Beiträge von Handballer2105


    Aber woran soll man festmachen, ob die Chance "faktisch" noch gegeben ist oder nicht? Und vor allem: Wer soll das entscheiden? Der Schiedsrichter? Und seine Bewertung einer spielstrategisch komplexen Situation soll dann ein höheres Gewicht haben als die eines Spielers und ihn dann überstimmen? Denn der Spieler hat diese Bewertung vorgenommen und ist zu der Entscheidung gekommen, die Chance ist noch gegeben. Denke nicht, dass die Schiedsrichter in der Situation die Aufgabe haben sollten, den Spieler zu korrigieren.


    Ich bin mir absolut unsicher, ob die Spieler das immer so reflektieren.

    Es ist wie es immer ist: Eine einfache Regel ohne Ausnahmen ist einfach und lässt wenig Interpretationsspielraum. Dafür ist sie nicht in allen Fällen angemessen. Jetzt geht es darum . die grundlegende Entscheidung zu treffen, was man priorisiert: Einfach oder mehr Gerechtigkeit?


    Dazu sind einige Spieler, laut eigener Aussage, bereit.

    Gilt das Inso-Geld nicht erst ab Einreichung der Insolvenz beim Amtsgericht? Dass würde dann heißen, bis März 2016. Rückwirkend, glaube ich nicht.
    Preiswerter, für den HSVH kostenlos, kann ein Verein eine solche Toptruppe doch nicht beschäftigen. :wall:


    Es gilt sogar nur rückwirkend (bis zu 3 Monate). Und auch erst wenn die Insolvenz durchgeführt werden kann. Im Augenblick ist erst die Prüfungsphase.

    Vielen Dank für diese Interviews.
    Überraschend fand ich die Aussage, dass die Regel nicht veröffentlicht wurde, und eigentlich damit gar nicht gilt. Welche Anweisungen bekommen jetzt die Scheidsrichter und die Mannschaften? In meinen Augen kann man doch jetzt bei der HBL nicht sagem "Augen zu und durch!".

    Stefan Flomm kann ich in einigen Punkten nicht zustimmen. Bei ihm klingt es, als ob er sagen will, natürlich muss man in Hamburg über seine Verhältnisse leben, ansonsten hat man keine bundesligataugliche Mannschaft. Die Mannschaft, die man sich im Moment leistet, ist deutlich besser als nur bundesligatauglich. Sie steht zur Zeit auf Platz Nummer 5 (was ein Europapokalplatz wäre). Bei der Mannschaft gibt es also durchaus noch Sparpotential, aber bei Stefan Flomm klingt es, als ob dies das absolute Minimum ist.

    Ich hatte schon erwartet, dass es keine konkrete Antwort auf meine Frage von Wolfgang Strobel geben wird. Ich hätte sie an seiner Stelle auch nicht beantwortet.

    Ich glaube nicht an einen Sieg der Löwen. So wie unsere Aussen (Sigurmansson, Groetzki) haufenweise gute Chancen ausgelassen haben oder Würfe werweigert (Sigurmansson) haben braucht der THW nur die Mitte verdichten und sich dann auf Landin bei unseren Aussenwürfen verlassen.

    Ohne Gensheimer ist auch unser Tempogegenstoßspiel deutlich schlechter.

    Hoffen tue ich natürlich weiterhin auf einen Sieg der Löwen!

    22.12.2015, 20:15 Uhr, TVB 1898 Stuttgart - Füchse Berlin
    23.12.2015, 18:30 Uhr, THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen (ohne Gensheimer leider nicht zu gewinnen)
    23.12.2015, 19:00 Uhr, SC Magdeburg - HSG Wetzlar
    23.12.2015, 19:00 Uhr, MT Melsungen - TSV Hannover-Burgdorf
    23.12.2015, 19:00 Uhr, ThSV Eisenach - Bergischer HC 06
    23.12.2015, 20:15 Uhr, SG Flensburg-Handewitt - VfL Gummersbach
    23.12.2015, 20:15 Uhr, Frisch Auf Göppingen - SC DHfK Leipzig
    23.12.2015, 20:15 Uhr, TuS Nettelstedt-Lübbecke - HSV Hamburg
    23.12.2015, 20:15 Uhr, HBW Balingen-Weilstetten - TBV Lemgo

    @tobim
    Ob die 100.000€ stimmen hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem von der Zahlungsweise der Werbepartner. Die 100.000€ sind wahrscheinlich noch geplante Zuschauereinnahmen, die Einnahmen aus den Dauerkartenverkäufen sind wahrscheinlich schon lange ausgegeben. Überraschend fand ich dann eher die Zahl von 400.000€ für Gehälter pro Monat. Das beinhaltet aber wahrscheinlich alle Mitarbeiter des HSVH inklusive der Gschäftsstelle und ...

    Wenn diese Zahl stimmt, dann ist der kolportierte Etat sicherlich deutlich höher als 5,5M€ denn Hallenmiete, Reisen, ... kommen ja noch hinzu.


    Das liegt aber nicht an der Regel, sondern dass die zugrundeliegende Unsportlichkeit mit der Intenton der Spielentscheidung begangen wird.
    Wenn (im aktuellen Fall) Schneider der Auffassung gewesen wäre, aus der Szene kann sich keine Torchance mehr entwickeln, hätte er den Ball niedergelegt (denn in Unterzahl will er ja wohl nicht in die Verlängerung starten). Von daher sehe ich nicht, wie da irgendeine Form von Ermessensspielraum einwirken soll, denn den hatte der betreffende Spieler ja auch schon und sich für die Unsportlichkeit entschieden.


    Ich bin, wie schon mehrfach geschrieben, bei dieser Regel zwiegesplaten.

    Natürlich ist die Intention eines Fouls nicht vernachlässigbar. Wenn das Ziel (der anderen Mannschaft), noch eine Torchance zu erzielen, aber faktisch nicht mehr gegeben ist, hat die Intention eben weitreichende Folgen, die nicht mehr im Verhältnis zur Ursache stehen.

    In meinen Augen schwierig. Aber vielleicht sind das nur Anfangsprobleme und in der Zukunft, wenn die Spieler diese Regek verinnerlicht haben, passieren diese Fouls nicht mehr.

    Was ich eine interessante Frage finde, ist, ob ein Bundesligaspiel wiederholt werden würde, wenn ein Schiedsrichter die gleiche Situation nach DHB-Pokal-Regeln entscheidet!


    Wenn ein Einspruch der benachteiligten Mannschaft erfolgt, so sollte auch dem stattgegeben werden. Denn nach alten Regeln --> "Rote Karte mit Bericht und Freiwurf". Nach neuen Regeln -->"Rote Karte und 7m Wurf". D.h. die Schiedsrichter haben die Situation erkannt und nur die falsche Entscheidung getroffen.


    Bei vielen Hamburger Fans wird immer deutlich zwischen "Mannschaft" und "Management" und "Mäzen" getrennt. Die einen sind schimmernde Ritter in weißen Rüstungen, die anderen dilettantisch und die dritten gut, solange die Gelder Pokale erbringen, böse, wenn sie die weitere Entwicklung hemmen. Ich persönlich finde das etwas schizophren, gehört doch mMn für den Fan der gesamte Club und sein Umfeld zum nötigen Wohlfülfaktor. Aber das wird oder wurde vermutlich bei den RNL, in Kopenhagen oder Paris völlig anders gesehen.....


    Ich kann natürlich nicht für alle Fans der Rhein Neckar Löwen sprechen aber ich sehe es tatsächlich anders. Zur Zeit von Nielsen habe ich die Rolle von Nielsen sehr zwiespältig gesehen. Auf der einen Seite holt er sich Fachleute wie Storm und auf der anderen Seite nimmt er massiv Einfluss auf die Entscheidungen des Geschäftsführers oder entscheidet selbstherrlich. Dann jede Saison ein starker Umbruch. Jede Mannschaft hatte zwei Gesichter, mal totaler Einsatz und dann wieder versuchen, Spiele im Schongang zu gewinnen.
    Ich war froh als er aufhörte. Danach ging es dann mit deutlich weniger Geld erfolgreicher weiter. Für mich ein kleines Wunder weil Storm und Gudmundsson ein gutes Händchen bei den Neuverpflichtungen und wahrscheinlich auch Glück dazu hatten.
    Jetzt haben wir eine Mannschaft, die sympathisch rüberkommt, Stabilität und spielen erfolgreich. Und schauen manchmal neidisch nach Kiel und Flensburg mit ihren Etats. Aber lieber so als das, was wir vorher hatten.


    Also, ich erwarte ganz klar, dass dem Einspruch von Melsungen stattgegeben wird. Mit welchen Argumenten sollte denn eine Ablehnung begründet werden? Formfehler kann man doch ausschließen, dann würde schon gar nicht verhandelt, oder? Es ist doch mittlerweile klar, dass die Regel im DHB Pokal nicht gilt. Ausserdem kann keiner leugnen, dass diese Entscheidung eine Verlängerung verhindert hat. Es kann sich auch keiner hinstellen und behaupten, dass die Löwen die Verlängerung auf jeden Fall gewonnen hätten. Also war diese Entscheidung spielentscheidend!
    Also für mich wäre es eine Riesenüberraschung wenn es anders käme.
    Eine Wiederaufnahme des Spiels schließe ich aus. Also entweder entscheiden sich die Vereine einen Münzwurf entscheiden zu lassen oder es gibt ein Wiederholungsspiel.