Beiträge von Teddy

    Was haben randalierende Demonstranten mit den gestrigen Wahlen zu tun? Aber um im Thema zu bleiben:

    Es wäre schon nett, wenn wenigstens mal die Begrifflichkeiten stimmen würden, denn gerade im Bereich der Förderung der erneuerbaren Energien ist vieles, was als "Subvention" bezeichnet wird, keine Subvention. Subventionen setzen nämlich voraus, dass der Staat zahlt - und das eigentliche Instrumentarium des EEG sind garantierte Einspeisevergütungen, die von den EVU gezahlt werden (und dann auf die Endverbraucher umgelegt werden), dabei ist der Staat nicht beteiligt.

    Abschaffung der Subventionen?? Aber gerne ... aber dann bitte auch die Internalisierung externer Kosten (die nämlich eine verdeckte Subvention darstellen). CO2-Abgabe für Kohlekraftwerke, Öl- und Gasbrenner; Entsorgungs- und Endlagerkosten sowie eine vernünftige Deckungszusage für den Super-GAU bei den Atomkraftwerken; Wassernutzungsgebühren für die Flussnutzung zu Kühlzwecken; usw usf ... und dann schauen wir mal, wer dann billiger ist.

    Und vielleicht werden wir den Atomausstieg bis 2020 nicht packen, das mag sein - vielleicht sind die Grünen und viele Fachleute zu optimistisch, das mag alles sein. Aber wenigstens packen sie es an, und wenn nicht 2020, dann wird es halt 2025 ... immer noch besser, als 2040 oder 2050 oder nie. Man muss es anpacken, und man muss es auch energisch anpacken, nicht auf die lange Bank schieben und sagen, geht nicht!
    Okay, der eine oder andere will den Ausstieg aus der Atomkraft nicht. Ich halte diese Position zwar für falsch, aber ich akzeptiere sie als andere Meinung. Dann soll man aber bitte auch deutlich sagen "Nein, ich will den Ausstieg nicht, ich will weiterhin Kernkraft". Das ist dann eine ehrliche Position, an der man sich "abarbeiten" kann, wo man diskutieren kann ... aber dieses Rumgeeiere zwischen öffentlicher Darstellung und eigentlicher Meinung, wie es par excellence Herr Brüderle vorgemacht hat, das geht gar nicht ... und wem auch immer es gefällt oder nicht: Die Grünen sind in dem Punkt glaubwürdig! Und das war bei diesen Wahlen ein entscheidender Punkt, der viel ausgemacht ... und jeder Grüne weiß auch, dass das in 4/5 Jahren wieder anders aussehen kann und die Wahlergebnisse dann auch wieder anders aussehen können.


    Brüderle hat es so gemeint, wie er es gesagt hat. Alles andere zu behaupten ist doch grenzenloser Quatsch. Die urplötzliche Wende war reiner Wahlkampf.

    Stimmt, so ist es und so ist es gewesen. Aber dann soll er es so auch in der Öffentlichkeit sagen. Das Problem ist doch nicht, dass er die Wahrheit spricht, sondern dass er diese nur in dem erlauchten Kreis der BDI-Sitzung mitteilt und ansonsten - auch jetzt noch - so tut, als sei das Volk zu doof, die Wahrheit hinter diesem Wahlkapmfmanöver zu verstehen.

    Ich begrüße es, dass Herr Brüderle die Wahrheit gesprochen hat - schöner allerdings wäre es allerdings gewesen, wenn er diese Wahrheit in aller Öffentlichkeit und Deutlichkeit gesprochen hätte.
    Allerdings glaube ich, dass Brüderle mindestens zwei Ähnlichkeiten mit Atomkraftwerden hat ... beide sind nicht wirklich kontrollierbar, und die Restlaufzeit ist begrenzt!

    Wer übernimmt die Abbaukosten eines AKW´s? Wird wohl der Staat übernehmen müssen...Wer übernimmt die anderen Kosten (Arbeitslose, Strukturelle Veränderungen) Auch der Staat...also der Steuerzahler...


    Die Abbaukosten der AKW's sind durch gesetzlich verpflichtende Rückstellungen der AKW-Betreiber zu decken ... die Höhe der dafür zur Verfügung stehenden Rückstellungen bei den vier großen EVU (E.On, RWE, EnBW, Vattenfall) betrug im Jahr 2007 ca. 27,5 Milliarden Euro.

    Viel dramatischer ist jedoch die Frage, wer für durchAKW's verursahcte Schäden haftet ... die Haftung der Betreiber für solche Schäden ist nämlich limitiert ... lange Zeit auf 250 Millionen Euro, inzwischen auf 2,5 Milliarden Euro ... aber wer glaubt eigentlich, dass die Schäden, die aktuell in Japan durch Fukushima mit 2,5 Milliarden Ero auch nur halbwegs ahndelbar sind.

    Fazit: Nicht der Rückbau der AKW's stellt aus meiner Sicht das finanzielle Risko da, sondern der Weiterbetrieb ... infolge der Schäden, die im Falle eines Falles eintreten.
    Und die Gewinne streichen schön die Unternehmen ein, während das Betriebsrisiko sozialisiert ist.

    Aber der absolute feind jeder “umweltfreundlichen“ ist die bevölkerung, die gegen jedes windrad prozessiert. Wenn man nach windradgegnern gehen würde, wär atom und kohle die meistgefragtesten energieträger.


    Klar, und sie schreien alle HIER, wenn es darum geht, ein neues Atomkraftwerk zu bauen, gelle ... hier in meinen Garten soll es!! Nur so, das AKW Mühlheim-Kärlich wurde auch wegen Klagen endgültig stillgelegt, das Schicksal der Klage dagegen teilen sich also Atommeiler wie Windräder ...

    Das nennt sich St. Florian-Prinzip (oder englisch auch nimby - not in my backyard) ... keiner will es bei sich vor der Tür haben, weder das Windrad noch den Atrommeiler, aber Strom verbrauchen, das wollen sie alle. Daher hat der Lothar schon recht, wenn er sagt, dass das Gebot der Stunde das Stromsparen ist!

    Also ist es eine direkte Folge der Erschütterungen oder der Überflutungen?

    Völlig egal - der wesentliche Punkt ist die Unterbrechung der Stromversorgung für das AKW. Ohne Stromversorgung des AKW laufen die Kühlpumpen nicht mehr, und damit überhitzt die Kiste und es kommt (im schlimmsten Fall) zur Kernschmelze, dem Freisetzen von Radioaktivität und dem "Super-GAU".

    Was letztlich dazu führt, dass die Stromversorgung zusammenbricht (und zwar das ganze System aus Stromzuführung, Notstromaggregaten und Batterien), ist herzlich irrelevant - relevat ist nur, dass sie zusammenbricht. Und dieser Zusammenbruch kann eben auch durch andere Faktoren als Erdbeben und Tsunamis hervorgerufen werden ...

    Zitat


    Es handelt sich um einen Verteidigungskrieg, da sich die Situation da unten sich erst nach 2004 verändert hat. Bis dahin war es ein Friedenserhaltender Einsatz mit Aufbauhilfe. Den Krieg haben in Afghanistan die USA bekanntlich geführt. Die Deutschen kamen erst anschließend in das Land. Damals standen schon die Bundeswehreinrichtungen, auf die jetzt die Anschläge verübt werden. Somit wird die BRD angegriffen.


    Entschuldigung - aber das ist nun wirklich Blödsinn! Nur dadurch, dass deutsche Einrichtungen in Afghanistan angegriffen werden, wird nicht Deutschland angegriffen. Das würde jeglichen Widerstand zum Angriffskrieg machen ... absurd? Nein: Land A marschiert in Land B ein und richtet in Land B Stützpunkte ein. Verteidigungskräfte Land B (oder Rebellen oder Partisanen oder "Terroristen") greifen diesen Stützpunkte an. Damit macht sich dann Land B eines Angriffskriegs schuldig und Land A führt plötzlich einen Verteidigungskrieg. Grandiose Umkehr der Realität!

    Im übrigen würde nach meinem Verständnis des Grundgesetzes nicht mal ein Angriff auf Bundeswehr-Standorte in Afghanistan den Verteidigungsfall auslösen, dann dazu ist - das sagen Wortlaut und Kommentierung von Art. 115a GG ziemlich deutlich, ein Angriff auf das Bundesgebiet im Sinne der Präambel (die Bundesländer) erforderlich ist ... und dazu gehören die Bundeswehr-Standorte in Afghanistan eher nicht.
    Im übrigen ist auch die Ausrufung des Bündenisfalls eine Nato-Entscheidung,, die jedenfalls mE nicht zum Verteidigungsfall für Deutschland Nach Art. 115a GG führt, denn auch dazu ist es erforderlich, dass ein Angriff auf das Bundesgebiet unmittelbar droht ... und dsa sehe ich jedenfalls nicht.

    @LordVader: Diese Ausnahmegenehmigungen sind allerdings nicht vollständig unüblich. Freunde von mir haben ebenfalls über vergleichbare "Sondergenehmigungen" promoviert, das ist nicht wirklich unüblich.

    @Ex-HVS-SR: Ja, das wundert mich auch, dass man die Diss nur gedruckt einreichen muss. Ich kenne es auch so, dass längere Arbeiten auch als EDV-Version eingereicht werden müssen, damit sie mit entsprechender Plagiats-Software gescannt werden können.
    Der Zweitgutachter von KTG's Dr-Arbeit hat inzwischen auch schojn angekündigt, dass er nur noch als Gutachter für Dissertationen zur Verfügung stehen will, wenn eine EDV-Version abgeliefert wird (aber letztlich ist das etwas, was von den Unis in der Promotionsordnung vorgesehen werden muss).

    Was soll man von einer Uni erwarten, in der ein Juraprofessor die Unschuldsvermutung (Stichwort Betrüger-Aussage von Lepsius) außer Kraft setzt?

    Da wäre ich mir nicht so sicher, ob Lepsius die Unschuldsvermutung außer Kraft setzt ... man könnte dessen Verhalten auch so interpretieren, dass er es darauf anlegt, wegen §§ 186, 187 StGB (üble Nachrede, Verleumdung) angezeigt zu werden, um dann in dem Ermittlungsverfahren gegen sich den Wahrheitsbeweis (vorsätzliches Plagiat durch KT) zu führen ... dann wäre nämlich eine Strafbarkeit des Herrn Lepsius ausgeschlossen. Und interessanterweise ist ja bisher keine Strafanzeige gegen Lepsius bekannt - und ich denke mal, dass KT sich das auch schön sparen wird.

    Und letztlich ... für den Umfang an Plagiaten (wenn es tatsächlich so ist, wie in den Medien kolpotiert wird) gibt es eigentlich nur zwei Erklärungen ... die eine ist, dass KT den Umfang der Plagiate nicht kannte, dann hat er die Doktorarbeit nicht selber geschrieben, sondern von einem Ghostwriter schreiben lassen, oder er hat sie selber geschrieben, dann weiß er aber auch, was er abgeschrieben hat. In dem Umfang den "Überblick über die Quellen zu verlieren", ist schlechterdings nicht vorstellbar.

    Gerade in der heutigen Zeit der politisch korrekten Lebensweise (wie mich das :kotzen: ) ein unverzeihlicher Fehler.

    Also, ehrlich gesagt, die Frage, sich einen Doktortitel durch Schummeln und Betrügen zu erschleichen, das ist (jedenfalls für mich als Akademiker) keine Frage von politival correctness. Abgsehen davon, dass es auch ein Straftatbestand ist, die Urheberrechtsverletzung ...

    Selbstverständlich musste er zurücktreten ... eigentlich hätte er es bereits viel früher gemusst. Den Hype um KTG versteht man nur, wenn man die Bild versteht ... ansonsten hat der gute Mann rein gar nichts geleistet ... und produziert sich als reiner Populist!
    Der Politik wird es ohne ihn eher besser als schlechter gehen - meine Meinung!

    Schon klar, aber sollte die Antwort wohl auch beinhalten, dass man es dann wohl jetzt auch noch nicht einfach so rausfinden wird ...


    Vermutlich wird man es jetzt noch nicht herausfinden (können), es sei denn, man arbeitet beim Landgericht Kiel oder den RA-Büros der Verteidiger.
    Entweder das Landgericht Kiel wird die Termine auf der Webseite (http://www.schleswig-holstein.de/LGKIEL/DE/Startseite_node.html) bekannt geben - manche Landgerichte machen das - oder sie werden es per Pressemitteilung bekannt geben, oder man kann mal beim Pressesprecher des Landgerichts Kiel nachfragen (wenn man Pressevertreter ist) - oder man geht einfach mal hin und guckt, ob irgendwo die Termine ausgehängt sind ... jedenfalls am Verhandlungstag müssen sie ausgehängt sein (Öffentlichkeit des Strafprozesses).

    Normalerweise werden hier Links oder Hinweise zu eBay-Versteigerungen nicht akzeptiert ... entweder wird hier verkauft oder bei eBay. Bei diesem Artikel mache ich eine Ausnahme, weil offenbar beabsichtigt ist, den Erlös einem gemeinnützigen Zweck zu spenden (auch wenn das so nicht kontrollierbar ist).

    Moin Allerseits,

    da offensichtlich neben den anderen ESA-Threads (was ich sehr schade finde, aber hier nicht Thema sein soll) auch der ESA 2011-Thread gelöscht wurde, setze ich den hier wieder rein!

    2./ 3. Juli 2011 in Eisenach! HE Dabei?