Beiträge von Beuger

    Ich weiß ja nicht, welche Rolle Flensburg für Mensa vorgesehen hat, aber wenn es eine in der Startformation, halte ich das für unangebracht. Ich weiß auch nicht, wie viel er in Flensburg im Vergleich zu den anderen Spielern verdienen wird, aber ich sehe ihn bei Weitem nicht als Topverdiener. Für mich ist er ein guter Troublemaker von der Bank, für mehr reicht es nicht. Kein Transfer, der mich vom Hocker haut, sollte er so kommen. Für mich ist in Flensburgs Kader zu viel gutes Bundesliga Niveau, zu wenig darüber hinaus.

    Für mich wären folgende Modifikationen der neuen Regeln angebracht:
    - die Gesichtstreffer-Regel sollte sich auf Feldspieler erweitert werden. Warum soll ein Feldspieler, der von einem Ball im Gesicht getroffen wurde, schlechtere Rechte genießen als ein tw, dem das gleiche geschah? Außerdem würde ich über eine Blut-Regel nachdenken: wer blutet, muss nicht drei Angriffe pausieren.
    - Zeitspiel: ab Heben des Armes insgesamt acht Preller bzw Pässe. Prellen wird mit der derzeitigen Auslegung viel zu sehr hofiert.
    - siebter Feldspieler: ergeben sich zwar wahnsinnig coole taktische Möglichkeiten aus Trainersicht. Aus Fan-Sicht kann ich aber nur sagen: weg mit dem Dreck. Gerade das sechs gegen sechs trotz 2min Strafe braucht kein Mensch. Torwart darf außerhalb des Wurfkreises keinen Ball berühren und es muss ein Torwart immer auf dem Feld stehen. Das wäre mein Vorschlag.

    Eher, als mich über Flensburg zu ärgern, habe ich mich heute über die grandiose Spielweise von Palmarsson und Cindric gefreut. Die zwei sind schon eine Augenweide, wie es sie im Welthandball derzeit nur ca eine Hand voll zu bestaunen gibt (Hansen, Sagosen und Schmid würde ich noch in die ähnliche Mund-offen-Kategorie nehmen). Gerade ihr Zusammenspiel ist schon aller feinste Kost! Gerne mehr davon!

    Wäre eben wieder ein große Stadt weniger und, trotz fehlender Tradition/Fanbasis, ein großer Name. Dazu zumindest auswärts ein Zugpferd.
    Madrid, Kopenhagen, Hamburg und jetzt Paris? Auch wenn das keine gewachsenen Strukturen gewesen sind, macht das den internationalen Handball nicht attraktiver.

    Karabatic ist mit 35 sicher nicht an viele Vereine vermittelbar. Sehe auch keinen Grund warum Barca ihn nehmen sollte. Interessant sind eher Spieler wie Hansen, Remili etc.


    Was genau macht den Handball attraktiv, wenn auf Teufel komm raus Metropolen gegeneinander antreten? Bei denen jede Halle gleich aussieht, jeder dj das gleiche spielt, jeder Zuschauer sich gleich verhält, prinzipiell wenig Ahnung von Handball auf der Tribüne sitzt und der Club in den Massen von Sport und anderen Freizeitangeboten der Metropole schier untergeht? Da habe ich lieber Flensburg, Kiel, Veszprem, Montpellier oder GOG, Plock, Brest etc.

    Wieso sollte das schade sein? Bei Vardar kann ich Argumente noch verstehen, dass man eine riesige Fanbase enttäuscht. Aber bei Paris? Keine Struktur, nichts gewachsenes, kein tiefes Netz an Sponsoren und Unterstützern, keine Fanbase. Das Ende von Paris Handball wäre ein Vereinssterben von seiner schönsten Seite.

    Keine Angst, Balotelli, ich meinte damit nicht dich als jemanden, der schon zu Bayernliga Zeiten mal ein kritisches Wort gesprochen hat, sondern andere hier im Forum, die ihn in der Bayernliga in den Himmel gelobt haben.
    Eine andere Frage stellt sich mir aber noch. Hätte Bad Neustadt mit Riesenberger heute gewonnen? :D

    In der Bayernliga fast alle noch mit Lobgesang auf den Trainer, jetzt in der dritten Liga ist er auf einmal der Depp :D bestimmt macht er alles anders (und dementsprechend schlechter) als in der Bayernliga ;) ob das jetzt für die dritte Liga, gegen die Bayernliga oder einfach gegen die Fachkompetenz einiger Kommentatoren hier spricht, sei dahingestellt.

    Nach dem Videobeweis zu rufen, wenn die eigene Mannschaft benachteiligt wurde, ist natürlich Quatsch. Das muss ich gerade als Flensburg Fan sagen, da die SG in der letzten und vorletzten Saison durchaus ein paar Mal von strittigen Entscheidungen profitiert hat. Was mich in der Debatte allerdings ein bisschen stört, ist das Verteidigen von Konzessionsentscheidungen. Nach mehrfachem Anschauen der beiden Szenen muss ich klar sagen: Der 7m für Flensburg WAR einer, weil die Abwehr einen halben Meter im Kreis abspringt. Der für Wetzlar war schlicht und einfach KEINER, weil es da eben nicht der Fall war. Nur weil die Situationen ähnlich aussehen, muss man sie nicht gleich bewerten, sondern eben danach, wie sie tatsächlich waren. Dass eine Konzessionsentscheidung, die natürlich auf dem Niveau unter keinen Umständen passieren darf, spielentscheidend ist, ist ärgerlich, allerdings muss sich Flensburg kritisch fragen, warum sie in der ersten Halbzeit viele freie Würfe wirklich lasch geworfen haben, warum Machulla Jeppsson nach einem guten Spiel wieder raus nimmt, warum Hald nicht in der zweiten Halbzeit mehr Einsatzminuten bekommt, der einen deutlich besseren Job gemacht hat als Golla und warum Machulla keine Auszeit in der zweiten Halbzeit und gerade kurz vor Schluss nimmt. Daher sollte man den Schiedsrichtern keineswegs die Schuld in die Schuhe schieben. Eine gravierende Fehlentscheidung, die auch nicht verteidigt werden darf, war es dennoch.