Beiträge von exilberliner

    Man kann nur hoffen, dass es bei Drux nicht so eine Hängepartie wird wie bei Jaszka. Bei Zachrisson ist es immerhin nicht die Wurfarmseite. Trotzdem frage ich mich, was da schief gelaufen ist, dass zwei Spieler innerhalb kürzester Zeit unmittelbar zum Trainingsauftakt die gleiche schwere Verletzung erleiden. Und auch bei Jaszka war es ja im letzten Jahr die Schulter - er hat sich nie wieder davon erholt.
    Hinter Drux stehehen auf der Position nur die völlig Bundesliga-unerfahrenen Nachwuchsspieler Fritz und Struck. Horak mussta man schon abgeben, um den Langzeitverletzten Jaszka einigermaßen adäquat eretzen zu können. Hinter Zachrisson Willi Weyrauch, der immerhin schon mal eine Saison Bundesligaluft in Kurzeinsätzen schnuppern durfte. Ich sehe so keine Chancen, in dieser Saison irgendetwas zu reißen. Freuen wir uns also auf die Saison 15/16.

    Wie kann man denn Berlin für die nächste Saison einschätzen?
    Drei größere Sponsoren weg, darunter der 500.000 EUR Brustsponsor.
    Nur ein Spieler auf RL?
    Muss man Sorgen haben?

    Nein, muss man nicht, Die Sponsoring-Geschichte läuft über einen Rechtevermarkter, der ja immer für eine Garantiesumme einspringt. Vor zwei Jahren ist man unter diesen Bedingungen monatelang ohne Trikotsponsor aufgelaufen. Auf Halblinks sieht die Situation so aus, dass man hinter Paul Drux wahlweise Drago Vukovic oder Jakov Gojun als Erfahrene und Kevin Struck als Nachwuchsspieler spielen kann. Man hat mit Fynn-Ole Fritz einen weiteren Nachwuchsspieler in den Profi-Kader aufgenommen. Das hat vor allem mit der weiterhin vertrackten unklaren Situation mit Jaszka und Spoljaric zu tun, die nicht in die Sportinvalidität entlassen werden können und gültige Verträge haben. Aber das ist die Konstellation, die wir schon aus der letzten Saison kennen, in der Horak ja entweder verletzt war oder fast ausschließlich Abwehr gespielt hat. Ideal ist das nicht, aber es wird wohl gehen. Ich vermute, da kommt im Laufe der Saison noch Bewegung rein.

    kann es nicht sein, das man (warum auch immer)nun doch noch eine möglichkeit gefunden hat,die zuvor keiner für möglich hielt?

    Kann es nicht sein, dass man (warum auch immer) nun plötzlich auch in Eisenach eine Möglichkeit gefunden hat, die alle anderen immer für möglich hielten?

    Stattdessen hat man munter gegen alle geschossen, sich zum Retter des "wahren Handballs" gegen die böse HBL und den "Event-Handball" der anderen Clubs erklärt. Dabei hat man viel Porzellan zerschlagen. Wer in der Diskussion argumentierte, dass sich das Problem mit etwas weniger Sturheit lösen ließe, wird hier im Forum inzwischen als "Eisenach-Hater" bezeichnet. Als ob irgendjemand etwas gegen Eisenach hätte. Nun gut, dann war es eben Teambuilding der eigenen Art. Gefällt mir nicht.


    Entgegen vieler Unkenrufe denke ich wird man doch relativ sicher die Klasse halten.

    Das denke ich kaum.
    Man hat lediglich zwei Spieler auf den Halben Positionen, die sich auf Mittelklasseniveau in der Bundesliga langjährig bewährt haben (Hermann und A. Niemeyer). Dazu zwei Außen, die ich für große Talente halte (Zieker und Hornke), die es alleine aber auch nicht reißen können. Eine vermutlich unterbesetzte Mittelposition (auch wenn Feuchtmann wohl kaum jemand kennt), einige Ergänzungsspieler, die es bisher in der Bundesliga bisher nicht oder kaum gepackt haben (Manson und insbesondere Stenbacken), ein entwicklungsfähiges Torhütergespann und drei Nachwuchsspieler (M. Niemeyer, Höning und Skroblien), von denen zwei noch in Verantwortung hineinwachsen müssen und einer (Skroblien) ausschließlich zum Lernen antritt. Vor allem in der Defensive sehe ich große Probleme. Es handelt sich gegenüber der abgelaufenen Saison um einen deutlichen Substanzverlust, und schon da hatte man ja bekanntlich sehr zu kämpfen. Dazu kommt ein Trainer, der zwar in den letzten Monaten mit Leidenschaft agiert hat, bei dem man aber abwarten muss, ob er in der Lage ist, eine Mannschaft systematisch zu formen. Für mich wäre ein Klassenerhalt dieser Mannschaft ein Erfolg. Ich drücke aber natürlich die Daumen und freue mich auf die neue Saison in Lemgo.


    Melsungen spielt auch in einer - denen hat das Land Hessen und die Stadt Melsungen bzw. der Kreis Homberg/Efze auch keine erstligataugliche Halle gebaut bzw. den Umbau der Stadtsporthalle finanziert.

    Und siehe da: auch in einer Messehalle ist internationaler Handball möglich

    Das ist mir bekannt. Aber insgesamt gibt es in Hessen erstligataugliche Hallen. Es geht auch nicht darum, dass Länder/Landkreise allen Vereinen mal eben tolle Hallen spendieren, schon gar nicht bei der derzeitigen desaströsen Lage der öffentlichen Haushalte. Wenn allerdings im gesamten Land überhaupt keine entsprechende Halle vorhanden ist, dann sollte eine Landesregierung sich schon mal Gedanken machen, ob es in einem modernen Bundesland nicht auch eine gewisse Grundinfrastruktur geben sollte - und wie sie sich verwirklichen ließe. Mit den Kommunen, und mit den Vereinen als Nutzern, potenziellen Betreibern etc., sicherlich aber nicht nach dem Prinzip "Füllhorn".
    Dieser Thread ist schon ellenlang - ich habe, glaube ich. schon selbst auf das Melsunger Beispiel als gelungene kreative Idee verwiesen. Ideal ist das in diesem Fall sicher nicht, es gibt bessere und schönere Hallen. Aber es erfüllt seinen Zweck.

    So? Wer hat hier in der Öffentlichkeit HBL Vertreter angegriffen? Hier haben ein paar, eigentlich nur einer, Presseleute soviel Porzellan zerschlagen, dass ich mir wünschte, mit dem Typen mal ein ernstes Wort unter vier Augen reden zu können. Einzelne Statements, die im Überschwang der Meisterfeier gemacht wurden, derart aufzubauschen, ist unterste Schublade gewesen.

    Für mich ist und bleibt das Problem, dass man auf Eisenacher Seite nicht überlegt, gegen wen man denn seinen Furor richtet.
    Denn der eigentliche Skandal ist und bleibt: Im gesamten Bundesland Thüringen gibt es keine Sporthalle, in der Hallenballsport auf Spitzenniveau ausgetragen werden kann. In einem ganzen Bundesland, 2015, mitten in Deutschland.

    Statt die Situation, bescheiden wie sie für Eisenach nun mal ist, zu nutzen, um bei der Politik auf allen Ebenen Druck zu machen, sicherzustellen, dass dieser wirklich Landespolitik peinliche Misstand endlich beseitigt wird und zwar schnellstmöglich und mit Beschlüssen, aus denen man sich nicht mehr herauswinden oder sie zeitlich strecken kann, sucht man dort noch Verbündete um mit einer Wagenburgmentalität, die ihresgleichen sucht, gegen die HBL zu schießen. Das ist es, was ich für grundfalsch halte.

    Es ist wahrscheinlich Alfred, weil sich niemand anderes aufdrängt.

    Natürlich gibt es Mannschaften, die einen Qualitätssprung gemacht haben: Magdeburg, Göppingen, Gummersbach... Aber in wieweit das an den (z.T.) neuen Trainern liegt oder an der Tatsache, dass sie personell einigermaßen kontinuierlich arbeiten konnten und ihnen die Mannschaften nicht durch viele Verletzungen gesprengt wurden wie das bei diesen Mannschaften in den letzten Spielzeiten bzw. bei der Konkurrenz in diesem Jahr der Fall war, ist sehr schwer zu beurteilen. Daher müssen sich die entsprechenden Trainer vermutlich in der Tat noch beweisen.

    Sicherlich hat Gaugisch seine Sache sehr gut gemacht. Aber noch ist er nicht der Kandidat, nach dem sich Europas Topklubs dis Finger lecken. Und Lemgo hat zwar nur gerade so das Minimalziel erreicht, aber Kehrmann war, gemessen am Tabellen- und Punktestand vor seinem Antritt, schon richtig gut. Allerdings ist für mich doch sehr die Frage, ob er nicht mehr als Motivator und Integrationsfigur agiert, denn als Trainer. Auch er muss sich hier erst richtig beweisen, der Stallgeruch, um von seinen Kollegen zum "Trainer des Jahres" gewählt zu werden, fehlt ihm allemal.

    Ich finde, wir haben allgemein in der Breite ein hohes Niveau erreicht, wie allein schon die ehrliche und Respekt verdienende Einsicht von Christopher Nordmeyer zeigt, dass für ihn das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

    Für mich zwei Trainer der Herzen: Christian Gaudin und Frank Bergemann: die absolut überflüssigsten Trainerentlassungen seit langem!

    Also wenn ich das nüchtern durchgehe sehe ich, dass es eine passende Halle in nicht allzu weiter Entfernung gibt. Die Entfernung halte ich für noch zumutbar. Mein bleibt im gleichen Bundesland. Das von Dir genannte Problem sehe ich ehrlich gesagt nicht, ich nenne gerne auch die Gründe: Zunächst handelt es sich um eine Mutmaßung Deinerseits. Die Halle ist "wohl viel zu teuer". Wie teuer ist sie denn nun? Und wem gehört sie? Und wenn das Land doch gewillt ist zu helfen, dann sollte man vielleicht versuchen hier die Miete ein wenig zu drücken. Auch eine Messehalle ist froh, wenn sie 17 Termine dazubekommt. Dort werden anscheinend alle anderen Bedingungen der HBL-Hallenstandards erfüllt. Andere mussten neue Tribünen hinzubauen, siehe Gummersbach, andere müssen eben etwas mehr Hallenmiete zahlen.


    Genau so ist es! Hier sollte man bei den Kommunalverwaltungen, beim Land und bei der Betreibergesellschaft bis auf den letzten Blutstropfen drum kämpfen, dass die Austragung der Heimspiele in der nächsten Saison zu zumutbaren Bedingungen möglich ist!

    Wie kann man sich ernsthaft darüber aufregen, dass ein TV-Sender eine Marke auch nach Außen hin verkaufen möchte und deswegen einheitlich auftritt?

    Ich rege mich nicht darüber auf, es stört mich nur. Und ich finde es unlogisch. Wenn sky mir im Media-Markt seine Produkte verkaufen will, dann ist das schon einsichtig, dass der entsprechende Mitarbeiter im Sky-Werbelook aufläuft - ich soll ihn ja als "den sky-Menschen" wahrnehmen, und nicht als Herbert Meier. Wenn dieses nun auf die Moderatoren im eigentlichen Sinne übertragen wird - meinetwegen (auch wenn ich bspw. bei anderen als Sport-Spartensendern noch keine Nachrichtensprecher oder Moderatoren in Uniform gesehen habe). Bei den Experten finde ich es aber widersinnig: Es ist ja ihre Persönlichkeit, auf die es ankommt. Schwalb ist ja für mich als Ex-Trainer und Ex-Spieler mit seiner Expertise interessant. Im besten Falle vertreten die Experten ja auch ihre persönlichen, vielleicht divergierenden Standpunkte (anders als Moderatoren oder Verkäufer, die keine Standpunkte vertreten). Sie wirken als Individuum und durch ihre persönliche Biographie , deshalb sollten Sie meiner Meinung nach auch als Individuum auftreten.
    Mal ganz abgesehen vom ästhetischen Standpunkt: Was ein Henning Fritz tragen kann, steht einem Heiner Brand nicht unbedingt. Immerhin scheint die Bart-Tracht von der Kleiderordnung betroffen zu sein. ;)
    Mir ist das einfach zu stromlinienförmig, und es erinnert mich optisch eher an einen Parteitag in China als an ein buntes, fröhliches Sportereignis.
    Das nur zur Erklärung. Denn wie gesagt, von diesem Detail abgesehen fand ich die Übertragung genau so gelungen wie meine Vorredner.

    Also ich finde "bis zum letzten Blutstropfen" nicht mehr richtig lustig-- sondern ziemlich bescheuert und daneben.


    Dieser verbale Dünnpfiff ist eine kommunikationspolitisches Armutszeugnis. Was will man damit eigentlich erreichen? Wenn man mit diesem verhandlungstaktischen Feingefühl auch gegenüber politischen und wirtschaftlichen Akteuren agiert, dann wird sich an der Situation auch in den nächsten 20 Jahren nichts ändern. Vielleicht ist das ja ein größeres Problem als die Hallenstandards.

    Dafür kommen ja auch Mansson (für Pekeler), Stenbäcken (für Lemke), Kogut (für Herth), Skroblien (für Bechtloff) und Jonas Maier (für Beutler und Bauer).

    Das ist schon richtig, sonst würde man ja gar keine Spieler mehr haben. Auf allen Positionen sind die Neuzugänge jedoch schlechter als die Abgänge. Ich sehe einen deutlichen Qualitätsverlust. Und man hat schon diese Saison gegen den Abstieg gespielt.

    Ich kann alle eure positiven Urteile zur Ausführlichkeit, Bildqualität, Zeitlupen, Schwalb (das ich das noch mal sagen würde..) etc. unterstreichen.
    Nur ein Detail geht mir mächtig gegen den Strich, und das ist die Uniformierung des Personals. Worin der Sinn besteht, das Schwalb, Fritz und alle anderen identische Krawatten und ein Sakko mit Sky-Emblem tragen müssen, erschließt sich mir nicht. Ich finde, das hat von der Ästhetik her totalitäre Züge. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Bemerkung am Rande.

    Habe ein ganz beschissenes Gefühl.

    Und, wie gehts deinem Gefühl heute so? :D

    Glückwunsch an Lemgo, ich freue mich auf ein weiteres Jahr Erstligahandball in Lipperlandhalle! (auch wenn es nicht einfacher wird...) Ich komme gerne weiter!
    Schade für Minden. Aber vielleicht nutzen sie die Chance, sich etwas besser aufzustellen und mit neuem Schwung zurückzukommen.

    Wenn man die letzten Spiele von Minden sieht, dann fragt man sich wirklich, warum diese Mannschaft absteigt. Eigentlich hat sie viel mehr Potenzial, als der Tabellenstand aussagt. Sie war über weite Strecken der Saison, schlecht geführt und gecoacht. Das ist tragisch, hoffentlich lernt man daraus.

    Bei Magdeburg sieht man jetzt, wo die Verletztenliste länger wird, wie sehr man (verdientermaßen endlich einmal) im Gegensatz zum Tabellenumfeld von einer Saison ohne große Ausfälle profitiert hat.