Hanning hat den Machtkampf gegen Schwenker verloren, das ist jetzt klar. Seinen Rücktritt wird es geben, ich rechne damit nach den Olympischen Spielen. Egal wie das Abschneiden der Nati auch ist.
Seinen Rücktritt nach den Olympischen Spielen hat er doch schon längst angekündigt - ganz unabhängig von der aktuellen Situation. Die Frage ist allenfalls, ob er jetzt vorher geht, das wäre konsequent. Es sieht aber so aus, als ob es zwischen den Herren auf dem Podium heute eine Art Agreement gibt, dass man die getroffenen Entscheidungen jetzt "zum Wohle der Sache" nach außen hin gemeinsam vertritt, selbst wenn man sich in der Sache gar nicht einig ist. In diesem Fall wird die "Sache" jedoch allen auf die Füße fallen, es sei denn, der unwahrscheinliche Fall tritt ein, und das DHB-Team gewinnt Gold bei Olympia.
So ist das jedenfalls ein einziges Kommunikationsdesaster, die ganze Unehrlichkeit wird nach hinten los gehen.
I have a dream: Bei den Handballern wird immer so schön nach außen hin dargestellt: Sie gehen sich hart an, kämpfen mit offenem Visier, und am Ende geben sie sich die Hand. Nur auf Funktionärsebene läuft es diametral andersrum. Intrigen und Unnachgiebkeiten, Eitelkeit und Dünkel. Schlimmer als jedes Klischee von politischer Auseinandersetzung. Dabei interessieren diese Hahnenkämpfe, bis auf die Protagonisten selbst und eine kleine Handvoll Beobachter, wirklich niemanden.