Beiträge von exilberliner

    @ exilberliner: Ich habe das Spiel gesehen, deswegen habe ich mir mal erlaubt die "Recken" etwas zu kritisieren.

    ..und zwar vermutlich sehr zu Recht!

    Schon mal was von Hermann, Pollex, Kaufmann oder Kastening gehört?

    Nein?

    ähm... ja! Wenn du die "Recken" auch nur mit einem Auge verfolgst, oder dich mal mit dem DHB-Nachwuchs beschäftigst, dann sollte dir der ein oder andere Name schon mal untergekommen sein....

    Ich bitte Dich... Weber-Lenhoff-Patrail-Gudmundsson-Häfner-Kastening-Andreu haben es immerhin geschafft, einen 5 Tore Rückstand zu veranlassen. Für mich keine "Kinder", sondern gestandene Bundesliga-Profis/Nationalspieler. Im übrigen: Wer sollen diese "4 Kinder" sein? Sofern ich das beurteilen kann, waren zwei Spieler aus der 2. Mannschaft die ebenso in der 3. Liga spielt.
    Einzig Hykkerud hat in der zweiten HZ einigermaßen überzeugt. Weder Ziemer noch Weber haben ansatzweise so gut gehalten wie der 44-jährige Savonis. Aber klar, gegen eine 3. Liga Mannschaft kann man als Bundesligist ja nur schlecht aussehen... :rolleyes:

    Ohne das Spiel gesehen zu haben: Es muss eine ziemliche Blamage für Burgdorf gewesen sein. Der Ausfall einer Reihe von Spielern ist da wirklich keine Entschuldigung. Und die Bezeichnung "Kinder" finde ich despektierlich. Egal wer für Burgdorf aus der zweiten Mannschaft spielt: Das sind junge Spieler mit Ambitionen, alleine die müssten mehr reißen (ganz abgesehen davon, dass ich in der Aufstellung nur einen Spieler ganz ohne bzw. zwei Spieler ohne echte BuLi-Erfahrung entdecken kann). Da Karason noch lange ausfällt und man sich auf eine gewisse Anfälligkeit von Smöre einstellen muss, wird man es mit einer solche Aufstellung schon packen müssen, und natürlich erst recht gegen einen Drittligisten! Naja, ist ja noch mal gut gegangen, ich bin sehr gespannt auf den Bundesligastart!

    den neuen Rumänen würde ich in die Kategorie "Schadensbegrenzung" einordnen, beim bis vor kurzem noch grossen H$V muss man halt noch irgendwie den Kader voll bekommen und man ist nun mal selbst verschuldet spät dran, da ist dann halt auf einmal die Auswahl nicht mehr so groß, erst recht nicht wenn die Geldbörse des Bezahlonkels nicht mehr so locker sitzt wie viele Jahre lang zuvor

    Dennoch ist das unter den gegebenen Umständen vielleicht gar keine so schlechte Verpflichtung. Aus dem diesjährigen EHF-Cup-Final4 ist mir sein Name durchaus im Gedächtnis geblieben - ein agiler, torgefährlicher Rückraumspieler. Dass sein Trainer lange die rumänische Nationalmannschaft betreut hat, dürfte die Integration beschleunigen. Mal sehen, wie er sich in der Bundesliga macht. Ich denke schon, dass er eine Verstärkung sein kann, vor allem gegenüber der Alternative "niemand".

    Mit dem Ausfall von Jaszka und Spoljaric, also des Angriffs- und des Abwehchefs für mindestens 4 Monate und damit weit über die Hinrunde hinaus, kann man jedes Saisonziel nun getrost in den Wind schreiben. Ich hoffe, die restlichen Jungs spielen einfach frei auf, die Saison kann man nur noch dazu nutzen, Erfahrungen zu sammeln.

    Ich sehe Ganztagsschugsschulen nicht als Problem, sondern als Chance.
    Mal ehrlich: so richtig tangieren die Schulzeiten die Trainingszeiten in den Vereinen nicht. Die liegen ja doch eher am späten Nachmittag oder frühen Abend, und auch die Ganztagsschule ist mal vorbei, i.d.R. ab ca. 16:00 Uhr. Da die Schulen auf Angebote und Betreuungsmöglichkeiten angewiesen sind, besteht die Möglichkeit, für den Handball (oder andere Sportarten) zu werben, Schulmannschaften aufzustellen etc. Bei uns in der Region tun das einige Vereine bereits sehr erfolgreich. Für mich bietet ein Ganztagssystem also grundsätzlich die Voraussetzungen für besseren Sport. Aber: ein flächendeckender Ganztag strukturiert natürlich den Alltag der Familien in Deutschland neu. Und das bedeutet: Man muss die Chance auch nutzen, Angebote neu ausrichten, Bündnisse (zwischen Schulen und Vereinen) schmieden und vor allem auch sportpolitisch aktiv werden. Da sind dann Absprachen zwischen Schulträgern und Verbänden notwendig, die neue Arrangements auch ermöglichen, um die neuen Chancen dann auch zu nutzen und sie nicht zu verpassen, indem man mal wieder gegenüber anderen Sportarten das Nachsehen hat.

    Dieses oder ein ähnliches Szenario halte ich für wahrscheinlich. Zunächst wird man vielleicht auch Volker Zerbe stärker als Co-Trainer einbinden. Er ist ja im Moment so etwas wie Hanning- und Sigurdsson-Vertreter in einer Person. Vielleicht kann auch Romero in einer ähnlichen Funktion wie Roggisch bei den Löwen mit ins Verantwortungsteam geholt werden. Man wird eine Lösung finden, und sie wird nicht darin bestehen, einen abgehalfterten Fastextrainer von irgendwo zu verpflichten.

    Ich frage mich, wer eigentlich im Moment das operative Geschäft in Hamburg führt. Es stand zu lesen, Liekefett sei noch zeichnungsberechtigt, aber das klingt nicht so, als ob er aktiv mit Spielern oder potenziellen Trainern verhandelt. Wer kümmert sich eigentlich darum, dass der HSV Hamburg in wenigen Wochen mit Trainer und neuen Spielern antreten kann? Eigentlich ist doch diese Woche dafür entscheidend, ein Großteil der BuLi-Mannschaften wird nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen.

    Langsam zeichnet sich ab, dass die ganze Geschichte ein ziemlicher Phyrrussieg für den HSV werden könnte:
    Aufsichtsrat weg, Trainer weg, Geschäftsführer weg, ein Fanclub weg, kein hinreichender Kader. Natürlich sind all diese Posten zu ersetzen, aber: Wer auch immer sie einnimmt ist doch eigentlich von vornherein diskreditiert.
    Welcher Trainer mit Bundesligaqualitäten ist eigentlich auf den Markt? Und wer lässt sich von Rudolphs Gnaden inthronisieren?
    Welcher Spieler kann eigentlich unter diesen Umständen geholt werden? Das geht eigentlich nur gegen viel Geld oder bei sehr großer Verzweiflung. Die üblichen Floskeln ("Bin gespannt auf ein interessantes Projekt", "das Umfeld des Vereins überzeugt mich und passt hervorragend zu meiner persönlichen Situation", "der Verein bietet mir ein hervorragendes Gesamtpaket" etc.) würde niemand einem Trainer oder einem Spieler als Begründung für einen Wechsel nach Hamburg abnehmen. Als Begründung, beim HSV anzuheuern, kann eigentlich nur "Ich brauche schnell Kohle, dafür gehe ich auch das Risiko ein, dass ich sie morgen nicht mehr bekomme" oder "Mich will ja niemand anders" gelten. Bin mal gespannt, ob überhaupt alle ausgelaufenen Verträge verlängert werden können. Und ob Spieler, die eigentlich auch Angebote von anderen Vereinen haben (Nilsson, Mahé), werden jetzt auch nicht gerade von der Situation motiviert, in Hamburg weiterzumachen.
    Und dazu kommt noch die alte Frage: Welche Geldgeber steigen eigentlich ein, solange Rudolph das Sagen hat? Letztlich finanziert jeder Euro, den man in den Verein steckt, doch nur Rudolphs Eitelkeit.
    Und dann Rudolph selbst: Sein Verhalten hat doch pathologische Züge. Wer lässt sich denn auf die geschäftliche und persönliche Zusammenarbeit mit einen Menschen ein, der so unberechenbar ist. Wer hilft diesem Mann eigentlich? (und das meine ich ernst und nicht provokant).
    Ich bin sehr gespannt, ob und wer in nächster Zeit noch Freude an diesem formalen Sieg von Dienstag hat.

    Ich finde, die Erklärung der HBL ist ein Schritt in die richtige Richtung. Immerhin geht man auf die kritische Öffentlichkeit zu, vermutlich auch nicht ganz unbeeindruckt von den Kommentaren hier im Forum.

    Eine Frage, dich sich mir stellt: Wer entscheidet eigentlich, ob das, was der HSV bis zum 1.7. vorbringt, nun ausreicht oder nicht? Und ist diese Entscheidung dann wieder rechtssicher, oder folgen weitere juristische Auseinandersetzungen?

    Das Hamburger Abendblatt nennt erstmals Begründungen:

    Zitat

    So weise das Urteil in den ersten Instanzen nicht nur formale und inhaltliche Unstimmigkeiten auf. Auch sei gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung verstoßen worden. Anderen Vereinen sei in vergleichbaren Situationen die Chance eingeräumt worden, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachzuweisen.

    Quelle:
    http://www.abendblatt.de/sport/hsv-hand…er-der-HBL.html


    Naja, Verfahrensfehler werden nur ehr vage erwähnt. Und sollte wirklich die Nachlässigkeit vergangener Jahre als Referenz herangezogen worden sein? Dan wäre ja über Jahre eine laxe Praxis der Lizenzvergabe in Stein gemeißelt....

    Ich fantasiere es mir zu fortgeschrittener Stunde jetzt so zusammen:
    Die HBL konnte bisher den Hamburgern bisher, trotz bestem Willen die Lizenz nicht erteilen. Die Zahlen sprachen einfach dagegen.
    Nun hat der HSV in der Zwischenzeit aber mit der Alexander-Otto-Stiftung einen Player gefunden, der kurzfristig für die Verbindlichkeiten einstehen kann und wird (entspricht dem Stiftungsziel, die Sportstadt Hamburg zu fördern). Die Entscheidung der HBL ist aber schon gefallen. Was tun? Man verkauft den Sinneswandel der HBL als Entscheidung des Schiedsgerichts, wobei der Schiedsspruch weit über das hinaus geht, was das Gericht eigentlich entscheiden kann (nämlich nur Verfahrensfragen). Der HSV ist sein kurzfristiges Finanzproblem los und erhält zeitlichen Spielraum, um für neue Sponsoren etc. zu sorgen.
    Keine Ahnung, ob es so ist. Aber der Abend ist lang und verwirrend.

    aber ich könnte mir durchaus
    vorstellen das der Verein in der zwischenzeit einen Sponsor gefunden hat der das Millionengrab Rudolph irgendwie ausgleicht.

    zumindest kann man als Fan das herrauslesen wenn im gut informierten Abendblatt steht das ein Alexander Otto dem Verein helfen möchte.

    Das habe ich auch gelesen. Es passt besonders gut zu dem mantraartig vorgetragenen Satz, dass vor dem Schiedsgericht keine neuen Fakten mehr vorgebracht werden dürfen, sondern es nur um eventuelle Fehler im Verfahren geht.