Beiträge von Beuger

    Ich denke, Nils könnte das Spiel steuern, ist aber zu wenig eingebunden und bekommt meist die undankbaren Einsätze, wenn’s gerade sowieso nicht läuft und in der Crunchtime. Und er spielt sonst mit Durchbruchspielern, die auch von hinten werfen können. Bei uns ist’s eher andersrum. Durch die schnellen Pässe wird das Thema Timing, das bei der Mannschaft häufig nicht stimmte, noch wichtiger. Das klappt ja im langsameren Passspiel schon oft nicht.
    Theoretisch fände ich die Idee mit Nils eingespielt zu starten und Juri pro Halbzeit anteilig zu bringen, bevor er sich auspowert, nicht schlecht. Und Juri sollte, wenn’s nicht läuft, nur spielen, wenn er gerade einen Lauf hat, sonst wird’s nervös und wild.
    7:6 wirkte heute erstaunlich stabil.
    Vielleicht für die Zukunft doch mal eine Option.

    Die Zukunft heißt Grgic, ob auf Mitte oder halb. Auf ihn muss das Spiel ausgerichtet werden. Köster hat heute auch Pluspunkte gesammelt. Und dass Uscins der Mann auf halb rechts ist, auf den wir in den nächsten Jahren setzen müssen, ist denke ich auch indiskutabel.

    Das kann man von den paar Minuten - in einer Phase des deutschen Nichtfunktionierens, in die er reingewechselt wurde - gleich ableiten? Ich sah ein Tor und 3 astreine Pässe, dazu ein Steal.

    Dänemark hat sobald er den Ball hatte alle anderen Spieler offensiv gedeckt. Und Lichtlein ist trotzdem nicht zum Tor gegangen. So funktioniert das nicht. Überzahl lösen kann er. Die kriegt er in Berlin ja auch oft genug von Gidsel freigespielt. In der Nationalmannschaft aber nicht und wenn dann NEBEN Knorr und nicht ANSTATT Knorr

    Jegliche Variation macht Sinn. D'accord.


    Nur, warum kommen so viele zweikampf- Und entscheidungsstarke Offensivspieler (Mahe Köster Suton Ernst ...) von einem Internat mit absolutem Offensivkonzept??


    Nenn mir 10 vergleichbare Nationalspieler der letzten 10-15 Jahredieses Typs. Und eigentlich müsste es 50 bis 100 geben!!

    Naja gut, von GOG kommen noch viel mehr und noch viel bessere 😉 aus der Argumentation wird ein Schuh

    Verstehe viele Punkte und unterschreibe die allermeisten auch.

    Lediglich deine Konklusio kann ich nicht mitgehen.

    Das Problem ist die Trainerqualität, ja. Ich kann dir aber sagen, dass im Breitensport Bereich auch in Skandinavien längst nicht nur Gold rumhüpft auf den Trainerbänken. Und da funktioniert es auch mit der defensiven Abwehrregel (oder sogar noch besser). Ich glaube, dass sich deutsche Trainer schon weiterentwickelt haben in den letzten Jahrzehnten und würde ihnen daher zutrauen und es wagen, wieder mehr Defensivität im Jugendhandball zu erlauben.

    Interessanterweise ist die Nation, die eine offensive Abwehr als Nonplusultra im Jugendhandball propagiert (Deutschland) von allen Topteams die schwächste in Zweikampfsituation, aber die stärkste in der kompakten, defensiven Abwehr.

    Die Nationen hingegen, die die defensivste Abwehr im Jugendhandball propagieren (Dänemark, Island, Schweden) haben die stärksten Zweikämpfer.

    Einfach mal drüber nachdenken.

    Komplett chancenlos ist man nicht. Sehe die Wahrscheinlichkeit eines dänsiches Siegs bei 80:20. Nicht aussichtslos aber verdammt schwer. So oder so kann man aber bereits sehr glücklich über den Ausgang sowie den Verlauf des Turniers sein.

    Du würdest also sagen, dass Deutschland eins von fünf Spielen in Dänemark gegen Dänemark unter Wettkampfbedingungen gewinnt?

    Freundschaft!

    Man darf sowieso nicht von einem Sieg ausgehen. Abgesehen davon, sehe ich die Chancen gar nicht mal so schlecht. Die sind alle platt. Das kann schon einen zufälligen Ausgang nehmen.

    Was sagst Du denn zur Qualität der dänischen Mannschaft? Ich sehe die grad rückläufig. Half in der Abwehr ist schon ein Schwachpunkt. So einer wie Möllgaard fehlt mittlerweile.

    Es fehlt der Plan B. Wenn das Passspiel nicht funktioniert, bleibt ihnen nur noch Schauspielerei. Bloß, der Plan A reicht halt eigentlich immer. Mit Hansen hatten sie zusätzlich noch ein überragendes 7-6. Ich würde auf alle Fälle immer Doppeln gegen Gidsel und Pytlick und die Abwehr komplett nach rechts schieben, sodass Hansen und Kirkelokke 20 Würfe pro Spiel bekommen. Im Normalfall treffen sie dann 11-13. Das ist dann eine deutlich schlechtere Quote als der Rest des dänischen Angriffs.

    Defensiv sind die Dänen okay. Man hat das Gefühl, sie wollen lieber keine Zeitstrafe riskieren, weil sie am Ende eh mehr Tore vorne machen als der Gegner. Und zur Not regelt auch oft Nielsen.

    Deswegen sagte ich vorhin: wer den Dänen wehtun kann, sind andere überragende Offensivteams. Solche, die auch fast jeden Angriff ein Tor machen. Kann man ja in der EM wunderbar analysieren. Bei Portugal war das so, bei Frankreich war das so (Frankreichs beste Turnierleitung) und heute war das auch so. Gegen Teams, die sich eher über die Abwehr definieren, hatte Dänemark nur souveräne Siege. Weil es ihnen egal ist, wer gegen sie deckt. Ihre Quote an erfolgreichen Angriffen unterscheidet sich nur marginal anhand der Qualität der Abwehrreihen. Gegen Portugal kam dann ab Minute 45 die Nervosität dazu - das war dann der ausschlaggebende Faktor. Und das sehe ich bei Deutschland nicht, weil ich pro Halbzeit 1-2 Momentums für Dänemark für sehr wahrscheinlich halte und das wird dazu führen, dass Deutschland nicht in Minute 45 leicht in Front liegen kann.

    Ich hoffe auf der PK wird Alfred ein, zwei Spitzen bringen, was die Schiris betrifft. So setzt du die schon vorher schön unter Druck.

    Ich glaube, Sonntag sind sie fällig!

    Ich fürchte, Deutschland ist für Dänemark ein dankbarer Gegner. Zu offensivschwach. Nielsen der beste Torwart der Welt aus dem Rückraum. Wer da in der Deckung der Gegner steht, ist den Dänen auch ziemlich wurscht.