Beiträge von Handball-Zwerg

    Na ja, das Ganze wirkt halt wenig souverän und passt irgendwie zum Gesamtbild, dass die MT, nicht nur heute Abend, abgibt. Das war heute schon ein äußerst mäßiges Spiel, in dem schließlich der Einäugige unter zwei Blinden gewonnen hat. Viele weggeworfene Bälle auf beiden Seiten, die Torhüter jeweils mit die besten Leute auf dem Parkett (bei GWD zumindest in der 2.HZ) und wenig zündende Ideen in der Offensive.

    Bei der MT zeigt sich seit Wochen ein sehr ähnliches Muster, was den Spielverlauf angeht. Nach zumeist holprigen Start, kommt man dann, meist durch den starken Mikkelsen doch recht gut ins Spiel, und hauptsächlich Dank ihm nicht selten zu einer klaren Führung. Sobald sich dann die gegnerische Defensive auf ihn eingestellt hat, ist dann überwiegend Schicht im Schacht. Der übrige Rückraum ist im Grunde seit Wochen nicht existent, und es ist schon erstaunlich, dass 1 Mikkelsen + 1(-manchmal auch 2) Außenstürmer + 1 Kreisläufer + eine einigermaßen stabile Defensive (inclusive. Torwartleistung) dann ausreichen, um zu diesem Zeitpunkt der Saison immer noch auf dem 5. Platz zu stehen. Möglicherweise jammere ich ja auf relativ hohem Niveau ?( . Aber es ist schon ziemlich lange her, dass ich von der MT (auch unter Berücksichtigung der Verletzten) mal ein richtig überzeugendes Spiel gesehen habe. So abhängig wir wir letzte Saison teilweise von Julius Kühn waren, so sind wir es aktuell (zumindest in der Offensive) von Mikkelsen.

    Vielleicht doch noch eine positive Anmerkung zum Schluß: Recht souverän fand ich heute das Schiedsrichterinnen-Gespann! Deren Fehlerquote fand ich Vergleich zu den meisten Feldspielern heute ziemlich überschaubar.

    Mit (hoffentlich) genügend Abstand hier auch mein Senf zum gestrigen Spiel. Wie schon vereinzelt hier angeklungen, hatte auch ich den Eindruck, dass der Spielverlauf den vorhergehenden Partien gegen die Füchse und Leipzig nicht ganz unähnlich war. Nur hat man gestern die 1. HZ nicht so konsequent durchgezogen, wie in den beiden anderen Partien, so dass die Schwächephase in der 2. diesmal zum Tragen kam.

    Ich weis nicht ob man da die Aussage vom Trainer wonach der MT "die Dinge momentan leicht von der Hand gingen" etwas zu sehr verinnerlicht hatte. Dem Spiel seiner Schützlinge fehlte nach, meiner Wahrnehmung, von Beginn an der nötige Biss. Vor allem die Abwehr wirkte nicht sehr zupackend. Da aber vorne die Angriffe zunächst noch ganz vernünftig zu Ende gespielt wurden, zudem Simo eine starke Phase hatte, schien dies jedoch niemanden zu beunruhigen, und man glaubte wohl das Spiel angesichts eines 14:10 Zwischenstands locker über die Runden zu bringen. Es folgte die in den vergangenen Spielen übliche "Tiefschlaf-Phase", die allerdings diesmal schon vor der Pause einsetzte, weswegen man nur mit einem dünnen Polster in selbige ging. So konnten die wacker (aber keinesfalls furios) aufspielenden Stuttgarter (ich weis, eigentlich Bittenfelder) den Fortgang der Schlummerphase zu Beginn der 2.HZ nutzen um (um gestützt auf einen von der MT-Offensive warmgeschossenen Jogi Bitter) ihrerseits in Führung zu gehen. Dabei dann der TVB auch soviel Selbstbewusstsein auf, dass ihn dann auch der zu spät erwachte Kampfgeist der MT nicht mehr Umwegen konnte. Dennoch gab es noch 1-2 Gelegenheiten für die MT doch nochmal das Spiel zu kippen, doch technische Fehler bzw. der zum Schluss immer stärker werdende Bitter verhinderten dies dann, so dass die Schwaben den letztlich verdienten Sieg feiern durften.

    Natürlich kann man die Verletzten und angeschlagenen Spieler immer als Erklärung für eine Niederlage anführen. Da dies gestern wohl auch Mikkelsen betraf, hat das für das Spiel der MT sicher auch eine Relevanz. Es ist dann aber auch schon wieder bezeichnend, wenn ein angeschlagener Mikkelsen dann immer noch der mit Abstand beste Melsunger ist. Vom Rest kommt mir da schon zu wenig. In Leipzig hat dann wenigstens noch die "Flügelzange" einigermaßen zugepackt. Wobei ich von einem Youngster wie Ignatov auch nicht erwarte, dass er nun regelmäßig 6-7 Buden macht. Was ich nicht nachvollziehen kann, sind diese ausgeprägten "lethargischen" Phasen in den vergangenen Wochen. Da wünschte ich mir auch von Grimm mal deutliche "Ansagen/Weckrufe" in den Auszeiten. Meiner Meinung nach wird da mitunter etwas zu lange alles noch ziemlich schön geredet, obwohl das Spiel gerade dabei ist den Bach runter zulaufen. In Leipzig ist immerhin Lemke mal richtig laut geworden, aber so ein "Tritt in den Allerwertesten" darf/muss dann auch mal vom Trainer kommen.

    Auch die Feststellung, dass da verständlicherweise alle auf dem Zahnfleisch kriechen müssten, kann ich nicht ganz teilen (ohne allerdings genau zu wissen, woran es gestern bei dem ein oder anderen gemangelt hat). Das war jetzt das 7.Spiel in diesem Jahr, mit fast immer 7-10 Tagen Abstand zwischen den Spielen. Eine strapaziöse WM hatten auch nur die wenigsten der MT-Spieler in den Knochen. Also, warum die jetzt alle schon am Ende ihrer Kräfte sein sollen verstehe ich nicht so ganz. Und ob wir jetzt so viel mehr verletzte Spieler haben, als eine ganze Reihe anderer Teams, muss man mir auch erstmal aufzeigen. Natürlich sind ein fitter Kühn oder Reimann richtige "Waffen", aber das müssen andere Teams zum Teil auch wegstecken.

    Von daher bestand nach meiner Einschätzung auch gestern nicht die Notwendigkeit das Spiel abzugeben. Auch mit den vorhandenen Spielern sollte es eigentlich möglich sein den TVB zu schlagen, ohne die nun herabwürdigen zu wollen. Man hat gestern einfach sein Potenzial nicht abrufen können. Da kam gestern einfach von zu vielen Spielern zu wenig. Wieso ein Birkefeld momentan so sehr außen vor ist, kann ich zum Beispiel auch nicht so ganz nachvollziehen. Gut, er hat bislang nicht erkennen lassen, das er die absolute Granate für den rechten Rückraum ist. Aber ganz passable Ansätze waren doch teilweise vorhanden. Mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen, als er momentan zu haben scheint, sollte er allemal in der Lage sein gegen einen Gegner aus dem unteren Mittelfeld der Liga den ein oder anderen Akzent setzen zu können. Ihn halbwegs stabil ins Spiel einzubinden ist (über die ganze Saison betrachtet) irgendwie so gar nicht gelungen, und ich bin mir nicht sicher, ob das nur an ihm alleine liegt. So macht man sich die Personaldecke dann zum Teil auch dünner, als es sein müsste.

    In jedem Fall muss es Heiko Grimm + dem Team gelingen das Spiel, auch unabhängig von der Rückkehr der Rekonvaleszenten (teilweise, wie man hören konnte möglicherweise schon zum nächsten Spiel am 20.04.), wieder auf mehr Schultern zu verteilen. Die aktuelle Abhängigkeit von Mikkelsen tut uns mittel-/langfristig genauso wenig gut, wie in Vergangenheit die von Julius Kühn. Zumindest, wenn man einen echten Schritt nach vorne machen möchte.

    Und nein, ich will hier unseren Coach nicht zur Disposition stellen, falls das jemand aus dem geschriebenen heraus interpretieren möchte! Heiko Grimm ist immer noch ein ziemlich junger, noch nicht allzu erfahrener Trainer, dem ich mich anmaße ein beträchtliches Potenzial als Trainer zuzuschreiben. Aber auch ihm gelingt es noch nicht, dieses Potenzial konstant auf die Platte/ins Team zu bekommen. Ich schätze auch seine Fähigkeit zur Selbstreflektion durchaus so ein, dass eine weitere positive Entwicklung als Trainer bei ihm durchaus erwartet werden kann. Ein bisschen mehr Geduld, was die Entwicklung von Spielern und Trainern angeht täte den meisten von uns "Handball-Experten" manchmal ganz gut. So wie wir bei unserem Bundestrainer Prokop, so meine ich, doch eine deutlichen Reifeprozess erkennen durften, haben hier bei der MT die meisten Fans einem Lasse Mikkelsen vor einem Jahr wohl auch nicht zwingend zugetraut eine dermaßen dominante Figur in unserem Spiel zu werden.

    Deswegen: ärgerliche, vermeidbare Niederlage gestern. Mund abputzen, die richtigen Schlüsse daraus ziehen, regenerieren und dann mit bald wieder größerem Kader weiter. Es gibt noch genügend Punkte zu holen. :)

    Ganz einfach, die beiden haben quasi geschildert, dass sie sich bis 2020 eingerichtet hatten und vertrauten darauf ihre Verträge erfüllen zu können. Mittlerweile reifte bei der MT der Entschluss die Verträge vorzeitig zu beenden und dies wurde jetzt in die Tat umgesetzt. Dadurch gesteht die MT den Fehler ein, beiden seinerzeit einen Vertrag bis 2020 gegeben zu haben.

    Also das kann man den beiden doch nun nicht vorwerfen, dass sie sich darauf eingestellt haben , den Vertrag zu erfüllen. Darauf sollten sie eigentlich auch vertrauen dürfen. Wir wollen ja auch darauf vertrauen, das z.B. Julius seinen Vertrag bei uns erfüllt. Das dieser Vertrag (der Müllers) möglicher weise etwas zu großzügig dotiert war, mag auch richtig sein, aber warum sollten die Müllers das ablehnen? Es ist ja nun auch hinlänglich bekannt, dass diese Verlängerung noch auf betreiben von M. Roth zustande gekommen ist und schließlich auch einer der Gründe für das Zerwürfnis zischen ihm und A. Geerken war, die wiederum schlußendlich in der Entlassung von Schorle gemündet ist.

    Das die Müllers dann in den letzten 2 Jahren mit ihren Leistungen deutlich nachgelassen haben, sehe auch ich so. Und natürlich bestätigt das diejenigen, die die Verlängerung damals (im Nachhinein zurecht) kritisch beäugt haben. Dennoch ist die Vertrags-Situation nicht das, was man aus meiner Sicht den Twins vorwerfen kann. Und auch nicht, dass es in den vergangenen Spielzeiten keiner der "Backups" von M. Müller es geschafft hat ihn trotz seines Schwächelns wirklich zu verdrängen. Das sehe ich wie Markus76, da hat man bei der Auswahl der Spieler nicht den wirklichen Treffer gelandet. Auch ein Birkenfeld hat leider nicht so eingeschlagen, wie es Mikkelsen nun im 2. Jahr getan hat (und darauf hätte ich z.B. im Sommer auch noch nicht gewettet, dass der jetzt so souverän auftritt) . Hätte es mit ihm (oder vorher mit Langhans) funktioniert, wäre ein M. Müller als "erfahrener Backup" auf RR, den man mal dann reinwirft, wenn die Brechstange gebraucht wird, aus meiner Sicht gar keine so verkehrte (wenn auch kostspielige) Lösung gewesen.

    Man kann an den Beiden sicher so einiges kritisieren, aber wir sollten sie jetzt auch hier nicht zu den Hauptsündenböcken machen, für alles, was in den letzten beiden Spielzeiten bei der MT nicht funktioniert hat.

    So, dann will ich mich nach längerer "Forums-Pause" auch mal wieder einklinken. So viel ist im Mt-Strang ja auch selten los. Die aktuelle Situation um die MT bietet ja auch wahrlich Diskussionsstoff.

    Auch ich habe die Halle am Sonntag recht "nachdenklich" verlassen, denn ein überzeugendes Spiel, bzw. eine echte Reaktion auf das Kiel-Debakel habe ich nicht erlebt. Dennoch war's ein Ergebnis, das zum Ende eigentlich unnötig eng wurde. Dadurch lassen sich die Unzulänglichkeiten im Spiel der MT aber auch nicht so leicht bei Seite schieben, wie es vermutlich bei +5 oder 6 (was bis 10 Min. vor Schluss ja durchaus möglich erschien) passiert wäre.

    Es ist sicher auch richtig, dass die Müller-Twins gegen Göppingen (und auch im bisherigen Saison-Verlauf) zu den schwächsten Akteuren auf dem Feld gehörten. Das sie die Haupt-Verantwortlichen für die krassen Leistungsschwankungen und das teilweise sehr statische Spiel der MT sind, ist für mich jedoch noch nicht ausgemacht. Und das sage ich als jemand, der die beiden seit ihrer Ankunft bei der MT eher kritisch beäugt. Auch bei mir hatten ihre "Mätzchen", die sie ja auch bei ihren früheren Stationen bereits gezeigt haben, einen nicht so tollen Eindruck hinterlassen, so dass die Bekanntgabe ihres Wechsels nach Melsungen schon ein deutliches Stirnrunzeln bei mir hervorgerufen hat. Leider haben sie diese Seiten ihres Spiels auch bei uns nie abgelegt. Trotzdem ging mir ähnlich, wie wohl den meisten Fans der Teams, wo sie in der Vergangenheit gespielt haben. Man sieht das Ein oder Andere nicht mehr ganz soo kritisch wie als Fan der gegnerischen Mannschaft. Zumindest so lange es sportlich (halbwegs) erfolgreich ist. Ist halt auch immer eine Frage der Perspektive. Als Fan ist man halt seltenst wirklich objektiv.

    Nichtsdestotrotz konnte ich zumindest anerkennen, dass die beiden aus meiner Sicht durchaus ihren Anteil an (zumindest vorübergehenden) Höhenflügen der MT hatten. Ein positiver Teil ihrer Persönlichkeit als Handballer (und nur den maße ich mir an etwas zu beurteilen) ist einfach ihre "Unerschrockenheit" vor großen Namen. Kretsche hat das mal ganz treffend während der Kommentierung eines Spiels beschrieben: "mit den Müllers kannst Du in den Krieg ziehen" (selbstverständlich nur eine Metapher!). Was damit gemeint ist: wenn die beiden, egal ob mit Wetzlar, Weilstätten oder eben Melsungen nach Kiel in die Ostsee-Halle (sorry, bin da Traditionalist) fahren, dann fahren die da hin, in der Überzeugung, dass da was zu holen ist! Auch wenn ihr Team gerade irgendwo zwischen Patz 10 und 14 in der Tabelle herumkrebst. Und mit diesem Glauben, das auch sportlich scheinbar unmögliches möglich ist, haben sie ihren Teams schon das ein oder andere Mal Flügel wachsen lassen. Ich denke schon, dass die beiden mit dieser extrem ausgeprägten Einstellung ("die Anderen sollen erstmal zeigen, dass sie besser sind als wir"), zumindest in der Vergangenheit durchaus positiv auf ihre Mannschaften gewirkt haben. Bei der MT haben sie das definitiv! Das dabei ihr Selbstbewusstsein bisweilen ihre spielerische Klasse übertroffen hat, ist allerdings auch meine Einschätzung. Vermutlich ist diese Lücke in den vergangenen 1-1,5 Jahren auch stetig größer geworden.

    Und damit sind wir wieder bei den aktuellen Problemen der MT. Ich schätze mal, dass die beiden immer noch zu den Wortführern innerhalb des Teams gehören, und daher auch immer noch ein gewisses Standing haben. Zu den Leistungsträgern gehören sie aktuell nicht mehr (und ob doch nochmal irgendein 2./3.Frühling in ihnen steckt... habe ich so meine Zweifel). In dieser Konstellation bedarf es sicher auch eine Coaches mit einer gewissen Autorität. Ob die bei Heiko Grimm bereits in ausreichendem Maße vorhanden ist, bin ich mir auch nicht sicher. Aber das sind halt alles so Einschätzungen aus der Ferne der Stehtribüne zum Spielfeld. Ich bin jetzt kein Insider, der irgendwie "näher am Verein dran" ist und sein Wissen aus zuverlässigen Quellen speist. Sind aber hier ausser "Marcus-76" (und der meldet sich "wohl dosiert" hier) vermutlich die Wenigsten.

    Immerhin haben wir mit H. Grimm, nach seinem zunächst holperigen Trainer-Einstand, zum Ende der letzten Saison einen bemerkenswerten spielerischen Aufschwung erlebt. Unter Anderem mit einem richtig begeisternden Auftritt gegen die Füchse, wo auch richtig tolle Spielzüge zu sehen waren. Sogar unter Einbeziehung der Aussen-Spieler!! Was ansonsten ein Manko ist, dass wir aber schon seit M. Roth´s Zeiten mit uns rumschleppen, in den letzten Spielen aber wieder sehr krass zu Tage getreten ist. Das stimmt schon, wenn die MT nicht gerade in Überzahl ist, versauern unsere Aussen regelmäßig. Diesbezüglich hatte fast jeder Gegner zuletzt mehr drauf. Dazu trägt M. Müller auf RR sicher auch seinen Teil bei, aber in dieser Hinsicht sehe ich auch bei Julius Kühn noch sehr viel Luft. Auch von unseren RM-Optionen hat sich in bislang noch keiner als ein konstant sicherer Spiel-Lenker bewiesen. Ob Pavlovic oder Mikkelsen da noch rein wachsen, muss man sehen. Hoffnung habe ich da durchaus.

    So stehen wir momentan mit unserem vermeintlich so hochambitionierten Kader da, der (noch) nicht in der Lage ist dieses Potential verlässlich abzurufen, so dass es sich aktuell wirklich so anfühlt, wie es die HNA treffend beschreibt, das der Abstand zu den TOP-Team eher größer als kleiner geworden ist. Das ganze mit einem Trainer, der mir selbst noch in seiner "Findungs-Phase" als Coach (mit einer vermutlich nicht ganz einfach zu handelnden Truppe) scheint. Bin gespannt, ob ihm diese "Lehrzeit" zugestanden wird.

    Ist schon irgendwie ein wenig merkwürdig, gegen manche Teams, die man vom Kader her eigentlich etwas schwächer einschätzen könnte als Melsungen, bekommt die MT in den vergangenen Jahren (vor Allem in Heimspielen) immer wieder massive Probleme: der VfL Gummersbach und der HSV (gut, da kann man sich beim Personal-Vergleich streiten). Da gab´s zu Hause zuletzt permanent "was auf die Ohren", warum auch immer. Auch Wetzlar und N-Lübbecke sind so Mannschaften wo´s häufiger richtig zäh läuft. Finde ich keine Erklärung für, warum man sich gegen die so schwer tut, seine PS auf die Platte zu bekommen. Und ich glaube selbst M.Roth ist da schon etwas am Grübeln. Keine Ahnung, ob da die besagte "Divenhaftigkeit" als Erklärung ausreicht, dass es ausgerechnet immer gegen die gleichen Teams so stottert.

    Zu unseren Müllers: über die letzten 2 1/2 Spielzeiten gesehen denke ich schon, dass sie generell ein stabilisierender Faktor im MT-Team sind. Mit ihrer "Unerschrockenheit" (so kann man´s glaube ich positiv formulieren) gerade auch gegen etablierte Gegner und in "hitziger" Auswärts-Atmosphäre (das sie dabei auch hin und wieder sehr provozieren wissen wir auch in Kassel/Melsungen). Aber es gibt auch immer wieder so Partien, da geht bei ihnen so gar nix. Da reiht sich vor Allem technischer Fehler an technischen Fehler und man reibt sich dann zusätzlich nur unnütz in überflüssigen Scharmützeln auf. Ich habe jetzt allerdings nicht genau auf dem Schirm, ob es bei den beiden auch genau die Partien, gegen die oben genannten Gegner ist. Das würde ja dann in der Feststellung münden, läuft´s bei den Müllers nicht, läuft es auch bei der MT nicht. Das habe ich so in eigentlich noch nicht wahr genommen, zumal ich in den letzten Monaten den Eindruck hatte, dass die Bartenwetzer mittlerweile gut genug aufgestellt sind, dass so eine Abhängigkeit von einzelnen Leistungsträgern eben nicht mehr besteht. Sondern es fanden sich eigentlich immer Andere, die das kompensieren konnten. Wie haben das Andere von Euch hier im Forum beobachtet?

    Verdienter Erfolg des THW, der einfach den stärkeren Rückraum hatte. Der individuellen Klasse eines Duvnjak oder eines Weinhold konnte das "Kollektiv" der MT diesmal dann doch nicht genug entgegen setzen. Allenfalls könnte man etwas böswillig behaupten, das der Melsunger Rückraum heute kollektiv geschwächelt hat. Aber wollen wir nicht ungerecht sein. Trotz dieser Schwächen war ja bis 2 Min. vor Schluss zumindest ein Punkt in Reichweite. Man ist zumindest nicht "entzaubert" worden, aber um in der Ostseehalle zu bestehen bedarf es eben einer absoluten Top-Leistung. Heute war es eben nur gut, was halt nicht gut genug war. Kein Beinbruch. Nächsten Mittwoch geht´s weiter!

    Zitat von »1966«
    Gerade vor so einer großen Kulisse und den Druck gewinnen zu müssen und den verwöhnten Publikum können schon die Beine schwer machen.

    Wenn's nicht der THW Kiel wäre, der das schon seit Jahren kennt. Gerade die Niederlage der RNL gegen die MT wird sie beflügeln, weil sie dadurch näher an die Spitze gerückt sind (nach Minuspunkten)


    Sehe ich eigentlich ähnlich. Der Druck den die Kulisse in der Ostseehalle entwickelt wirkt sich nach allen Erfahrungen fast ausschließlich auf die Gastmannschaften lähmend aus. Für den THW dagegen stets beflügelnd. Das Kieler Publikum mag durch die mannigfachen Erfolge der vergangenen Jahre durchaus etwas verwöhnt sein. Ein "Operetten-Publikum" ist es aber nach meiner Einschätzung nicht. Das ist schon eine tief verwurzelte Identifikation mit dem THW, die über einen langen Zeitraum gewachsen ist. Die Ostseehalle ist ja nicht erst voll, seit die Kieler Meisterschaften erringen. Die ist voll, seit der THW der Bundesliga angehört. Vor dem ersten Titel haben die Fans dort viele Jahre Bundesliga-Mittelmaß mitgetragen. Also darauf zu hoffen, dass die Zuschauer sofort zu murren anfangen, sollten sie gegen die MT mal 2 Tore hinten liegen ist wohl eher Wunschdenken.

    Druck kann allenfalls durch die Tabellensituation entstehen, die sich durch eine weitere Niederlage natürlich deutlich verschlechtern würde. Andererseits hat sich die Situation auch für Kiel durch die Löwen-Niederlage erst mal wieder gebessert. Daher stellt das Spiel eben auch die Chance dar zu den RNL aufzuschließen.

    So gesehen würde ich die Ausgangslage vor dem morgigen Spiel für die MT weder als besonders günstig, noch als besonders ungünstig bewerten. Es wird logischerweise ein verdammt schweres Spiel. Chancenlos ist man trotzdem nicht. Das leite ich aber mehr vom zuletzt gezeigten Selbstbewusstsein und der speziell am letzten Samstag gezeigten Fähigkeit sich voll auf die Aufgabe zu fokussieren ab. Wenn sie sich das auch in einer kochenden Ostseehalle bewahren können, ist vielleicht tatsächlich was drin.

    Das wird jetzt noch einmal eine besondere Herausforderung, die Leistung vom Samstag am Mittwoch in der Ostsee-Halle zu bestätigen. Die Option "unterschätzt" zu werden besteht (im Gegensatz zu 2013) sicher nicht mehr. Sollte man unter diesen Voraussetzungen auch in Kiel bestehen (dazu würde ich auch schon ein Unentschieden zählen) wäre das wirklich ein Statement, dann hätte man sich oben für´s Erste festgesetzt. So richtig daran glauben mag ich noch nicht - aber es reicht ja wenn es die Mannschaft tut. Sehe die MT da schon noch leicht in der Außenseiter-Rolle. Der Druck für den THW ist aber auch nicht ohne. Weitere Punktverluste kann man sich an der Förde eigentlich nicht leisten, wenn man selber noch ein Wort in der Meisterschaft mitreden will. Also wäre im Grunde alles für ein weiteres Topspiel bereitet, und Spiele wie am letzten Samstag sind doch das, was Handballfans (und die die es vielleicht noch werden wollen) öfters als Live-Spiel im TV geboten bekommen sollten.

    Wow! Tolles +(wie sagt man heute so schön) "extrem intensives" Handballspiel das von Anfang bis Ende spannend war. Die Prognosen, dass den Löwen ob der Terminhatz der letzten Wochen zum Schluss etwas die Puste ausgehen könnte hat sich zum Melsunger Glück wohl bestätigt. Das mindert aber keinesfalls die Leistung der Roth-Jungs, die sich in kritischen Phasen nicht haben abschütteln lassen (wie kurz vor der HZ, als mal ein 4-Tore-Rückstand drohte, der sicher schwer aufzuholen gewesen wäre),bzw. nach unglücklichen Aktionen (z.B. als Danner so um die 50.Min. einen langen Pass zum Gegenstoß nicht zu fassen bekam und statt die erstmaligen 2-Tore-Führung für die MT zu erzielen sich stattdessen noch 2Min. einhandelte) nicht eingeknickt sind sondern entschlossen weiter gefightet haben. Sjöstrand dann natürlich zur richtigen Zeit mit ein paar "big-safes" und so hat es am Ende tatsächlich gereicht.

    Aber ich denke auch die Löwen-Fans werden nicht allzu frustriert ob der ersten Verlustpunkte sein. Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles gegeben. Im Rückraum fehlte halt die ein oder andere zündende Idee und die Torhüterleistung war sicher nicht auf höchstem Niveau (Appel möglicherweise doch noch nicht 100% fit?). Doch wenn eine lange Siegesserie schon irgendwann reißen muss, dann doch besser so, in einem umkämpfte Spiel bei einem starken Gegner, als durch eine unkonzentrierte Leistung gegen ein "Hinterfeld-Team" - oder?

    Das deutete sich schon in der vergangenen Saison an, als die MT auch schon von der Kreisläuferposition überdurchschnittlich torgefährlich war. Danner + Maric sind wohl eines der stärksten KL-Gespanne der Liga derzeit. Ansonsten würde ich behaupten, dass die Ausgeglichenheit des Kaders sich mehr und mehr als Qualitätsmerkmal erweist. Da ist kein wirklicher Überflieger dabei, aber so ca. 10 Feldspieler auf ziemlich gutem Niveau. Daher verteilen sich die Tore häufig auf ebenso viele Spieler und fast jeder von denen kann dann in einzelnen Spielen mal auf 6-8 Tore kommen. Das macht die Roth-Truppe, denke ich, für die Gegner auch zunehmend schwer kalkulierbar.

    Dennoch bleibt abzuwarten, ob sich Melsungen nicht doch noch irgendwann in der Saison seine "Auszeit" nimmt. Die hatten wir in den vergangenen Jahren eigentlich immer irgendwann. Nur wenn es gelingt, die zumindest sehr kurz zu halten, darf man sich m.M. nach Hoffnung machen den RNL, dem THW + Flensburg bis zum Schluss einigermaßen auf den Fersen zu bleiben. Wobei, bei einer Niederlage gegen die Löwen am SA dürften die doch schon ziemlich weg sein. Bin jedenfalls richtig gespannt auf´s kommende Wochenende!

    Das Ganze hier ist wieder mal ein schönes Beispiel dafür, dass in der Nachbetrachtung eines solchen Spiels unter den Fans zum Teil wesentlich hitziger über solchen "Kleinigkeiten" herum diskutiert wird und ihnen eine größere Bedeutung zugewiesen wird, als es unter den direkt beteiligten Spielern der Fall ist. Von denen hat sich auf MT-Seite, soweit ich es mitbekommen habe, niemand groß an dieser Szene aufgehalten. Denen war (zumindest mit ein paar Minuten Abstand) schon allen klar, dass sie den möglichen Sieg durch ihr eigenes "kopfloses" agieren in der Schlussminute verspielt haben.

    Konnte heute leider nicht in der Halle sein und das Ganze nur am Ticker verfolgt. Wenn ich den richtig interpretiere, war das doch von Anfang bis Ende eine eindeutige Angelegenheit. Die 37 Tore haben sich dabei wohl auf alle Melsunger Feldspieler verteilt (insgesamt 12 Torschützen). Kommt, glaube ich, so oft auch nicht vor. Sollte Selbstvertrauen geben für die wohl erheblich höhere Hürde nächste Woche in Magdeburg.

    Das Geschehen könnte kaum weiter von einer Disqualifikation entfernt sein. Durch einen Fehlpass im Angriff des VfL Gummersbach rollte (!) der Ball in die Gummersbacher Hälfte zurück. Boomhouwer sprintet dem rollenden Ball hinterher und Carsten Lichtlein kommt aus seinem Torraum raus. Etwa 6-7 Meter hinter der Mittellinie sind beide Spieler fast zeitgleich am Ball, wobei Boomhouwer mit beiden Beinen vorraus in Richtung des herauseilenden Carsten Lichtlein rutscht, der mit den Händen zum Ball geht. In meinen Augen war das eher eine Gefährdung seitens des MT-Spielers. Ein Einspruch gegen die Spielwertung wäre rausgeworfenes Geld.


    Genauso habe ich die Szene auch wahrgenommen. Schließe mich auch der Schlussfolgerung von Arcoh an: Einspruch unsinnig! Daran sollte man sich seitens der MT nicht hochziehen.

    Verdienter Sieg des VfL würde ich mal sagen. Gummersbach hat es verstanden bei er MT nie so was wie "Spielfluss" entstehen zu lassen, hat ihnen kaum leichte Tore gestattet und hatte selbst immer wenn es eng wurde, in der Offensive Lösungen parat. Zudem Lichtlein mit noch 1-2 "big-safes" mehr als Sjöstrand. Wobei beide Torhüter auf einem ziemlich hohen Niveau agierten (allerdings würde mich bei Lichtlein mal interessieren: gibt´s das eigentlich dass der mit seiner Abwehr auch mal zufrieden ist? Wenn man den so das ganze Spiel gestikulieren und rumtoben sieht, könnte man meinen seine Hintermannschaft wäre permanent am Pennen. Dabei waren die eigentlich ziemlich gut und über fast die gesamte Spielzeit recht aufmerksam - nur mal so aus meiner Perspektive).

    Ist schon kurios, dass die Gummersbacher der MT in der Rothenbach-Halle seit einigen Jahren permanent in die Suppe spucken. Und ich kann mich an keine Niederlage der Roth-Schützlinge gegen den VfL erinnern, wo ich sagen würde, dass sei hauptsächlich Pech gewesen.

    Eine konzentrierte Leistung der MT über nahezu die gesamten 60 Minuten. Dazu ein Erlanger Team, das vor allem aus dem Rückraum sehr harmlos agierte und Melsungen zu zahlreichen Gegenstößen kommen ließ. Mehr war eigentlich nicht - weniger aber auch nicht.

    Wie die HNA meldet, ist wohl auch bei Fahlgren das Kreuzband gerissen (ursprünglich war ja "nur" vom Außenband die Rede). Also auch hier 8 Monate Pause und ähnliche Diskussionen bzgl. Sinnhaftigkeit und Möglichkeiten von kurz-/mittelfristigem Ersatz wie in Kiel nun auch in Melsungen.

    Zunächst mal gute Besserung auch Richtung Patrick, verbunden mit ebensolchen Wünschen an die anderen verletzten Dominik Klein und Kai Häfner. Will Euch alle wieder auf der Platte sehen!

    Wow! Heute muss sich jeder MT-Fan (oder auch einfach jeder nordhessische Handballfan), der nicht in der Halle war in den Allerwertesten beissen, hat er doch eine Handball-Gala des Roth-Teams über annähernd die volle Distanz verpasst. Das war wirklich wie aus einem Guss. Defensiv, wie (zumindest über 45 Minuten) auch offensiv. Ohne Schwachpunkt auf irgend einer Position. Kaum zu glauben, dass das die gleiche Mannschaft war, die sich noch vor kurzem gegen den HSV einen "abgemurkst" hat.

    Auch wenn man bei so einer tollen Teamleistung kaum jemanden herausheben mag, so hat doch Appelgren dem ganzen noch irgendwie die Krone aufgesetzt - herausragend! Hoffentlich hat sich Fahlgren, der heute auch nahezu perfekt gespielt hat, nicht wirklich schwerwiegend verletzt. Dann sollte es doch möglich sein diese Form wenigstens noch ein Weilchen zu konservieren und den 5. Platz in Reichweite zu halten.