Beiträge von Beuger

    ok

    Regelwidrigkeiten, die mit einer Disqualifikation zu ahnden sind
    8:5Ein Spieler, der seinen Gegenspieler gesundheitsgefährdend angreift, ist zu disqualifizieren (16:6a). Die hohe Intensität der Regelwidrigkeit oder die Tatsache, dass diese den Gegenspieler unvorbereitet trifft und er sich deshalb nicht schützen kann, machen die besondere Gefahr aus (siehe nachstehenden Kommentar zu Regel 8:5).

    Neben den in Regel 8:3 und 8:4angegebenen Merkmalen gelten folgende Entscheidungskriterien:
    a)der tatsächliche Verlust der Körperkontrolle im Lauf oder Sprung oder während einer Wurfaktion;
    b)*eine besonders aggressive Aktion gegen einen Körperteil des Gegenspielers, insbesondere gegen Gesicht, Hals oder Nacken, (Intensität des Körperkontakts);*
    d)das rücksichtslose, Verhalten des fehlbaren Spiele

    Es hat doch niemand behauptet, dass es im Handball nur um die athletische Verfassung geht. Wie hätte Vardar 2019 sonst die CL gewonnen. Die waren von der körperlichen Verfassung weit von der Weltspitze entfernt.

    Es nur maximal bedenklich, dass auf so einem Niveau, in einem immer wichtiger werdenden Aspekt, so dilettantisch gearbeitet wird.

    “Athletik-/Krafttraining” hat ja zudem auch mehrere Aspekte nicht jetzt nur Maximalkraft oder nur Schnellkraft. In der Verletzungsprävention ist der THW schon nicht so schlecht dabei, dahingehend scheint man mehr richtig zu machen (und Jichas Wechseltaktik ist auch förderlich)

    Wenn die Diskussion nicht wieder in eine absolut polemische Richtung laufen soll, würde ich dich darum bitten, ihn einfach zu ignorieren. Das ist besser für alle 👍🏻

    Erstmal möchte ich für deine ausführliche Antwort danken. :thumbup: Bei mir ergeben sich daraus noch folgende Fragen:

    1. Was wäre denn die Alternative zu ‚klassischem Zirkeltraining‘? Um mal bei den Einblicken via Instagram zu bleiben: bei der SG sah man bspw. in der Vorbereitung, dass dort im Kraftraum an Geräten trainiert wird. Nach meinem Kenntnisstand trainiert man damit doch überwiegend einzelne Muskeln/gruppen isoliert. Das macht man im Zirkeltraining doch letztlich auch, nur eben ‚frei‘ und nicht ‚geführt‘?

    2. Sollte sich die Trainingsstrategie nicht an dem Anforderungsprofil, dass die Spieltaktik an Spieler stellt, orientieren? Was bspw. für eine SCM mit kleineren, wendigeren Spielern geeignet ist, muss ja nicht für einen THW mit eher großen, wuchtigen Spielern geeignet sein?

    Im Handball ist es schwer, Beispiele zu finden, die wirklich gutes Athletiktraining machen. Ich hatte in den letzten Jahren tatsächlich Einblick in viele Erst- und Zweitligavereine und deren Athletiktraining (ohne da jetzt Beispiele zu nennen, so viel Anonymität muss sein) und kann sagen, dass da eigentlich überall okay bis ganz gut trainiert wird, aber nirgendwo überragend. Dafür muss man wohl in die USA oder auch nach Japan gehen. Es ist ja kein Wunder, dass die athletischen Werte von Basketballern oder Footballern denen von Handballern deutlich überlegen sind. Das hat zwar zu einem kleinen Teil mit Genetik zu tun, zu einem größeren aber mit Training. In den USA wurde vor zwanzig bis dreißig Jahren so trainiert wie in Europa heute. Selbst im Fußball ist es übrigens nur äußerst bedingt besser. Ich sehe das mittlerweile als geographisches Problem.

    Kurz zu deiner zweiten Frage, körperliches Training unterliegt immer dem SAID-Prinzip: specific adaptions to imposed demands. Dementsprechend muss man immer für jeden Athleten individuell schauen, was er braucht und das dementsprechend trainieren. Da ergeben sich je nach Position natürlich häufig Überschneidungen, aber eben nicht immer Deckungsgleichheit. Völliger Nonsens ist es aber natürlich, einen Zirkel mit der gesamten Mannschaft zu durchlaufen.

    Mikkel Hansen, Simon Pytlick, Mika Damgaard, Lasse Andersson, Mads Mensah, Rasmus Lauge... also wenn ein Vergleich hinkt, dann dieser

    Wenn Mensing wirklich das Kaliber ist, zu dem ihn hier alle machen, kommt er da rein.

    Meiner Meinung nach hat er gute Bundesliga Klasse. Ob das dann den Ansprüchen eines Topclubs entspricht, um den Kader nach ihm auszurichten, muss man natürlich selber entscheiden. Ich sehe ihn bei einem Verein wie Hannover oder Leipzig in seiner sehr guten Rolle oder bei einem Topclub als klarer Ersatzmann, so er denn will.

    Widersprichst du dir damit nicht selber? Ass-to-grass funktioniert für den allgemeinen Muskelaufbau. Der Handballer braucht Explosivität im oberen Drittel für den Antritt zum Gegenstoß oder den Sprungwurf. Außerdem sollte man das Training eines Profiklubs nicht anhand eines kurzen Videos beurteilen.

    Schwere Langhantelübungen haben durchaus ihre Berechtigung, die Mischung macht es. Wenn man sie macht, dann aber unbedingt mit der richtigen Technik. Auch und gerade im Profisport. Tiefe Kniebeugen sind einfach viel ergonomischer und dienen der allgemeinen Widerstandsfähigkeit.

    Spezifische Übungen sehen anders aus als Kniebeugen, sind grundsätzlich einbeinig und kombinieren Unter- und Oberkörper.

    Mit dem letzten Satz hast du natürlich Recht, ich habe insbesondere die beschriebenen Kraftzirkel aber schon oft bei Kiel wahrgenommen und jedes Mal den Kopf über dieses Relikt aus den 90ern geschüttelt.

    Meiner Ansicht nach hat Mensing nicht das Level, um auf Dauer bei einem top Verein zu starten. Er hatte eine starke Rückrunde, aber von Weltklasse ist er sehr weit entfernt. In der dänischen Nationalmannschaft ist er ja auch mehr Grenzgänger als fester Bestandteil

    Geht‘s auch etwas dezidierter für diejenigen, die nicht in dem Bereich arbeiten?

    Gerne. Kiel macht da sehr viel klassisches Zirkeltraining, das man auch in der Verbandsliga vorfindet. Viele Stationen, lange Belastungsdauer, sportartunspezifische Übungen, es soll "weh tun". Ziel davon ist gemeinhin, sich auf die Härte der Saison vorzubereiten.

    Was vielleicht auf den ersten Blick logisch klingt, entpuppt sich aus wissenschaftlicher Sicht als höchst fragwürdig bis grundfalsch, aus mehreren Gründen:

    1. Den Bedürfnissen der Sportart wird nicht gerecht. Athletiktraining wurde in den letzten Jahren immer spezifischer, man versucht, die genauen Bewegungen nachzuahmen und zu erschweren. Wenn man zum Beispiel mit irgendwelchen Seilen wedelt, tut das zwar wahnsinnig in den Unterarmen weh und baut auch Muskulatur auf, aber man verbessert damit keine Bewegungsfähigkeit im Handball.

    2. Die Geschwindigkeit der Bewegungen ist ungleich der im Handball. Im Handball muss man gerade im Rückraum ständig sich kurz mit maximaler Geschwindigkeit bewegen. Antritt, abbremsen, Würfe. Dementsprechend sollte auch im Athletiktraining die Geschwindigkeit der Bewegungen dies nachahmen oder vielleicht sogar verbessern, um die Qualität und Resilienz in diesen beanspruchenden Situationen zu erhöhen.

    3. Gerade durch die Länge der Übungsausführung schleicht sich schlechte Technik ein, was Stress für das System bedeutet und die Verletzungsgefahr eher steigert. Dazu kommt, dass die Ausführungen von Langhantelübungen, wenn man sie bei Kiel sieht, äußerst fragwürdig ist. Kniebeugen ohne nötige Tiefe und Körperspannung beispielsweise.

    Mensing ist doch gegangen weil er hinter Pytlick nicht genug Anteile gesehen hat. Warum sollte sich das ändern? Und um ehrlich zu sein hat er ja Recht, dass er zu wenige Anteile bekommen würde.

    Stimme Paul Jonas zu, dass ein neuer Mittelmann viel wichtiger wäre. Oder Möller wird richtig gut. Das wäre die noch bessere Alternative

    Das ist eine Entwicklung, die schon bei den Löwen angefangen hat. Offensichtlich haben die beiden Vereine ordentliche Athletiktrainer. Da kann man dann Stück für Stück Defizite aufarbeiten.

    Beim THW haben sie es ja auch geschafft, Sagosen seine komplette Athletik abzutrainieren. Das ist schon sehr auffällig und nicht minder bedenklich.

    Wenn ich auf Instagram in der Vorbereitung die Athletiktraining-Videos sehe, wundert mich da nix.

    Und PS ja ich arbeite in diesem Bereich

    Im Moment hat sich doch überall alles wieder etwas beruhigt, seit alle Kandidaten wenigstens einen Sieg auf dem Konto haben. Kleine Pause zur Erholung, aber der Druck auf den Kessel wird in den nächsten Wochen wieder zunehmen.

    Warum bei der Umfrage im Moment Parrondo und Siewert im oberen Drittel mitmischen, erschließt sich mir nicht so richtig. An der Platzierung in der Tabelle kann es nicht liegen. Wohl eher so ein persönliches Ding.

    Oder noch bestehende Eintragungen von vor Saisonbeginn

    Als Außenstehender stelle ich fest, dass die Härte der Kritik durchaus angebracht erscheint. In meinen Augen hat Göppingen in Relation zum Etat den schlechtesten Kader der Liga. Keine Position überzeugt. Spieler werden nicht besser. Der Trainer hat keine Argumente für sich.

    Da muss wohl tatsächlich ein Komplettumbau mit Geschäftsführung, Kader und Trainer her.