Beiträge von Beuger

    Angesichts von gerade einmal 5 Trainingseinheiten muss AG Prioritäten setzen. Da zählt jede Minute auf dem Feld.
    Warum soll er die genannten einsetzen?


    Meiner Meinung nach kann man diese Frage beantworten: weil es taktisch Sinn macht. Michalczik, Knorr und Metzner hätte, taktisch völlig andere Elemente ins Spiel gebracht als die vorhandenen Spieler. Knorr und MIchalczik können noch dazu super decken, man hätte sich eventuell einen Abwehr-Angriff-Wechsel sparen können, was das Tempospiel massiv gepusht hätte. In Berlin spielt Michalczik ja auch keine schlechte Rolle, und Berlin ist zweifelsohne ein Top-5-Club, von daher verstehe ich es gerade bei ihm absolut nicht.


    Jetz mal im Ernst, bei der Aussage von hlp war ich anderer Meinung weil ich das falsch gelesen/ interpretiert hatte, Dafür hab ich mich entschuldigt. Ich habe dem "kleinschreiber" an anderer Stelle auch mal empfohlen wieder normal zu schreiben. Mir geht allerdings das Bashing von MT Spielern auf den Geist. Die konnten überhaupt keine Topleistungen in der Nati bringen, weil sie aus der dritten Corona Quarantäne untrainiert zur Nati kamen. Das ist den Spielern gegenüber reichlich ungerecht. P.S. ich mag die Bayern und ihre kernige Art. Also kannst gern weiter deinen süßen Senf zu mir abgeben ;). Vielleicht trinken wir ja mal eine :bier: zusammen.


    Das ist ja alles richtig und gut, und ich trinke gerne nach Corona einen zusammen mit dir, aber bitte nenne die Spieler doch beim Nachnamen, das würde die Lesbarkeit deutlich verbessern.

    Ich habe mir bewusst einen Tag lang Zeit gelassen mit meiner Bewertung der WM aus der Sicht der deutschen Nationalmannschaft, da ungewöhnlich viele Punkte bei mir für eine emotionale Aufladung gesorgt haben. Vorweg, wie kürzlich schon einmal geschrieben, ich habe bei diesem (wie auch bei allen früheren) Turnier weder für noch gegen die Nationalmannschaft von Deutschland gehalten. Ich sehe den Grund nicht, warum ich als Deutscher automatisch für die deutsche Nationalmannschaft sein musss - normalerweise hege ich leichte Sympathien mit demjenigen Team, das schöneren Handball spielt (ein Aspekt, worauf ich gleich noch zu sprechen komme). Ansonsten bin ich vollständig neutral.

    1. Eine sportliche Bewertung vorweg. Die WM war aus sportlicher Sicht eine Vollkatastrophe für die deutsche Mannschaft. Die Leistung keines einzigen Spielers bleibt mir nachhaltig positiv im Gedächtnis. Kastening? Warf nur ins lange Eck. Wolff? Bestätigte seinen Trend der letzten Jahre und ließ seinen Worten keine Taten folgen. Bitter? Spielte in Ordnung, fiel aber mehr durch aufgesetztes Rumgebrülle auf dem Feld als durch spektakuläre Paraden auf. Kühn? Unglaublich schlechte Anlaufwege, miserables Wurfverhalten, Fremdkörper im Angriff. Weber? Individuell vergleichsweise gute Aktionen, allerdings zu eigensinnig. Häfner? Taugte nicht als erste Option im Angriff, schlechte Aktionsauswahl. Golla? Bekam von Banhidi massiv die Grenzen aufgezeigt. Gensheimer? Beunruhigte das Team, verwarf einen ganz wichtigen Ball gegen Spanien, was als Routinier nicht passieren sollte. Drux? Spielte seinen Stiefel, für mehr reicht es nicht. Firnhaber? Heillos überfordert.
    Wie da Bob Hanning Olympiagold sehen will, ist mir aktuell schleierhaft. Momentan kann der DHB froh sein, wenn sich seine Auswahl für Tokio qualifiziert. Mit dem Hinzukommen von Wiede, Weinhold, Pekeler und Wiencek ist dies möglich, aber wahrlich kein Selbstläufer. Die wirklichen strukturellen Probleme, nämlich das völlig konzeptlose und unkreative Angriffsspiel werden damit höchstens zu Teilen (auf der Halbrechtsposition) behoben. Einzig in der Abwehrmitte dürfte sich die Mannschaft dann wesentlich besser präsentieren. Ob das für einen Leistungssprung um (verglichen mit der WM-Platzierung) ca. 5-7 WM-Plätzen reicht (was wohl notwendig wäre für eine Qualifikation), wird sich zeigen.

    2. Trainer: Sicher, viele waren enttäuscht von Christian Prokop: der Ex-Trainer ging erst voll ins Risiko, verlor das Vertrauen bei den Spielern und redete dann der Presse nach dem Mund ("Peke, du entscheidest: wie decken wir?"). Mit Gislason sollte alles besser werden. Mich hat der Isländer aber nach dieser WM nun nicht in Jubelsprünge versetzt. Das liegt weniger an der taktischen Ausrichtung der deutschen Mannschaft, denn für eine Wende um 180 Grad fehlte ihm die Zeit; sondern mehr an seiner Art, sich zu präsentieren sowie an seinen Personalentscheidungen. Gislason spielte den harten Hund, die Respektsperson. Das war vielleicht bei erfahrenen Weltstars wie Jicha und Konsorten erfolgreich, nicht aber bei Mittelklasse-Systemhandballern, wie sie in der deutschen Mannschaft in erster Linie vorliegen. Er setzte auf die gleiche Art und Weise wie beim THW Kiel und zeigte sich somit unfähig, seine Stärken mit denjenigen der Mannschaft übereinzustimmen. Die Spielzüge glichen sich eins zu eins - breites Aufziehen, Prellmove in die Mitte (gegen sechs null) oder Einläufer plus Rückraumkreuz (gegen offensive Abwehr). Aber wie gesagt, geschenkt, daran will ich mich in der kurzen Zeit gar nicht aufhängen, auch wenn ich mich eher mit einem soliden sieben gegen sechs sowie intelligenten Ein- und Ausläufern hätte anfreunden können. Aber seine Auszeiten gingen GAR nicht klar, völlig unstrukturiert, keine Innovationen präsentiert, der Mannschaft NICHTS an die Hand gegeben. Da hätte er sich auch einfach hinstellen und schweigen können wie Felix Magath in seinen besten Zeiten, hätte den gleichen Effekt gehabt. "Jungs, wir schmeißen zu viele Bälle weg und machen unsere Chancen nicht rein" (ach, sieht jeder). Höhepunkt war gegen Spanien: Knorr für eineinhalb Fehler erst zusammenscheißen, dann auswechseln, somit einen Spieler heruntergemacht UND Auszeitsekunden verschwendet, herzlichen Glückwunsch. Seine Aufstellungen waren ebenso nicht nachvollziehbar. Unabhängig von der Tatsache, dass Michalczik, Knorr und Metzner allein aufgrund ihrer Leistung (insbesondere aufgrund von unterschiedlichen Stärken im Vergleich zu ihren Mitspielern) ein gehöriges Maß an Spielzeit verdient gehabt hätten, ist es ein absolutes Unding, solche Spieler dann nicht mal in den letzten beiden Spielen einzusetzen. Menschlich unter aller Kanone und sicherlich nicht der Entwicklung dieser Spieler zuträglich, sie hätten sich auch in ihren Vereinen ordentlich auf die Rückrunde vorbereiten können.
    Ebenfalls kein gutes Bild gab Mattias Andersson ab, der offensichtlich mehr damit beschäftigt war, seine "innovativen" (Spoiler: nicht) Trainingsmethoden auf Instagram darzustellen, als wirklich effektiv mit den Torhütern zu arbeiten.

    3. Die Außendarstellung. Michelmann, Hanning, schämen Sie sich. Ich war in den letzten Jahren immer ein Verfechter von Hanning ob seiner Klarheit und Zielgerichtetheit. Dieses Turnier war er leider nur peinlich für den deutschen Handball, genau wie Michelmann. Angefangen mit seiner unsäglichen, polemischen Aussage über Lauterbach, der epidemiologisch mit Sicherheit hundert Mal mehr Ahnung hat als Hanning selbst, über sein Zugeben, mit den Pullovern nur provozieren zu wollen (warum muss jemand in seiner Position eigentlich provozieren und wen?), bis hin zu seinen widersprüchlichen und offensichtlich faktisch falschen Aussagen (man denke an die Infektionen von Jakobsen und den schwedischen Mannschaftsarzt oder auch an mit Fans ohne Maske kuschelnde ägyptische Spieler) über die Bubble, die von Anfang an keine war. Mehr Demut und Konzentration auf seine Aufgaben wäre ihm dienlich gewesen. Peinlich auch die Aussagen der DHB-Spitze vor dem Turnier, "zu wissen woran man ist" gegenüber den absagenden Spielern, und nun das Zurückkriechen zu ihnen, weil die Leistung vom Rest offenbar nicht gestimmt hat. Das ist meiner Meinung nach schon lustig, wie wenig Rückgrat man haben kann.
    Ebenso widersinnig die ganze Gensheimerdebatte, der sich, anstatt sich aus der Schusslinie zu nehmen, immer weiter mit kopflosen Aussagen ins mediale Minus reingeritten hat und nun trotz oder wegen der an den Haaren herbeigezogenen Verteidigungsartikeln vom DHB oder Frau Kettemann kein funktionierendes Bild als Kapitän mehr abgeben kann. Diese Debatte wird unterm Strich aber viel zu hoch gekocht, sie überdeckt nur andere Probleme, daher nur dieser eine Satz dazu von mir.

    Unterm Strich kann Deutschland mehr als froh sein, wenn sie sich für Olympia qualifizieren und medial hoffentlich bald wieder ein positiveres Bild abgeben als zuletzt.

    Ich schrieb dir ja bereits im Natifred, wenns dir nicht paßt, kannst mich ja ignorieren. Aber ich bin sicher, dein dümmliches Geschreibsel, interessiert den Rest der Leserschaft bestimmt. Oberlehrer sind halt Schnee von gestern, so wie deine Kommentare.


    Danke für das Angebot, aber Blockieren ist nicht Meins. Dass ich mit meiner Meinung nicht alleine dastehe, zeigt der Gegenwind anderer User dir gegenüber in dem von dir erwähnten Thread. Aber was soll's, der kleinschreibende Lemgofan ist ja ebenso beratrungsresistent.

    Nunja da kann ich dir was die Leistungen bei der MT bis zu seinem Kreuzbandriss doch gut wiedersprechen. Da war er der absolute Topspieler auf der Position im Angriff. Nach der Verletzung ist er zäh in die Gänge gekommen und sein großes Manko ist sein suboptimales Verteidigungsverhalten. Es hätte in der ganzen Zeit, eines guten Trainers gebraucht, der den Julius besser macht, als ihn zu verschleißen. Schau dir Drux und Wiede an, auch die wurden verschlissen. Die mußten immer spielen und die Kohlen aus dem Feuer holen, selbst wenn sie überspielt und gesundheitlich angeschlagen waren. Ebenso erging es dem Julius.

    Das ist nix neues ;) und ich stimme dir mit unausgewogen zu. Was den Heine angeht, kann man schon sagen das er ein Teamplayer und Pusher ist. Einer an dem man sich reibt und der als Typ der MT gut tut. Leistungsmäßig war der Johan bestimmt nicht schlechter. Im Tor hat die MT die geringsten Probs. Aber sag mal an Kühn, häfner und Co. haben viele einen negtiven Narren gefressen. Keiner denkt mal an die Position in der Mitte. Sind denn Pavlovic oder Mikkelsen die optimalen Besetzungen? Um wievieles besser könnten ein Kühn, Kunkel, Maric etc. sein, wenn sie von einem TOP Mann als RM optimal eingesetzt werden?


    Dein Beitrag liest sich wie Markus Söder: "ich schätze die Melanie sehr" https://www.spiegel.de/politik/deutsc…38-def44243a2db

    Die einen zerstören sich die Lesbarkeit ihrer Beiträge durch notorisches Kleinschreiben, die anderen eben durch die Verwendung von Vor- oder Spitznamen.

    Spanien vs Norwegen und Ungarn vs Frankreich dürften die knapperen Spiele werden. Ich könnte mir vorstellen, dass Ungarn ein bisschen der Saft ausgeht. Wobei Frankreich auch etwas schwankend gespielt hat, man erinnere sich an die Spiele gegen Algerien, Schweiz und Island. Spanien gegen Norwegen ist eine ganz enge Kiste. Da bin ich gespannt, ob jugendliche Athletik oder abgezockte Mentalität gewinnt.

    Sich als Europäer in Nordafrika einen Magen-Darm-Virus einzufangen ist (leider) keine Seltenheit


    Ich will jetzt ja echt keine Verschwörungstheorie konstruieren, aber dass dies bei mehreren Teams, die in Kürze gegen Ägypten spielen, unabhängig voneinander der Fall ist, ist schon ein bisschen auffällig :lol: zumal es keine Einzelfälle sind, sondern offenkundig das beinahe gesamte Team betrifft. Ich war auch schon in Ländern mit anderen Essgewohnheiten unterwegs und wurde dort krank, es betraf aber nie mehr als einen Teil der Reisegruppe.

    Hierzu nochmal meine obige Frage: Weiß man, woher die Infektionen von Jakobsen und dem schwedischen Arzt stammen? Von daheim können sie eigentlich nicht sein, das ist zu lange her, und der schwedische Arzt war zuvor lange genug in Quarantäne.

    Portugal war mental nicht auf der Höhe. Sie haben sich von vergebenen Chancen, verpassten Abprallern oder Pfiffen gegen sie extrem aus der Fassung bringen lassen. Frankreich wusste das zu nutzen und spielte nicht grandios, aber effektiv. Ich bin gespannt auf's Viertelfinale.

    Da ja durch Hannings Interviews das Thema Bubble medial wieder hochkocht: ist eigentlich schon geklärt, woher die Infektionen von Emil Jakobsen sowie dem schwedischen Mannschaftsarzt kommen? Sie sind ja nicht direkt zu Beginn des Turniers positiv getestet worden.

    Naja wenn man bedenkt, dass ein Buli Team x-erlei Vorbereitungsspiele hat, dann hat es Alfred mit2 gegen Österreich plus einem gegen die Uru´s geschafft eine wettkampffähige Truppe hinzustellen, die heute souverän gesiegt hat. Kompliment an Alfred mit seiner Reservecrew. Mit haben die drei Rückraumspieler heute besonders gefallen. So variabel waren wir zuletzt zu Dagur´s Zeiten. Das Julius plötzlich als überraschender Paßgeber und Kreisläufer da steht. Die vielen guten Anspiele von Weber, der mit viel Selbstbewusstein seinen Job gut erledigt hat. Letztlich war Golla als Paßempfänger und Vollstrecker oft der Profiteur des Ganzen. Ich denke ohne den ganzen Druck haben sie das vorn gut erledigt. Jogi sollte bis zu seinem Rücktritt die No. 1 im Tor bleiben. Heine als optimaler Teamplayer gern die No. 2. Tja und Böhmi oder auch Flamme haben gegen die limitierten Brasilianer einen sicheren Job gemacht. Wenn Alfred die Außenspieler noch mehr einbindet, dann hat er in der kurzen Zeit mit einer Vorbereitung, die eigentlich keine war, eine Menge zum positiven bewirkt. Aber man sollte dieses Spiel nicht überbewerten. Schaun wir wie es gegen die jungen Polen läuft. Im März zur Olympiaquali sind Bam Bam und Peke wieder dabei, evtl. Wiede als kreativer Widerpart zu Häfner und Heymann als Ergänzung zu Kühn. Dann wird das Team noch stärker sein.


    Sind wir hier bei Christian Prokops Auszeiten oder warum heißen die Spieler plötzlich Peke, Bam Bam und Böhmi? Reden wir hier eigentlich über den gleichen "Heine", der ein Teamplayer sein soll? Mir war er bisher eher als knallharter Konkurrenzkämpfer aufgefallen.

    Zum Spiel: schönes Freundschaftsspiel zweier Teams, für die es um nichts mehr geht, Deutschland klar besser, hat da in den letzten beiden Spielen vielleicht auch der Druck eine Rolle gespielt (Thema zB Chancenverwertung)?

    Und Gislason being Gislason und setzt nur auf seine arrivierten Pferde. Das könnte in den nächsten Jahren teuer zu stehen kommen. Wenn die Arrivierten unterm Strich zumindest so viel besser wären als die Jungen...

    Passt auch wieder besser in den MT Fred, wieviel Spiele der MT hast du in den letzten Jahren gesehen? Ich kann dir sagen wieviel ich gesehen habe. Bis auf ein paar Vorbereitungsspiele waren das alle. Schau dir mal den Weber an unter Biegler und danach in der Nati und jetzt mutiert er zum Spielmacher. Der Trainer macht sehr viel aus einen Spieler zu verbessern. Aber wenn du dich mal bemühst und die Statistik der letzten Jahren betrachtest, welcher deutsche Spieler mit die meisten Feldtore geworfen hat, dann wird dir immer wieder der Name Kühn begegnen. ;)


    Dank meines Sky Abonnements habe ich durchaus einige Spiele gesehen, wenn auch sicher nicht so viele wie du, das gestehe ich dir gerne zu. Meine Wahrnehmung ist eindeutig, dass Kühn eine viel zu große Rolle bekommt, die kann er nicht ausfüllen, und in der Nationalmannschaft (um zum Thema zurück zu kommen) stimmt die Hierarchie auch nicht, niemand weiß, wer jetzt eigentlich im Rückraum die Verantwortung übernehmen soll. Kühn ist für mich bei einer Mannschaft wie Melsungen oder der Nationalmannschaft (was im direkten Duell sicherlich ein knappes Spiel wäre) jemand, der als zweiter Halb Links im richtigen System sehr gut taugt, für mehr reicht es nicht. Zu eindimensional, abwehrschwach, unkreativ, entscheidungsschwach. Werfen kann er, aber auch nicht selbst erarbeitet. Bin gespannt wie die Hierarchie mit Gomes dann funktionieren wird.

    Kühn ist zwar ein passabler Werfer, aber spielerisch so hinten dran, dass das kaum wett zu machen ist auf höchstem Niveau. Daraus resultieren eben extrem schwankende Leistungen. Melsungen ist ja nicht umsonst derart unkonstant. Bei Kühn muss viel stimmen, dass er liefert, zB muss auch der Gegner zu seiner Art passen.