Beiträge von exilberliner

    Ok, das lichtet meine Verwirrung etwas... Lauter 28er-Kader... Dann können wir also davon ausgehen, dass für die WM von Vornherein andere (noch stärker auf die Zukunft ausgerichtete?) Spieler eingeplant sind als für die EM-Qualifikation. Na, ich bin gespannt was sich der Bundes-Dagur da ausgedacht hat. (Ich gönne es einem jungen Talent wie Weber und Leipzig insgesamt übrigens von Herzen, dass da keine Missverständnisse aufkommen).

    Was war das eigentlich für eine Meldung über die Berufung von Philipp Weber in den 28er-Kader der Nationalmannschaft?
    "Kindheitstraum" - DHfK-Handballer Weber in erweiterten WM-Kader berufen

    Ente? Weber und Müller verwechselt?
    Immerhin wurde es von Leipziger Seite als Pressemeldung herausgegeben, bevor der DHB die Nominierungen veröffentlicht hat. War das Politik, schlechter Stil ein Versehen? Ich kann mir keinen Reim darauf machen... ?(

    Es war keine Absicht, sondern wie schon geschrieben, eine Spekulation am Kopf vorbei zu werfen. Das ist auch die einzige Möglichkeit bei Heinvetter das Ding rein zu machen. Es ist eben eine 50 zu 50 Chance. Entweder er geht rein oder es kommt die Rote Karte. Diesmal war es die rote Karte. Ähnlich zu vergleichen mit einem Tempogegenstoß mit zurück laufendem Abwehrspiel: Entweder geht er rein und riskiert 2min/ rote Karte oder er schafft es eben ihn sauber zu bedrängen!

    Das ist doch nicht ernsthaft deine Einstellung? Entweder er geht rein oder Rote Karte? Und diesmal eben rote Karte??? Mann, mann, mann, da werde ich ja bald zum Freiberger Dachs ;) !
    Wenn man am Kopf vorbei werfen legen oder sonstwas will, dann muss man eben das auch tun. Und wenn man es nicht kann, dann muss man es lassen, denn dann gefährdet man den Torwart, und das ist dann nicht Pech, Risiko, Wette verloren oder so, sondern aus sportlicher Sicht einfach scheiße! Und deshalb finde ich die Handlungskette: Joli trifft Heine am Kopf - Heine regt sich auf - Rote Karte für Joli - JoIli entschuldigt sich - beide geben Sich die Hand und die Sache ist erledigt, keine Vorwurf gegen Heinevetter, und eine gerechte Strafe gegen Joli wert.

    Und zu den 2min @crissschi: Es ist sehr schön dass Du über so exzellentes Expertenwissen zum Stürmerfoul verfügst,aber kaum jemand hat bestritten, dass man die Entscheidung auch gegen Wiede auslegen kann. Vielmehr wurde mehrfach gesagt, dass es ok ist, wenn sich Schiedsrichter korrigieren. Ich habe dann lediglich behauptet, dass es es ungewöhnlich ist, dass in einem solchen Fall auch noch eine 2min-Strafe hinzu kommt und dass ich persönlich sie für zu hart halte. Aber immerhin habe ich gelernt, warum mit zwei Schiedsrichtern gepfiffen wird. Danke.

    Ich äußere mich ja eigentlich ungern zu solchen Dingen, aber irgendwie finde ich so manchen Kommentar hier ziemlich schräg. Man kann Heinevetter mögen oder nicht, und der größte Teil der Diskutanten mag ihn nicht - geschenkt. Nur: Er hat aus Nahdistanz mit voller Absicht einen Ball zwischen die Augen bekommen. Jeder Torhüter würde sich darüber aufregen. Warum sollte nun gerade Heinevetter es nicht tun? Es war übrigens auch zu beobachten, wie er nur kurze Zeit später die Entschuldigung von Joli angenommen hat. Damit scheint die Sache für die beiden erledigt zu sein, dann sollte das auch für die Kommentatoren gelten. Und zur letzten Szene: Nun ja, wenn Tiedtke auf dem Weg zur Lücke, von der er den Ausgleich in letzter Sekunde markiert, mal eben fast bei Heinevetter zwischen den Pfosten vorbeischaut, dann kann ich eine gewisse emotionale Aufruhr auch nachvollziehen. Das ist dann keine Musterleistung an Disziplin, aber wieso muss man sich wiederum so über sein Verhalten echauffieren? Ich finde da das Verhalten von so manchem Handballfan, sei es hier in der HE, sei es in so mancher Halle, ziemlich reflexhaft.
    Die Entscheidung zunächst für und dann gegen Wiede fand ich zumindest ungewöhnlich. Auch ich finde es ok, wenn sich Schiedsrichter korrigieren, und kann das in so kniffligen Situationen absolut nachvollziehen. Die 2 Minuten waren allerdings schon merkwürdig, das gab die Situation nun nicht her. Aber sei es drum.
    Es war schon ein verrücktes Spiel, in dem sich die Misere der Füchse fortsetzt. Die zweite Halbzeit hat wieder eindrucksvoll gezeigt, in welchem desaströsen mentalen Zustand sich die Mannschaft befindet. Ohne Jaszka und Spoljaric sind sowohl Offensive als auch Defensive weiter kopflos, und das wird sich so bald auch nicht ändern. So bleibt alles eine Frage, wie gut die einzelnen verbleibenden Spieler es lösen. Und hier ist festzustellen, dass zwar einige Spieler wieder auf der Höhe sind (Heinevetter, Petersen, Igropulo - der dann leider verletzungsbedingt die Hälfte des Spiels fehlte), andere dafür wieder richtig kriseln (Romero, Nenadic, Wiede). So wird einfach keine Konstanz hinzubekommen sein. Die Saison wird im Niemandsland enden.

    Auch, dass Romero auf aussen gespielt hat, machte für mich nicht so viel Sinn.

    Das ist nun sicher auch der Personalnot geschuldet. Es gibt derzeit keinen zweiten Linksaußen.
    Das Spiel reiht sich nahtlos in die letzten Auftritte ein. Der Tiefpunkt war die Partie gegen Minden. Kernproblem der Füchse bleibt die Abwehr. Hier haben wir mit Spoljaric, Horak und Löffler einfach zu viele Ausfälle. Und Nielsen kann das nicht kompensieren, diese Verpflichtung hat sich qualitativ einfach nicht gelohnt, quantitativ gab es, besonders nach dem Ausfall von Horak, sicherlich keine Alternative zur Nachverpflichtung. Ein weiterer Faktor: Heinevetter ist seit Wochen erschreckend schwach, Stochl zeigte heute wenigstens etwas ansteigende Form.
    Ohne Gegenstoßspiel kommen die Füchse dann nicht ins Rollen. Im Angriff fehlt Jaszka natürlich, wenn Nenadic angeschlagen ins Spiel geht. Außerdem ist die Trefferquote von Außen und vom Kreis einfach zu schwach. Für mich kleiner positiver Lichtblick: Igropulo ist wieder etwas ins Spiel gekommen. Ansonsten wird sich, glaube ich, bis zum Winter, wenn hoffentlich all die Verletzten und wiederkommen und evtl. ein neuer Trainer verpflichtet wird, nicht viel ändern. Für Kiel ist es natürlich super auf so einen angezählten Gegner zu treffen, die konnten sich richtig daran aufbauen.

    Hat Berlin (Hanning, Sigurdsson) denn - ohne Kiel die Favoritenrolle zuzuschieben - wenigstens angekündigt, unbedingt gewinnen zu wollen?

    In Berlin herrscht (zumindest bei den Männern) seit Tagen Funkstille. Vom Trainer kein Wort, Bobs letzte Kolumne ist fast drei Wochen alt, und der Präsident hat immerhin gerade einen Baum gepflanzt. Zu Kiel hat sich entsprechend auch noch niemand geäußert.

    Handball ist schon ein großartiger Sport oder? Danke an die beiden Mannschaften für einen gelungenen Nachmittag vor dem Livestream! :bigok:
    Meine Lieblingsszene: Das Tor gegen den noch auf dem Boden jubelnden Lichtlein. Gummersbach war sicher der glückliche Sieger, aber so ist das eben. Magdeburg hatte den Ausgleich in der Hand und hat es selbst vergeigt. Trotzdem ist auch der SCM dieses Jah ein richtig, richtig gutes Team - sie werden auf jeden Fall ihre Rolle spielen. Und dann fällt mir auf: Gummersbach ist mit diesem Team in der neuen Halle mit einem tollen Publikum wieder ein richtiger Gewinn für die Liga. Die Schiedsrichter waren Top in ihrer Art, dieses schwierige Spiel zu leiten. Und auch mir hat der lebendige Kommentar auf Sport1 gefallen, angenehme Überraschung!

    Oha, da geht dem Herrn wohl schon nach dem ersten Spieltag der Allerwerteste auf Grundeis. Hat wohl Feuer von den Premiumsponsoren Velux, Adidas usw. bekommen.
    Da werde ich mir mal die Handballwoche gönnen.

    Ja aber was hat man denn erwartet? Dass sich die deutschen Handballfans jetzt innerhalb von zwei Wochen alle ein teures Sky-Abo zulegen, um die Gruppenspiele der CL zu sehen? Wer analysiert da eigentlich den Markt? Mit nur etwas Kenntnis des deutschen Mediensystems, der Quoten, die sonst bei Handballspielen erzielt werden und des Verbreitungsgrades von Sky in Deutschland ist es doch ganz leicht vorauszusehen, dass die Quote im nicht messbaren Bereich liegt (10000 ist natürlich statistischer Unsinn und es ist absolut unseriös, so eine Zahl zu verbreiten). Manchmal fragt man sich, auf welcher Wissens- und Ausbildungsbasis auf manchen Ebenen eigentlich Entscheidungen gefällt werden....

    Volle Zustimmung von mir Legionator. Allerdings stößt man mit dieser Meinung hier auf relativ wenig Gegenliebe.

    @ Roter Teufel

    Wirfst du Sport1 jetzt auch noch vor, dass sie nicht hellsehen können?

    Aber es gab doch einen Livestream? Ich finde das völlig ok so, die Nicht-Fußball-Sportarten sollten sich nicht gegeneinander ausspielen lassen!

    Die Torwarte kennen ihn jetzt und er hat kein Wurfrepertoire aus dem er schöpfen kann. Bzw. er ist nicht in der Lage sein Repertoire sinnvoll zu variieren, wie es ein Top-RA auf Spitzenniveau (siehe Hans Lindberg) können muss.

    Aber Halblinks: Genau das meine ich mit: "Er ist kein Wurfakrobat". Von der Grundlinie ist er nur ein solider Spieler, dessen Konstanz sehr von der derzeitigen Gesamtverfassung der Mannschaft beeinflusst ist. Hier muss man auch sehen, wer die Hälfte des Spiels neben ihm auf Halbrechts steht und welche Passqualität von dort in letzter Zeit kommt. Er hat aber eine andere Qualität: Er ist mit Sicherheit einer der besten Gegenstoßspieler überhaupt. Und exakt dafür wurde er geholt. Nur dass die Zahl der Tempogegenstöße der Füchse derzeit gegen Null tendiert. Er hat nebenbei bemerkt auch noch den vielleicht besten Schlagwurf eines Außenspielers der Liga und ist als einer der ganz wenigen, vielleicht noch Uwe Gensheimer, in der Lage 1 gegen eins auf der Außenposition zu gehen. Nicht zuletzt ist er einer der ganz wenigen, bei dem die Einstellung derzeit ansatzweise stimmt (selbst beim Spiel gegen Minden würde ich ihn ein ganz klein bisschen weniger kritisieren wollen als den Rest der Mannschaft). Natürlich ist auch bei ihm derzeit der Wurm drin. 3 Treffer pro Spiel sind für ihn, wenn die Gegenstöße wegfallen, nicht berauschend, aber noch im Limit. Ich würde mich auf der Suche nach antworten auf die Frage, was derzeit bei den Füchsen schief läuft und bei der Suche nach neuen Impulsen nicht allzu lange bei Zachrisson aufhalten.

    Somit mein Fazit:

    - ein 100% Trainer muss her - zügigst
    - Horak und Tino mehr Druck machen ansonsten Vertragsende, was ich letztlich auch erwarte
    - Nenadic halten
    - dem SWE Trio würde ich Zeit geben, ich bin zuversichtlich, speziell im Falle Jespers:
    - nächste Saison: zweiter KM als echte Entlastung

    Das sind ziemlich genau auch meine Schlussfolgerungen (s. Füchseforum). Mal sehen, ob das Management es ähnlich sieht. Im Fall Zachrisson bin ich noch am wenigsten pessimistisch. Er ist kein großer Wurfakrobat, aber ein hervorragender Gegenstoßspieler. Dafür wurde er geholt, aber dieses für das Füchse-Spiel der letzten Jahre entscheidende Element fehlt derzeit. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Fehlwurfquote liegt dann eher im Trend der Mannschaft. Für Petersen gilt das im Grunde auch, aber der ist deutlich verunsicherter.
    Und das Kreis-Problem ist schwer zu lösen. Auch ich habe in den letzten Tagen mit etwa Wehmut an den Abschied von Pevnov gedacht, der in Göppingen dann auch keine gute Saison gehabt hatte. Unter dem neuen Trainer scheint es wieder besser zu laufen. Aber dieses Gezocke letztes Jahr war einfach Mist. Wahr ist aber auch: Wäre Pevnov geblieben, hätte man Jesper Nielsen nicht geholt, und wer weiß, welche Figur Pevnov derzeit einsam im Mittelblock abgeben würde. Die Option Nielsen/Pevnov hat nie bestanden, Evgeni wollte Laen als Nr. 1 beerben... Tatsache ist, das Thümler derzeit nur Kurz in der Abwehr für Entlasstung sorgt und vorne gar nicht eingesetzt wird.

    Wer hat die Füchse denn auf das Mindenspiel vorbereitet?

    Ein gewisser Volker Zerbe. Wobei - selbst eine Woche Vorbereitung, bei der alles falsch läuft, kann nicht zu dem desaströsen Ergebnis führen, das gestern zum Glück von nur einer sehr kleinen Zuschauerzahl zu besichtigen war, und mit professionellem Handball nur noch sehr wenig zu tun hatte.

    I had a dream ... ernsthaft:
    Ich träumte letzte Nacht, dass ich die Zeitung aufschlug und sah, dass die Füchse 34-19 in Minden verloren hatten und neben dem Spielbericht die Meldung, dass die Füchse als Reaktion den 40jährigen Torhüter Ricardo Santos verpflichteten.
    Na, so eine Erleichterung als ich das echte Ergebnis heute früh las
    und wer verdammt noch mal ist Ricardo Santos?

    Keine Ahnung, aber Tatsache ist: Ricardo Santos hätte den Füchsen gestern abend substantiell weitergeholfen! ;)

    Auf jeden Fall ist es ein preislich faires Angebot mit maximalem Leistungsumfang. Wenn es technisch gut funktioniert ist es super, auch weil einige Spiele ja kostenlos bleiben.
    Ich denke, solchen Angeboten gehört die Zukunft. Die Bezahlschranke vor dem Vollprogramm wie bei Sky wird sich überleben, weil die Fernsehgewohnheiten in der digitalen Welt andere sind. Bezahlt wird für das, was man gerade sehen will.

    Was spricht denn gegen sky? Eurosport ist doch ein Sender, der Handball nur übertragen hat, wenn nichts anderes, z.B. Radfahren oder Tennis, verfügbar war. Bei Sky muss man zwar dafür bezahlen, bin mir aber sicher, dass dort professioneller übertragen wird. Ihr werdet sehen, dass es wie im Fussball zuerst ein Geschrei gibt, nachher aber diejenigen, die wirklich Interesse am Handball haben, zufrieden sein werden.

    Ich würde dir zustimmen, wenn Sky ein volles Handballpaket hätte, also mindestens auch die Bundesliga. Aber für die wenigen CL-Spiele gleich das ganze Programm zu abonnieren ist für viele eben unangemessen. Auch für mich macht das ökonomisch wenig Sinn, denn ich habe überhaupt gar keine Zeit und Lust, mir den Rest des Programms auch anzusehen. Es ist viel zu viel Geld für viel zu wenig Handball. 25€ nur für Handball-CL, da bin auch ich raus. Hier wäre ein Pay-per-view-System oder ein Sparten-Abo optimal. Auch ich habe bis vorletztes Jahr das Sport1-Bundesliga-Abo gerne bezahlt - nur dass sich das für die Sender bei Handball vermutlich überhaupt nicht rechnet. Naja, dann eben keine Champions-League und volle Konzentration auf die Bundesliga!

    Ist Nordmeyer nicht langsam auch mal in der Kritik? Aus meiner Sicht stagniert die Entwicklung der Mannschaft aus Hannover - teils geht diese sogar zurück.

    Also aus meiner Sicht sollte er schon lange in der Kritik sein. Aber irgendwie hat er in Burgdorf einen Heiligenschein. Die Mannschaft macht einfach keine Entwicklung, und dass seit 1,5 Jahren. Und vor allem: Sie hat überhaupt keinen Biss! Taktisch kommt nicht viel rüber und ich habe auch nie das Gefühl, er bit seiner Mannschaft Sicherheit. Dabei sind sie auf allen Positionen richtig gut besetzt, da muss mehr drin sein!

    Zumidest diese Zuspitzung in der Überschrift halte ich für ein ziemliches Gejammere.
    Mir gefällt es gar nicht, wenn Sport und Schule argumentativ gegeneinander ausgespielt werden sollen und das Ganze dann auch noch unsinnig unterfüttert wird.
    Keine Ahnung, ob es in NRW anders war: In Berlin jedenfalls standen Hallen noch nie um 13:00 für die Sportvereine zur Verfügung. Wozu auch? Selbst im alten Schulsystem war da noch Schule, und der Sportunterricht wurde schon vor 30 Jahren gerne in den Nachmittag ausgelagert.
    Heute verlieren alle großen Organisationen Mitglieder. Parteien, Gewerkschaften, Feuerwehren, Schützen- und eben auch Sportvereine. Man kann dafür natürlich immer die Schuld bei anderen Organisationen suchen, aber hilft das etwas? Ich beobachte, dass erfolgreiche Sportvereine sich nicht über wandelnde Verhältnisse beklagen, sondern diese Verhältnisse aktiv gestalten. Also: Kooperation mit den Schulen, sinnvolle Angebote nach der Schule, Feriencamps, Beschäftigung mit den Themen Integration und Inklusion - im Verbund mit anderen gesellschaftlichen Akteuren. Das ist anspruchsvoll und herausfordernd, so wie das Leben derzeit eben ist.
    Wobei, und das ist ganz klar, die Schule der Dreh- und Angelpunkt sein muss und kann. Kein Weg führt in unserer Gesellschaft an der Ganztagsschule vorbei. Sie ist pädagogisch sinnvoll und für viele Familien, die sonst keine Betreuungsmöglichkeiten haben, aber auf den Lohn zweier Arbeitnehmer angewiesen sind, sehr wichtig (von Alleinerziehenden ganz zu schweigen). Dies nicht zu akzeptieren bedeutet, die Kinder dieser Familien von Vornherein vom Sport auszuschließen, und das kann ja wohl kein Ziel der Sportförderung sein.
    Die gute Nachricht dabei: Bildungslandschaften, die schulische und außerschulische Akteure im Blick haben, bieten sowohl für Breiten- als auch Spitzensport weit mehr Möglichkeiten als das betuliche Sportvereinssystem von vor 20 Jahren. Aber es fordert auch das Engagement aller Beteiligten, die sich vielleicht nicht immer nur schmollend in die Ecke beklagen sollten, dass alles nicht mehr so ist, wie es mal war.
    Also Landessportbund: Hausaufgaben machen und Chancen nutzen!