Beiträge von Beuger

    Das grösste Fragezeichen steht doch aktuell hinter Weinhold. Nur noch Vertrag bis 2022. 35 überschritten. Kann sehr gut sein, dass er sich die Knochenmühle nicht mehr antut. RR ist die grösste Baustelle. Seit wann ist Stutzke RM? Meinst Du Witzke? Ein fitter Suton sollte nicht fehlen. Ich bezweifele auch, dass Wagner auf dem engen Zettel steht.


    Nein, ich meinte Stutzke. Okay, er ist wie Weber ein Hybrid. Auf welche Position man ihn schreibt, ist daher eigentlich egal.
    Suton und Ernst habe ich auch auf der Liste. Lass die aber erstmal fit werden, das ist Aufgabe genug.

    Nach den olympischen Spielen lohnt sich für mich der Blick auf einen möglichen Umbruch.

    Mein 18er-Kader sähe Stand heute folgendermaßen aus:
    Tor: Wolff, Birlehm, Klimpke (Alternative: Rudeck)
    LA: Schiller, Nothdurft (Alternative: Zieker)
    RL: Wagner, Heymann, Weber (Alternative: Kühn)
    RM: Knorr, Michalczik, Stutzke (Alternative: Drux)
    RR: Weinhold, Wiede (Alternative: Häfner)
    RA: Kastening, Reichmann (Alternative: Steinhauser)
    Kreis: Golla, Pekeler, Kohlbacher (Alternative: Wiencek)

    Erste Streichkandidaten für die notwendige Reduktion auf 16 Mann wären Klimpke und Stutzke.

    Das wäre in meinen Augen die richtige Mischung aus Erfahrung und Umbruch im Hinblick auf 2024. Sorgen macht mir die Position im Tor und dass Wagner nächste Saison nur zweite Liga spielt.

    Na klar, unsere waren verseucht, eure waren sauber
    Staatsdoping... na klar, Totschlagkeule so wie Stasi, wenn nichts mehr paßt, dann bringt Ihr immer diese Argumente, MSM haben gefruchtet.


    Die vom Staatsdoping Betroffenen sagen doch selbst, dass es Staatsdoping gab. Warum leugnest du das Offensichtliche?

    Es ist doch für quasi alle Diktaturen seit dem 20. Jahrhundert quasi Usus, sich über spitzensportliche Leistungen zu definieren. Und dafür wird eben tief in die Apothekenkiste gegriffen. Was beim besten Willen nicht heißen soll, dass in demokratischen Ländern grundsätzlich sauber gearbeitet wird. Aber Doping ist dort individuelle Entscheidung und kein staatlich vorgegebener Zwang, das ist ein großer Unterschied.


    Hundert Daumen hoch. Hoffentlich liest jemand mit.

    Ich darf daran erinnern, dass es die ganzen Diskussionen um Strukturen etc. ab 2011 ja schon mal gab.
    Auch da wurde alles hinterfragt und kritisiert.

    Was passierte dann?
    Wechsel im Präsidium, Wechsel auf der Trainerbank - und es lief.

    Oft reicht es, an ein, zwei Stellschrauben zu drehen.
    Das sieht man im Spitzensport immer wieder.


    2016 war ein Ausreißer nach oben, dank taktischer Meisterleistungen und auch ein Quäntchen Glück. Das strukturelle Problem wird dadurch nicht verschoben.


    Halte ich für Utopie. Ein engagierter bindet Trainer schon ab der D-Jugend mehr als 8 h pro Woche ans Bein. Da ist Geld noch der kleinste Anreiz. Der DHB soll also per Gießkanne sagen wir mal 3000 Euro je Trainer verteilen in der Hoffnung, dass sich dann in der Breite mehr Vereine entwickeln? Das geht an der Realität vorbei. Dafür ist der Zulauf von unten (mangelnde Verankerung im Schulsport) auch zu klein. Man kann das auch Bezirksebene sehr gut beobachten. Oft hängt es an ein oder zwei Verrückten die ein gutes Vereinsumfeld haben. Wenn es gut läuft hast du in einem großen Bezirk (Metropolregion) maximal 3 Leistungsvereine. Die ziehen dann die wenigen Begabten ab der D-Jugend an. Auf dem Land hast du dann mit Glück einen Leistungsverein.

    Deine Beispiele der genannten Spieler ist ja nun auch wieder sehr eindimensional. Einzig Knorr taugt hier als Gegenbeispiel, letzter hat ja auch auch mit dem Schritt zum FCB ein Beispiel gesetzt. Die "young guns", die gerade zünden und nicht enttäuschen wie Golla und Kastening kommen aus den Akademien. Weber genauso.


    Du verbreitest Fake News. In welcher Welt kommt Golla aus einer Akademie? Der Junge hat in der A-Jugend noch bei Wiesbaden gespielt. Melsungen war damals auch noch nicht so leistungsorientiert aufgestellt in der Jugend wie heute, da gab es eine beachtliche Entwicklung in den letzten drei vier Jahren. Insofern sind meine Beispiele nicht eindimensional sondern scheinbar Masche. Weber als young gun mit seinen 28 zu bezeichnen, halte ich auch für etwas weit her geholt.

    Übrigens zeigt sich in Skandinavien, dass genau das von mir beschriebene System funktioniert. Dort gibt es viel bessere Trainer in der Breite, die Talente bleiben viel länger in ihren Heimatvereinen. Niemand redet von 3000€ die Woche für einen D-Jugend Trainer, eher von intelligenten Zuschüssen, sachleistungs- und projektbezogen. Das Trainerhonorar kommt dann mit besserer Struktur von ganz alleine, das regelt dann der Markt.

    Beuger schreibt:


    Nuja, dann würden die Spieler halt jeder Tag 3 Stunden mit dem Zug fahren - sowas gibts übrigens auch schon....

    Von Verbandsseite sind solche grundsätzlichen Modifikationen/Regulierungen in deutschen Strukturen nur schwer zu steuern....(halt auch aufgrund der Strukturen DHB und HBL - viele Vereine der HBL haben auch ein hohes Eigeninteresse an erfolgreichen Jugendmannschaften, z.B. auch aus Imagegründen)

    Aber so schlecht ist ja nun auch alles gegenwärtig auch nicht...., Zufall spielt sicherlich auch eine große Rolle, wenn es darum geht, wirklich überragende Spieler zu generieren.


    Natürlich gibt es das, aber dann wohnen die Jungs IMMERHIN zuhause (und nicht beinahe unbetreut in irgendeinem "Internat"). Außerdem gäbe es mit besseren Trainern in der Breite weniger Anreize dafür, zu wechseln.

    Solche Systeme sind nicht schwer zu steuern, es wird eben momentan alles in Richtung Internate gesteuert.

    Und ja, ich finde es in gewisser Weise traurig, dass der Handballverband mit den meisten Mitgliedern kein ordentliches Fördersystem auf die Reihe bekommt.

    Das ist ja nun mal ne recht eindimensionale Sicht der Dinge. Es gibt in den meisten Bezirken halte nur 1 (wenn überhaupt) bis 3 Vereine, die in der Lage sind bzw. den Anspruch haben leistungsorientiert Handball anzubieten und dann ab der C Jugend auf dreimal Training zu gehen evt. auch mehr. Was ist die Alternative? Sollen die Talente bis zum Alter von 12 Jahren mit bei 2 mal Training sich an ihren zweistelligen Torerfolgen ergötzen? Zumal i.d.R auch nur die Leistungsvereine überhaupt Trainer haben die einen Plan haben. Welcher Wald- und Wiesenverein hat denn überhaupt Trainer mit nem C-Schein?


    Das ist die Folge, nicht die Ursache. Eben WEIL alles auf Leistungszentren ausgerichtet ist, fehlen in der Breite die Trainer. Ohne Breite keine Spitze, insbesondere Mittelfristig. Und daran scheitert es beim DHB. Man sollte die Gelder viel mehr da hinein investieren, wo wirklich neue Kinder zum Handball gewonnen werden können. Und da gibt es genug Vereine mit richtig guter Arbeit und auch viel Tradition. Aber das einzige was zählt, ist ja nur noch die Metropolisierung und die Nationalmannschaft. Das ist alles unglaublich kurzfristig gedacht. Wie so ein Affe, der die Wahl hat zwischen einer Banane jetzt und zwei Bananen später. Er wird die eine Banane jetzt nehmen. Die Konsequenz aus diesem "affigen" Verhalten sieht man so langsam in der Nationalmannschaft. Leistungszentren bringen keine Führungsspieler hervor, nur mental schwache Mitläufer. Wer sind denn die deutschen Weltklasse Spieler? Weinhold und Pekeler. Wer kann einer werden? Knorr. Keiner von denen war im Leistungszentrum, geschweige denn im Internat. Komisch...
    Meine Lösung wäre, den Vereinen das Unterhalten von Wohnmöglichkeiten jeglicher Art für die Spieler bis zum 17. Lebensjahr zu verbieten. Ab da bis 18, nur ein paar wenige Vereine mit dieser Lizenz und klar strukturierten Quoten und Vorgaben. Die Fördergelder werden vollständig in die Breite gesteckt mit dem einzigen Ziel, möglichst viele Handballer zu generieren. Dann hat man automatisch mehr Trainer in der Breite, und auch mehr gute Trainer, und es finden sich sicherlich immer leistungssportlich ausgerichtete Kinder und Jugendliche, die dann eben nicht in Mitläufer Teams spielen.

    Da nützen auch die Handball-Akademien nichts mehr


    Die sind nicht die Lösung, sondern das Problem. Trainerkompetenz wird aus der Breite heraus gesaugt, es entsteht ein Brain Drain. Talente werden viel zu früh verheizt, sind höchstens früher effektiv als in anderen Nationen, sicherlich aber nicht besser. In Deutschland geht leider alles nur um Prestige.

    Ich habe es schon bei der WM gesagt - Gislasons Auszeiten wie in der Kreisliga. Dazu muss seine Aufstellung und Nominierung hinterfragt werden. Mich hat Prokop nicht überzeugt, aber Gislason genauso wenig. An Sigurdssons Charisma und Finesse kommen beide um Längen nicht ran, völlig unabhängig von den Ergebnissen.

    Klasse handballerische Entwicklung von Ägypten, BTW. Im Vergleich zu den anderen Teams halten ihre Rückraumspieler erstaunlich lange nach dem Tempowechsel den Ball, versuchen es mit Sprungwurftäuschungen und -pässen. Durchaus interessante Methoden.

    Ich hab Spanien Schweden erst ab Minute 45 geguckt. Bis dahin können Perez de Vargas und die Abwehr bei der Vielzahl an Gegentoren nicht gut gewesen sein, aber was sie am Ende abgerufen haben war schon sensationell.


    Das kann man doch nicht nur an den vielen Toren festmachen. Es war einfach wahnsinnig viel Tempo drin. Viele Angriffe heißt viele Tore im Normalfall.


    Schulze/Tönnies bjuder på Spanien tillbaka in i matchen.


    Ich fand die Schiedsrichter gut. Mit zwei drei Szenen pro Seite war ich nicht einverstanden, beispielsweise der 7m bei Gottfridssons Stürmerfoul, wo es sogar noch 2min gegen Meckern gab. Aber unterm Strich eine faire Leistung. Generell greift mir der technische Delegierte viel zu sehr ein. Heute fast spielentscheidend.