Beiträge von Handballer2105


    @Urteil
    Ich finde die Leute die das Urteil kritisieren, tun sich keinen Gefallen wenn sie sich auf die Widerspruchsfrist konzentrieren. Genau dieser Aspekt würde doch im Zweifelsfalle die Kleinlichkeit und Unmenschlichkeit des Systems aufzeigen. Wenn Kraus und seine Anwälte nachweisen können das der zweite Strike nicht zählen sollte, dann kann man diese Argumentation gerne inhaltlich kritisieren. Aber zu sagen..tja mag sein das der zweite Strike falsch ist, gesperrt bist du trotzdem, Formalia und dergleichen, schönes Leben noch...damit tun sich gerade die Befürworter keinen Gefallen.


    Das sehe ich nicht so. Wie soll es denn funktionieren, wenn man keine Einspruchsfristen hat. Die Einspruchsfrist ist doch unter anderem dafpr da, Rechtssicherheit zu erlangen und es noch in einer Zeit zu machen, die man noch in der Erinerung hat und nicht erst nach über einem Jahr.

    Wie schon andere geschrieben haben. Hier geht es eigentlich um zwei verschiedene Fragen:
    - Sind die jetzigen Regeln gut und richtig?
    - Wie soll mit Mimi Kraus verfahren werden?

    Du bist mehr bei der ersten Frage und argumentierst gegen die Schreiber, die sich eher der zweiten Frage zuwenden.

    Ich halte die Regelungen auch für fragwürdig und sehe durchaus die Probleme mit der Privatsphäre.

    Nochmal...man muss s c h u l d h a f t gegen die Meldepflicht verstossen...wenn man das nicht nachweisen kann muss zwingend ein Freispruch erfolgen...laut Beweiswürdigung des Gerichts konnte der Nachweis nicht erfolgen...das Urteil ist somit korrekt


    Dafür gibt es doch die Einspruchsfrist, oder? Wenn diese verstrichen ist, sollte man doch davon ausgehen können, dass die Ermahnung rechtskräftig erfolgt ist.
    Wenn das jetzt nicht mehr gilt, öffnet man doch meilenweit die Tür für alle möglichen Klagen. Wie will sich denn der Prüfer nach 12-18 Monaten noch genau daran erinnern, ob die Schelle geläutet hat und wie die Umstände an diesem Tag waren? Da kommen doch ganz schnell Zwiefel auf, ob das jetzt "schuldhaft" war.

    Ich halte das jetzige Verfahren für fragwürdig; habe aber leider auch keine bessere Alternative.

    Du musst ja auch mal bedenken das der Bundestrainer die gleichen Bedingungen wie alle anderen Nationaltrainer hat und in dieser Relation haben wir eben in den letzten beiden Qualis schlecht abgeschnitten und das kann man kritisieren. Von Flensburg und Kiel wird in der Folge erwartet das sie in über 50 Spielen Top-Leistungen abliefern, da kann man schon mal in den ersten Spielen ein Auge zudrücken, denn das ist etwas was ein Nationalteam nicht leisten muss.


    Das stimmt zwar grundsätzlich, doch mit berühmten Ausnahmen. Als die Spanier noch alle in der heimischen Liga spielten, wurde die Saison schon immer deutlich vor Weihnachten für die xM Vorbereitung unterbrochen während man in Deutschland noch bis zum 26.12. spielte.

    Erstaunt mich immer wieder, wie man so etwas komplexes, wie ein Handballspiel auf eineinhalb Spieler reduzieren kann. Vor allem, bei einem Spiel wie gestern, dessen Ausgang an so vielen Faktoren lag, dass sie kaum ein Spielbericht zusammenfassen konnte.

    Das mit der Nationalmannschaft versteh ich jetzt überhaupt nicht. Wann hat deiner Meinung nach eine Nati "Saisonbeginn" oder Einspielzeit. Deren Ergebnisse und Erfolge werden doch bei Turnieren gemessen und nicht in einer Saison. ?(


    Natürlich haben die anderen Spieler ihren Teil dazu beigetragen, den Unterschied haben aus meiner Sicht aber Sjöstrand und Weinhold ausgemacht.

    Das mit der NM war folgendermaßen gemeint:
    Sie hat nur sehr wenig Vorbereitungszeit und bekommt trotzdem den Vorwurd, dass sie schelcht zusammenspielen, die Abstimmung in der Abwehr nicht stimmt. Insgesamt ist schon die Saisonvorbereitung der Bundesligisten länger als alles was ein Bundestrainer und seine Mannschaft bekommen. Und trotzdem stöhnt jeder Trainer in der Bundesliga, dass er ja die ganzen Neuzugänge noch integrieren muss und jeder nickt verständnisvoll.

    31.08.2014, 15:00 Uhr, SG Flensburg-Handewitt - MT Melsungen
    31.08.2014, 15:00 Uhr, HBW Balingen-Weilstetten - GWD Minden
    31.08.2014, 17:15 Uhr, Rhein-Neckar Löwen - HC Erlangen
    31.08.2014, 17:15 Uhr, HSV Hamburg - THW Kiel
    31.08.2014, 17:15 Uhr, TSV Hannover-Burgdorf - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    31.08.2014, 17:15 Uhr, Bergischer HC 06 - SC Magdeburg
    31.08.2014, 17:15 Uhr, VfL Gummersbach - TSG Friesenheim
    31.08.2014, 17:15 Uhr, TBV Lemgo - SG BBM Bietigheim
    31.08.2014, 17:15 Uhr, Frisch Auf Göppingen - HSG Wetzlar
    24.09.2014, 20:15 Uhr, GWD Minden - Füchse Berlin

    Suton saß gegen Magdeburg gar nicht auf der Bank sondern auf der Tribüne. Ich weiß jetzt nicht, ob die Löwen das Spielerkontingent schon aufgebraucht hatten oder sie ihn noch auf den Spielbericht eintragen lassen konnten.

    Ich bin auch unsicher, ob dies aus Sicht von Suton die richtige Entscheidung war. Bei einer Mannschaft wie Balingen oder Erlangen oder Bietigheim hätte er bestimmt deutlich mehr Spielanteile. Er könnte dann nach zwei weiteren Jahren immer noch zu einem Spitzenverein wechseln.

    Aber ich hoffe, dass ich mich irre und Suton sich schnell bei den Löwen durchsetzt.

    Wann hat ein Champions-League-Sieger zuletzt gegen den Tabellenletzten verloren? :lol:


    Nicht gerade gegen einen Tabellenletzen aber gegen einen Aufsteiger; der HSV Hamburg beim BHC in der letzten Saison. So aussergewöhnlich ist das also nicht. Und ich bin eigentlich guten Mutes, dass der THW besser ist als seine jetzige Plazierung und das in nicht allzu ferner Zukunft sie ein positives Punktekonto und Torekonto haben werden. ;)

    Kiel hat den Sieg zu einem großen Teil Sjoestrand zu verdanken. Er war gestern klar besser als sein Gegenüber.

    Den Rest hat dann Weinhold beigesteuert.

    Insgesamt war es gestern ein typisches Spiel zweier Mannschaften, die noch nicht eingespielt sind. Komischerweise wird das von so ziemlich allen akzeptiert; bei der Nationalmannschaft ist das aber ein starker Kritikpunkt.

    Da prallen sicher Welten aufeinander. Um ein Handballspiel durchführen zu können braucht man 2 Mannschaften, die Schiedsrichter und das Kampfgericht.

    Allein aus dieser Notwendigkeit ist den Teilnehmern der Partie ein Respekt geschuldet der sicherlich nicht durch auspfeifen vor Beginn gezeigt wird.

    Für mich ist das ein absolutes No Go.

    Nach einer Aktion einen Spieler für unsportliches Verhalten auspfeifen ist für mich noch o.k. - und nach dem Spiel die entsprechenden freundschaftlichen Diskussionen und das gemeinsame Bier mit Fans der anderen Mannschaft ist einfach klasse


    Zustimmung!

    26.08.2014, 20:15 Uhr, THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt
    27.08.2014, 20:15 Uhr, SG BBM Bietigheim - Rhein-Neckar Löwen
    29.08.2014, 19:45 Uhr, HSV Hamburg - TSV Hannover-Burgdorf
    29.08.2014, 19:45 Uhr, Füchse Berlin - Bergischer HC 06
    29.08.2014, 19:45 Uhr MT Melsungen - VfL Gummersbach
    29.08.2014, 19:45 Uhr SC Magdeburg - HC Erlangen
    29.08.2014, 19:45 Uhr, TuS Nettelstedt-Lübbecke - GWD Minden
    29.08.2014, 19:45 Uhr, HSG Wetzlar - TBV Lemgo
    29.08.2014, 19:45 Uhr, TSG Friesenheim - Frisch Auf Göppingen

    Ich fand Green auch besser als Landin; und Landin hat wahrlich nicht schlecht gehalten.

    Bei den Löwen war heute der Wurm drin. Immer, wenn ich dachte, jetzt können wir herankommen oder ausgleichen, wurden wieder Bälle einfach verloren und man finf sich wieder einen oder zwei Gegenstöße ein.

    Schwach auch das Überzahlspiel der Löwen, inbesondere bei 6 gegen 4.

    Die Magdeburger haben es in Überzahl fast immer geschafft, einen ihrer Mitspieler, meistens einer der Aussen, frei zum Wurf zu bringen.

    Zum Schluss haben dann die Löwen fast noch den Sieg verdaddelt.

    Fazit: Glücklicher Sieg und ein Spiel mit zwei guten Torhütern (wobei der bessere im Gästetor stand) und eine Mannschaft der Löwen, bei der der Einsatz gestimmt hat, bei der aber noch viel Luft nach oben ist.

    Bei allen Diskussionen hier um den Eingriff in die Privatsphäre darf nicht vergessen werden, dass Michael Kraus, wenn denn überhaupt beabsichtigt, die schlechteste Variante gwählt hat, um darauf hinzuweisen.

    Ich bin, wie auch schon geschrieben, nicht davon überzeugt, dass diese Regelungen einer gerichtlichen Überprüfung stand halten. Insbesondere die letzten Urteile mit dem Hinweis auf die Monopolsituation der Sportverbände haben mch in dieser Überzeugung bestärkt.

    Also nicht unterschreiben und dann wegen Berufsverbot klagen oder "unter Vorbehalt unterschreiben" und dann gerichtlich die Verbindlichkeit überprüfen lassen.

    Im ersten Fall und bei Gewinn des Prozesses ist der Verband schadenersatzpflichtig und muss die entgangenen Einnahmen ersetzen. Dies dürfte nach Dauer des Verfahrens nicht ganz billig werden.

    So aber ist das Kind in den Brunnen gefallen und Michael Kraus muss die Konsequenzen tragen. Und nachdem, was ich so gelesen habe, ist eine mindestens 1 jährige Sperre zu verhängen. Ich gehe also von 12 Monaten startend mit der Bekanntgabe des Meldeverstoßes und der vorläufigen Sperre aus.

    Niemand ist gezwungen zum Dopen. Wer dopt, gefährdet sich selbst und das darf er.


    Dieses Argument ist deutlich zu kurz gesprungen. Natürlich gefährdet der Doper sich erst einmal selbst. Gleichzietig setzt er aber auch die anderen Sportler unter Druck, ebenfalls zu dopen. Ansonsten sind sie nämlich nicht konkurrenzfähig.

    Und dann beginnt ein Teufelskreislauf. Deine relative Leistung nimmt ab, du hast keine Gewinnchancen, die besten Trainer sind nicht mehr für dich da, Sponsoren verlieren das Interesse, du musst mehr Zeit für andere Dinge aufbringen (Geld verdienen), Leistung nimmt weiter ab ...

    Die verbotenen Substanzen und Methoden stehen alle auf einer LIste.

    Ärzte, die in diesem Bereich tätig sein wollen, bedürfen einer Zulassung (Ärztekammer etc.)

    Und nur diese Ärzte dürfen dann auch kontrolliertes Doping durchführen. Wer dann bei internationalen Wettbewerben starten will, muss sich das ordnungsgemäße Doping vom zugelassenen Arzt bescheinigen lassen.

    Wenn das bei der Heroin-Substitution funktioniert, warum nicht auch hier ?

    Ja, ich weiß, auch unter den Ärzten können wieder schwarze Schafe sein, aber eine 100 Prozent-Garantie hat man nirgendwo.


    Alles schön und gut und ich habe auch keinen Zweifel, dass man definieren kann, was "gutes" Doping ist.

    Es adressiert bloß überhaupt nicht, wie man "schlechtes" Doping verhindert. Insofern löst dein Vorschlag kein Problem, es verschiebt nur die Grenze was erlaubt und was weiterhin nicht erlaubt ist.