Beiträge von Handballer2105

    Ich glaube, das wir hier nicht diskutieren würden, wenn dieser Hallenstandard irgendeine essentielle Bedeutung hätte. Auf Dauer kann ein Verein in der Bundesliga nur bestehen, wenn er sich einen bundesligatauglichen Kader leisten kann. Eine Einflußgröße ist Halle, die gewisse Bedingungen erfüllt, z.B. Zuschauerkapazität. Auf Dauer kann ich eben nicht in der Bundesliga bestehen, wenn meine Halle nur 1500 Zuschauer fasst, ausser die Zuschauer sind bereit, sehr hohe Eintrittspreise zu bezahlen.

    Während BigRick speziell über den Hallenstandard argumentiert, kommen die meisten Gegenargumente von einer prinzipiellen Seite, nach dem Motto, wo kämen wir dahin, wenn jeder Ausnahmen fordern würde. Und andere mussten es auch, obwohl es ihnen (sehr) schwerfiel.

    Beim Hallenstandard mit den zwei Tribünen ist es aber nicht essentiell.

    Aber die Argumentation dreht sich schon seit Seiten im Kreis; es kommen keine neuen Argumente mehr.

    In meinen Augen, und das hatte ich schon geschrieben, ist der Hallenstandard überflüssig. Auf Dauer werden sich nur Vereine in der Bundesliga halten, die wirtschaftlich stark sind. Und ohne vernünftige Halle geht das nicht. D.h. das Problem würde sich auch ohne Hallenstandard früher oder später erledigen.

    Und die WAH Halle ist weit entfernt von jeder "Schulsporthalle", die hier auch so gerne zitiert wird.


    Das ist wirklich eine schöne Neuerung, die sich die Löwen da überlegt haben. Sehr schön auch, dass Myrhol vorher nichts darüber wusste. :) Der hatte bei der Verabschiedung wirklich schwer gegen die Tränen anzukämpfen, und er hat nicht die ganze Zeit gewonnen. Dass Bjarte den letzten Siebenmeter werfen durfte, pardon: musste :D war klasse! Im letzten Heimspiel Sekunden vor Schluss das letzte Tor für das eigene Team zu werfen war ein passender Abschluss für sechs Jahre bei den Löwen. Tschüß Bjarte! Viel Erfolg in Skjern, und DANKE für die letzten sechs Jahre!


    Dem habe ich nichts hinzuzufügen! :hi:

    :lol: Das habe ich mir auch gedacht, als ich das gelesen habe. Und ja, die Aussage mit den "10 % des Etats sind Zuschauereinnahmen", kam von Herrn Ballmann.


    Ja, der Ballmann hat das gesagt, aber dann hätte der TV Großwallstadt schon eine aussergewöhliche Konstellation. Wären die 10% allgemein gültig müsste der THW einen Etat von über 40M€ haben und die Rhein Neckar Löwen von über 20M€.
    So wie der TV Großwallstadt im Augenblick dasteht, würde ich die Worte von Herrn Ballmann nicht so wörtlich nehmen.

    Die meinten eine Art "Bestandsschutz"!
    Es ging darum das sie darauf vertrauen konnten das die am 01.07. durch den Beginn des neuen Spieljahr in Kraft getretenen HBL-Durchführungsbestimmungen der 18er Regelung Gültigkeit haben...und es eben dann nur 3 Absteiger gibt!

    Meiner Meinung nach ist sowieso nicht der Spieljahresbeginn 01.07. (HBL §8) das entscheidende Datum, sondern der Beginn der Spielsaison (HBL §9 + DHB §40.1)! Aber das werden wohl Juristen klären müssen...


    Danke, man kann es aber auch anders sehen. 15 Mannschaften steigen nicht ab!


    Wogegen soll denn Minden klagen? Dagegen, dass sie sportlich abgestiegen sind? Wohl kaum. Wenn GDW klagen will, dann dagegen, dass die Durchführungsbestimmungen nicht gültig, nicht legitim waren und genau das war am 02.07.14 bekannt (wenn es denn zutrifft). Und da hätte man am 03.07.14 gegen vorgehen können, was man nicht getan hat. Konkludent musste die HBL wohl annehmen, dass alle Vereine einverstanden waren.
    Und wie wollte Minden denn sachlich inhaltlich argumentieren? Wir sind davon ausgegangen, dass der 16. PLatz zum Klassenerhalt reicht. Hätten wir annehmen müssen, dass der 15. PLatz notwendig ist, hätten wir mehr Punkte erspielt bzw. den Kader noch mal nachgebessert?
    Da jetzt mit winkeladvokatischen Argumenten einen Nichtabstieg zu erklagen, halte ich für höchstgradig unsportlich.


    Danke; du hast es viel besser auf den Punkt gebracht als ich es getan habe.


    Aus juristischer Sicht ist das wohl so. Nur ist das nicht die sportliche Sichtweise. Ich frage mich immer, wie ich entscheiden würde? Und ich glaube auch nicht, dass GWD sich aufregen würde wenn es einen anderen Verein getroffen hätte. Ich kann mich an keine Aussage (während der Saison) von GWD erinnern, wo sie auch nur einmal angedeutet haben, dass diese Abstiegsregelung falsch ist.

    Ich fasse den Tenor hier einmal zusammen: Minden ist erbärmlich, weil trotz sportlich abgestiegen eine Klage in Erwägung zieht.

    Balingen wurde bejubet, dass sie trotz sportlich abgestiegen sich in die erste Liga geklagt haben.

    Hallo Doppelmoral. Fakt ist, Minden ist der einzige Verlierer des Hickhacks in der letzten Saison. Wofür man nichts konnte.


    Da gibt es durchaus deutliche Unterschiede. Und eine Doppelmoral kann ich durchaus nicht erkennen. Minden ist nach den Regeln, die vor dem ersten Spiel bekannt waren, sportlich abgestiegen. Und das hätte genauso für Lemgo oder jede andere Mannschaft, die am Ende auf dem 16. Tabellenplatz gestanden hätte, gegolten.

    Und wenn Minden klagt und auch noch Recht bekommt, dann ist das für mich eine weitere Bestätigung, das Recht bekommen nicht unbedingt etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat.

    Die Enttäuschung der Kieler Fans beruht einfach auf der Erwartungshaltung der Fans. Alles andere als ein Sieg ist eine Enntäuschung, insbesondere wenn man bedenkt, wie schwächere Mannschaften in den letzten beiden Jahren die Championsleague gewonnen haben.

    Und die Schiedsrichter in Köln waren jedenfalls keine Heimschiedsrichter und vielleicht gab es auch in der Summe einige Pfiffe gegen den THW zu viel, aber gegen Veszprem kann man verlieren und Kielce wollte im Spiel um den dritten Platz einfach mehr.

    Und wenn Palicka nicht so gut gehalten hätte, dann hätte der Sieg von Kielce noch höher ausfallen können.

    Insgesamt waren die Spiele leider nicht so spannend wie in den letzten Jahren; aber das muss ja nicht so bleiben.

    Ich fand die Stimmung in der Halle gut, allerdings saßen wir auch zwischen den Fanblöcken von Kielce und Veszprem.

    Die Regelung musste doch angepasst werden und die Plangröße sind 18 Vereine. Hätte man zwei Spielzeiten mit 19 Mannschaften spielen müssen, damit das rechtssicher ist?

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass alle 4 Absteiger zu recht absteigen und dass Minden nicht klagen sollte. Dies ist eine ganz andere Situation als bei Balingen in der letzten Saison.

    100.000 Ocken im Jahr?? dann würden die Schiris ja plötzlich mehr verdienen als die meisten Spieler, jedenfalls im Durchschnitt.....ein Erik Schmidt z.B. soll um die 6.000 brutto im Monat verdienen....die Gehälter in der NBA muss man auch ins Verhältnis zu dem setzen was die Spieler da absahnen


    Natürlich. Schau Dir doch einmal an, was Schiedsrichter heute pro Spiel bekommen. Meines Wissens sind es 600€ pro Spiel. Und nebenher gehen sie noch arbeiten.

    Also werden die meisten Profihandballer ausgebeutet?
    Ich denke auch als Profischiedsrichter gibt es genug Möglichkeiten sich auf das Leben nach der Karriere vorzubereiten.
    Zumal die meisten ja bereits eine Berufsausbildung bei Beginn ihrer Karriere abgeschlossen haben.
    Schau mal wieviel SR von Unternehmen als Gastreferenten bei Weiterbildungen von Führungskräften eingeladen werden.


    Da sind wir halt unterschiedlicher Meinung. Wir können ja mal über konkrete Zahlen reden. In meinen Augen sollte ein Profischiedsrichter mit 60.000€ einsteigen und mit mehr Erfahrung, dann sein Gehalt auf über 100.000€ pro Jahr steigern können. Ansonsten lohnt es sich nicht.Spitzenschiedsrichter können dann vielleicht nach der aktiven Zeit sich mit Vorträgen über Wasser halten, für alle gilt das sicherlich nicht.
    Ich habe mal geschaut, wieviel ein Schiedsrichter in der NBA verdient. Dort sind es für Juniors 150.000$ und die Spitzenverdiener liegen über 550.000$ (Zahlen von 2012).
    Und zu deiner Aussage, dass Handballspieler ausgebeutet werden, kann ich nur sagen, dass die Handballspieler sehr gut aufpassen müssen, dass sie nicht ausgebeutet werden. Sie müssn parallel sich Alternativen aufbauen oder auch die Entscheidung treffen, aufzuhören, siehe Herrmann vom HSV Handball.

    Für einzelne mag es als Profischiedsrichter reichen, für die meisten sicherlich nicht.

    Eine lebenslange Rente von 1000€/Monat hat zur Zeit wahscheinlich einen Barwert von 300.000€. Ohne Inflationsausgleich. Das mus doch alles finanziert werden.


    Also klar die deutsche Mentalität ist so, wie du das sagst. Ohhh wie soll man das in einer Sportart mit 18 Bundesligisten mit vollen Hallen finanzieren. Wir sind doch bodenständig. Oh ja. Wir sind doch keine Traumtänzer. Und was macht der arme Profischiedsrichter nach seiner Karriere.Nicht ganz so kleinbürgerlich, für einige wenige die sich dafür entscheiden ist das ein Lebenstraum. Die machen danach ein Cafe auf und erzählen den Schildbürgern ihre Storys von der grossen weiten Welt.


    Ein Beruf muss genügend abwerfen. Und ein Konzept, dass bewusst in kauf nimmt, das jemand nachher auf Hartz4 angewiesen ist, nenne ich Ausbeutung. Das Kannst Du gerne anders sehen und auf viele andere Berufe verweisen. Mir ist das bekannt und mir gefällt das nicht.