Man muss bei der Diskussion schon trennen, einerseits die Stadionummer (die m.E: direkt vom Tisch muss, weil es das kaputt macht, was die Handballhallen ausmacht)
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Play-off würde ich gar nicht so als Teufelszeug bezeichnen, keinesfalls auf eine Stufe mit diesm Endspielgedöns stellen.
Ich finde es auch richtig, offen für Ideen zu sein. Aber schön wäre es, diese Ideen wären 1. neu und 2. sinnvoll. Play-offs würde ich immer dann für sinnvoll halten, wenn aus Staffelsiegern (und -zweiten) ein Gesamtsieger ermittelt werden soll. In der Liga sind sie einfach nicht sinnvoll, da nützt auch der Verweis aufs Eishockey nichts, denn auch da sind sie sportlich fragwürdig. Ich erinnere mich an eine eigene Erfahrung im Jugendbeireich in dern frühen 90ern, als ja viel mit Play-offs gearbeitet wurde. Damals gewannen wir die Liga souverän, und im Play-off taten wir uns mit mehreren Verletzten dann schwer. Es ging gut, aber es war frustrierend, und der Modus würde ja bestimmt wieder Schule machen und in die andren Spielklassen und in den Jugendbereich durchgereicht werden.
Zweites Argument gegen Play-offs: Wie oft spielen Flensburg und Hamburg schon jetzt in nächster Zeit gegeneinander? Jetzt mal angenommen, sie müsste auch noch ein "best of three" (von "best of five" möchte ich gar nicht reden...) gegeneinander bestreiten. Wäre ja theoretisch möglich. Ich glaub, dass das weder in den Vereinen noch unter der Anhängerschaft die Stimmung heben würde...
Nein, es muss andere Lösungen geben. Und die Punkte sind: Die Belastungen in der Spitze zu reduzieren, und in der Breite mehr Attraktivität zu schaffen. Denn die Hallen in Kiel, Flensburg, Magdeburg Berlin, Mannheim und Magdeburg (ich hoffe, hier niemanden vergessen zu haben) sind einigermaßen voll. Burgdorf hatte letzte Woche das erste mal ein ausverkauftes Haus (bei einer Kapazität von 4100), in Minden, Lübbecke etc. sieht es oft ziemlich leer aus. Und gerade das sind die Handballstandorte, denen weder Play-off noch Finale etwas bringt.