Zitat
Original von Haase
Nicht weil es geld kosten könnte, sondern weil es geld kostet und zwar nicht zu knapp. Ausserdem muss man es sich ja nicht gefallen lassen - aber das man deshalb den zug aufhalten darf (ohne das es irgendeinen sinnvollen effekt hat) steht glaub ich nirgendwo geschrieben.
Du hast mit deinen Einwänden schon nicht ganz unrecht. Und auch wenn ich selber Atomkraftgegner bin und auch Gegner von überflüssigen Transporten und der Wiederaufbereitung - so lehne ich dennoch die Blockaden ab - eben weil sie nichts bringen und weil sie ne Menge steuergelder kosten, die man besser woanders nutzen könnte.
Nur wie ich oben schon schrieb: In den betroffenen Gegendenm, insbesondere im Wendland, fühlen sich viele von allen Seiten betrogen und verarscht - und so ein bißchen kann ich deren Gefühl auch nachvollziehen.
Zum Thema Steuergelder übrigens: Ich bin längst dafür, dass die Chaoten, die Gleise beschädigen, Oberleitungen mit Hakenkrallen sabotieren usw usf an den Kosten nicht nur der Sachbeschädigungen, sondern auch der Polizeieinsätze beteiligt werden sollen. Nichts gegen friedliche Demonstranten, die ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen, auch friedliche Sitzblockaden (beim letzten Transport sind die meisten Sitzblockierer auf den letzten Strecken entweder auf Aufforderung der Polizei weggegangen oder haben sich ohne Gegenwehr wegtragen lassen, die Bauern haben die Schlüssel der Traktoren freiwillig herausgegeben) kann ich noch nachvollziehen - aber wer mit Krawall und Chaos arbeitet, darf auch an den Kosten beteiligt werden.
Allerdings darf dann auch die Atomindustrie an den Kosten beteiligt werden ...
Zitat
Original von Haase
--> wenn du gegen den Lärm auf der Hauptverkehrstraße um die Ecke bist, darfst du dich wohl auch nicht einfach auf die Straße setzten.
Naja, der Vergleich hinkt vielleicht ein bißchen, aber WENN sich dennoch jemand aus diesem Grund auf die Straße stellt, hast Du als Autofahrer dennoch nicht das Recht, ihn deswegen umzufahren (ja, ich weiß selber, dass das etwas hinkt im Vergleich zu dem, was in Frankreich passiert ist).