Beiträge von Beuger

    Der Vorschlag ist natürlich vollständig auf die A-Jugend ausgerichtet. Ob man jetzt in der E-Jugend oder D-Jugend der ältere oder jüngere Jahrgang ist, ist für die persönliche Entwicklung wirklich nicht entscheidend. Für die Spielergebnisse schon, aber dafür geht es ja in diesem Alter wirklich nicht um erster Linie.

    Den Gedanken der Idee halte ich für sehr fair und unterstützenswert, allerdings habe ich meine Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung. Einige Gründe in diese Richtung wurden ja hier schon genannt: Interesse der Vereine beispielsweise. Das Argument lässt sich in mehrere Richtungen noch erweitern. Viele 2002 geborene Spieler haben mit Sicherheit schon Zusagen für Vereine in den Senioren gegeben. Andere 2003 geborene wechseln bereits zugesagt den Verein. Auch die Trainer und eventuellen Kooperationen der Vereine sind größtenteils schon festgeklopft. Da würde viel bereits getane Arbeit in den Sand gesetzt werden, wenn man jetzt die Jahrgänge doch nicht wechselt. Ärgerlich ist es auf jeden Fall für die Spieler des Jahrgangs 02 und 04, aber in so einer Pandemie gibt es eben Verlierer, so hart es klingt. Was ich auf jeden Fall für eine blödsinnigene Idee halte, und das ist auch in Diskussion, ist die einmalige Erlaubnis für 2002 geborene Spieler, noch ein Jahr A-Jugend dranzuhängen. Damit verschiebt man das Problem nur um ein Jahr und die 2004 geborenen Spieler sind noch gelackmeierter als eh schon.

    Ich sehe keinen Grund, warum Berlin an Siewert zweifeln sollte. Tabellarisch sind sie voll im Soll, und Siewert wird sich in den nächsten Jahren ziemlich sicher steigern. Man muss grundsätzlich fähigen Leuten auch mal Vertrauen geben, auch wenn es eine schwierige Phase gibt.

    Tja, es macht aber deutlich, dass es einfach nicht anders geht....

    Man stelle sich vor, das Spiel Szeged-Flensburg wäre 1:1 gewertet worden und Szeged hätte davon profitiert (Flensburg hätte der verlorene Punkt gleichzeitig sehr weh getan).

    Der betroffene Spieler von Szeged hätte einen ganz milden Verlauf gehabt (vll. auch sehr geringe Virenbelastung) und hätte dann in der nächsten Woche wieder gespielt.

    Was wäre dann hier los gewesen...? (Schmäschke hätte sich dann bestimmt auch nicht beherrschen können - Szeged hätte sich zu Unrecht angegriffen gefühlt. Resultat: Klima vergiftet)

    SG und Szeged hab ich jetzt nur als illustrierendes Beispiel genommen, weil es grad aktuell ist (hätte auch jeder andere Verein sein können)


    Wieso muss es denn überhaupt gewertet werden? Für solche Fälle gibt es die Quotientenregel, die sich als sehr fair erwiesen hat, sobald eine grundsätzlich genügend hohe Anzahl an Spielen erreicht ist (was in der champions league der Fall ist).

    Das Spiel in Szeged wurde erwartungsgemäß zu Gunsten der SG gewertet. Die fairen Sportsfreunde von der nördlichen Förde werden diese Punkte sicherlich dankend ablehnen, da solche Geschenke nicht mit ihrem Sportsgeist zu vereinbaren sind. :lol:


    Auf annehmen oder ablehnen hat man leider keinen Einfluss, aber lächerlich finden kann man es durchaus auch als SG-Fan. Nicht jeder ist opportunistisch.


    Also Holst/Mellegard ist ne schwache Besetzung. Dann schau dir mal die Quoten an. Und wieso ist die Breite nicht gut besetzt? Rubin, der zweite RL hat bei er WM alles in Grund und Boden geschmissen? Wer diesen Kader als schwach besetzt ansieht hat nur die Top5 Teams als Vergleich im Blick.


    Holst Mellegard ist gut, aber auch nicht überragend. Andere Teams unten drin haben auch einen guten Außen. Auf rechts bin ich gespannt, was passiert. Und Rubin/Forsell Schefvert ist im Rückraum die einzige wirklich tief besetzte Position, finde ich.

    Ich bin kein Fan von Wetzlar, sehe den Rückraum in der Startformation sehr gut besetzt, aber in der Breite und auf den Außenpositionen (falls Björnsen geht) relativ schwach. Da kann das bei ein zwei Verletzungen schon nach hinten losgehen. Wenn dann noch Geld für Neuverpflichtungen da ist, ist es ja auch ok. Normalerweise sollte in Richtung Abstieg nichts passieren, aber ich habe bewusst das Wort "absichern" verwendet.

    Flensburg kann sich Heymann sowieso nicht leisten, schon gar nicht als nicht absolute Nummer eins auf der Position. Ich halte Heymann keineswegs für einen schlechten Spieler, aber für Flensburg ist er nicht geeignet. Neben Knorr bei den Löwen kann ich ihn mir sehr gut vorstellen.

    Keine, aber muss man sich auf den ersten Blick signifikant verstärken?


    Wenn der Trainer, der der absolute Stabilitätsanker war, geht, finde ich das sinnvoll, ja.

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    Ausserdem ist in Zeiten von Corona ein "immer weiter" schon fast surreal.


    Das gilt aber für alle Teams, ist ja kein Wetzlarer Alleinstellungsmerkmal. Lemgo beispielsweise, ein sehr vergleichbarer Verein, rüstet in meinen Augen zur kommenden Saison schon sehr gut auf.

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    Dies merkt man an den Auftakthandlungen (Kreuzen mit dem Kreisläufer, Auftakt Halb mit Außen zB).


    In meinen Augen grundfalsch. Erstens sind diese Auftakthandlungen, die du beschreibst, absolute Standard-Handballauslösehandlungen, wie sie auch die C-Jugend von Buxtehude spielt. Da braucht Machulla also bestimmt keinen Vranjes, um darauf aufzubauen. Und zweitens ist die Intention beziehungsweise das Ziel der Auslösehandlungen, wie ich in meinem letzten Beitrag ausführlich dargelegt habe, einfach um 180 Grad anders als bei Vranjes. Beispiel außen: Vranjes hat sie benutzt, um die Angriffe in die Länge zu ziehen und den Gegner einzulullen; Machulla benutzt sie, um gezielte Durchbrüche auf den Halbpositionen zu ermöglichen.

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    Vranjes Problem war mE die fehlende Flexibilität, was zu der Bezeichnung "Systemtrainer" passt. Hier passt auch die fehlende Integration von Spielern, die auch Stärken im Werfen aus dem Rückraum haben. Konnte Kaufmann noch einigermaßen integriert werden, scheiterte beispielsweise die Stärkung von Djordjic (wobei hier Fehler des Spielers einzubeziehen sind). Das machte das Flensburger Spiel nachher auch etwas ausrechenbar. Dies ist mE auch ein Grund für die verpassten Titel 2016 und 2017. Hier ist Machulla mit mehr Mut und Varianten an die Sache gegangen (5:1 Deckung, mehr Torgefahr über den Kreis). Auch lässt er seinen Spielern mehr Freiraum, Entscheidungen zu treffen, was zB Gottfridsson und Lauge sehr zu nutzen wussten.


    Stimme ich 100% zu.

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    Glaubt man den Spekulationen um eine Rückholaktion von Mensah nach Aalborg, ist eine Verpflichtung eines Sebastian Heymann durchaus etwas, was man ins Auge fassen sollte. Dessen Vertrag läuft auch bis 2022 und besitzt mehr spielerische Qualität, als ihm hier zugetraut wird.


    Um Gottes Willen. In Sachen Laufwege, DAS essentielle Kriterium des Flensburger Spiels schlechthin, ist Heymann noch ganz ganz ganz weit hinten dran. Auf dem Gebiet ist ihm sogar Jeppsson himmelweit überlegen. Man kann nicht sinnvollerweise einfach einen Spieler verpflichten, nur weil er eine Qualität hat, die der Mannschaft bis dato tatsächlich noch fehlt, wenn ihm eine andere essentielle Qualität so derart abgeht. Das Shooter-Problem muss Röd besser lösen (wenn Semper fit ist, gemeinsam mit ihm) und wenn Mensah geht, brauchen wir einen jungen, talentierten Allrounder a la Pytlick oder Laerke. Auch in Portugal schlummern da Spieler, die ich mir gut vorstellen könnte, zum Beispiel Maghales, aber dort hat Flensburg vermutlich nicht so viele Scouts. Mensah wurde aufgrund seiner Erfahrung geholt, dieser Bedarf schwindet, indem die anderen Spieler ein zwei Jahre älter sind. Carlsbogard wäre auch ein Kandidat auf meiner Liste.

    Das sehe ich auch so, Wetzlar wird eine sehr, sehr schwere nächste Saison haben. Gerade weil dieses Jahr vier schwächere Teams wegfallen und dafür zwei nicht unbedingt schwächere nachkommen. Ich weiß natürlich nicht, wie es bei Wetzlar finanziell gestellt ist, aber die offensichtliche Kaderschwächung in Kombination mit dem unnötigen Trainerwechsel kann schon ein hohes Risiko sein. Zumindest der spielstarke Rückraum bleibt wohl vorerst beisammen.