Beiträge von exilberliner


    Man wird doch hoffen dürfen. ;)

    Diese Äußerungen finde ich unangemessen.
    Wenn die Regel im Pokal Gültigkeit hätte, dann wurde sie hier sehr streng ausgelegt. Nun sieht so aus, als ob die Regel im Pokal keine Anwendung findet. Dann war mindestens die Entscheidung auf 7m ein schwerer Fehler. Ein Fehler, für den man, wenn man ihn zu verantworten hat, noch Jahre später noch sonstwohin beißen wird, wenn man daran erinnert wird. Für die beiden ist das sicher nicht einfach, weil ich davon ausgehe, dass sie mit Leidenschaft Schiedsrichter sind und den Anspruch gegen sich haben, ihre Sache gut zu machen. Dann von der Couch aus mit dem Bier in der Hand noch mal nachzutreten, ist ziemlich billig und muss nicht sein.

    Bei Müller ist es doch so wie auch bei Pfahl: Beide bringen zur Zeit sehr gute Leistungen in der Bundesliga, aber sie haben sich, auch vor Sigurdssons Zeit, in der Nationalmannschaft ne richtig durchgesetzt. Und in diesem Fall setzt er dann eben auf den jungen Wiede, der ebenfalls sehr gute Leistungen abliefert, aber gerade mal 21 Jahre alt ist (und damit z.B. noch mal ein Jahr jünger als beispielsweise Shootingstar Rune Dahmke, derAllendorf vorgezogen wird). Ähnlich verhält es sich mit Kohlbacher und Danner. Er möchte, dass die Jungen, die schon viel Verantwortung in ihren Vereinen tragen, das von Anfang an auch schon in der Nationalmannschaft tun. Daher nominiert er bei annähernd gleichen Leistungen die jüngeren Spieler. Das mag für die älteren Spieler blöd sein, die unter Brand/Heuberger diese Möglichkeit nicht bekommen haben, aber es ist konsequent und logisch. Einzig bei Sellin liegt der Fall vielleicht etwas anders. da könnten Probleme auf der persönlichen Ebene liegen- Schließlich hat Sellin ja seinen Wechsel aus Berlin nach Melsungen mit der Beschwerde kommentiert, bei den Füchsen vom Trainer nicht angemessen berücksichtigt worden zu sein - kann sein, dass das nachhängt.
    Ich möchte damit sagen: Ich glaube nicht, dass Sigurdsson etwas gegen die MT hat. Die Melsunger sind von seinen Kriterien nur besonders hart betroffen. Auf der anderen Seite halte ich es auch für richtig, nun nicht um des lieben Friedens mit der MT wegen von den Prinzipien abzurücken.
    Zufall ist das indes nicht: Die MT hat in ihrer Einkaufspolitik auf solide, fertige Bundesligaspieler gesetzt. Und sie hat damit Erfolg, wie man neidlos anerkennen muss. Allerdings wird in Melsungen nach wie vor nicht auf Nachwuchs gesetzt. Damit fällt man dann aus dem Beuteschema des DHB heraus. Man wird es verschmerzen.

    In Berlin wird er bis Ende der Saison wohl kaum noch spielen, weil Bob böse auf ihn ist

    Ich glaube eigentlich nicht, dass Petersen ein Problem mit Bob Hanning hat. Ich denke eher, dass er mit Trainer Richardsson nicht kann, der hat ihm ja schließlich Bjarki Elisson vor die Nase gesetzt (das war der Spieler, den sich Erlingur nach Bobs Aussage aussuchen durfte) und ihn die letzten Spiele nicht eingesetzt. Petersens Stand bei den Füchsen ist nun schwer, und von konkreten Angeboten zur Winterpause hört man nichts - da kann es gut sein, dass er sich in der Heimat ein halbes Jahr lang fit halten will.

    Peter Stochl wurde bei den Füchsen um weitere zwei Jahre verlängert. Danach wird "von Jahr zu Jahr" entschieden, wenn er nicht mehr kann oder will, wird er Torwarttrainer der Füchse. Das ist doch mal ein Rentenvertrag für den verdientesten Spieler, den man in seinen Reihen hat. Stochl wird also mindestens 12 Jahre aktiv bei den Füchsen gewesen sein, zudem ist er seit heute wieder Kapitän. 2018 ist er dann 42 Jahre alt, mal sehen, ob er dann wirklich noch etwas dranhängt.

    Sigurmansson also nach GUM und Petersen mit Goggi nach Mannheim? ;)

    Das glaube ich nicht. Es sei denn, die Löwen basteln an einem starken Altherren-Team. Es wird doch so gelaufen sein, dass Bob Hanning Petersen frühzeitig signalisiert hat, dass mit der Verlängerung seines Vertrags über 2017 hinaus nicht zu rechnen ist. Daraufhin zieht Petersen die Option, weil er, wie er erklärt, noch 2-3 Jahre auf hohem Niveau spielen will. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass die Löwen ihm einen 3-Jahresvertrag angeboten haben, schon gar nicht im Doppelpack mit einem noch älteren Oldie (auch wenn beide derzeit zugegebenermaßen ziemlich fit sind). Dann schon eher Petersen nach Gummersbach :) . Ich sehe ihn allerdings eher im Ausland, vielleicht in Frankreich, wahrscheinlich aber in Skandinavien.

    Auf der anderen Seite könnte auch perfom ein interessanter Partner für die HBL werden. Der Sportrechtvermarkter (zu dem u.a. Spox.com gehört) will demnächst mit einem Streaming Portal starten, das als "Netflix für Sport-Inhalte" angepriesen wird. Perform wird auf diesem Portal u.a. die englische Premiere-League oder die NBA anbieten. Bis zum Start sollen weitere Liverechte eingekauft werden.

    Das klingt allerdings nach einer interessanten Alternative...

    Das dürfte heute eine enge Kiste werden, die Löwen sind grad nicht so gut drauf und Bärlin scheint mir leichtfüßig durch den November zu schweben.

    Das glaube ich kaum. Ich rechne mit einer heftigen Klatsche für unsere Jungs. Ich fürchte, sie werden sich gegen eine Niederlage nicht mehr wehren, sobald sie sich andeutet. Und ihr werdet die Gesichter unser Jugendabteilung sehen. Ich denke, der Fokus liegt ach dem kleine Umfall vom Wochenende auf Chambéry.

    Das mit dem Tennis ist doch ein allgemeines Problem. Beim Handball sehe ich es so: Betrachtet man die Metropole als Ganzes, interessiert sich doch wirklich kein Schwein dafür. Nirgends. Ebenso wenig wie für Basketball, Eishockey etc. Wenn du in Berlin außerhalb von Handballerkreisen Menschen finden willst, die dir den Namen eines Füchse-Spielers nennen können, musst du schon sehr viel Glück haben. Und so ist es bei allen anderen Sportarten auch. Sie sind alle Nische. Und trotzdem kommen Tausende von Zuschauern. Und ich behaupte: Strukturell ist das in jeder Millionenstadt so. Die Nische gibt es prinzipiell, nur braucht sie eben einen Nährboden. Und dafür ist der sportliche Erfolg in keiner Metropole das absolute, sondern immer nur ein relatives Kriterium.

    Wenn wir ehrlich sind funktioniert Handball in Hamburg nur, wenn man um Platz eins mitspielt. Das ist auf absehbare Zeit und auch dauerhaft nicht zu erwarten.

    Warum sollte das so sein? In Hamburg und im Hamburger Umland wird doch mindestens genauso Handball gespielt wie in anderen Gegenden auch, und die küstennahen norddeutschen Gebiete sind alle sehr handballaffin. Und was den Charakter Hamburgs als Metropole mit starker Konkurrenz betrifft: Bei uns in Berlin klappt es doch auch, und wir haben noch nie um Platz eins gespielt.
    Ich würde es so formulieren: So wie das "Projekt" HSV Handball aufgezogen ist, scheint es nur zu funktionieren, wenn man um Platz eins mitspielt. Ein anderer Verein, mit einer anderen Positionierung, Tradition, Philosophie, Verständnis (nennt es wie ihr wollt), könnte sicherlich funktionieren. Das Problem doch der HSV, und nicht Hamburg.

    ästhetisch agierend

    Mal eine Beobachtung zum Thema Ästhetik: Wo kommen eigentlich auf einmal diese vielen Oberlippenbärte her und was soll das? Petersson ist ja schon ganz schön hart, aber dann auch die ganzen Melsunger und sogar Michael Roth! An diese Vollbartmasche habe ich mich ja inzwischen gewöhnt, aber das beleidigt irgendwie meine Sehnerven... Kann man da nicht mal irgendwie einschreiten?

    Sportlicher Erfolg heißt zu selten finanzieller Wohlstand.

    So ist es. Die Finalteilnahme beim EHF-Pokal in diesem Jahr hat jedenfalls dazu geführt, dass man auch 15000 Euro Schulden bei den Füchsen hat. Und auf welchem anderen Niveau sollen denn in absehbarer Zeit sportliche Erfolge erzielt werden? Natürlich müsste am Kader gespart werden, denn der ist immer noch hervorragend, und wird vermutlich auch entsprechend bezahlt (zumindest theoretisch).
    Natürlich wäre ein Umzug schlecht. Aber andere, solider geführte Mannschaften, spielen auch in kleineren Hallen, die weniger sexy sind. Die großen Hallen muss man sich auch erarbeiten, und dazu braucht man eine langen Atem, der HSV hatte schon von Beginn an Schnappatmung.
    Alles ist mal wieder davon abhängig, was Rudolph in den nächsten Tagen für sich entscheidet, oder anders: Alles ist wie immer.

    Die "Recken" waren jetzt allerdings eher Knappen im Novizenstadium, die noch nicht mal die Lanzen richtig herum anreichen konnten. Oder eher Ritter der traurigen Gestalt. Hatte immer gedacht, Hannover würde irgendwann mal an die Spitze anknüpfen können. weit gefehlt, wenn der gestrige Auftritt auch nur halbwegs repräsentativ war.

    Repräsentativ ist es jedenfalls, dass sie gerade gegen Spitzenmannschaften oft aussehen wie Anfänger. Natürlich ist man seit Wochen, vor allem mit der Misere auf den Außenpositionen und ohne Olsen, stark verletzungsgeschwächt. Aber eigentlich bin ich der Meinung, dass man mit Spielern wie Häfner, Patrail, Christophersen, Schmidt, Ziemer in der Lage sein sollte, jeder Mannschaft zumindest Widerstand zu leisten. So richtig konnte ich bei dem, was ich bisher gesehen habe, auch noch nicht die Handschrift des neuen Trainers erkennen...

    Melsungen profitiert derzeit von von einer Kontinuität im sportlichen, finanziellen und personellen Bereich. Man hat in letzter Zeit gut verpflichtet, der Kern der Mannschaft ist eingespielt und schon eine längere Zeit zusammen. Von Verletzungen ist man, abgesehen von Fahlgren, der aber von Vuckovic und Schneider gut vertreten wird, verschont. Man ist finanziell sicher ausgestattet, hat ein geduldiges Umfeld, in dem sich unaufgeregt arbeiten lässt. Das trifft bei anderen Clubs, die man gemeinhin mit Melsungen auf Augenhöhe sehen würde, eben nicht in allen Bereichen zu. Irgendetwas ist bei den anderen an dem einen oder anderen Punkt eben immer...
    Ich glaube deshalb, dass Melsungen diese Saison auf dem vierten Platz abschließen wird. Ob man sich auf diesem Niveau etablieren wird, halte ich für eine offene Frage. Das hängt dann davon ab, ob die Kontinuität in allen genannten Bereichen erhalten bleibt, Eine Pechsträhne, beispielsweise eine Verletzungsserie, könnte die Sache ins Schlingern bringen, und an einem solchen Punkt würde sich dann entscheiden, ob man sich mittelfristig ganz oben etabliert.

    bis auf die etwas verspätete Information

    Es geht aber nicht um die etwas verspätete Information. Das passiert öfter mal. Bis das Spiel für beendet erklärt ist, kann immer noch was kommen. Hier wurde aber gemeldet: "Das Spiel ist beendet", und zwar beim Spielstand 32:33. Und das sollte nun wirklich nicht passieren, dann schaltet man nämlich ab, wie ich das getan habe.

    Der so genannte Liveticker der HBL ist und bleibt eine Vollkatastrophe. So wurde in der Partie Stuttgart - Nettelstedt ewig lange der vom TVB verwandelte Siebenmeter nach Ablauf der Spielzeit verschwiegen und fälschlicherweise ein 32:33-Sieg des TuS vermeldet. Screenshot siehe Thread TVB - TuS. Das haben dann auch diverse Videotexte der TV-Sender übernommen. Für die "stärkste Liga der Welt" ist es ein Armutszeugnis sondergleichen, falsche Ergebnisse zu vermelden und den bekannten Fehler seit Jahren nicht zu beheben!

    Oh, danke für den Hinweis. Bis gerade eben bin ich davon ausgegangen, der Tus hätte seinen ersten Sieg eingefahren. Hatte die Schlussphase des Spiels im Ticker verfolgt...