach dem 5:1 für die Teninger musste HSG-Coach Daniel Eblen sein Team zur frühen Auszeit an die Bank holen. Hefter traf zwar mit seinem fünften Tor trotzdem noch zum 6:1, doch dann rappelten sich die Gäste auf und trugen selber zu einer zunehmend packenden Partie bei.

    Zwölf Sekunden vor dem Pausenpfiff (12:10) nahm Andersen noch eine Auszeit. Es ist bemerkenswert, wie souverän und spielerisch sicher seine Mannschaft Daniel Warmuth am Kreis in Position brachte. Den Siebenmeter verwandelte Martin Hirling.

    Nach Wiederanpfiff zeigte sich die an diesem Abend zu große Abhängigkeit der SG von Hefter-Toren. Eine zehnminütige Kunstpause des Rechtsaußen nutzte die HSG, allen voran der bärenstarke Stefan Bruderhofer, um auszugleichen. Zwar gelang dem wiedererwachten Hefter das 22:21, die beiden letzten Tore aber schnappten sich die Gäste sogar in Unterzahl. Der finale Wurf des blassen Danny Trodler brachte nichts mehr ein. Schluss, Aus, Ende. Warum Markus Wenning und vor allem Grangé, der HSG-Coach Eblen bedrängte, danach so ausrasteten, war schwer nachzuvollziehen. "Ich bin sehr traurig, wenn ich sehe, wie sich einige in der Niederlage verhalten haben", kritisierte Andersen. Spielentscheidend sei die schlechtere Wurfausbeute gewesen. Die SG habe daher verdient verloren.

    "Wir haben lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen, dann hat sich die Abwehr gefangen, und Bruderhofer hat eine überragende Partie gemacht. Der Sieg war ein bisschen glücklich, aber nicht unverdient", so Eblen. Da Horkheim gewonnen hat, geht es für die Teninger nun nicht mehr um die Vizemeisterschaft, sondern darum, gegen die Konstanzer Platz drei und damit den südbadischen Chefsessel in der Liga zu behaupten.


    Tore SG: Hefter 12/4, Hirling 4/3, Wenning 2, Zank 2, Sandu 1, Rascher 1.

    Autor: Lars Bargmann

    Quelle: Stuttgarter Zeitung


    Kickers-Handballer im Pokal-Halbfinale Die Gerüchteküche brodelt

    Gerhard Pfisterer, vom 31.03.2012 12:18 Uhr


    Stuttgart - Der HV Stuttgarter Kickers ist zurzeit in der Handballszene in aller Munde – nicht nur positiv. Denn das liegt weniger an seinem Auftritt im Halbfinale des württembergischen Pokalwettbewerbs am Sonntag (13 Uhr) in der heimischen Scharrena gegen den Drittligakonkurrenten TSB Horkheim, sondern vielmehr an seiner ungewissen Zukunft. Die Gerüchteküche brodelt gewaltig.

    Die neusten Spekulationen reichen von einem bevorstehenden Ausstieg des mächtigen Präsidenten Jürgen Hollenbach als Macher bis hin zu seinem kompletten Rückzug – also auch seiner Abkehr als Mäzen. Und wie sieht der Vordenker, der vor 14 Jahren den Aufstieg des HV Stuttgarter Kickers aus der Unterklassigkeit in Angriff genommen hat, seine Zukunft? „Dazu möchte ich momentan keinen Kommentar abgeben“, sagt der Immobilienunternehmer, dessen Hausverwaltungsfirma 287 Objekte im Großraum Stuttgart betreut.

    In den vergangenen Jahren war meist der Etat des HV Kickers das Hauptthema. „Es ist es immer schön, wenn spekuliert wird, dann ist man im Gespräch“, hat Jürgen Hollenbach einmal gesagt, der das Budget für diese Runde mit 400 000 Euro angab. Mittlerweile nerven den Mann, der den Handball in Stuttgart in diesem Jahrtausend wie kein anderer gefördert hat, die ständigen Diskussion eher – inzwischen dreht sich das Gemunkel vor allem um finanzielle Verfehlungen und Probleme.

    „Die Zahlungsmoral ist schlecht, Vereinbarungen werden nicht eingehalten“, heißt es auch aus Vereinskreisen. Demnach ist der Club mit den Spielergehältern zurzeit teilweise drei Monate hinterher. Die Stimmung in der Mannschaft soll deshalb nicht die beste sein, die ausstehenden Zuwendungen dafür das bestimmende Thema in der Kabine: „Es wurde in den vergangenen Jahren offenbar mit zu viel Geld um sich geworfen, jetzt kommt die Quittung.“

    Trainer Mike Wolz will nur sportliche Themen erörtern

    Der Stuttgarter Trainer Mike Wolz kann „selbst keine Beanstandungen machen“ und findet finanzielle Fragen „nicht das richtige Thema in der Vorbereitung auf ein Final Four“. Er will deshalb nur sportliche Themen erörtern. „Wir haben uns stabilisiert und vier der letzten fünf Spiele gewonnen, haben also in der Entwicklung einen kleinen Schritt nach vorne gemacht“, sagt Mike Wolz. Den Klassenverbleib in der dritten Liga hat der HV Stuttgarter Kickers als Tabellenzehnter mit 23:25 Punkten mittlerweile so gut wie sicher, auch wenn Hollenbach als Vorgabe einen Platz zwischen drei und sechs ausgegeben hatte.

    Ebenso wahrscheinlich wie der Nichtabstieg ist der Auszug des Clubs aus der Scharrena zum Saisonende (die StZ berichtete). Die Auftritte in der Halle für 2000 Zuschauer sind bei einem Aufkommen von lediglich rund 300 Besuchern im Durchschnitt alles andere als rentabel. Ursprünglich sollte auch der Frauen-Erstligist SG Kickers/Sindelfingen dort spielen. Aber nach der finanziellen Rettung durch Jürgen Hollenbach folgte doch noch die Insolvenz.

    Die Personalplanung des Drittligisten für die nächste Saison ist indes schon weit vorangeschritten. Nach Matthias Briem und Michael Hackius (beide zum Landesligisten KSV Unterensingen) hat auch Philipp Schöbinger seinen Abschied zum Saisonende verkündet, der Kreisläufer wechselt zum Ligakonkurrenten TSV Neuhausen/Filder. Der Torhüter Timo Rapp hört berufsbedingt auf. Fast alle anderen Akteure sind noch über diese Runde hinaus gebunden. Als Zugänge stehen Alexander Heib vom Zweitligisten TV Bittenfeld und das 18-jährige Torwarttalent Felix Beutel (Frisch Auf Göppingen II) fest.

    Der Linkshänder Tim Zulauf ist bereits vor Kurzem dazugestoßen. Ihm könnte am Sonntag ein tragende Rolle zufallen, da Sebastian Seitner (Weisheitszahn-OP) ausfallen dürfte. „Wir sind gegen die Horkheimer ein bisschen der Außenseiter“, sagt Mike Wolz vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten der dritten Liga.