Meine Regelfrage ist: War die Regel für so eine Situation gedacht? Wie gesagt, wenn er ihn im Gesicht trifft, ist es eine Rote Karte. Hätte diese denn sonst im Spiel einen Bericht zur Folge gehabt? Denn dann hat die Regel, mit der es den Siebenmeter gibt, den Test (in dieser Auslegung) nicht bestanden. Wenn der Spieler frei durch ist, im Wurf ist oder ähnliches, ist der 7m nachvollziehbar. Aber bei einem aufeinanderprallen zweier Spieler bei Treffen im Gesicht? Scheint mir das Ergebnis dann doch zu sehr zu verfälschen.
Edith sagt: Zumal in dem Video auffällig ist, dass der Bittenfelder auch mit dem Kopf nach unten geht. Solche Situationen gibt es in jedem Handballspiel geschätzt drei bis fünf mal, würde ich sagen. Ansonsten gibt es bitte bei jedem Treffen im Gesicht Rot mit Bericht. Denn nur dann ist der 7-Meter vorgesehen.
Ja, aus meiner Sicht ist sie (auch) für diese Situation gedacht!
Folgende Veränderungen in der Auslegung sieht der Regelvorschlag neben der Verkürzung auf 30 Sekunden vor
1. Eine Regelwidrigkeit gemäß Regel 8:10c (Ball nicht im Spiel) wird mit einer Disqualifikation ohne schriftlichen Bericht bestraft; zusätzlich muss ein Strafwurf (7-m-Wurf) für die nichtfehlbare Mannschaft gegeben werden.
2. Eine Regelwidrigkeit gemäß Regeln 8:10d / 8:5, wird mit einer Disqualifikation ohne schriftlichen Bericht bestraft; zusätzlich muss ein Strafwurf (7-m-Wurf) für die nicht fehlbare Mannschaft gegeben werden.
3. Eine Regelwidrigkeit gemäß Regeln 8:10d / 8:6 wird mit einer Disqualifikation mit schriftlichem Bericht bestraft; zusätzlich muss ein Strafwurf (7-m-Wurf) für die nichtfehlbare Mannschaft gegeben werden.
In den Fällen 2 und 3 könnte es geschehen:
Der gefoulte Angreifer ist in der Lage zu werfen und erzielt ein Tor:
kein Strafwurf (7-Meter-Wurf)
Der gefoulte Angreifer passt den Ball, sein angespielter Mitspieler kann kein Tor erzielen:
Strafwurf (7-Meter-Wurf)
Der gefoulte Angreifer passt den Ball, sein angespielter Mitspieler erzielt ein Tor:
kein Strafwurf (7-Meter-Wurf)