Beiträge von exilberliner


    Entgegen vieler Unkenrufe denke ich wird man doch relativ sicher die Klasse halten.

    Das denke ich kaum.
    Man hat lediglich zwei Spieler auf den Halben Positionen, die sich auf Mittelklasseniveau in der Bundesliga langjährig bewährt haben (Hermann und A. Niemeyer). Dazu zwei Außen, die ich für große Talente halte (Zieker und Hornke), die es alleine aber auch nicht reißen können. Eine vermutlich unterbesetzte Mittelposition (auch wenn Feuchtmann wohl kaum jemand kennt), einige Ergänzungsspieler, die es bisher in der Bundesliga bisher nicht oder kaum gepackt haben (Manson und insbesondere Stenbacken), ein entwicklungsfähiges Torhütergespann und drei Nachwuchsspieler (M. Niemeyer, Höning und Skroblien), von denen zwei noch in Verantwortung hineinwachsen müssen und einer (Skroblien) ausschließlich zum Lernen antritt. Vor allem in der Defensive sehe ich große Probleme. Es handelt sich gegenüber der abgelaufenen Saison um einen deutlichen Substanzverlust, und schon da hatte man ja bekanntlich sehr zu kämpfen. Dazu kommt ein Trainer, der zwar in den letzten Monaten mit Leidenschaft agiert hat, bei dem man aber abwarten muss, ob er in der Lage ist, eine Mannschaft systematisch zu formen. Für mich wäre ein Klassenerhalt dieser Mannschaft ein Erfolg. Ich drücke aber natürlich die Daumen und freue mich auf die neue Saison in Lemgo.


    Melsungen spielt auch in einer - denen hat das Land Hessen und die Stadt Melsungen bzw. der Kreis Homberg/Efze auch keine erstligataugliche Halle gebaut bzw. den Umbau der Stadtsporthalle finanziert.

    Und siehe da: auch in einer Messehalle ist internationaler Handball möglich

    Das ist mir bekannt. Aber insgesamt gibt es in Hessen erstligataugliche Hallen. Es geht auch nicht darum, dass Länder/Landkreise allen Vereinen mal eben tolle Hallen spendieren, schon gar nicht bei der derzeitigen desaströsen Lage der öffentlichen Haushalte. Wenn allerdings im gesamten Land überhaupt keine entsprechende Halle vorhanden ist, dann sollte eine Landesregierung sich schon mal Gedanken machen, ob es in einem modernen Bundesland nicht auch eine gewisse Grundinfrastruktur geben sollte - und wie sie sich verwirklichen ließe. Mit den Kommunen, und mit den Vereinen als Nutzern, potenziellen Betreibern etc., sicherlich aber nicht nach dem Prinzip "Füllhorn".
    Dieser Thread ist schon ellenlang - ich habe, glaube ich. schon selbst auf das Melsunger Beispiel als gelungene kreative Idee verwiesen. Ideal ist das in diesem Fall sicher nicht, es gibt bessere und schönere Hallen. Aber es erfüllt seinen Zweck.

    So? Wer hat hier in der Öffentlichkeit HBL Vertreter angegriffen? Hier haben ein paar, eigentlich nur einer, Presseleute soviel Porzellan zerschlagen, dass ich mir wünschte, mit dem Typen mal ein ernstes Wort unter vier Augen reden zu können. Einzelne Statements, die im Überschwang der Meisterfeier gemacht wurden, derart aufzubauschen, ist unterste Schublade gewesen.

    Für mich ist und bleibt das Problem, dass man auf Eisenacher Seite nicht überlegt, gegen wen man denn seinen Furor richtet.
    Denn der eigentliche Skandal ist und bleibt: Im gesamten Bundesland Thüringen gibt es keine Sporthalle, in der Hallenballsport auf Spitzenniveau ausgetragen werden kann. In einem ganzen Bundesland, 2015, mitten in Deutschland.

    Statt die Situation, bescheiden wie sie für Eisenach nun mal ist, zu nutzen, um bei der Politik auf allen Ebenen Druck zu machen, sicherzustellen, dass dieser wirklich Landespolitik peinliche Misstand endlich beseitigt wird und zwar schnellstmöglich und mit Beschlüssen, aus denen man sich nicht mehr herauswinden oder sie zeitlich strecken kann, sucht man dort noch Verbündete um mit einer Wagenburgmentalität, die ihresgleichen sucht, gegen die HBL zu schießen. Das ist es, was ich für grundfalsch halte.

    Es ist wahrscheinlich Alfred, weil sich niemand anderes aufdrängt.

    Natürlich gibt es Mannschaften, die einen Qualitätssprung gemacht haben: Magdeburg, Göppingen, Gummersbach... Aber in wieweit das an den (z.T.) neuen Trainern liegt oder an der Tatsache, dass sie personell einigermaßen kontinuierlich arbeiten konnten und ihnen die Mannschaften nicht durch viele Verletzungen gesprengt wurden wie das bei diesen Mannschaften in den letzten Spielzeiten bzw. bei der Konkurrenz in diesem Jahr der Fall war, ist sehr schwer zu beurteilen. Daher müssen sich die entsprechenden Trainer vermutlich in der Tat noch beweisen.

    Sicherlich hat Gaugisch seine Sache sehr gut gemacht. Aber noch ist er nicht der Kandidat, nach dem sich Europas Topklubs dis Finger lecken. Und Lemgo hat zwar nur gerade so das Minimalziel erreicht, aber Kehrmann war, gemessen am Tabellen- und Punktestand vor seinem Antritt, schon richtig gut. Allerdings ist für mich doch sehr die Frage, ob er nicht mehr als Motivator und Integrationsfigur agiert, denn als Trainer. Auch er muss sich hier erst richtig beweisen, der Stallgeruch, um von seinen Kollegen zum "Trainer des Jahres" gewählt zu werden, fehlt ihm allemal.

    Ich finde, wir haben allgemein in der Breite ein hohes Niveau erreicht, wie allein schon die ehrliche und Respekt verdienende Einsicht von Christopher Nordmeyer zeigt, dass für ihn das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

    Für mich zwei Trainer der Herzen: Christian Gaudin und Frank Bergemann: die absolut überflüssigsten Trainerentlassungen seit langem!

    Also wenn ich das nüchtern durchgehe sehe ich, dass es eine passende Halle in nicht allzu weiter Entfernung gibt. Die Entfernung halte ich für noch zumutbar. Mein bleibt im gleichen Bundesland. Das von Dir genannte Problem sehe ich ehrlich gesagt nicht, ich nenne gerne auch die Gründe: Zunächst handelt es sich um eine Mutmaßung Deinerseits. Die Halle ist "wohl viel zu teuer". Wie teuer ist sie denn nun? Und wem gehört sie? Und wenn das Land doch gewillt ist zu helfen, dann sollte man vielleicht versuchen hier die Miete ein wenig zu drücken. Auch eine Messehalle ist froh, wenn sie 17 Termine dazubekommt. Dort werden anscheinend alle anderen Bedingungen der HBL-Hallenstandards erfüllt. Andere mussten neue Tribünen hinzubauen, siehe Gummersbach, andere müssen eben etwas mehr Hallenmiete zahlen.


    Genau so ist es! Hier sollte man bei den Kommunalverwaltungen, beim Land und bei der Betreibergesellschaft bis auf den letzten Blutstropfen drum kämpfen, dass die Austragung der Heimspiele in der nächsten Saison zu zumutbaren Bedingungen möglich ist!

    Wie kann man sich ernsthaft darüber aufregen, dass ein TV-Sender eine Marke auch nach Außen hin verkaufen möchte und deswegen einheitlich auftritt?

    Ich rege mich nicht darüber auf, es stört mich nur. Und ich finde es unlogisch. Wenn sky mir im Media-Markt seine Produkte verkaufen will, dann ist das schon einsichtig, dass der entsprechende Mitarbeiter im Sky-Werbelook aufläuft - ich soll ihn ja als "den sky-Menschen" wahrnehmen, und nicht als Herbert Meier. Wenn dieses nun auf die Moderatoren im eigentlichen Sinne übertragen wird - meinetwegen (auch wenn ich bspw. bei anderen als Sport-Spartensendern noch keine Nachrichtensprecher oder Moderatoren in Uniform gesehen habe). Bei den Experten finde ich es aber widersinnig: Es ist ja ihre Persönlichkeit, auf die es ankommt. Schwalb ist ja für mich als Ex-Trainer und Ex-Spieler mit seiner Expertise interessant. Im besten Falle vertreten die Experten ja auch ihre persönlichen, vielleicht divergierenden Standpunkte (anders als Moderatoren oder Verkäufer, die keine Standpunkte vertreten). Sie wirken als Individuum und durch ihre persönliche Biographie , deshalb sollten Sie meiner Meinung nach auch als Individuum auftreten.
    Mal ganz abgesehen vom ästhetischen Standpunkt: Was ein Henning Fritz tragen kann, steht einem Heiner Brand nicht unbedingt. Immerhin scheint die Bart-Tracht von der Kleiderordnung betroffen zu sein. ;)
    Mir ist das einfach zu stromlinienförmig, und es erinnert mich optisch eher an einen Parteitag in China als an ein buntes, fröhliches Sportereignis.
    Das nur zur Erklärung. Denn wie gesagt, von diesem Detail abgesehen fand ich die Übertragung genau so gelungen wie meine Vorredner.

    Also ich finde "bis zum letzten Blutstropfen" nicht mehr richtig lustig-- sondern ziemlich bescheuert und daneben.


    Dieser verbale Dünnpfiff ist eine kommunikationspolitisches Armutszeugnis. Was will man damit eigentlich erreichen? Wenn man mit diesem verhandlungstaktischen Feingefühl auch gegenüber politischen und wirtschaftlichen Akteuren agiert, dann wird sich an der Situation auch in den nächsten 20 Jahren nichts ändern. Vielleicht ist das ja ein größeres Problem als die Hallenstandards.

    Dafür kommen ja auch Mansson (für Pekeler), Stenbäcken (für Lemke), Kogut (für Herth), Skroblien (für Bechtloff) und Jonas Maier (für Beutler und Bauer).

    Das ist schon richtig, sonst würde man ja gar keine Spieler mehr haben. Auf allen Positionen sind die Neuzugänge jedoch schlechter als die Abgänge. Ich sehe einen deutlichen Qualitätsverlust. Und man hat schon diese Saison gegen den Abstieg gespielt.

    Ich kann alle eure positiven Urteile zur Ausführlichkeit, Bildqualität, Zeitlupen, Schwalb (das ich das noch mal sagen würde..) etc. unterstreichen.
    Nur ein Detail geht mir mächtig gegen den Strich, und das ist die Uniformierung des Personals. Worin der Sinn besteht, das Schwalb, Fritz und alle anderen identische Krawatten und ein Sakko mit Sky-Emblem tragen müssen, erschließt sich mir nicht. Ich finde, das hat von der Ästhetik her totalitäre Züge. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Bemerkung am Rande.

    Habe ein ganz beschissenes Gefühl.

    Und, wie gehts deinem Gefühl heute so? :D

    Glückwunsch an Lemgo, ich freue mich auf ein weiteres Jahr Erstligahandball in Lipperlandhalle! (auch wenn es nicht einfacher wird...) Ich komme gerne weiter!
    Schade für Minden. Aber vielleicht nutzen sie die Chance, sich etwas besser aufzustellen und mit neuem Schwung zurückzukommen.

    Wenn man die letzten Spiele von Minden sieht, dann fragt man sich wirklich, warum diese Mannschaft absteigt. Eigentlich hat sie viel mehr Potenzial, als der Tabellenstand aussagt. Sie war über weite Strecken der Saison, schlecht geführt und gecoacht. Das ist tragisch, hoffentlich lernt man daraus.

    Bei Magdeburg sieht man jetzt, wo die Verletztenliste länger wird, wie sehr man (verdientermaßen endlich einmal) im Gegensatz zum Tabellenumfeld von einer Saison ohne große Ausfälle profitiert hat.

    Danke für diesen Link, der bestätigt, was die Spatzen von den Dächern pfeifen.
    Was soll man sagen: Das ist eine sehr traurige Geschichte. Jaszka ist das Gesicht der Füchse, der Erfolg der letzten Jahre ist untrennbar mit seiner Person verbunden. Umgekehrt ist auch sein Erfolg untrennbar mit dem Weg der Füchse verbunden. Ich hoffe auf einen großen Abschied für ihn, wenn das wirklich alles so kommt.

    Jetzt ist er also in Gummersbach gelandet, der Effe. Ernstzunehmende Gerüchte gab es ja bereits das Wochenende über. Für mich, nach dem Göppingen-Desaster, diesmal eine gute Entscheidung. Er passt gut zu dem Team, wird sich gut weiter entwickeln können, und er wird Gummersbach verstärken. In den letzten Wochen hat er gezeigt, wie sehr er sich in der Abwehr verbessert hat. Ich bin mir sicher, dass der VfL sich hier sowohl einen Leistungs- als auch Sympathieträger geangelt hat. Und Effe hat die zweite Chance genutzt, sich in Würde, gegenseitiger Dankbarkeit und Freundschaft von den Füchsen zu verabschieden. Gut gelaufen für alle Beteiligten!

    Die Tatsache, dass es in einem Bundesland, nämlich Thüringen, nicht eine Sporthalle gibt, die den Standards der HBL entspricht (die so schlimm nicht sind: gut 2000 Zuschauer und zwei Längstribünen), ist ein Ding aus dem Tollhaus. Dass, um es mal konkret zu machen, es ein Bundesland gibt, in der sich keine Sporthalle in der Dimension Kreissporthalle Lübbecke - wahrlich eine bessere Schulsporthalle - findet, das ist schlicht ein sportpolitischer Skandal.
    Umso weniger begreiflich finde ich, dass sich einfach kein kreatives Provisorium finden lassen soll, das übergangsweise die Kriterien erfüllt. Und dabei sollte es ja wohl durchaus möglich sein, Land, Landkreise und Stadt mit in die Pflicht zu nehmen. Irgendeine Idee zum Umbau irgendeiner Halle muss es doch geben. Beispiel Melsungen: Die haben zwar in der Tat den Umbau der Halle nicht selbst finanziert, andererseits hat man hier eine Halle genommen, die vorher gar nicht für den Sportbetrieb gedacht war, die also niemand auf dem Schirm hatte.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit Lobbyarbeit, Klinkenputzen etc. nicht irgendeine Möglichkeit gibt, für 1-2 Spielzeiten Abhilfe zu schaffen. Dass mit der Messe Erfurt bspw. nicht auch mit politischem Nachdruck bessere Konditionen ausgehandelt werden könnten etc. Wenn man wollte, müsste man die Akteure doch mal auf den Pott setzen und vor sich her treiben. Stattdessen instrumentalisiert man den Mangel zur Durchsetzung der eigenen Interessen, nämlich des Status Quo. Von Außen stellt es sich einfach so da: Man will auf Eisenacher Seite NUR die Amman-Halle und auch übergangsweise keine andere Lösung, und das ist für mich das eigentliche Problem.

    Ich kann den Ärger auch verstehen. Natürlich ist es ein enormer Nachteil, wenn man nicht in seiner eigenen Stadt spielen kann. Hier wurde von kommunaler und Landesseite lange geschlafen, private Investoren gibt es anscheinend nicht etc. Die Situation ist ja wirklich nicht einfach. Aber vielleicht sollte man in Eisenach mal die Kommunikations- und Verhandlungsstrategien überdenken. Statt immer nur wie ein trotziges Kind auf dem Boden aufzustampfen ("wir werden um unsere Halle kämpfen" - Pressemitteilung wenige Minuten nach der Entscheidung), sollte man die Wagenburg mal verlassen und konstruktiv zur Lösung des Problems beitragen - Bemühungen darstellen, Kompromisse aufzeigen etc. Der Aufstieg ja nicht überraschend. Und irgendwelche Lösungen (wenn auch keine idealen) gibt es immer, wenn man sich darum bemüht. Schließlich handelt es sich um eine Profi-Liga. Hier drängt sich eher der Eindruck auf, dass man zu keinerlei Zugeständnissen bereit ist in der Hoffnung, seine Maximalposition durchzusetzen.
    Die Hallenstandards an sich notwendig. Es gibt jetzt schon zu viele Hallen, die für eine "stärkste Liga der Welt" wirklich grenzwertig sind.