Beiträge von exilberliner

    04.09.2013, 20:15 Uhr, MT Melsungen - VfL Gummersbach 30:32
    09.10.2013, 19:00 Uhr, SG Flensburg-Handewitt - TV Emsdetten
    09.10.2013, 20:15 Uhr, ThSV Eisenach - HSV Hamburg - in Coburg
    09.10.2013, 20:15 Uhr, Rhein-Neckar Löwen - TBV Lemgo
    09.10.2013, 20:15 Uhr, SC Magdeburg - THW Kiel
    11.10.2013, 19:45 Uhr, GWD Minden - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    12.10.2013, 19:00 Uhr, HBW Balingen-Weilstetten - HSG Wetzlar
    12.10.2013, 20:15 Uhr, Frisch Auf Göppingen - Bergischer HC 06
    13.10.2013, 17:15 Uhr, TSV Hannover-Burgdorf - Füchse Berlin

    Schönes Gegenbeispiel bot am vergangenen Wochenende Bayern München. Obwohl denen ein glasklarer Elfer verweigert wurde, haderte man nicht mit dem Schiedsrichter, sondern in erster Linie mit der eigenen Chancenverwertung. Ich bin wahrlich kein Bayern-Fan, aber hier sieht man dass es auch anders geht.

    Heute hadert Bob auch nicht mehr mit dem Schiedsrichter. Kein Wort über sie in seiner Kolumne, vielmehr: "Wir haben gezeigt, dass wir an der Spitze mithalten können, aber in beiden Partien haben wir es nicht geschafft den Sack zuzumachen. Deshalb sind wir letztlich selbst schuld, dass wir uns nicht mit zwei Siegen belohnt haben, können aber trotzdem auf die beiden Unentschieden stolz sein."

    Das was ich noch dazu geschrieben habe ist natürlich Ausdruck dafür das meine Geduld für diese Art Diskussion am Ende ist. Es wird in dieser Saison gefühlt in jedem Spiel über Last-Minute-Entscheidungen der Schiris diskutiert, das ist fast schon ein Reflex. In den meisten Fällen sind das aber 50:50-Dinger und selbst wenn nicht, gilt das was ich sonst über den Spielverlauf schreibe. Berlin kann diese Spiele schon vor der Schlussminute gewinnen, haben sie aber nicht.

    D'accord, sehe ich im Prinzip auch so. Es ist natürlich aber auch so, dass es in dieser Saison nun schon einige von diesen knappen Dingern gab, dass die immer im Fernsehen kommen, die Moderatoren ihren spontanen Senf dazu geben und des Spielern und Offiziellen zwei Sekunden später ein Mikrofon unter die Nase gehalten wird (wobei selten Sinnvolles herauskommt).
    Mal sehen was Bob heute oder morgen in seiner Kolumne schreibt, in der Regel (ich glaube auch letzte Woche) sieht er es nach einmal Schlafen deutlich differenzierter.
    Sigurdsson schätze ich als Trainer sehr, gerade weil er nicht nur im Vorfeld, sondern auch am Spielfeldrand oft sehr schnell sehr richtige Entscheidungen trifft. Da hatte er aber gestern nicht seinen besten Tag, und er er wird zunehmend dünnhäutiger. Daran muss er arbeiten, denn ein Trainer seiner Klasse hat so spontane emotionale Ausbrüche nicht nötig.
    Grundsätzlich haben wir meiner Meinung nach in der Liga inzwischen ein Rumpelstilzchen-Coaching-Problem. Ich finde, die Trainer, auch die Spieler, dürfen sich an Meckereien zu viel erlauben. Eigentlich alle Trainer der Spitzenmannschaften sind da sehr gut dabei (gut, Vranjes kommt immer etwas cooler rüber...). Das war mal anders, und ich habe am Handball immer geschätzt, dass es sehr viel disziplinierter zuging als bspw. im Fußball. Vielleicht sollte man da wieder hin (zum Beispiel mit konsequenteren Zeitstrafen wegen Meckerns, die Füchse haben gestern erfahren, wie weh das tut). Und nach dem Spiel... nun gut, Sport lebt auch von den Emotionen. Es wäre nur schön, wenn ab einem bestimmten Punkt spontane Meinungsäußerung und reflektierte Analyse bzw. Berichterstattung einsetzen würden. Die Sportschau ist dafür aber auch selbst verantwortlich.
    Ich für meinen Teil würde jedenfalls lieber über das Spiel als über die emotionalen Ausbrüche nach dem Spiel zu diskutieren.

    Ich denke, wir müssen heute mit dem einen Punkt zufrieden sein.
    Wenn man über weite Strecken mit 1,5 Rückraumspielern agiert ist eben nicht mehr drin. Christophersen ist offensiv völlig außer Tritt, Horak fand im Angriff nur in den letzten paar Minuten statt. Romero bringt aus der Mitte nicht die Gefahr, die er zur Zeit von Rückraum links im Zusammenspiel mit Nielsen entwickelt.
    Die Frage, die mich am meisten bewegt ist, ob der Einsatz eines sichtlich angeschlagenen Igropulo sinnvoll ist. Kann Wiede in der Defensive wirklich so viel verkehrt machen, wie Tino im Moment im Angriff Bälle wegwirft und verwirft?

    Alles in Allem ein gerechtes Ergebnis, weil beide Teams dann, wenn sie die Gelegenheit hatten den Sack nicht zugemacht haben.

    Sehr gute Analyse, Wiesbadener! Ich sehe das ganz genau so!

    Gerechtes Unenentschieden. Natürlich war die letzte Szene wieder ein Aufreger. Ich würde mal salomonisch sagen: Das Glück des Tüchtigen. Einen sonst fälligen 7m muss man ja auch erst mal halten. Ansonsten die Erkenntnis: Wenn alle vier halben so gut wie ausfallen sieht das Spiel schnell nach Gurkenspiel aus (auch wenn es das zumindest in der ersten HZ sicher nicht war).

    Holst von Grosswallstadt nach Wetzlar --> Schmidt von Wetzlar nach Mannheim --> Gensheimer von Mannheim nach Kiel --> Klein als Janssen-Nachfolger von Kiel nach Hamburg


    Eggert bleibt entweder in Flensburg oder geht nach Paris

    Das ist ein sehr realistisches Szenario. Allein Klein in Hamburg kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, für ihn wäre das natürlich gut, aber ob das für Hamburg eine echte sportliche Perspektive ist?

    In der Abwehr deckt er meist auch nur auf Außen und braucht dort keine besonderen Fähigkeiten.

    Wobei es einige deutsche Außenspieler gibt, die in der Deckung deutlich variabel einsetzbar sind. Mit fallen sofort Löffler, Flohr, Kehrmann ein. Wenn man die Statistik nochmal in Angriff und Abwehr unterteilen würde, wäre vermutlich zu sehen, dass sich das Phänomen im Angriff viel stärker ausgeprägt ist als in der Abwehr.

    Beim Lesen der Zeitung bin ich heute auf einen Bericht vom Basketball-Spiel Telekom-Baskets Bonn - Bayern München gestoßen. So weit - so uninteressant. Allerdings hat mich das mitgelieferte Bild etwas geschockt: BBL, 1.Spieltag: Roundup: Bayern kommt mit blauem Auge davon - Sport Mehrsport Basketball
    Es geht um den körperlichen Eindruck der Nr. 54 der Bayern, John Bryant. Ist das nur ein besonders unglückliches Foto, oder kann man mit so einem Körper wirklich Basketball auf Bundesliga-Niveau spielen? Schließlich gilt er als einer der besten Spieler der Liga! Gibt es ähnliche Fälle im Handball (aktuell wohl kaum - aber historisch)?

    Wir haben als Aboabstiegskandidat 6 Jahre die erste Liga gehalten und haben das auch jetzt vor.

    Aber wie? Dafür braucht man einen Plan und und Entwicklungsperspektiven. Dazu gehört zwingend, sein Umfeld zu erweitern. Dazu gehört, für gute Spieler attraktiv zu sein. Dazu gehört, seine wirtschaftlichen Möglichkeiten zu verbessern. Man kann sich nicht in seiner Wir-sind ja-so-toll-alle anderen-sind-blöd-in-Erfurt-hat-Handball-keine-Chance-Haltung ergehen, sich ein Jahr lang freuen, wie toll die Stimmung ist obwohl man in fast jedem Spiel eine Klatsche bekommt, und allen anderen Größenwahn vorwerfen. Und wenn man dann absteigt, waren die anderen alle doof. Ehrgeiz und der Wille, sich zu entwickeln, sind doch das wichtigste im Sport überhaupt, im Profisport allemal.

    @ exilberliner
    ... da liegst Du aber bezüglich Brandenburg falsch. Kennst Du die herrliche "Brandenburg-Halle" in Frankfurt/Oder? Auch gibt es dort die riesige "Oderland-Halle" (gleich neben an).

    Ja stimmt, geschrieben ohne richtig nachzudenken. Und natürlich ist die Potsdamer Halle am Luftschiffhafen zwar etwas klein, aber wahrscheinlich auch bundesligatauglich. Was für ein Verrat an meine märkische Heimat zu später Stunde... :/:

    Es ist aus finaziellen Gründen einfach nicht machbar. Es rechnet sich nicht. Ich kenne die Hallenmieten und Preise für Dienstleistungen der Erfurter Messe AG. Bei Messen wird doch doppelt abkassiert, einmal vom Aussteller und einmal vom Besucher, das muss man jetzt mal gedanklich auf die Handballveranstaltung "umlegen". In Coburg geht man mit einer "schwarzen Null" aus dem Abenteuer "Heim-Auswärts-Spiel" , in Erfurt mit "tief roten" Zahlen. Wenn die Halle in Coburg ausverkauft ist (könnte mitlerweile schon sein), ist alles für Eisenach gut.

    Das ist ja auch das Argument, was ich gelten lasse und gut verstehe, wenn es so ist. Wenn es finanziell nicht machbar ist, dann sollte man auch die Finger davon lassen, und dann machen es die Eisenacher auch richtig. Mir ging es ausgangs unserer kleinen Diskussion hier ja um das Argument "nur Event-Publikum", das ein Handballspiel in Erfurt unmöglich mache. Das halte ich für doof und dabei bleibe ich auch.

    Oder auch der total gefloppte Versuch von Minden, als GWD Minden/Hannover in der TUI-Arena Fuß zu fassen, dito Pfullingen in Stuttgart.
    Solche Beispiele zeigen, dass es eben nicht so einfach funktioniert, in eine Großstadt umzuziehen, wenn dort die Fanabse und Identifiaktion fehlt.

    Also, jetzt gehen aber einige Sachen durcheinander.
    1. Es handelt sich um eine vielleicht einmalige, vielleicht mehrmalige, jedenfalls limitierte Aktion.
    2. Das völlig durchgeknallte Beispiel GWD in Hannover taugt überhaupt nichts. Hier wurde ja versucht, den ganzen Verein, der ja schon von Dankersen zu einem (Gesamt-) Mindener gemacht wurde, über Landesgrenzen hinweg dauerhaft als Nutzer der TUI-Aren in Hannover zu machen. Das konnte nun wirklich nicht gut gehen, zumal die TI-Arena auch noch über 10000 Zuschauer fasst. Parallele? Allenfalls zum jetzigen Vorgehen mit Coburg, auch da wird über Landesgrenzen hinweg in ein anderes Bundesland gegangen. Mit einer Spielverlegung nach Erfurt ist dieser Größenwahn überhaupt nicht zu vergleichen.
    3. Wenn überhaupt sollte man sich den Umzug von Burgdorf von Hannover und von Melsungen nach Kassel ansehen. Beide sind noch nicht richtig in der jeweiligen Stadt angekommen, bekommen bei einigen Spielen aber solide 4000 Zuschauer hin. Das ist nicht schlecht, und mit ein wenig langem Atem werden sie sich weiter etablieren, trotz sportlicher Konkurrenz in beiden Städten. Natürlich trifft Kirchturm auf Großstadt mit allen Problemen, aber als gescheitert würde ich es nicht ansehen. Mit einer besseren Halle sehe ich in Hannover (die Swiss-Life-Hall ist schon ziemlich fürchterlich) durchaus noch Potential, die TUI-Arena ist sicherlich auf Dauer noch zu groß und bliebt vor allem ein finanzielles Risiko. Für Kassel kann ich es weniger einschätzen.
    Beides, Kassel und Hannover, sind wohlgemerkt dauerhafte Umzüge. Trotzdem macht man sie ja nicht rückgängig und hat seine Gründe dafür.
    4. Wo um alles in der Welt ist in Coburg die Fanbase und die Identifikation für Eisenach? Dort, in Franken, sollen die Voraussetzungen dafür vielversprechender sein als in der thüringischen Landeshauptstadt? Ich kann es mir nicht vorstellen.

    Dennoch sehe ich, vor allem nach den Beschreibungen von Rick, natürich die missliche Lage. Eigentlich hat jede Entscheidung mehr Nachteile als Vorteile. Es ist schon ein sportpolitischer Skandal, dass es in einem ganzen Bundesland keine bundelsligataugliche Halle für Ballsportarten gibt. Wo ist das schon noch der Fall? (in Brandenburg wahrscheinlich..). Wollen wir hoffen, dass sich eine Lösung ergibt, falls Eisenach die Klasse hält (was mich im Übrigen sehr freuen würde, denn ich wünsche mir auch unbedingt mehr Bundesligahandball im Osten - aber ich fang jetzt nicht damit an was ich unter diesem Gesichtspunkt von Coburg halte). Und die Lösung wird wohl eine Mutige sein müssen.