auf
handball-world.de und
dhb.de
ist derzeit auch keinZugriff möglich. Weiß jemand wenigstens einen Liveticker?
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Ich halte Hannover für einen ziemlich heißen Tipp. Das könnte für Djordjic passen - und für den Verein auch.
Ich finde, in Bewertung, Lob und Kritik geht hier vieles durcheinander. Für mich ist die gefundene Lösung ambivalent:
Auf der Negativseite steht eindeutig die Kommunikation der Entscheidungsfindung. Keiner weiß genau, was da abgelaufen ist, welche Akteure hier mit welchen Interessen gespielt haben. Das Ergebnis hier als "Rettung in letzter Minute" zu feiern, ist absurd. Ob es Teil der Marketingstrategie ist, wissen wir nicht.
Wer auf Seiten des DHB das Ergebnis ehrlich wie bewertet, ist auch nicht klar. So, wie ich Bob Henning wahrnehme, ist es nicht die von ihm bevorzugte Lösung. Er ist eigentlich nicht sehr aufgeschlossen für "Neuland"-Konstruktionen, seine Medienverständnis ist eher das eines Gerhard Schröder: was zählt, sind "Bild und Glotze", übersetzt: die klassischen öffentlich-rechtlichen Medien, allem anderen traut er, glaube ich, in puncto Aufmerksamkeitserzeugung wenig zu. Und die käme bei ihm vor jedem wirtschaftlichen Interesse, Daher glaube ich nicht, dass er maßgeblich hinter dem Deal steht. Alle Meinungen, dass die Füchse hier irgendeine Rolle spielen könnten, halte ich für ziemlich absurd. Es wurde hier zu Genüge gesagt, dass die DKB zwar auch zu den Füchse-Sponsoren gehört, aber eben auch zu den Sponsoren zahlreicher anderer Vereine und natürlich der Liga insgesamt. Für den DHB insgesamt kann ich mir schon vorstellen, dass er die DKB gepusht hat, nachdem klar war, dass die Öffentlich-Rechtlichen es nicht werden. Aber auch das ist Spekulation.
Zur nun gefundenen Lösung: Grundsätzlich glaube ich, dass wir ein solches Konstrukt nicht zum letzten Mal sehen werden. Ganz im Gegenteil, so wird die Fernsehzukunft aussehen. Und in der Fernsehbranche werden sich noch einige Alteingesessene umgucken, welche Player da auf einmal am Markt sind (ok, vielleicht nicht gerade zur Handball-WM, aber das ist ein Anfang). Nun kann man sagen: "Nische". Ist es auf den ersten Blick auch, aber das hat vor allem etwas mit den Gewohnheiten des Publikums zu tun, weniger mit dem Angebot selbst. Denn es ist ja nicht so, wie im hier schon zitierten Welt-Kommentar suggeriert, dass man sich nun mit einem Laptop ein wackelndes, amateurhaftes Bild ansehen muss. Selbst Fernseher mittleren Alters und neue Geräte einfacher Bauart haben eine Buchse, die man mit dem Computer verbinden kann. In der Praxis wird man keinen Unterschied merken. Ist ja nicht so, dass Netflix-Serien-Junkies verwackelt-schemenhafte Filmchen heimlich auf Bürocomputern gucken. Und das nutzen inzwischen breite Teile der Bevölkerung. Hier ist der Kommentar schon etwas tendenziös. Im Grunde haben wir es hier mit einer Technik zu tun, die in ihrer Einfachheit für den Nutzer, ihrer Allverfügbarkeit ohne Qualitätsverlust die linearen Pay-Angebote wie Sky (Set-Top-Box, Festplattenrecorder...) ziemlich unter Druck setzen wird. Andererseits: Es zählt in der Öffentlichkeit eigentlich nur das Angebot, in das man zufällig reinzappt. Und da wird es dann eben keine Bilder vom Halbfinale, Finale etc. geben, die sich der Nation ins Gedächtnis einbrennen. Ob das allerdings im Falle eines öffentlich-rechtlichen Angebots der Fall sein würde, ist auch nicht ausgemacht...
Immerhin, das Angebot ist umsonst und für alle in Deutschland verfügbar. Ich freue mich, die WM sehen zu können, und zwar wahrscheinlich so viel von der WM wie noch nie. Sicher, die ganze Rechtesituation ist absurd, dass ausgerechnet in der digitalen Welt, die eigentlich sämtliche Grenzen überwindet, nationale Grenzen aufgebaut werden... Dass die Möglichkeit, Großereignisse zu verfolgen, davon abhängt, ob sich Sponsoren finden, für die sich ein Rechteerwerb irgendwie lohnt... Das sind dann wieder die Absurditäten. Wie gesagt, höchst ambivalent, die Geschichte!
Das mag ja alles sein, aber die Zeiten sind nun wirklich nicht lange her, dass klar war: Kiel wird Meister, die Aufsteiger steigen auch wieder ab. Da hat sich das Feld sowohl in der Spitze als auch im Keller doch erheblich erweitert. Bis vor zwei Jahren gab es doch gar keine Top 3, da hat doch ein Vergleich der ersten drei mit dem Rest einen rein statistischen Wert. Man kann es auch so sehen: Das Mittelfeld wird kleiner. Das kann man ja auch als Entwicklung begreifen, jedenfalls hatte ich nicht erwartet, dass sich die Situation von heute auf morgen ändert. Jetzt bleibt mal abzuwarten, was in nächster Zeit Mannschaften wie die Füchse oder Melsungen reißen können, und ob beispielsweise die Löwen mit ihrem starken, aber ja auch irgendwie auch einmaligen, weil sehr dünnen Kader sich in ihrer Spitzenposition mittelfristig etablieren können. Außerdem sehen wir neue Vereine wie Leipzig oder Erlangen, die die Liga beleben. Und viele Leute wollen auch die Mannschaften hinter der Spitze sehen, Spiele, bei denen der Ausgang teilweise völlig offen ist. Ich war letzte Woche bei Burgdorf-Gummersbach: Über 7000 Zuschauer... Ich bin da eigentlich ganz zufrieden mit der Entwicklung der Liga.
Zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen hin oder her, während des Spieles fiel mir einfach auf,
dass die Füchse das Überzahlspiel überhaupt nicht nutzen konnten,im Gegensatz zum Pokalspiel,
was wohl an der Abwesenheit von Wiede hing. Wenn dann auch noch Steffen Fäth den freien mit
mehr Ruhe im Tor unterbringt wären alle Diskussionen über Brodbeck/Reich Gegenstandslos.
An der Abwesenheit von Wiede und vor allem von Nenadic. Hier konnten die Füchse ihre Ausfälle eben doch nicht kompensieren.
Wie blöd! So hätte das nicht ausgehen dürfen. Was hat die Schiedsrichter da nur geritten?
Trotzdem - gut gekämpft! Als ich hörte, dass neben Wiede und Vukovic auch Nenadic und Tönnesen nicht spielen können, hätte ich keinen Pfifferling auf die Füchse gesetzt. Aber siehe da - ein konstantes Spiel, ein Drux, der auf einmal wieder kämpft, ein Fäth, der langsam (wenn auch langsam) besser wird, auf einmal ein richtiges Rückzugsspiel und Leidenschaft von min. 1-60. Ich glaube heute haben alle, die den Trainerwechsel nicht nachvollziehbar fanden gesehen, dass es vielleicht doch der richtige Schritt war.
Wenn Dagur nach Japan geht, wird da ja auch ein sehr fähiger Co-Trainer frei, der die Füchse sehr gut kennt....
Ich finde das überhaupt nicht überraschend. Es war doch mehr als offensichtlich, dass Erlingur die Mannschaft nicht erreicht. Ja, die Mannschaft steht auf Platz 4, aber trotz, nicht wegen des Trainers. Was ist sein Problem? Er ist sprachlich nicht fit. Und dazu noch introvertiert - eine sehr unglückliche Kombi. Er schafft es nicht, Spieler zu integrieren, egal, ob es sich um den eigenen Nachwuchs (Struck, Reißky), ausländische Talente (Paza) oder namhafte Stars (Lindberg, Fäth) handelt. Stattdessen hätte man ständig das Gefühl, man müsste ihn integrieren. Vielleicht hat er sich auch selbst überfordert gefühlt. Deshalb ist der Blick auf die Tabelle nicht ausschlaggebend, die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt sicher richtig.
Der restliche Gummersbacher Rückraum war aber auch komplett indisponiert. Ernst hat einen Fehler nach dem anderen produziert, Baumgärtner war ungefährlich, Schröder hatte die unangenehme Aufgabe, ihn auf RR zu vertreten, wobei er einige Fahrkarten produzierte. Schindler hat vorne nur kurz schlecht gespielt, aber bei ihm hat die schlechte Leistung in der Deckung, die ihm drei Zeitstrafen einbrachte, gereicht. Blieb also nur Kühn, und der hat es immerhin geschafft, die Gummersbacher mehr als eine Halbzeit lang knapp in Führung zu halten. Respekt! Letztlich eine Energieleistung der Mindener, die am Schluss den Heimvorteil nutzen konnten und dank der geschlosseneren Mannschaftsleistung am Ende in einem spannenden Spiel knapp gewonnen haben.
Aber bist du nicht schon der Meinung das Berlin konstanter spielt? Man muss ja bedenken das vier der sechs Minuspunkte gegen die Top 3 zustande kamen. Dort mitzuhalten war ja vor der Saison sowieso nicht die Zielsetzung. Dementsprechend spielt Berlin doch eigentlich eine so runde Saison wie seit langem nicht mehr.
Konstanter als wann? Die Spielverläufe in vielen Spielen waren schon haarsträubend. Sie haben es häufig im letzten Moment noch mal gerade gebogen. Konstanz ist das nicht. Rund auch nicht. Vor allem nicht souverän. Zumeist sind es Energieleistungen von Nenadic, Wiede, Heinevetter, Zachrisson. Und vor allem habe ich den Eindruck, dass viele der anderen Spieler weit hinter ihrem eigenen Potenzial bleiben, weil sie nicht richtig ins Spiel eingebunden sind, ihren Platz im Gesamtgebilde nicht gefunden haben - und nicht, weil sie individuelle Formkrisen hätten. Die Füchse haben bspw. mit Nenadic, Fäth, Drux, Wiede und Vukovic fünf Spieler, die ein Spiel gestalten und aufziehen können. Effektiv machen es nur Nenadic und manchmal, vor allem, seitdem er nicht mehr werfen kann, Wiede von der Halbposition. Die anderen Rückraumspieler sind im Angriff derzeit vor allem potenzielle Fehlerquellen. Sie treffen gar keine Entscheidungen, und wenn doch, sind es in der Regel die falschen. Das kann nicht sein. Aus so einer Rückraumbesetzung muss man mehr machen. Auch ein Hans Lindberg war sein erstes halbes Jahr ein Schatten seiner selbst. Jetzt hat er sich etwas gerappelt, aber sicher ist das nicht. Sicher erwartet niemand ernsthaft, dass sie um die Meisterschaft mitspielen. Aber die Erwartung für die nächsten Jahre ist schon: Konstanter CL-Kandidat. Und unter diesem Gesichtspunkt ist das bisher keine runde, sondern eine verlorene Saison.
Ich schaue nicht so häufig die Spiele der Berliner, aber in den engen Spielen die ich in letzter Zeit gesehen habe, war Zerbe der eigentliche Coach.
Von ihm kamen die taktische Inputs und Feinjustierungen während des Spiels.Jedenfalls habe ich den Eindruck als könne Berlin durchaus ohne Richardsson, aber nicht ohne Zerbe.
Nein, die taktischen Anweisungen kommen schon von Richardsson. Zerbe spricht nur einfach besser Deutsch und ist dann als Vermittler tätig. Er ist ja auch nicht Co-Trainer, wie in der Übertragung fälschlicherweise gesagt wurde, das ist Max Rinderle. Das Coaching meine ich auch gar nicht, sondern die Tatsache, dass es trotz bester Voraussetzungen nicht geschafft wurde, aus so vielen guten Spielern eine stabil spielende Mannschaft zu formen. Das hat meiner Meinung nach damit zu tun, dass es keine Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft gibt, neue Spieler schlecht integriert sind und weit hinter ihren Möglichkeiten bleiben. Das betrifft nicht nur Fäth, sondern auch Vokovic, Tönnesen bis zu seiner Verletzung, Drux seit seiner Rückkehr. Auch der Nachwuchs ist davon betroffen. Und diese Integrationsleistung gelingt dem Trainer einfach nicht.
Ich glaube, wenn Bob sein vielbeachtetes Nationaltrainer-Casting beendet hat, kann er bei den Füchsen gleich weitermachen. Vielleicht geht es da dann etwas schneller.
Das Reiseprogramm der Herren Geipel/Helbig finde ich auch sehr anspruchsvoll, kaum macht man den Fernseher mit der Übertragung aus Barcelona aus und wenige Stunden später für das Spiel aus Gummersbach wieder an, sind sie wieder da. Dennoch habe ich innerhalb von 24 Stunden zwei sehr gute Schiedsrichterleistungen gesehen.
Ich wage mal eine Prognose: An die neuen Anwurzelten werden wir uns heute in einem Jahr schon gewöhnt haben, und kein Hahn wird mehr danach krähen.
Viel spannender wird doch die Diskussion um die verschärften Hallenstandards sein, die Bohman gestern angekündigt hat. Vermutlich wird das doch u.a. bedeuten, dass alle Hallen vier Tribünen haben müssen. Hannover kann vielleicht dauerhaft in die TUI-Arena ziehen, ähnlich wie Stuttgart und Erlangen, aber was machen Minden, Balingen, der Bergische HC, Melsungen (wer noch?)... Ok, durch Abstieg könnte sich einiges regeln, aber dann kommt z.B. Lübbecke. Ich bin gespannt, was uns da noch bevorsteht.
Einerseits.
Ich bin oft am Freitag oder am Samstag nach Wetzlar gefahren. Hat sich mit dem Sonntag erledigt. Mein Neffen spielen in Jugendmannschaften. Diese Spiele sind im Regelfall in diesem Zeitkorridor.
Kinder die im Handball aktiv sind, werden schon etliche Möglichkeiten genommen ihre Stars zu sehen. Donnerstag fällt wegen Schule aus.
Ich finde es ehrlicherweise eine Katastrophe.
Andererseits konnte ich in letzter Zeit sehr sehr oft nicht mit meiner Tochter zum Handball gehen, weil die Spiele um 20:00 Uhr angepfiffen wurden - für Kinder im Grundschulalter nun wahrlich zu spät. Der Sonntag ist da schon familienfreundlicher - wenn ja wenn, keine Jugendspiele sind. Aber andererseits ist da ja auch noch der Donnerstag. Sonntags wird ja im statistischen Mittel nur jedes zweite Heimspiel gespielt.
Ich glaube, solche neuen zeitlichen Strukturen müssen sich einspielen, das ist auch eine Frage der Gewohnheit. Immerhin wäre es überhaupt mal eine Struktur, wenn es denn so durchgezogen wird. Ich gebe der Sache erst mal eine Chance.
Ha, Treffer! Spannende Mannschaft, die die Recken da zusammenstellen!
Hannover ist keine schlechte Spur bei Pevnov. Schmidt wechselt ja nach Berlin. Pevnov ist, glaube ich, mit Atman bekannt, wie gut, weiß ich allerdings nicht. Mit Christophersen hat er auch schon gut zusammengespielt.
Berlin hingegen wohl nicht. Schmidt kommt, Plaza Jiminez hat noch ein Jahr Vertrag (und macht sich ganz gut in letzter Zeit) und Kozina spielt auch für eine Vertragsverlängerung. Göppingen und Flensburg fallen glaube ich ganz raus. Und Ausland kann natürlich immer sein.
So, wie Steffen Fäth derzeit, auch heute in Velenje wieder, spielt, würden ihn die Löwen wohl nicht mal geschenkt nehmen. Man könnte denken, er tut alles für eine vorzeitige Vertragsauflösung. Aber das traue ich ihm dann doch nicht zu. Eine sichere Bank als KEdR-Ersatz ist er jedenfalls nicht. Das hinge doch sehr davon ab, wie er sich dann wieder zurechtfindet. Und die "Nähe zur alten Heimat" erklärt vielleicht mal schwankende Leistungen, aber nicht den Unterschied zwischen Weltklasse und Kreisklasse. Was ist da nur los?
Ja, ein Punktgewinn nach diesem Spielverlauf.
Für die Füchse deutet sich ein Riesenproblem an: Fabian Wiede kann mit der lädierten Schulter einfach nicht werfen, daher kommt von dieser Position einfach nichts. So schlecht die erste Halbzeit auch war, ich glaube, die Füchse hätten sonst gewonnen. Ich hoffe, dass die Geschichte glimpflich für ihn ausgeht.
Zum Thema Werbung für den Handball: Eine interessante Szene, als Vukovic nach seiner Roten Karte auf das kleine Bänkchen am anderen Spielfeldrand zusteuerte, auf dem der ebenfalls mit Rot herausgestellte Erik Schmidt schon saß, ihn kurz fragte, ob neben ihm noch frei wäre und die beiden dann zusammen plaudernd den Rest des Spiels verfolgt haben. Diese Kleinigkeiten mag ich so an unserem Sport.
Na klar, der fehlende HR war ein Manko. Vor allem aber sind die Füchse nicht in das schnelle Gegenstoßspiel gekommen ,das sie in dieser Saison schon so stark gemacht hat.
Und: Schön, dass das Spiel in der TUI-Arena stattfand, das ist wirklich ein besserer Ort für Bundesligaspiele, die Zuschauer ziehen. Ideal ist er auch nicht (zu groß, auf vielen Sitzplätzen zu weit weg vom geschehen), aber eine mehr als deutliche Verbesserung zur ollen Stadionsporthalle.