Beiträge von Handballer2105

    Das ist doch keine Antwort auf die Frage, warum man so unterschiedliche Maßstäbe ansetzt.


    Ich denke schon, denn gleiche Maßstäbe setzen auch gleiche Voraussetzungen voraus.
    Dies ist aber bei Grippe und Covid-19 nicht der Fall. Auch in Bezug auf die Teststrategie. Deshalb erwarte ich nicht, dass hier gleiche Maßstäbe angesetzt werden.

    Aber vielleicht übersehe ich ja einen wesentlichen Aspekt.

    ei 9 Prozent waren wir im März auch schon mal(interessanterweise wird beim RKI in bezug auf Influenza bei Werten unter 10 Prozent die "Grippesaison" als beendet erklärt und erst ab 20 Prozent Positivquote von einer "Welle" gesprochen...warum werden da so unterschiedliche Maßstäbe angelegt?)


    Vielleicht weil bei einer Grippe nur (und nicht mal häufig) bei Symptomen geprüft wird.

    Dieser Ost bezieht sich auf den Link von Obotrit mit einem Interview mit Prof. Schrappe mit dem ZDF.

    Das Interview ist ja ziemlich nichtssagend. Das Thesenpapier (die vierte Fassung vom 30.8.2020, was Aktuelleres habe ich nicht gefunden) ist aber sehr interessant zu lesen.

    Aber ich vermute mal, dass sich die Anzahl der Leser bei über 80 Seiten und wenig Bildern arg in Grenzen hält.

    In meinen Augen aber viel relevantes dabei, wenn auch manche Zahlen und deshalb Schlussfolgerungen von der Realität überholt wurden. So argumentiert man viel mit der 1% Positivrate; mittlerweile sind wir aber bei fast 9%.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz der besonders gefährdeten, hier vor allem der Heimbewohner. Sie fordern einen Schutz unter Beachtung der Würde und Selbstbestimmung. Ich habe aber keine Konkretisierung dieser Forderung gesehen.

    Sie sehen auch eine große Gefahr der Politisierung der Wissenschaft und fordern mehr Transparenz zur Entscheidungsfindung und weg von der "Alternativlosgkeit". Aus ihrer Sicht, und meiner Meinung nach zu recht, sind dafür noch zuviele wichtige Fragen unbeantwortet, wie z.B. wie infektiös sind Kinder.

    Sie sagen aber auch, dass die normalen Mund Nase Masken das Infektionsrisiko um 80% senken. Ein Mindestabstand von 1m hat auch eine meßbare Auswirkung, aber geringer als eine Maske. Deshalb befürworten sie das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen ohne Einschränkung.

    Wie gesagt, das Interview im ZDF ist nicht geeignet, sich ein Urteil über diese Thesen zu bilden. Viel zu kurz und damit auch zu stark verkürzt. Es lässt sich eben nicht alles in 255 Zeichen quetschen.

    Ich kann jedem empfehlen dieses Thesenpapier zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden.

    Und hier der Link thesenpapier_4_endfass_200830.pdf

    Vom "täglichen Situationsbericht" der RKI Seite! Seit dem 11.11 in der Spalte ganz rechts angegeben. Muss man halt die Summe der letzten Tage nehmen, Aufnahmen/Entlassungen abzüglich der Verstorbenen!


    Ich lese es anders und es gibt auch eine Zahl "Aktuelle Fälle in intensivmedizinischer Behandlung". Da steht zuerst eine Zahl (z.B. +79) und dann in Klammern eine andere Zahl (z.B. 3709). Die erste Zahl ist die Differenz zum Vortag und die zweite Zahl die Patienten mit Covid 19 in intensivmedizinischer Behandlung. Da braucht man nichts mehr abziehen oder addieren. Die Beispiele sind aus dem Lagebericht vom 22.11.2020. Ich habe keinen Lagebericht aud der jüngsten Vergangenheit gesehen, bei der die Zahl zum Vortag nicht gewachsen ist.
    Hier der Link zu der Originaldatei https://www.rki.de/DE/Content/Inf…publicationFile

    Gerade gelesen, das ist ja wie auf dem Basar:

    Dann soll eine Obergrenze von entweder fünf oder bis zehn Personen offenbar unabhängig von der Zahl der beteiligten Haushalte gelten. Der genaue Wert wird noch ausgehandelt.


    Ich rate mal warum: Die Pandemielage ist in Deutschland sehr unterschiedlich. Die nördlichen Bundesländer stehen sehr viel besser da als die Süddeutschen. Man sucht aber nach einer Regel für ganz Deutschland.

    Sollte es so sein, fände ich das Gegenteil eher ungewöhnlich.

    Und wenn wir schon dabei sind: Was würdest du denn entscheiden und warum genau so?

    19.11. 3588 Covid 19 Patienten in der Intensivversorgung
    21.11. 3630
    22.11. 3709
    23.11. 3742

    13% der Betten in der Intensivversorgung werden von Covid 19 Patienten belegt, 63% durch andere Patienten, 24% der Betten sind frei

    Das noch mal zu Baerbocks Äußerung bezüglich der dramatischen Zustände in den Kliniken


    Die Zahlen stimmen zwar alle, spiegeln aber nur einen Aspekt wieder.
    Wenn man den 23.11. nimmt, so wurden von den 3742 Corona Patienten auf der Intensivstation 2161 beatmet, das entspricht 58% aller Covid Patienten.
    Laut 301 Moved Permanently werden 6% aller Covid Positiv Getesteten stationär im Krankenhaus behandelt und ungefähr 2% müssen intensivmedizinisch behandelt werden. In der Regel verbleibt ein Covid 19 Patient 16 Tage (Median) auf der Intensivstation. Siehe https://www.rki.de/DE/Content/Inf…76792bodyText11.
    Laut der gleichen Seite ist der Median zwischen ersten Symptomen und Hospitalisierung 4 Tage und ein weiterer Tag bis zur Intensivstation.
    Nimmt man einfach mal 30.000 Positiv getestete pro Tag an, so haben wir nach 8 Tagen (Annahme 4 Tage zwischen Test und ersten Symptomen) 1800 (6%) neue Patienten im Krankenhaus. Einen Tag später 600 mehr auf der Intensivstation. Multipliziert mal 16 (Median Verweildauer Intensivstation) macht das 9600 Covid 19 Patienten auf den Intensivstation, davon 60% künstlich beatmet.
    Und das alles unter der Annahme, dass die Zahlen konstant bleiben.
    Wenn man aber nichts gemacht hätte, wären die Zahlen weiter stärker als linear gewachsen und die ach so komfortable Situation der Belegung von Intensivbetten hätte sich aufgelöst.

    Wer hat Erklärungen(ausser, dass Maßnahmen wirken, kann man vermuten, aber dann müsste es ja auch weniger Covid 19 Fälle geben)?
    301 Moved Permanently


    Meine Vermutung ist, dass der Rückgang bei den normalen Erkältungen mit Grippesymptomen aufgrund der Maßnahmen stärker zurückgeht als durch Covid 19 hinzukommen.

    Gegenfrage: Warum steigt die Anzahl der Patienten, die auf der Intensivstation künstlich beatmet werden müssen?
    301 Moved Permanently

    Holly
    eine reine Wochenbetrachtung halte ich für problematisch, da hier die natürlichen Schwankungen eine zu große Rolle spielen. Das sieht man ja schon, wenn man nicht den Durchschnitt der vergangenen Jahre betrachtet, sondern sich die Unterschiede zwischen den Jahren anschaut.

    Hier einmal ein Link mit Argumenten und Information über die Aussagekraft eines positiven Tests https://correctiv.org/faktencheck/hi…se-selten-sind/

    Dann hältst du ja den Antigentest für sehr viel aussagekräftiger. Der kommt nun aber viel zu spät. Wahrscheinlich ist der Antigentest positiv während die Person schon nicht mehr ansteckend ist.

    Der Antigentest wird benötigt, wenn man die Durchseuchung feststellen möchte. Die Frage ist dann, wie lange nach einer Infektion sind Antigene noch nachweisbar.

    Ich befürchte für diese Probleme gibt es keine einfachen Antworten.

    handballer: Nuja, wer weiß, vielleicht lauern die Rechteinhaber darauf, Gesamtverträge kündigen zu können, wenn ihnen die EHF durch Gesamtabsagen von Wettbewerben einen Anlass dazu bietet.

    Dann WÄRE es logisch, jetzt als Rechteinhaber unnachgiebig zu sein.


    Klar kann das sein. Die Frage ist aber dann, ob sie damit durchkommen? Ich weiß nicht, wie die Rechtslage aussieht, wenn es einem Partner verunmöglicht wird, eine Leistung zu erbringen. Oder anders ausgedrückt, verliert die ehf ihre Ansprüche gegen die Rechteinhabe, wenn die Regierungen oder die Verwaltungen die Veranstaltungen verbietenß

    Wir können natürlich nur spekulieren, welche Gespräche stattgefunden haben und wenn, welche Alternativen diskutiert wurden. Wenn es diskutiert wurde verstehe ich die Rechteinhaber nicht. Jetzt haben sie das Risiko, dass die richtig interessanten Spiele gar nicht mehr stattfinden.

    handballer 2105:
    Der Artikel hat einen Zeitraum von 10 Wochen untersucht!
    Beim Beispiel mit den 5 Prozent Übersterblichkeit ging es um "Eine"Woche, die KW43! Also müsstest du , um direkt vergleichen zu können, mit dem Faktor 10 multiplizieren, dann wären wir sogar bei 50 Prozent Übersterblichkeit. 17-20 Prozent durch Covid19 Sterbefälle erklärbar, über 30 Prozent nur über andere Ursachen erklärbar...


    Dieses Argument solltest du noch einaml überdenken!
    Dies hieße ja, dass wenn ich normal 1000 Tote pro Tag, und dann auf einmal 1010 Tote pro Tag (also eine Überstervlichkeit von 1%) ich dann für das ganze JAhr auf eine Übersterblichkeit von 365% komme.

    Die Statistik weist nun aber eine um 5 Prozent höhere Sterberate aus ! Woher kommen nun also die fehlenden 3 Prozent(=515 Todesfälle)? War der Oktober auch noch so heiß? Oder sind das vielleicht doch Folgen der Lockdown Maßnahmen?


    In deinem zuerst verlinkten Artikel war eine Übersterblichkeit von 25% nach Abzug der Covid 19 Toten.
    Zum einen sehe ich einen großen Unterschied zwischen 25% und 3%. Das liegt wahrscheinlich noch in der üblichen Schwankungsbreite.

    Auf der anderen Seite glaube ich auch, dass einige Menschen aus Panik nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, obwohl es sehr notwendig wäre. Bei der Anzahl dieser Menschen gehe ich aber von einer eher kleinen Zahl aus. Und bei einer Erkältung würde ich jetzt auch nicht zum Arzt gehen.

    Wenn man nach z.B 20 Verdopplungen etwas gefunden hätte, hätte man ja eben nicht weiter verdoppeln müssen!!!
    Man verdoppelt ja nur weiter, wenn man noch nichts gefunden hat! Und nicht ich sage, dass CT Werte über 30 oder 35 so gut wie keine Aussagekraft mehr haben, sondern inzwischen eine Reihe von renomierten Wissenschaftlern, darunter auch der Entwickler des PCR Testsystems!


    Macht man denn bei jeder Verdoppelung einen Test? Ich sagte ja, dass ich nicht weiß, wie der Test abläuft.
    Steht denn dann auch im Testergebnis wie oft man verdoppeln musste, um den Nachweis zu erbringen?

    Nö, hat damit nichts zu tun :hi:


    Das heisst, du würdest dasselbe sagen, wenn du Fan von Balingen wärst!

    Ich bin weiterhin für 18 Mannschaften. Wenn wir auf 16 Mannschaften reduzieren, wird der Abstand zwischen den Ligen noch größer und hätten wir es in der Vergangenheit gehbat, wären Entwicklungen wie bei Wetzlar, Bergischer HC oder Stuttgart nicht möglich gewesen.

    Weiterhin bin ich nicht davon überzeugt, dass die Liga bei 16 Mannschaften ausgeglichener wäre.

    Und ich kenne auch keinen, der nicht von den Europapokalteilnehmern kommt, der 16 Mannschaften befürwortet.

    Zum portugiesischen Urteil.
    Ich verstehe das Argument, dass man nicht beliebig viele Zyklen machen darf, um endlich was zu finden.
    Und vielleicht stimmt es ja auch, dass bei einem CT Wert von 35, d.h. das erst nach der 35. Verdoppelung das Virus nachgewiesen werden konnte, die Wahrscheinlichkeit 3% ist, dass der Getestete wirklich ansteckend ist.

    Für mich ist es dann aber erstaunlich, dass die Behandlungen im Krankenhaus steigen, obwohl ja eigentlich die PCR Tests nicht aussagekräftig sind. Warum also korrelieren die Krankenhausbehandlungen zeitversetzt mit den positiven PCR Tests? Vielleicht weil man erst 35 Verdoppelungen macht und dann nachschaut? D.h. man hätte vielleicht auch schon nach 20 Verdoppelungen etwas gefunden.

    Weiß einer, wie das Vorgehen beim Test ist?

    Grundsätzlich würde ich es aber begrüßen, wenn klar definiert ist, wieviel Verdoppelungen man macht, um daraus positiv zu schließen.

    Das andere sind juristische Betrachtungen, die ich nicht beurteilen kann.