Beiträge von oko

    oko
    Den Weg in Richtung Bundesliga als Ziel zu formulieren ist für mich akzeptabel und heisst nicht vordergründig schneller Aufstieg in die 1.Buli.Auch die 2.Liga ist Bundesliga. :hi:
    Ausserdem muss der Verein sich klar platzieren und Ziele benennen weil durchaus die Gefahr bestehen könnte dass z.B. von den Mädels die in diesem Jahr mit der B- Jugend Deutscher Meister geworden sind oder vom restlichen Juniorteam sich die eine oder andere sonst mangels Perspektive zum Weggang entschliessen könnte.Und das will und muss man vermeiden wenn man wieder aus der dritten Liga rauskommen will.

    Dass der Verein mit seinem bisherigen Präsidium seine Kontrollaufgaben gegenüber
    der GmbH völlig ungenügend erfüllt hat und auch da Defizite bestehen und Veränderungen nötig sind (damit der Fisch nicht mehr vom Kopf.....),sehe ich auch so wie du.

    Ich gebe Dir grundsätzlich recht, halte aber den Zeitpunkt für komplett falsch!
    Etwas Demut hätte sicher nicht geschadet. Hier wurde mit der Gerichtsverhandlung und der anschließenden Nichterfüllung alle Fans mächtig verarscht, einige Leute haben viel Geld und diverse Spielerinnen ihren Arbeitsplatz verloren...kaum nach dem das klar ist, wird so getan als ob alles soweit ok ist und schon wieder von einer Zukunft geträumt! Zumal eine Zukunft, die auf Grund der Situation in Leipzig, mehr als fraglich ist...

    Was hast du erwartet? "Wir wollen uns in den nächsten 10 Jahren in der 3.Liga etablieren???"

    Na 2 Tage nach der Insolvenzanmeldung finde ich das schon sehr gewagt und auch unpassend!
    Zumal es für den HC Leipzig e.V. sportlich, was den Nachwuchs anbelangt vielleicht nicht so schlecht aussieht momentan und für die nähere Zukunft, jedoch finanziell sicher nicht!
    Die Leipziger Männer in der 1.Liga und RB dazu...da steht kein Sponsor Schlange bei den Damen. Zumal der Fisch ja zudem auch vom Kopf her stinkt und ich hier große Defizite sehe...

    Wäre dann schon interessant, von welchem Geld Frau RAin Hähner bezahlt wurde, also ob z.B. vom Spendenkonto . . oder ging das vielleicht aufs Haus ?( ?

    Hier noch mal die LVZ, wenn auch nichts weltbewegend Neues drinnen steht.

    Die Dame war ja nicht der einzige Rechtsanwalt, welcher mit diesem Fall betraut war...

    Aber ehrlich gesagt, mache ich mir um die Bezahlung der Rechtsanwälte keine Sorgen, die werden wissen wie sie zu ihrem Recht kommen, bzw. haben vorgesorgt!


    Ist doch so, dass die Leistungsträgerinnen noch eine Abschlagszahlung erhalten, die Wasserträgerinnen wiederum nicht

    Tatsache ist, dass im Arbeitsrecht das "Zurückbehaltungsrecht" für einen Arbeitnehmer ein legitimes Mittel und somit "nicht anzutreten" eine arbeitsrechtlich legitime Maßnahme ist...hier in diesem Fall eine sehr öffentlichkeitswirksame dazu!

    Möglichkeiten eines Arbeitnehmers:
    Den Arbeitgeber schriftlich oder mündlich zur Zahlung auffordern und eine Frist zur Zahlung setzen!
    Den Arbeitgeber abmahnen!
    Die Arbeitsleistung verweigern!
    Zinsen verlangen!
    Schadensersatz verlangen!
    Eine Klage auf Zahlung erheben!
    Arbeitslosengeld beantragen!
    Fristlos kündigen und Schadensersatz fordern!

    Aber jetzt erst mal abwarten wie sich das Ganze in Leipzig entwickelt...

    Ergänzend zu den Fragen von Löwenherz eine persönliche Meinung/Frage :

    Wozu mussten die Vereine beim Lizenzantrag 2017/18 den Nachweis der Lohnabrechnungen aller im Jahr 2016 unter Vertrag stehenden Spielerinnen für Jan.-Dez 2016 abliefern wenn dann Gehaltsrückstände gar keine Auswirkung auf die Gewährung der Lizenz haben?
    Wenn das juristisch jetzt tatsächlich so ist wie der anwaltliche Vertretert des HCL ausgeführt hat ----warum wird das nicht klarer formuliert und gefordert?
    Oder vertritt die HBF und etwa auch das Schiedsgericht vor allem die Interessen der Vereine und deren Manager/Geschäftsführungen und nur untergeordnet der Spielerinnen?

    Was kann man Spielerinnen in solchen Fällen dann raten?

    Letztlich sind die Spielerinnen Angestellte eines Vereins, bzw. meist einer GmbH und haben genau die gleichen rechtlichen Möglichkeiten wie alle anderen Arbeitnehmerinnen auch. Zusätzlich können Spielerinnen natürlich medienwirksam ihre Arbeitsleistung verweigern, also z.B. nicht zum Training, oder nicht zu einem Spiel antreten, was dann sicher den Druck auf den Verein erhöht...

    Im Prinzip eine vergleichbare Situation wie damals beim HBW, der hier dann erfolgreich den regulären Rechtsweg bestritten hat und in der Liga bleiben konnte!

    Ob das Sinn macht, ist für einen Anwalt nicht wichtig, entscheidend ist das Ergebnis und das stimmt in dem Fall.
    In einer Woche werden wir sehen ob der Verein den Geldfluss über EUR 600.000 nachweisen kann. Sollte er es tatsächlich schaffen, stellt sich die Frage mit welcher 1.Liga tauglichen Mannschaft der Verein in die Saison gehen will? Bei jetzt noch offenen Gehältern werden nicht so viele gute Spielerinnen an einem Job in Leipzig Interesse haben!