Beiträge von Beuger

    Mir kommt es auch gefühlt vor, dass Pytlick im Nationalteam eine Klasse besser performt als in Flensburg.

    Er spielt in Flensburg solide, aber in der Nationalmannschaft gefühlt immer herausragend...

    Und ich bin mir sicher, dass das vor allem auch mit Gidsel zusammenhängt.

    Und deshalb ist Gidsel auch einfach der beste Spieler der Welt. Der wirft nämlich nicht nur viele Tore sondern macht gleichzeitig auch seine Nebenleute besser. Man sieht es auch in Berlin mit Lichtlein und Andersson.

    Das ist richtig und deswegen wird in Flensburg auch alles getan um Gidsel zu bekommen

    Mein Fazit der SG Olympiaspieler:

    - Emil Jakobsen: Puh. Nicht wirklich überzeugend. Wurde im Verlauf des Turniers von Landin verdrängt. Braucht mehr Gelassenheit und Coolness.

    - Simon Pytlick: Bombe. Bitte Form konservieren. Lange auch nicht so frisch und fit ausgesehen.

    - Lukas Jörgensen: wurde Dänemarks Abwehrchef, hatte die Führungsrolle vor Saugstrup. Beeindruckend. Von ihm erwarte ich einiges nächste Saison.

    - Niklas Kirkelokke: stark vorne und hinten. Unspektakulär. Arbeitstier. Flexibel. So einen Spieler wünscht sich jeder Club und hat uns gefehlt.

    - Blaz Blagotinsek: richtig starkes Turnier, auch vorne. Wir sind fast zu gut besetzt am Kreis.

    - Johannes Golla: Deutschlands Führungsspieler. Kapitänsrolle gerechtfertigt.

    - Jim Gottfridsson: hmm. Nicht frischer oder schneller als in der Saison. Habe das Gefühl, die nächste Spielzeit könnte schwer für ihn werden, wenn er seine Schwächen nicht in den Griff bekommt. Etwas fahrlässig, hier nicht nachzulegen.

    Nice to know: Mikkel Hansen ist nach der Siegerehrung zuallererst zu Mads Mensah und Lasse Svan mit großem Jubel und dicker Umarmung hin. Noch vor der Familie. Schade, dass wir ihn nie bei der SG gesehen haben. Aber danke für diese Karriere. Vielleicht nicht erfolgreichster, aber für mich bester Handballspieler aller Zeiten.

    Mein Turnierfazit aus deutscher Sicht im Vergleich zu den vorherigen Turnieren:

    - leichte Steigerung im Angriff. Etwas besserer Ballfluss, etwas weniger Fehler. Dennoch noch Luft nach oben. Für mich wirkt es ein wenig so, als spiele Gislason die Art von Handball, die die Dänen oder Slowenen vor zwei drei Jahren gespielt haben. Jene Nationen sind aber bereits einen Schritt weiter und haben ihr Game flexibilisiert. Hieran muss Deutschland arbeiten.

    - Finale außen vor: die Abwehr war zum Teil schon eine Mauer, vor allem körperlich. Einfach eine solide, fehlerfreie Sache. Nächster Schritt: etwas mehr Mut und Risiko zum Ballgewinn.

    - Tempospiel: erste Welle nach vorne okay, zweite Welle zu wenig, Rückzug schnelle Mitte gegen Spanien und Dänemark an der Grenze zu desolat. Solche Tore darf man in wichtigen Spielen nicht verschenken.

    - Einstellung: Klasse, Gislasons größte Stärke ist wohl, Rollen zu verteilen und Vertrauen auszustrahlen. Bitte weiter so. Die Mannschaft scheint ein echtes Team zu sein.

    - Nominierung: einziger Fehler: kein zweiter RA. Daraus wird Gislason lernen. Lustigerweise hat Steinert auf außen richtig performt, die Gegner hätten die Schwachstelle aber auch noch mehr ausnutzen können. Und man sollte nicht drauf setzen, dass ein Rückraumspieler auf außen so viel Massel hat. Ansonsten Nominierungen und Auswechslungen sehr nachvollziehbar.

    - Blick in die Zukunft: bei einigen Nationen steht ein Umbruch an. Dänemarks Vorsprung wird kurzfristig eventuell etwas schmelzen. auch Spanien steht ein Umbruch bevor. Dafür drücken Portugal, Slowenien oder Kroatien und werden besser. Ich sehe das Feld enger zusammenrücken und den Kampf um Medaillen in den nächsten zwei Jahren offen wie lange nicht mehr. Eine Chance, die aber auch ein wenig Erwartungshaltung mit sich bringt.

    Vielen Dank an die deutsche Mannschaft und auch an die anderen Teams für dieses Turnier!

    Man könnte argumentieren, dass der Teamgeist innerhalb der Mannschaft (oder das Commitment) das deutsche Basketball-Team zu dieser Leistung getragen hat. Da könnte das Fehlen von Maxi Kleber auch durchaus als positiver Effekt angesehen werden.

    Möglicherweise! Mein Argument ging eher in die Richtung, dass man das Fehlen Klebers anders werten muss als das Fehlen von Jokic, da es kein klassischer Verzicht eines Spielers war, der ansonsten dabei gewesen wäre

    Ich kann mich erinnern, dass er zu seiner Zeit bei den RNL mal gesagt hat, dass er bei einer (hohen) Führung lieber seine erste 7 durchspielen lässt, und das Spiel sicher nach Hause holt, als dass er seine erste 7 für 10-15 Minuten schont, und die zweite Reihe verspielt die Führung. Seiner Ansicht nach macht es für die erste 7 keinen Unterschied, ob sie diese 10-15 Minuten mehr spielen.

    In der Bundesliga mag das richtig sein. Bei allen zwei Tagen Spiel im Turnier scheint die Belastung auf die Leistung in den entscheidenden Spielen zu schlagen

    Wenn er verliert, haben sie trotz massiver Überlegenheit zwei Turniere in Folge nicht gewonnen. Und beide Male wäre es aufgrund Müdespielen der besten Spieler.

    Fehler machen, okay. Fehler wiederholen, problematisch.

    Wobei der WM-Titel für alle Nationen außer der USA schon eine sehr hohe Bedeutung hat. Ich denke an die Gasol-Brüder, die immer wieder für Spanien dabei sein wollten. Wenn die USA zur WM auch regelmäßig ihr "Dream Team" schicken würden, dann wären auch die letzten WM-Titel wohl immer nur an die USA gegangen. So gibt es halt eine höhere Chance für andere Teams, die z.B. Spanien zweimal nutzen konnte oder zuletzt Deutschland. Allerdings war Deutschland damals im Finale auch ohne 1-2 Superstars der Serben keinesfalls der Favorit. Das war maximal ziemlich ausgeglichen.

    Genau so ist es. Das muss man aber dementsprechend auch so kommunizieren als Medium bzw so sehen als Individuum. Es wurde ja immer so getan, als wären sie nun die beste Nationalmannschaft der Welt. Das waren sie nicht, sie waren die besten in diesem Turnier.

    Ist mir relativ egal wer hier was gesagt hat. Ich glaube kaum das ich mir selbst irgendwie widersprochen habe und schon gar nicht um mich über jemanden lustig zu machen. Also komm mal runter.

    Slowenien richtig einzuschätzen hat zudem nichts damit zu tun was ich gesagt habe. Wenn Dänemark bis Minute 50 jede Hochphase der Slowenen kontert und im Grunde ab Minute 10 mit immer wieder 5 führt, kann ich die Slowenen für das beste Team der Welt halten. Aus dem Spielverlauf waren die letzten 10 trotzdem unerwartet und ich glaube kaum das du davon nicht überrascht warst. Du wolltest dich hier halt sehr gerne bestätigt sehen und das ist ja auch okay.

    Ich hoffe wir kriegen gegen die Dänen auch so eine Chance und nutzen sie.

    Natürlich widersprichst du dir. Wären die Dänen haushoch überlegen, wären es nicht nur 3-5 gewesen. Die Dänen hatten in der zweiten Hälfte genau eine einzige gute Phase und die war nach ihrer Auszeit wo sie von drei auf sechs weg sind. Der Rest war Slowenien Tor um Tor stärker. Das ist auch keine Meinung sondern einfach ein Fakt am Spielverlauf. Wenn du das nicht erkennst tut's mir leid aber dann wäre vielleicht einfach ein "sorry für die Hochnäsigkeit" angebracht

    Alfred hat m.E. die Abwehr zurecht gelobt. Wir hatten in der Schlussphase ein bisschen Pech das die Abpraller fast alle bei den Spaniern gelandet sind. Aus dem Positionsangriff hat Spanien sich aber sehr schwer getan. Sie waren übers Tempospiel gefährlich, vor allem über Tempogegenstöße, dafür sind sie ja bekannt. Den Rückraum hatten wir aber sehr gut im Griff. Wir müssen gegen die Dänen nochmal so eine aggressive Abwehrleistung zeigen in Kombination mit einer sehr guten Torwartleistung. Dann ist in einem Spiel immer auch etwas möglich. Die Voraussetzungen sind aber ziemlich klar. Dänemark muss Gold gewinnen, alles andere wäre eine Enttäuschung, Deutschland hat schon Silber sicher und kann nun ohne diesen großen Druck ins Finale gehen. Das wäre z.B. in einem Spiel um Bronze noch ganz anders gewesen. Da hätte man noch etwas verlieren können. Mein Traum-Szenario wäre das wir das Spiel bis in die Crunchtime offenhalten können. Und dann würde ich gerne mal sehen wie es um die Nerven der Dänen bestellt ist....

    Sehe ich auch so. Gerade mit Rumpelstilzchen Jacobsen

    Nein. Im Basketball und Eishockey hat Olympia einen deutlich höheren Stellenwert als eine WM, weil bei einer WM nicht die Besten dabei sind.

    Richtig. Daher ist es auch falsch, den Basketball WM Titel als gleichwertig einzustufen wie den WM Titel im Fußball oder Handball.

    Die Basketballer sind offensichtlich im Moment die drittbeste Nationalmannschaft der Welt, wenn man beide Spiele gegen Frankreich zusammenrechnet. Leider hat es aufgrund von etwas Pech nicht für eine Medaille gereicht.