Beiträge von exilberliner

    Eindrucksvoll bestätigen das sie nichts in der NM zu suchen haben, konnten Klein und Kneer. Wobei Kneer für mich ein Rätsel ist, da er ja in Magdeburg durchaus zu guten Lesitungen fähig ist.

    Und das ist für mich der Unterschied. Kneer brauch vielleicht das Vertrauen, denn er kann es eigentlich. Bei Christophersen ist es ja in der Vergangenheit ähnlich gelaufen.
    Dass der Trainer an Klein festhält, begreife ich auch nicht so recht. Die Lösung mit einer Löwen- und einer Melsunger Flügelzange liegt doch nahe. In der Hinterhand bleiben dann noch die Wetzlarer und die Burgdorfer Flügelspieler (die das genauso könnten, aber aus irgendeinem Grund weder in A noch in B eine Chance bekommen). Sonst bin ich aber mit dem Kader der Mannschaft so ganz zufrieden. Wenn man diesen Jungs eine Chance gibt, könnte sie das Schiff DHB wahrscheinlich erst mal stabilisieren.

    Ein großartiges Handballspiel! Wenn ich es nicht schon wüsste: Scheint ein toller Sport zu sein!
    Natürlich war der Ausgang bitter für die Füchse.


    Irgendwie kaprizieren sich hier viele auf den TW-Wechsel am Ende und die Tatsache, dass Jaszka spät zurückkam. Ich sehe das nicht so. Sigurdsson hat alles auf eine Karte gesetzt. Solche Spiele wurden zu oft von Heine und Romero gewonnen, daher bringt er sie am Schluss. Außerdem hat er am Ende mit 7 Feldspielern agiert, und das geht mit Heinevetter (schneller) besser als mit Stochl (langsamer).

    15.10.2013, 20:15 Uhr, SC Magdeburg - TuS Nettelstedt-Lübbecke 30 : 26
    26.10.2013, 19:00 Uhr, Bergischer HC 06 - SG Flensburg-Handewitt
    26.10.2013, 19:00 Uhr, Rhein-Neckar Löwen - TV Emsdetten
    26.10.2013, 19:00 Uhr, HBW Balingen-Weilstetten - VfL Gummersbach
    26.10.2013, 19:00 Uhr, GWD Minden - HSG Wetzlar
    26.10.2013, 19:00 Uhr, ThSV Eisenach - MT Melsungen
    27.10.2013, 15:00 Uhr, Frisch Auf Göppingen - THW Kiel
    27.10.2013, 17:15 Uhr, Füchse Berlin - HSV Hamburg
    27.10.2013, 17:15 Uhr, TSV Hannover-Burgdorf - TBV Lemgo

    Ich bin gegen eine Uhr. Das würde den Charakter des Spiels massiv ändern. Es handelt sich eben nicht um ein "Zeitspiel", sondern um ein "passives Spiel". Es geht nicht darum, dass man in einer bestimmten Zeit zum Abschluss kommen muss, sondern dass der Druck aufs Tor erkennbar sein muss. Das kann sich natürlich überlagern, muss aber nicht. Was, wenn bei einem knappen Spielstand noch 25 Sek. zu spielen sind, und die ballführende Mannschaft, mit einem Tor führend, noch nicht einmal Anstalten macht, sich in die gegnerische Hälfte zu bewegen? Wie geht es weiter nach progressiven Bestrafungen? Was, wenn der Ball nach Tor einfach nur nach vorne geschmissen und von keinem Spieler aufgenommen wird? Die hier angebotenen Lösungen wie weitere Sekunden aufaddieren, Quotient aus Spielzeit und überzeugen mich nicht. Ich rate zu mehr Gelassenheit. Handball ist nun mal ein Sport, bei dem die Schiedsrichter in manchen Situationen einen Ermessensspielraum haben und FIngerspitzengefühl zeigen müssen. Vielleicht sollte man sich auch mal von dem Gedanken verabschieden, alles ganz genau, effektiv, gerecht und objektiv regeln zu können. Das kann man schlicht nicht.

    Ein schöner souveräner Sieg, heute mal weniger über die Mitte und den Kreis als über die Außen erspielt. Die schwedische Flügelzange hat eiskalt zugeschlagen.
    Was mir bei Lemgo auch gefällt: Fällt einer der Routinierten aus, sei es durch Weggang oder temporär verletzungsbedingt, da rückt immer einer nach, der sich nahtlos einfügt, ohne dass groß Aufhebens gemacht wird. Das war mit Lemke schon so, Zieker, Pekeler, Niemeyer und jetzt Possehl- couragierte Leistung! Die werden auch jetzt den Kopf nicht hängen lassen und ihren Weg gehen.
    Und meine Füchse - ohne Worte, was sie derzeit für eine Konstanz auf die Platte legen, und wie sie vor allem als Mannschaft funktionieren. Ich bin entzückt.

    Auf geht's Lemgo - einfach an die gute Leistung mit dezimiertem Kader bei den Löwen anknüpfen, dann wird's ganz schön eng für Bärlin.

    Träume seien dir erlaubt... ;)

    Ich bin ja öfter mal in Lemgo in der Halle und halte den blau-weißen bis auf bei zwei Spielen (welche wohl?) immer die Daumen. Das wird am Sonntag schon irgendwie komisch...
    Die Füchse sind richtig gut drauf und Lemgo ist ein Gegner, der ihnen liegt. Lemgo hat bisher mit Herz gespielt, aber dabei nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Ich rechne eigentlich mit einem einigermaßen deutlichen Sieg der Füchse, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert.

    Die Meinungsfreiheit hört aber spätestens da auf, wo Üble Nachrede oder Verleumdung beginnt.

    Ja, und das ist auch gut so.
    Nur in diesem Fall trifft es nicht zu, wenn man sich das beanstandete Statement anhört. Wenn du bessere Beispiele für "üble Nachrede" brauchst, reicht es, in der Handballecke ca. jeden zweiten Forumsbeitrag zu lesen. ;)


    Lasst uns über erfreulichere Dinge reden...

    Ich finde, das Spiel war unter mehreren Aspekten ganz interessant.
    Meine Erwartung war eigentlich, ein Duell Heinevetter-Ziemer zu sehen, die ich neben Bitter für die besten deutschen Torhüter halte. Die Torhüter waren bei diesem Spiel jedoch nur Statisten.
    Burgdorf zeigt sich deutlich verbessert gegenüber dem Auftritt gegen die Löwen. Gut gefallen hat mir, dass sich gerade auch Spieler wie Hykkerud und Szücs, die bisher einfach kein Faktor waren, ausgezeichnet haben. Das Problem bleibt aber, dass die (auch von mir) im Vorfeld gelobten Neuzugänge Sevaljevic und Mackovsek auch nach 9 Spieltagen noch nicht im Recken-Spiel angekommen sind. Das ist, gerade auch bei der eigentlichen Klasse der Spieler, sehr schade (wenn es nicht gerade gegen die Füchse geht).
    Und gerade das läuft bei den Füchsen derzeit anders: Jesper Nielsen spielt, als hätte er jahrelange Bundesliga-Routine und hat sich in nur neun Spieltage vom großen Unbekannten zu einem Top-Spieler der Füchse entwickelt. Der Angriff hat sich gefangen, dafür war die Abwehr richtig schlecht - auch die taktische Maßnahme 4-2-Deckung hat nicht richtig gezündet. Da wir aber schon bärenstarke Defensivleistungen der Füchse gesehen haben, bin ich mir sicher, dass man hier schnell an eigentliche Tugenden anknüpfen kann. Interessant, dass Christophersen, der langsame Fortschritte zeigt, längere Zeit über die Mitte kam (da Romero gar nicht zum Einsatz kam). Das werden wir ziemlich sicher spätestens ab nächster Saison öfter sehen.
    Auch die Stimmung und da Drumrum in der Halle in Hannover zeigt sich übrigens deutlich verbessert!
    Insgesamt also ein gelungener Nachmittag.

    Das ist

    Die ansonsten guten Leistungen (auch in diesem Spiel) werden dadurch in den Hintergrund gedrängt und somit die Schiris zu unrecht angegriffen.

    Das ist ja gerade das Problem.
    Es handelt sich um ein spontanes Interview, das ausschließlich online auf der Seite von Sport1 zugänglich ist. Selbst ich, der sich wirklich viel für Handball interessiere, habe es nicht zur Kenntnis genommen, bis ich den Link in diesem Forum bekommen habe.vKein Mensch würde mehr darüber diskutieren, wenn man es einfach dabei belassen hatte. Denn: so schlimm ist es nun wirklich nicht, Heinevetter sagt drei Mal, dass er Respekt hat vor der Leistung der Schiedsrichter. Nun wird aber an ihm ein Exempel statuiert und die Schiedsrichterleistungen werden sogar in der FAZ diskutiert. Der Schuss geht nach hinten los.

    Glaubt jemand wirklich, dass man mit solchen Diskussionen für mehr und bessere Schiedsrichter sorgen kann?

    Nein, das glaubt keiner. Es geht hier auch schon lange nicht mehr um die Szene und das Spielergebnis - geschenkt (man hat als Löwen-Fan übrigens auch leichter reden, wenn man nun schon 2x hintereinander von umstrittenen Entscheidungen profitiert hat). Dazu ist alles gesagt: Etwas Glück für die Löwen, Pech für die Füchse, so ist das im Leben.
    Es geht allein um die Frage: Muss man hier als Liga noch einen drauf setzen und eine nun wirklich nicht sehr schlimme, weil nicht beleidigende Aussage, die im ersten Moment großer Enttäuschung gemacht wurde und deren Gehalt nun auch nicht aus der Luft gegriffen ist, mit einer Strafe und Maßregelung begegnen, oder sollte man es nicht einfach gut sein lassen. Und darf man sich auch wehren, wenn man sich zu unrecht angegriffen fühlt, oder muss man vor jeder Entscheidung kuschen?

    Übrigens hat mir die Halle in Coburg in den Fernsehausschnitten richtig gut gefallen! Die ist eine echte Bereicherung.
    Rick, kannst du nicht einen kleinen Pioniertrupp zusammenstellen, der das Ding heimlich ausgräbt und in einer Nacht- und Nebelaktion knapp 200km Richtung Thüringen versetzt? Bis die Coburger in der 1. Liga angekommen sind, können sie sie ja dann zurückhaben... :hi:

    Ein Kommentar aus dem Berliner Tagesspiegel, der die Angelegenheit auch aus anderer Perspektive wertet:
    Tagesspiegel

    Finde ich sehr gelungen!

    ..und wohl auch das, was Heine mit "goldener Käfig" meint - man will sie eigentlich schützen, tut ihnen damit aber nicht immer einen Gefallen.
    Was so richtig schief läuft an der Geschichte: Die Maulkörbe und die Strafe sind ja eigentlich dazu da, keine Diskussion über die Schiedsrichter aufkommen zu lasen. Mit ihren Maßnahmen holt sich die Liga jetzt eine richtige Schiedsrichterdiskussion durch die Hintertür mit Kommentaren in FAZ, Tagesspiegel etc... Keine gelungene Öffentlichkeitsarbeit.

    Hmm... in diesem Interview sagt er schon "verarscht".
    TV | Video | Handball | SPORT1 Mediencenter (ca. ab Minute 0:55)

    Er sagt zwar "Wir haben (...) verarscht", obwohl er offenbar "Wir wurden (...) verarscht" meint, aber vielleicht hilft ihm das ja sogar juristisch ;)

    ok, ich kannte nur das Sportschau-Interview. Aber auch hier hat er niemanden beleidigt. Und man hat sogar noch die Bilder der Szene eingespielt und ihn aufgefordert sie zu kommentieren. Was soll er da sagen? Etwa: "War zwar eine falsche Entscheidung, aber das macht nichts?"

    So eine Aussage direkt nach dem Spiel in ein Mikrofon zu tätigen ist die eine Sache, aber selbst ein paar Tage später eine Entschuldigung abzulehnen und die Chance einer Relativierung nicht zu nutzen, die andere.

    Das ist doch auch nicht ganz richtig. Heinevetter wird in der Presse (z.B. hier: Heinevetter-geht-auf-die-Liga-los.html) mit den Worten zitiert:
    "Ich empfinde großen Respekt gegenüber den Schiedsrichtern. Sie gehören zu den besten Paaren der Liga, aber in diesem Fall haben sie kurz vor Schluss einen Fehler gemacht, der uns den Sieg gekostet hat. Sie haben 59 Minuten lang gut gepfiffen. Aber diese eine entscheidende Szene lässt das alles vergessen. Sie haben einen Fehler gemacht, dazu sollen sie stehen... Stattdessen sitzen sie in einem goldenen Käfig, den sie selber gar nicht wollen, und dürfen nichts sagen, obwohl sie gern reden würden."

    Das sehe ich schon als eine Relativierung an. Außerdem deutet die Aussage ja an, dass es ein Gespräch zwischen Heinevetter und den Schiedsrichtern gegeben hat. Ich glaube nicht, dass Heinevetter ein persönliches Problem mit den Schiedsrichtern hat (vermutlich auch nicht mit persönlichen Entschuldigungen im Falle einer verbalen Entgleisung), sondern eine formale öffentliche Entschuldigung ablehnt, weil er das Vorgehen der Liga nicht ok findet.

    Eine kleine Spitzfindigkeit: Heinevetter sagte nicht: "Wir wurden verarscht", sondern seine Worte waren: "Was wir uns über 60 min. erarbeitet haben wurde uns mit dem Allerwertesten eingerissen". Das ist zwar von der Intention her ähnlich, jedoch hat er weder das Wort "Arsch" benutzt noch die Schiedsrichter explizit erwähnt (wenn auch natürlich gemeint). Er hat also niemanden persönlich beleidigt oder unflätige Ausdrücke benutzt.
    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich finde den Kommentar Heinevetters nicht richtig. Ich habe auch bisher bei jeder hier im Forum aufgekommenen Schiedsrichterdiskussion (auch bei diesem Füchse-Spiel) die Schiedsrichter verteidigt und werde das auch weiterhin tun.
    Es ist nur so: Heine ist einer der emotionalsten, wenn nicht der emotionalste Spieler der Liga. Er ist extrem ehrgeizig, Er kassiert in einem wichtigen Spiel gegen einen direkten Konkurrenten in der letzten Sekunde ein entscheidendes hoch umstrittenes Tor, das so nicht hätte gewertet werden dürfen (es hätte stattdessen 7m geben müssen). Wiederum unmittelbar darauf folgend wird ihm ein Mikrofon unter die Nase gehalten, und er macht seiner Enttäuschung Luft - wählt aber trotzdem Worte, die niemanden beleidigen. Ich finde, das sollte man nicht bestraften. Man sollte es vielmehr einfach mal dabei bewenden lassen, denn auf diese Art und Weise wird man auch die unsägliche Schiedsrichterdiskussion nicht los sondern hält sie vielmehr von Seiten der Liga am Köcheln.

    mit Kampfgeist,Willen und Teamspirit

    Also, Handballspielen können einige Magdeburger nach meiner scharfen Beobachtung auch noch. ;) Kneer, Jurecki und Musche haben mir richtig gut gefallen. Ich wünsche den Magdeburgern, dass sie sich jetzt stabilisieren, dann wird so mancher Ausflug in den Osten noch ein Riesenspaß!